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Lasek mit hohen Ausgangswerten in Bratsilava 30.7.2008

Verfasst: 03.08.2008, 10:22
von Brigid51
Hallo,
da mir das Forum eine große Entscheidungshilfe war, möchte ich auch nun meinen Beitrag leisten und berichte euch über meine Lasek OP vergangenen Mittwoch den 30.7.2008 in Bratislava.
Ich bin 51 Jahre alt, weiblich und wohne in Wien. Nach über 20 Jahren problemloses Tragen von harten Kontaktlinsen, war es vor ca. 4. Jahren damit leider vorbei. Ich versuchte es mit weichen Kontaktlinsen, Brille (bis dahin hatte ich gar keine), aber das Sehen war durch die dazugekommene Altersweitsichtigkeit nicht mehr optimal und der Augenarzt meinte ich müsste halt damit zurechtkommen. Letzten Dezember wurde ich dann auf die Möglichkeit einer Laser OP aufmerksam und ich fing an mich dafür zu interessieren und informieren. Zuerst wollte ich die OP in Wien machen lassen, entschied mich dann aber für Bratislava und im April fixierte ich einen Termin für den 30.7.08 zum Anfang meines 4 wöchigen Urlaubs.

Meine Ausgangwerte:
RA -9,5 sph -1,5 cyl 170°
LA -7,0 sph -1,0 cyl 170°

Hornhautdicke RA 560 µm
LA 554 µm

Letzten Mittwoch war es dann soweit, ich wurde pünktlich um 7:15 h vom Wiener Westbahnhof abgeholt, 1 Stunde später Ankunft in der Klinik in Bratislava, ich war mit Abstand (bis auf einen älteren Herren) die älteste Patientin, die meisten Anwesenden waren alle unter 30 Jahre alt. Die Nervosität war natürlich ziemlich groß. Es wurde uns alles genauestens erklärt und es folgte eine ca. 4- - stündige Untersuchung. Danach wurde mit jedem einzelnen nocheinmal ein ausführliches Gespräch geführt, unterschrieben, bezahlt und los ging es.
Mir wurde gleich gesagt, dass auf dem rechten Auge eine Restfehlsichtigkeit ca. -1 Dioptrin bleiben wird, links würde es sich auf 0 Dioptrin ausgehen. Damit hatte ich sowieso gerechnet, ich wäre auch mit weniger Korrekturmöglichkeit zufrieden gewesen, da ich auch mit einer schwächeren Brille glücklich wäre.

Die Augen wurden durch Eintropfen betäubt, und danach gings in den OP, in 10 Minuten war alles vorbei.

Danach gings ins Hotel, mit genausten Anweisungen und der Beruhigung jederzeit anrufen zu können. 2 Stunden Schlaf ein bisschen Kratzen beider Augen, Lichtempfindlichkeit, aber keinerlei Schmerzen, (Schmerztablette war nicht notwendig). Später noch ein unsicherer Abendspaziergang mit dicker Sonnenbrille), danach wieder Hotel und Schlaf bis zum Morgen. Abholung um 9:00 h, Untersuchung, Sehtest ca. 70%, und zurück nach Wien.

Zuhause keinerlei Schmerzen, nur extrem lichtempfindlich, Computer oder Lesen unmöglich, bisschen Fernsehen ging aber schon ganz gut. Der 2. Tag war dann aber wesentlich unangenehmer, extremes Kratzen beider Augen, zeitweise zum verrückt werden, genaue Einhaltung des Tropfplanes, Erleichterung nur durch schlafen, schlafen und nochmals schlafen, am Abend Spaziergang an der frischen Luft war extrem erleichternd. 3. Tag war das Kratzen nur mehr ganz leicht.
Die Entfernung der Schutzlinsen aber am Abend war ein totales Disaster, ohne Hilfe meines Sohnes hätte ich es nicht geschafft, nahes Sehen war ja nicht möglich, gespürt habe ich die Linsen auch nicht, habe dabei fast ein ganzes Fläschen Tränenflüssigkeit verbraucht, aber schließlich waren sie dann doch draussen. Sehleistung war danach sehr vermindert, sehr milchig, Computer oder Zeitung unmöglich.
Wieder viel Schlaf, heute in der Früh kurz nach dem Aufwachen totaler WOW Effekt, sitze jetzt erstmals am Compunter (groß gestellt) und schreibe den Bericht.

Bis jezt bin ich ersteinmal sehr zufrieden, ich weiss Bescheid über den längeren Heilungsverlauf bei LASEK und bin gespannt auf die nächsten Wochen.

Möchte mit meinem Beitrag auch ältere Menschen ermutigen sich zu informieren, ob eine bessre Lebensqualität ohne Brille oder zumindest eine starke Verbesserung für Sie durch eine LASEK OP möglich ist.
Eure
Brigid