Meine Lasik OP bei Frau Kandur am 27.02.2007
Verfasst: 08.03.2007, 09:28
Ein herzliches hallo an alle!
Auch ich möchte dazu beitragen, die Entscheidung zu einer Lasik etwas gezielter und objektiver fällen zu können. Mir hätte ein Bericht der diestanziert und logisch abgefasst ist auch geholfen. Ich habe in diesem Forum zuvor viele Monate gelesen und gelesen. Auch in vielen anderen und mich dann dazu entschlossen.
Ich versuche nun einfach und logisch meine Entscheidung zu fundamentieren und warum es MIR leicht gefallen ist:
1. Ich habe mich zuerst nur durch Foren gewühlt um eine erste Tendenz der Leute zu bekommen, wie zufrieden Sie mit Ihren OP's waren. Nach etlichen Wochen hat sich das ganze dann eben auf die im Titel genannte Ärztin gefestigt.
2. Was waren MEINE Entscheidungsgründe:
2.1. Erfahrung, Wissen und getätigte OP's.
2.2. Letztendlich musste ich mich aber noch zwischen zwei Ärzten entscheiden. Wobei meine letzte Entscheidung aus dem Gefühl heraus gefallen ist, dort besser aufgehoben zu sein weil halt nicht wirklich die Masse an Leuten pro Tag gelasert wird.
2.3. Nach mehreren E-Mail Kontakten und darin gefundenem einwandfreiem Deutsch wurde dies noch bestätigt.
2.4 2 Tage vor Abflug habe ich per Zufall im Fernsehen eine OP eines schielenden Kindes in München gesehen. 4mm Muskelstrang wurden auf der einen Seite rausgenommen und auf der anderen Seite des Auges eingenäht. DIES nenne ich eine wirklich grosse OP. Wogegen mir die LASIK wie eine MINI-OP vorkommt.
3. Zu allerletzt entschied es sich natürlich auch an der Preisdifferenz zu Deutschland.
OP, alle Transporte von und zum Flughafen / Hotel / Praxis, Hotel und Flug für 2 Personen und 4 Tage kosteten insgesamt 1420 Euro. Wobei ich auf eigenen Wunsch mich um Hotel und Flug kümmerte. Alles andere wurde äußerst zuverlässig vom Kollegen-Team gelöst. Hier könnten sich viele in Deutschland eine Scheibe abschneiden.
Meine Werte zuvor waren nicht dramatisch
Links -0,75 mit leichter Hornhautverkrümmung
Rechte -1,75 mit -1,50 Hornhautverkrümmung
Auf beiden Augen noch gengenläufige Achsenfehler
Mein eigentliches Problem waren aber ständige Kopfschmerzen beim Auf- oder Absetzen der Brille. Ich bin seit 27.02.2007 Kopfschmerzfrei und drücke mir alle Daumen, dass dies so bleibt. Zuvor gab es nie mehr als 2-3 Tage am Stück ohne Kopfschmerzen.
Von natur aus, bin ich eingentlich - so behaupte ich von mir - mehr der kühl logisch denkende und werde praktisch nie nervös oder aufgeregt. Während des Wartens auf die OP - also nach den Voruntersuchungen - konnte ich daher nicht verstehen, warum die anderen "Mit-Brillis" zu nervös und angespannt waren, weil sich dadurch ja rein garnichts ändert. Lediglich als es dann hieß, nun gehts los merkte ich einen Pulsanstieg von vielleicht 75 auf 100. Natürlich jetzt subjektiv betrachtet. Dies legte sich aber schnell, da wir vor dem OP-Zimmer uns gemütlich in einen Ledersessel klatschen und entspannen konnten. Meine Ruhe kehrte vollkommen zurück. Die OP ansich betrachte ich im nachhinein als einfacher als zum Zahnarzt zu gehen.
Letzendlich muß aber jeder selbst wissen, ob er eine Lasik durchführen möchte.
