Lasik bei Dr.Handzel in Frankfurt
Verfasst: 13.01.2007, 14:19
Dieses Forum hat mir sehr bei meiner Entscheidungsfindung geholfen. Natürlich waren die Berichte (und der Preis) der AuslandsOPs verführerisch. Da ich aber ein äußerst risikoscheuer Mensch bin, habe ich mir die meinem Wohnort nächstliegende Klinik gesucht - Dr.Handzel in Frankfurt am Main. Vielleicht hilft mein Bericht denjenigen, die über Dr. Handzel (wie auch ich) bisher nur sehr wenig Info hier gefunden haben. Sehr zu empfehlen ist der Infoabend, der ca. 1x monatlich stattfindet (im Internet nachschauen oder anrufen. Dr. Handzel selbst informiert in aller Ausführlichkeit über die OP. Man erhält zudem einiges an Infomaterial. Außerdem kann man sich ein Bild von Dr. Handzel machen. Sie ist eine sehr bestimmende Person. Wem das nicht gefällt, (mir hat das z.B. sehr gefallen)kann sich dann ohne irgendwelche Kosten gehabt zu haben, die nächste Klinik anschauen. Dr. H. führt neben der Laserklinik eine ganz normale Augenarztpraxis, welche top ausgestattet ist. Das ist auch der einzige Nachteil. Am Voruntersuchungstag ist man einer von vielen "normalen" Patienten, man glaubt fast, dort ein wenig unterzugehen. Ich hatte einen Aufenthalt in der Praxis von insgesamt 6 Stunden. Ist superlang, aber da ich die ganze Aktion in meinem Urlaub machte (und viele Zeitschriften zum Lesen da sind) bin ich halt "da durch". So etwas macht man ja auch nicht alle paar Monate ;-). Ich werde nun ein paar Sachen zur Voruntersuchung sagen, die bitte bitte alle OP-Willigen nicht abschrecken soll - nur wäre ich froh gewesen, hätten einige Nutzer dieses Forums nicht nur "geschwärmt" von der ganzen Sache sondern auch die Unannehmlichkeiten mal beim Namen genannt. Jedenfalls werden hinsichtlich Sehschärfe, Augendruck, Hell/Dunkelsehen, Hornhautdicke etc etc jede Menge Untersuchungen gemacht (worüber man hinterher auch sämtliche Unterlagen sowie einen Lasik-Pass erhält). Die mit Abstand unangenehmste Untersuchung (bei Kurzsichtigen wie mir unerlässlich) war die Netzhautuntersuchung. Aufgrund der Betäubungstropfen tut das natürlich nicht weh, ABER wenn die Tropfen nachlassen, fangen die Augen höllisch an zu brennen. Man bekommt zwar Tropfen dagegen, aber es hat drei Stunden gedauert, bis sich meine Augen "abgeregt" hatten und ich wieder gescheit sehen konnte.
Am 11.01.2007 dann die OP. Man wird mit einer halben Beruhigungstablette vorbereitet, anschließend in Kittel und Häubchen gesteckt und in den Laserraum geführt. Es folgt die Vorbereitung mit Betäubungstropfen und schon mal die Anweisung, das rote Licht zu fixieren (gar nicht so einfach bei -8,25 linksund -10,25 rechts, bin weiblich und 45 Jahre alt). Schließlich das bekannte Abkleben und Aufsperren des Auges, Aufschneiden des Flaps und schließlich Fixieren des roten Punktes, welcher nach Entfernen des Flaps total krisselig und verschwommen war. Und leider leider muss ich sagen (heute weiß ich, dass man damit rechnen muss und es auch nixht ungewöhnlich ist): sowohl das Schneiden des Flaps wie auch das anschließende Lasern habe ich ordentlich gemerkt. Es hat höllisch gebrannt, sodass ich die größte Mühe hatte zu fixieren, was dazu führte, dass mich Dr. H. kräftig anschnauzte und immer wieder um Konzentration bat - dieses rabiate Vorgehen ist unter dem Laser für mich völlig ok gewesen, schließlich habe ich durch mein Gezappel die Sache sehr verkompliziert. Witzig war, dass mit Beginn des Laserns sofort meine Nase anfing zu laufen und das andere (abgedeckte) Auge wie blöd triefte, wischen und schniefen ist aber nicht.... Nach schier endloser Zeit war es endlich fertig und ich dachte - na bravo, den Mist jetzt auch noch auf der anderen Seite - ich halts nicht aus !! Aber Überraschung, das linke Auge lief wie Butter, keine Gezappel, absolut keine Schmerzen, prima. Dann alles abwischen, herrichten und die obligatorische Frage nach der Uhrzeit (Uhr hängt an der Wand). Ich kann nun nicht sagen, dass ich hervorragend gesehen habe. Alles war verschwommen, die Augen brannten und ich konnte sie nur mit Mühe aufhalten, aber immerhin konnte ich ein bisschen dort erkennen, wo ich vorher noch nicht mal das Gehäuse der Uhr gesehen hätte. Von der ganzen OP erhält man dann übrigens ein Video (meine OP hat insgesamt mit allem Drum und Dran 12 1/2 Minuten gedauert) - das ist besonders für die Verwandtschaft ein echter Hingucker !
