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Lasik Praxis Hohe Bleichen in Hamburg Dr. Fischer

Verfasst: 29.08.2008, 13:19
von Lene
Ich hatte gestern 28.08. eine Lasik-Operation bei Dr. Fischer in Hamburg. Hatte mich nach einer Info-Veranstaltung und nach Lektüre der Beiträge hier für die Praxis Hohe Bleichen entschieden. Die Info-Veranstaltung fand ich gut, Dr. Fischer war selber da und hat alle Fragen ausführlich beantwortet.
Hatte dann am 16. die "große" Voruntersuchung (so groß war sie gar nicht, auch nicht anders als ein normaler Augenarztbesuch). Da war Doc Fischer allerdings nicht da. Da wurde mir mitgeteilt, dass der Pupillendurchmesser bei mir ziemlich groß ist und darum wurde mir eine sog. "Comfort-Lasik" empfohlen. Die kostet allerdings einen Tausender mehr.. Sie hätten auch eine normale Lasik gemacht, "...wenn Sie sagen, Sie fahren sowieso nicht Auto nachts". Sie hatten mir auch direkt die Aufklärungsbögen mitgegeben, die einem ziemlich Angst machen ("im äußersten all kann es zum Verlust der Sehfähigkeit kommen" usw.. )
Habe noch einen Tag mit mir gerungen, Geld gezählt, und mich dann zur "Comfort-OP" angemeldet.
(Zwei Tage vorher habe ich mir die Wimpern noch färben lassen.)
Gestern wars dann so weit: Um Viertel nach neun Uhr morgens angekommen; dann gabs erstmal einen Valium-Cocktail und ummibärchen, um den Nachgeschmack loszuwerden. :D Die Optikerin von der Voruntersuchung hat mich dann abgeholt. Mein Freund hat schonmal ein Rezept für die Medikamente bekommen und durfte schonmal zur Apotheke gehen. Ich würde daher jedem empfehlen, sich hinbringen zu lassen; nachher hat man nämlich keine Lust mehr auf einen Apothekengang. Übrigens wusste ich nur aus den Berichten hier, dass man sich die Medikamente selber kaufen gehen muss. In den Unterlagen, die ich bekommen habe, stand dazu nichts. Das ganze Set kostet 54 Euro :?
Die Optikerin hatte vorher schon die ausgefüllten Bögen (Vertrag, Anamnese-Bögen) mitgenommen. Ich bin dann gleich mit Kittel und Mütze verkleidet worden und saß vorm OP-Raum ("Sie werden dann gleich reingerufen"). Ich hatte eigentlich erwartet, dass der Doc sich nochmal selber blicken lässt, um das alles mit mir durchzugehen usw. Aber als ich dann wirklich reingerufen wurde, saß er schon am Laser und ich sollte mich direkt hinlegen. Kein Hände schütteln, nichtmal Hallo hat er gesagt, bis ich Hallo gesagt habe (da war ich aber schon in der Vertikalen). Das fand ich schon etwas merkwürdig. :roll: Während der OP war er dann aber wieder sehr nett und gesprächig, (wo ich herkomme, was ich mache usw.)
Bis auf das rechte Auge wurde das Gesicht ganz abgedeckt, die Wimpern weggeklebt ("sind ihre Wimpern von selber so schwarz?" ähm.. :oops: ) und der Augenspreizer kommt rein. Ab da fühlt man sich schon reichlich hilflos, dann wird das Auge ordentlich durchgespült und betäubt. Über einem ist ein rotes Licht, dass man fixieren soll, was gar nciht so einfach ist, wenn dauernd irgendwas am Auge gefummelt wird. Der Doc sagt: "Jetzt markier ich dir Hornhaut" und piekst dreimal rein (mit so einem Ding, wie man es vom Zahnarzt kennt, zumindest sah es für mich so aus). Man merkt es als Druck, aber es tut nicht weh. Dann kommt der Saugring aufs Auge. Es ist nicht gerade angenehm, aber auch nicht schmerzhaft. Das rote Licht verschwindet das langsam und alles wird dunkel. Ich fand das gar nicht schlimm, eher beruhigend, als hätte ma es endlich geschafft, die Augen zuzumachen. Beim Schneiden sollte ich laut bis zehn zählen und es macht ein Geräusch wie bei einer elekrischen Nähmaschine.. Wenn das vorbei ist, klappt der Doc den Flap hoch. Das habe ich mir viel ekliger vorgestellt (es fällt ja schwer, zu glauben, dass jemand so präzise mit einem Mini-Spachtel umgehen kann), man merkt es aber kaum. Lustig ist, dass der rote Punkt dann gar kein Punkt mehr ist, sondern eine große rote Wolke. Vom Lasern merkt man gar nichts. Hab auch nichts gerochen. Anschließend Flap wieder zugeklappt und "anmassiert" - auch kaum spürbar.
Dann wird das ganze Zeug abgemacht und es geht beim anderen Auge weiter. same procedure.
Ich finde, das ganze ist vergleichbar mit einer Zahnbehandlung unter Betäubung. Man merkt natürlich, dass an einem rumgeprockelt wird und es ist nicht so richtig angenehm, aber es tut auch nicht weh.
Und dann kann man aufstehen; fertig. Die Welt lag hinter einem Schleier, wie wenn man durch eine beschlagene Brille sieht. Aber es war schon klar, dass ich in die Ferne viel besser sehen konnte als vorher. (ach ja, ich hatte vorher -4,5 links und -3 rechts.)
Herr Fischer hat sich meine Augen dann nochmal angesehen, hat gesagt, alles wär gut, die optikerin hat mir einen Hinweis-Flyer und die Rechnung in die Hand-gedrückt und um zehn Uhr war ich schon wieder draußen. Die Welt war vernebelt, aber ich hatte keine Schmerzen und nichtmal Lichtempfindlichkeit.
Nach einer halben Stunde ging es dann erst rechts, dann links (in Reihenfolge der Betäubungen) los mit ein bisschen Pieksen, Brennen, Tränen, Fremdkörpergefühl. Ich habe das aber alles nicht als besonders schlimm empfunden. Ich hatte vorher harte Kontaktlinsen und wenn da mal ein Staubkorn drunterkam, war das oft viel unangenehmer. Habe dann zuhause ein paar Stunden rumgelegen und Hörspiel gehört. Das Bedürfnis zu reiben hatte ich gar nicht. Gegen nachmittag war der Schleier verschwunden und ich konnte schon super sehen; habe nach draußen gestarrt und Blätterkonturen bewundert. Außerdem lese ich meinem Freund ständig alles mögliche vor (was ich vorher nicht lesen konnte!) :lol: Das Tränen, Pieksen usw. hat auch aufgehört. Die Augen haben sich nur ein bisschen müde angefühlt, wie wenn man zu lange vorm Rechner gesessen hat oder so.
Eine Pest waren die blöden Augenklappen für die Nacht! Ich hatte mir das mehr so piratenähnlich vorgestellt aber es sind so Schalen (wie kleine BH-Cups) aus Hartpastik. Die haben überhaupt nicht auf mein Gesicht gepasst und wackelten da - trotz großzügigen Leukoplast-Einsatzes - irgendwie rum; sieht ganz schön beknackt aus. Gut geschlafen habe ich trotzdem.
Heute war ich zur ersten Nachuntersuchung. Habe auf jedem Auge 80%, zusammen komme ich schon auf 100%. Ist schon ein wahnsinniger Unterschied. Ich habe das Gefühl, dass ich in die Ferne besser sehe als in der Nähe, die Optikerin (Doc Fischer selber war natürlich wieder nicht da) sagte aber, das sei normal, weil das Auge in der Nähe jetzt stärker fokussieren muss. Ein bisschen eklig sind die blutergüsse in den Augen, die kommen vom Saugring - das dauert wohl auch ein paar Wochen bis die weg sind. kriegt aber nicht jeder. Die Augen sind sehr trocken, hat sie mir gesagt, ich hab es selbst gar nicht gemerkt. rechts fühlt sich ganz normal an, links noch ein bisschen "wund".
Fazit: Ich kann die Lasik bei Herrn Fischer empfehlen. Er ist allerdings kein netter Onkel-Doktor-Typ, sondern macht kein besonderes Geheimnis daraus, dass as für ihn alles Routine ist. Ich hatte sowieso keine Fragen mehr, deswegen war das für mich alles in Ordnung, bei anderen ist das vielleicht anders. Man sollte dann seine Fragen am besten gleich bei der Optikerin loswerden oder drauf bestehen, dass man den Doc nochmal zu Gesicht bekommt.
Aber: Das Ergebnis ist auf jeden Fall super! Ich bin sehr zufrieden!