Ich möchte hier die Zeit "danach" besser beschreiben, weil ich dies jetzt im nachhinein zuwenig in den Foren gelesen habe.
Wie war's bei mir?
Direkt nach der OP bin ich aufgestanden, hab' die Sonnenbrille aufgesetzt die man geschenkt bekommt. Die Treppe hinauf zurück ins Wartezimmer. Ich glaube dass ich ca. 15 Minuten mit geschlossen Augen dagesessen bin. Ich hab' mich ab und zu dabei ertappt, die Augen aufzumachen und zu kucken. Es war alles schon gut erkennbar, ich ermahnte mich innerlich trotzdem immer wieder die Augen zuzumachen.
Da vor mir eine Patientin war und nach mir noch 5 waren wir also an diesem Tag zu 7. Ich mußte noch ca. 55 Minuten warten. Dann gingen die Nachuntersuchungen los und ich erreichte gerade zu mit Leichtigkeit die 1.0 Visus links und rechts. Mit beiden Augen sprangen mir die Buchstaben für 1.0 Visus praktisch ins Gesicht. Ich war fasziniert. In höhere Visusgrade hat die Ärztin nicht mehr getestet. Dies sollte ich erst nach 6 Wochen beim heimischen Augenarzt machen, da es sich bis dahin erst festigt.
Nach einer weiteren halben Stunde wurden wir 4 dann zu unseren Hotels gefahren. Fahrzeit etwa 30 Minuten. Während dieser Zeit konnte man buchstäblich zusehen, wie die Augentropfen immer mehr ihre Wirkung verloren und die Schärfe mit einer brutalität zurückkam die phänomenal war. Trotzdem war ich zu diesem Zeitpunkt und noch am gesamten Abend extrem lichtempfindlich. Ca. 1 Stunde später war ich mit meiner Freundin dann in einem Kebab. Es war schon ziemlich dunkel draussen und die Leute haben mich angeschaut, warum ich eine Sonnenbrille trage. In diesem Augenblick war mir dies egal, denn für mich war es selbst mit Sonnenbrille taghell.
Der Abend kam schnell. Tropfen rein. Augenpads aufgeklebt und geschlafen. Am nächsten morgen aufgewacht und schnellstmöglich die Pads runter. Tropfen rein und Licht an. Keine Blendempfindlichkeit mehr. Kein Sandgefühl, kein brennen, kein irgendwas. Es ist Wahnsinn. Im Bad viel mir als erstes auf, das die Muster auf den Fliesen zwar Muster waren, aber aus einem Rasterdruck bestehen. Jeden einzelnen Punkt kann man locker aus 1m Entfernung zählen. Den ganzen Tag über fällt einem auf, was man jetzt locker erkennen kann, was vorher nicht mal mit Brille ging. Auch die 2. Nachuntersuchung war gleich rum.
Die verbleibenden 1,5 Tage verbrachten wir in Alt-Sultanameth und auf dem Grand Bazaar.
Nach nun einer Woche zuhause, hatte ich auch 2 Phasen mit jeweils einer Stunden in der ich schlechter gesehen habe. (Wobei ich hier erwähnen muß, das das "schlechter" immernoch besser war als mit Brille zuvor.) Genauso wurde es auch zuvor in einem Zettel beschrieben, was in den 6 Wochen danach so alles normal ist. Es hängt einfach damit zusammen, wie oft man tropft und somit die Linse geschmeidig hält. Jetzt, am 8. Tag nach OP tropfe ich ab und zu, habe keinerlei Probleme und merke wie sich das Auge auf die neue Leistung einstellen will. Ich werde diese Phase geduldig abwarten. Dann gehts zur 3. Nachuntersuchung zu meiner Augenärztin.
Ich hoffe, ich habe distanziert genug berichtet und vielleicht weitere Gründe für oder gegen eine Lasik plastisch dargestellt.
Im nachhinein danke ich allen anderen für Ihre Berichte.
Ich habe es nicht bereut. Es war die beste Entscheidung für MEINEN Fall.
Vielen Dank und Tschüss.