Dann ab in den Ruheraum und Schmerzen aushalten. Wirklich, es tat schweineweh und das Schlimmste war, dass ich einfach die Augen nicht aufmachen geschweige denn aufhalten konnte. Heute weiß ich, dass die Oberlider geschwollen sind, als hätte Klitschko draufgehauen - echt übel. Und das Schlimmste - und hier kommt mein wirklich wichtiger Ratschlag - nach der OP ist die Nase wegen des permanenten Tränenflusses total verstopft, als hätte man den übelsten Schnupfen der Welt. Also nehmt unbedingt ganz normale Nasentropfen mit. Das ist eine enorme Erleichterung !! Ihr werdet genug mit den Augen zu tun haben, da brauchts nicht noch eine Triefnase. Nach zwei Stunden im Ruheraum bei Kaffeestückchen, Obst und Getränken nochmal ein Check des Flaps und ab nach Hause - versorgt mit einem ganzen Arsenal von Augentropfen und mit einer schicken Schutz-Klebebrille (mit der man überraschend gut schlafen kann). Ich dachte echt, mein letztes Stündlein hätte geschlagen und diese Schmerzen (die bei mir exakt vier Stunden andauerten, bei anderen dauerts häufig nur 2 Stunden - nur damit ihr mal einen Anhaltspunkt habt) waren unerträglich. Aber dann, o Wunder, wie von der Ärztin versprochen, die Schmerzen klangen ab und waren zum Schlafengehen wie weggeblasen. Auch das viel zitierte Sandgefühl in den Augen hatte ich z.B. überhaupt nicht ! Wie gesagt, nach vier Stunden alles ok. Ein bisschen kniffelig ist die Tropferei durch das Miniloch in der Schutzbrille. Mein Tip (auf jeden Fall selbstmachen und nicht machen lassen), flach auf den Rücken, Tropfer ins Loch stecken, mit weit aufgerissenen Augen auf den Tropfer und den kommenden Tropfen starren und plumps - bevor man zukneifen kann, ist er auch schon im Auge gelandet ).
Und erst nach diesen vier Stunden bekam ich dann auch eine Ahnung, wie ich sehen werde. Am nächsten Tag kam die doofe Schutzbrille ab (die aber zum Schlafen noch 4 Wochen zu tragen ist - das mache ich auch sicherheitshalber, ich will nichts riskieren) und ich hatte freie und klare Sicht. Fast 100 % auf beiden Augen. Ich bin sehr zufrieden.Autofahren klappt super, Zeitung lesen ist noch ein bisschen mühsam, aber die Schwankungen bis zur Stabilisierung des Ganzen nehme ich gerne hin - auch wenn es ein paar Monate dauert. Nach 27 Jahren Kontaktlinsen ist alles besser als Brille oder KLs.
Hoffe, ich habe niemanden abgeschreckt, aber hätte ich ein bisschen mehr über das Unangenehme lesen können, hätte mich das keinesfalls abgeschreckt aber doch immerhin vorbereitet.
Wer nach diesem epischen Bericht noch mehr wissen möchte, kann mich gerne fragen.
