Erfahrungsbericht EPI-Lasik am Uni-Klinikum Regensburg

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

Kröte82
schaut sich noch um
Beiträge: 1
Registriert: 18.04.2007, 16:27

Erfahrungsbericht EPI-Lasik am Uni-Klinikum Regensburg

Beitrag von Kröte82 » 18.04.2007, 16:52

Hallo ihr Lieben :)

Ich komme gerade mit gemischten Gefühlen von meinem Optiker und dachte, ich kann hier mal meine Erfahrungen reinschreiben, mal sehen, was ihr dazu sagt.

Ich muss jetzt etwas ausholen:

Vor ziemlich genau 3 Jahren, ich war damals 22 Jahre alt, hatte ich auf dem linken Auge -4,5 und rechts -2,5 Dioptrin. Ich weiß, es gibt Leute mit schlechteren Werten, aber ich fühlte mich regelrecht behindert. Ohne Sehhilfe war ich orientierungslos wie ein Blinder :?

Ich hatte zwar eine Brille und auch sämtliche Arten von Linsen habe ich versucht, aber es ist dieses Gefühl, morgens aufzuwachen und den Wecker nicht lesen zu können. Lange habe ich deswegen schon auf eine Laser OP gespart.

Irgendwann las ich dann in der lokalen Presse einen Artikel über das Laserzentrum an der Uniklinik Regensburg und meldete mich sofort für eine kostenlose Infoveranstaltung an, bei der erste Tests gemacht werden, ob man prinzipiell für die OP in Frage kommt. Alles das war kostenlos, also nix wie hin!

Es stellte sich heraus, dass ich prima geeignet sei. Ein Kriterium, gerade bei jungen Patienten ist ja, dass die Augenwerte konstant sein müssen seit 3 Jahren. Waren sie bei mir. Super! Also gleich Nägel mit Köpfen gemacht, Termine vereinbart und los ging der Marathon aus Untersuchungen.

Dann war er da, der Tag der OP. Zusammen mit einem jungen Mann ging ich zum OP-Vorraum, er wurde vor mir operiert. 15 Minuten später kam er zurück und meinte, es wird nicht so schlimm. Puh!
Während der OP stank es kurzzeitig nach verbrannter Haut. Klar, 4,5 Dioptrin müssen ja erstmal weggebrannt werden :wink: Wirklich unangenehm war nur das Ausschneiden und Zurückklappen des Ephitels (hoffentlich richtig geschrieben).
Ich durfte Aufstehen und der Arzt grinste. Er zeigte auf die Wand:
"Können Sie die Uhr erkennen? Wieviel Uhr ist es?" (beim Betreten des Raumes hätte ich nichtmal gesehen, dass da eine Uhr hängt!).
Es war 5 nach halb 10! Juchu!!! Ich sah die Zeiger!! :wink:

15 Minuten später war ich mit dem Taxi zuhause angekommen, zum Glück wohnte ich nicht weit weg. Dann begann der Horror. Ich hatte starke Schmerzen und von Sehen war nicht die Rede. Ich war quasi 2 Wochen bettlägrig und für die Nachuntersuchungen brauchte ich Begleitung und Hilfe. Das war kein Spaß, ich wünsche das niemandem! Die Verband-Kontaktlinsen, die nach der OP aufs Auge kommen, mussten unter großen Schmerzen entfernt werden und es wurden Neue reingemacht. Die Wunde heilte nur schwer.

Die Schmerzen wurden weniger, aber gut gesehen hab ich nicht. Es war wie Nebel. Ist aber bei EPI Lasik wohl ganz normal. Fakt ist, dass ich 4 Wochen nicht autofahren konnte. Und selbst danach hatte ich erst 85%!!! Zum Glück war ich damals Studentin. Ein normaler Arbeitnehmer kann sich einen deratig langen Ausfall nicht leisten.
Aber ich wurde belohnt, nach 8 Wochen waren die 100% erreicht. Es folgten noch einige Nachuntersuchungen und ein halbes Jahr später, immer noch mit 100%, wurde ich glücklich entlassen.

Seitdem sind 3 wunderbar scharfsichtige Jahre vergangen. Bis ich nun merkte, dass meine Sehleistung wieder schwächer wurde. Straßenschilder wurden immer unschärfer und ich beschloss, den Optiker aufzusuchen. Der war nun ganz entsetzt, dass man jemanden mit 22 Jahren überhaupt lasert, da das Auge bis 30 Jahren wächst.

Das Resultat?
-0,75 und -1,00

Würde ich die OP wieder machen lassen?
Hm, weiß nicht, jein!

Da sind einerseits die starken Schmerzen, das Geld natürlich auch(1800 Euro pro Auge).
Andererseits bin ich nun mit meinen neuen Werten nicht so orientierungslos wie früher. Ich kann meinen Wecker auch ohne Brille lesen, kann in verraucht Kneipen gehen ohne Linsen oder Brille, usw. usw.
Das heißt, trotz der erneuten Verschlechterung ist meine Lebensqualität doch eine ganz andere als früher. Daher würde ich wahrscheinlich die OP wieder machen, vorausgesetzt meine Werte bleiben jetzt so. Damit kann ich leben.
Werden meine Werte noch schlechter, werde ich es sicherlich bereuen und es war einfach nur schade ums Geld.

Tja, das Geld ist es jetzt auch, was mich am meisten ärgert im Moment. Habe eben meine neuen Linsen abgeholt (geleast, 25 Euro/Monat) und neue Brillengläser hab ich auch bestellt. Den OP-Preis habe ich also durch nicht mehr benötigte Sehhilfen nie und nimmer "reingeholt" und das ärgert mich ein wenig. Vielleicht versteht ihr das ja.

Überlegt euch also gut, ob ihr euch lasern lasst, wenn ihr jung seid!

Viele Grüße
Tanja

Sie haben Interesse an einer Lasik-Behandlung? Fordern Sie hier kostenlose Informationen zum Thema Lasik an und lassen Sie sich beraten!

Beratung anfordern