Wer Fragen hat nur zu! Ich werde Sie beantworten.
Auch ich möchte dazu beitragen, die Entscheidung zu einer Lasik etwas gezielter und objektiver fällen zu können. Mir hätte ein Bericht der diestanziert und logisch abgefasst ist auch geholfen. Ich habe in diesem Forum zuvor viele Monate gelesen und gelesen. Auch in vielen anderen und mich dann dazu entschlossen.
Ich versuche nun einfach und logisch meine Entscheidung zu fundamentieren und warum es MIR leicht gefallen ist:
1. Ich habe mich zuerst nur durch Foren gewühlt um eine erste Tendenz der Leute zu bekommen, wie zufrieden Sie mit Ihren OP's waren. Nach etlichen Wochen hat sich das ganze dann eben auf die im Titel genannte Ärztin gefestigt.
2. Was waren MEINE Entscheidungsgründe:
2.1. Erfahrung, Wissen und getätigte OP's.
2.2. Letztendlich musste ich mich aber noch zwischen zwei Ärzten entscheiden. Wobei meine letzte Entscheidung aus dem Gefühl heraus gefallen ist, dort besser aufgehoben zu sein weil halt nicht wirklich die Masse an Leuten pro Tag gelasert wird.
2.3. Nach mehreren E-Mail Kontakten und darin gefundenem einwandfreiem Deutsch wurde dies noch bestätigt.
2.4 2 Tage vor Abflug habe ich per Zufall im Fernsehen eine OP eines schielenden Kindes in München gesehen. 4mm Muskelstrang wurden auf der einen Seite rausgenommen und auf der anderen Seite des Auges eingenäht. DIES nenne ich eine wirklich grosse OP. Wogegen mir die LASIK wie eine MINI-OP vorkommt.
3. Zu allerletzt entschied es sich natürlich auch an der Preisdifferenz zu Deutschland.
OP, alle Transporte von und zum Flughafen / Hotel / Praxis, Hotel und Flug für 2 Personen und 4 Tage kosteten insgesamt 1420 Euro. Wobei ich auf eigenen Wunsch mich um Hotel und Flug kümmerte. Alles andere wurde äußerst zuverlässig vom Kollegen-Team gelöst. Hier könnten sich viele in Deutschland eine Scheibe abschneiden.
Meine Werte zuvor waren nicht dramatisch
Links -0,75 mit leichter Hornhautverkrümmung
Rechte -1,75 mit -1,50 Hornhautverkrümmung
Auf beiden Augen noch gengenläufige Achsenfehler
Mein eigentliches Problem waren aber ständige Kopfschmerzen beim Auf- oder Absetzen der Brille. Ich bin seit 27.02.2007 Kopfschmerzfrei und drücke mir alle Daumen, dass dies so bleibt. Zuvor gab es nie mehr als 2-3 Tage am Stück ohne Kopfschmerzen.
Von natur aus, bin ich eingentlich - so behaupte ich von mir - mehr der kühl logisch denkende und werde praktisch nie nervös oder aufgeregt. Während des Wartens auf die OP - also nach den Voruntersuchungen - konnte ich daher nicht verstehen, warum die anderen "Mit-Brillis" zu nervös und angespannt waren, weil sich dadurch ja rein garnichts ändert. Lediglich als es dann hieß, nun gehts los merkte ich einen Pulsanstieg von vielleicht 75 auf 100. Natürlich jetzt subjektiv betrachtet. Dies legte sich aber schnell, da wir vor dem OP-Zimmer uns gemütlich in einen Ledersessel klatschen und entspannen konnten. Meine Ruhe kehrte vollkommen zurück. Die OP ansich betrachte ich im nachhinein als einfacher als zum Zahnarzt zu gehen.
Letzendlich muß aber jeder selbst wissen, ob er eine Lasik durchführen möchte.
Ich möchte hier die Zeit "danach" besser beschreiben, weil ich dies jetzt im nachhinein zuwenig in den Foren gelesen habe.