Marie
Am 11.01.2007 dann die OP. Man wird mit einer halben Beruhigungstablette vorbereitet, anschließend in Kittel und Häubchen gesteckt und in den Laserraum geführt. Es folgt die Vorbereitung mit Betäubungstropfen und schon mal die Anweisung, das rote Licht zu fixieren (gar nicht so einfach bei -8,25 linksund -10,25 rechts, bin weiblich und 45 Jahre alt). Schließlich das bekannte Abkleben und Aufsperren des Auges, Aufschneiden des Flaps und schließlich Fixieren des roten Punktes, welcher nach Entfernen des Flaps total krisselig und verschwommen war. Und leider leider muss ich sagen (heute weiß ich, dass man damit rechnen muss und es auch nixht ungewöhnlich ist): sowohl das Schneiden des Flaps wie auch das anschließende Lasern habe ich ordentlich gemerkt. Es hat höllisch gebrannt, sodass ich die größte Mühe hatte zu fixieren, was dazu führte, dass mich Dr. H. kräftig anschnauzte und immer wieder um Konzentration bat - dieses rabiate Vorgehen ist unter dem Laser für mich völlig ok gewesen, schließlich habe ich durch mein Gezappel die Sache sehr verkompliziert. Witzig war, dass mit Beginn des Laserns sofort meine Nase anfing zu laufen und das andere (abgedeckte) Auge wie blöd triefte, wischen und schniefen ist aber nicht.... Nach schier endloser Zeit war es endlich fertig und ich dachte - na bravo, den Mist jetzt auch noch auf der anderen Seite - ich halts nicht aus !! Aber Überraschung, das linke Auge lief wie Butter, keine Gezappel, absolut keine Schmerzen, prima. Dann alles abwischen, herrichten und die obligatorische Frage nach der Uhrzeit (Uhr hängt an der Wand). Ich kann nun nicht sagen, dass ich hervorragend gesehen habe. Alles war verschwommen, die Augen brannten und ich konnte sie nur mit Mühe aufhalten, aber immerhin konnte ich ein bisschen dort erkennen, wo ich vorher noch nicht mal das Gehäuse der Uhr gesehen hätte. Von der ganzen OP erhält man dann übrigens ein Video (meine OP hat insgesamt mit allem Drum und Dran 12 1/2 Minuten gedauert) - das ist besonders für die Verwandtschaft ein echter Hingucker !
Dann ab in den Ruheraum und Schmerzen aushalten. Wirklich, es tat schweineweh und das Schlimmste war, dass ich einfach die Augen nicht aufmachen geschweige denn aufhalten konnte. Heute weiß ich, dass die Oberlider geschwollen sind, als hätte Klitschko draufgehauen - echt übel. Und das Schlimmste - und hier kommt mein wirklich wichtiger Ratschlag - nach der OP ist die Nase wegen des permanenten Tränenflusses total verstopft, als hätte man den übelsten Schnupfen der Welt. Also nehmt unbedingt ganz normale Nasentropfen mit. Das ist eine enorme Erleichterung !! Ihr werdet genug mit den Augen zu tun haben, da brauchts nicht noch eine Triefnase. Nach zwei Stunden im Ruheraum bei Kaffeestückchen, Obst und Getränken nochmal ein Check des Flaps und ab nach Hause - versorgt mit einem ganzen Arsenal von Augentropfen und mit einer schicken Schutz-Klebebrille (mit der man überraschend gut schlafen kann). Ich dachte echt, mein letztes Stündlein hätte geschlagen und diese Schmerzen (die bei mir exakt vier Stunden andauerten, bei anderen dauerts häufig nur 2 Stunden - nur damit ihr mal einen Anhaltspunkt habt) waren unerträglich. Aber dann, o Wunder, wie von der Ärztin versprochen, die Schmerzen klangen ab und waren zum Schlafengehen wie weggeblasen. Auch das viel zitierte Sandgefühl in den Augen hatte ich z.B. überhaupt nicht ! Wie gesagt, nach vier Stunden alles ok. Ein bisschen kniffelig ist die Tropferei durch das Miniloch in der Schutzbrille. Mein Tip (auf jeden Fall selbstmachen und nicht machen lassen), flach auf den Rücken, Tropfer ins Loch stecken, mit weit aufgerissenen Augen auf den Tropfer und den kommenden Tropfen starren und plumps - bevor man zukneifen kann, ist er auch schon im Auge gelandet ).
Und erst nach diesen vier Stunden bekam ich dann auch eine Ahnung, wie ich sehen werde. Am nächsten Tag kam die doofe Schutzbrille ab (die aber zum Schlafen noch 4 Wochen zu tragen ist - das mache ich auch sicherheitshalber, ich will nichts riskieren) und ich hatte freie und klare Sicht. Fast 100 % auf beiden Augen. Ich bin sehr zufrieden.Autofahren klappt super, Zeitung lesen ist noch ein bisschen mühsam, aber die Schwankungen bis zur Stabilisierung des Ganzen nehme ich gerne hin - auch wenn es ein paar Monate dauert. Nach 27 Jahren Kontaktlinsen ist alles besser als Brille oder KLs.
Hoffe, ich habe niemanden abgeschreckt, aber hätte ich ein bisschen mehr über das Unangenehme lesen können, hätte mich das keinesfalls abgeschreckt aber doch immerhin vorbereitet.
Wer nach diesem epischen Bericht noch mehr wissen möchte, kann mich gerne fragen.
Marie