PS: Valium ist echt ein langweiliges Zeug, habe überhaupt nichts gemerkt - als Droge ein Riesenflopp! :wink:

Eine Woche danach

Verfasst: 04.09.2008, 13:10
von Lene
So, die Lasik ist jetzt eine Woche her. Bisher ist alles gut.
Ich bin zwar nicht eine von denen, die jetzt 160% Sehfähigkeit haben, sondern habe "nur" 100% ;bzw. 80% auf jedem Auge einzeln. Aber im Gegensatz zu vorher...
Habe keine Beschwerden mehr. Augen sind zwar trocken, aber ich merke davon nichts und muss mich stark disziplinieren um noch dauernd zu tropfen.
Die Blutergüsse in den Augen sind noch nicht weg, aber besonders schlimm sehen sie nicht aus, finde ich.
Kann schon wieder problemlos lesen, am Computer arbeiten usw.
Nachts habe ich auch keine Probleme - leichte Lichthöfe zwar, aber das war vor der OP auch schon immer so.

7 Monate später...

Verfasst: 07.04.2009, 09:52
von Lene
...immernoch alles gut, inzwischen bin ich auf 160% Sehfähigkeit mit beiden Augen. Habe fast vergessen, mal Brille getragen zu haben und wundere mich über alte Fotos. Manchmal noch trockene Augen bei Heizungsluft oder Klimaanlage, aber das stört nicht besonders.