Wie war's bei mir?
Direkt nach der OP bin ich aufgestanden, hab' die Sonnenbrille aufgesetzt die man geschenkt bekommt. Die Treppe hinauf zurück ins Wartezimmer. Ich glaube dass ich ca. 15 Minuten mit geschlossen Augen dagesessen bin. Ich hab' mich ab und zu dabei ertappt, die Augen aufzumachen und zu kucken. Es war alles schon gut erkennbar, ich ermahnte mich innerlich trotzdem immer wieder die Augen zuzumachen.
Da vor mir eine Patientin war und nach mir noch 5 waren wir also an diesem Tag zu 7. Ich mußte noch ca. 55 Minuten warten. Dann gingen die Nachuntersuchungen los und ich erreichte gerade zu mit Leichtigkeit die 1.0 Visus links und rechts. Mit beiden Augen sprangen mir die Buchstaben für 1.0 Visus praktisch ins Gesicht. Ich war fasziniert. In höhere Visusgrade hat die Ärztin nicht mehr getestet. Dies sollte ich erst nach 6 Wochen beim heimischen Augenarzt machen, da es sich bis dahin erst festigt.
Nach einer weiteren halben Stunde wurden wir 4 dann zu unseren Hotels gefahren. Fahrzeit etwa 30 Minuten. Während dieser Zeit konnte man buchstäblich zusehen, wie die Augentropfen immer mehr ihre Wirkung verloren und die Schärfe mit einer brutalität zurückkam die phänomenal war. Trotzdem war ich zu diesem Zeitpunkt und noch am gesamten Abend extrem lichtempfindlich. Ca. 1 Stunde später war ich mit meiner Freundin dann in einem Kebab. Es war schon ziemlich dunkel draussen und die Leute haben mich angeschaut, warum ich eine Sonnenbrille trage. In diesem Augenblick war mir dies egal, denn für mich war es selbst mit Sonnenbrille taghell.
Der Abend kam schnell. Tropfen rein. Augenpads aufgeklebt und geschlafen. Am nächsten morgen aufgewacht und schnellstmöglich die Pads runter. Tropfen rein und Licht an. Keine Blendempfindlichkeit mehr. Kein Sandgefühl, kein brennen, kein irgendwas. Es ist Wahnsinn. Im Bad viel mir als erstes auf, das die Muster auf den Fliesen zwar Muster waren, aber aus einem Rasterdruck bestehen. Jeden einzelnen Punkt kann man locker aus 1m Entfernung zählen. Den ganzen Tag über fällt einem auf, was man jetzt locker erkennen kann, was vorher nicht mal mit Brille ging. Auch die 2. Nachuntersuchung war gleich rum.
Die verbleibenden 1,5 Tage verbrachten wir in Alt-Sultanameth und auf dem Grand Bazaar.
Nach nun einer Woche zuhause, hatte ich auch 2 Phasen mit jeweils einer Stunden in der ich schlechter gesehen habe. (Wobei ich hier erwähnen muß, das das "schlechter" immernoch besser war als mit Brille zuvor.) Genauso wurde es auch zuvor in einem Zettel beschrieben, was in den 6 Wochen danach so alles normal ist. Es hängt einfach damit zusammen, wie oft man tropft und somit die Linse geschmeidig hält. Jetzt, am 8. Tag nach OP tropfe ich ab und zu, habe keinerlei Probleme und merke wie sich das Auge auf die neue Leistung einstellen will. Ich werde diese Phase geduldig abwarten. Dann gehts zur 3. Nachuntersuchung zu meiner Augenärztin.
Ich hoffe, ich habe distanziert genug berichtet und vielleicht weitere Gründe für oder gegen eine Lasik plastisch dargestellt.
Im nachhinein danke ich allen anderen für Ihre Berichte.
Ich habe es nicht bereut. Es war die beste Entscheidung für MEINEN Fall.
Vielen Dank und Tschüss.
Wer Fragen hat nur zu! Ich werde Sie beantworten.