Relex Smile in Düsseldorf bei Dr. Breyer am 23.11.2012

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

MadManniMan
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Re: Relex Smile in Düsseldorf bei Dr. Breyer am 23.11.2012

Beitrag von MadManniMan » 03.12.2012, 21:20

Tag 10 nach der OP, Zeit also für einen kurzen* Bericht!
*kurz (für meine Verhältnisse) deshalb, weil ich heute unerwartet einer Wurzelbehandlung unterlag und mein Kopf mich seither trotz Schmerztabletten ziemlich quält

21. November — Voruntersuchung

Ein paar Stunden zu früh in Düsseldorf kündigte ich mich erstmal an, um mir vorerst die Zeit mit einem kleinen Snack bei Subway zu verkürzen. Eine gute Wahl, wie sich später herausstellte.

Nach ein wenig Papierkram direkt am Empfang wurde ich in den Warteraum gebeten, in dem ich dann nach kurzer Zeit weitere Zettel in die Hand gedrückt bekam -- langweilig konnte mir gar nicht werden! Erst im Nachhinein bekam ich mit, dass ich die ganze Zeit hätte kostenlos W-LAN nutzen können. Nett!

Jedenfalls ging es dann um 13 Uhr ans Eingemachte: ich wurde in einen Raum mit diversen medizinischen Gerätschaften gebeten und durfte an knapp 10 verschiedenen Apparaten mein Kinn und meine Stirn anlegen und meinen Blick auf die jeweiligen Fixierpunkte richten. Unangenehm war dabei eigentlich nichts, einzig das messen des Augeninnendrucks über einen Druckluftstoß war ein wenig überraschend. Nach rund 20 Minuten war ich dort fertig und konnte wieder im Warteraum Platz nehmen. Nicht viel später wurde ich dann in einen weiteren Raum zu den subjektiven Sehtests geführt. Eine junge Dame, deren Namen ich leider vergaß (sie war so ziemlich die Einzige in diesem Prozedere, die sich überhaupt mit Namen vorstellte), machte allerhand Tests, bei denen ich diverse Sachen (auf Entfernung) lesen sollte und stellt u.A. auch fest, dass ich eine Tendenz zum rechten als Führungsauge habe. Nach 20 Minuten war auch das vorbei und ich wurde wieder in den Warteraum geleitet, wo mir dann Augentropfen zum Weiten der Augen verabreicht wurden. Erst fand ich das spektakulär, war ich doch plötzlich mit meiner Fernbrille (und nur mit dieser) weitsichtig und alles war so schön hell, dann wurde mir jedoch ziemlich übel und meine Knie fingen an zu zittern. Hätte ich nicht schon eine brauchbare Menge im Magen gehabt, hätte ich mich sicherlich übergeben müssen. Ein paar Minuten des Sitzens und einige Glas Wasser später ging es dann nochmal in den selben Raum zurück und wir wiederholten einige Tests, bis auch diese abgeschlossen waren.

Kurz darauf wechselte ich vom (bis dahin) ersten Stockwerk in das fünfte, wo ich dann aufs Neue (mir war noch nicht ganz gut) mit Wasser versorgt wurde. Einen Kaffee lehnte ich dankend und lachend ab, der hätte meinen Kreislauf völlig umkippen lassen. Eine Weile später wurde dann nochmals meine Augendruck (ihr wisst schon, Druckluft und so) gemessen und ich sollte nur noch darauf warten, dass Dr. Breyer mich zu einem letzten kurzen Gespräch an diesem Tag bat. Durch diverse Videos von ihm im Netz hatte ich schon eine gewisse Vorstellung von seinem Auftreten, aber live war er dann gleich nochmal ein wenig sympathischer und strahlte eine angenehme Gelassenheit aus. Ein wenig neidisch war ich als Durchschnittsverdiener (für thüringer Mediengestalterverhältnisse) dann doch auf seinen Teint und seine Zähne und ich rief mir in Erinnerung, dass sein Verdienst gewiss auch in höheren Spähren liegt, aber ein solch gepflegter Auftritt gehört in einer so exquisitem Privatpraxis wohl einfach dazu. Da ist es auch völlig OK, wenn man dem einen oder anderen Mitarbeiter anmerkt, dass das Lächeln für die Kunden eben nur das Lächeln für die Kunden ist und nichts zwangsläufig gute Laune dahinter steckte. Aber ich schweife ab, zurück zu Dr. Breyer. Nach kurzem Smalltalk sah er sich noch meine Netzhaut an und konstatierte zusammen mit den anderen Ergebnissen eine ausgezeichnete Eignung für die OP, nachdem zuletzt gleich 5 Leute am Stück hätten abgelehnt werden müssen. Angeblich wäre auch schon jemand bei ihm gewesen, der woanders schon angenommen worden wäre, bei ihm aber eine Zweitmeinung erbat, welche dann negativ ausfiel. Wer weiß, ob die Storys stimmten, jedenfalls waren sie schlüssig erzählt und schafften es, mich noch ein wenig entspannen zu lassen. Ein paar Fragen von mir beantwortete er noch, dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder. Kurz drauf wurden mir am Empfang noch ein paar Rezepte für diverse Medikamente mitgegeben, auf dass ich diese recht schnell besorgen möge und dann war ich rund 15.45 Uhr draußen.

In einer nahen Apotheke konnte ich dann gleich alle verordneten Medis (Hyabak, Floxal, Eflumidex, Valoron, Prednisolon und ein wenig Tape, dazu aber später) für gesalzene 120 Euro mitnehmen und begab mich dann zu meinem Zug. Am Abend begeisterte ich dann unsere Freunde, bei denen wir an diesem Wochenende unterkamen, mit meinem irr-psychedelischen Blick (diese Pupillen! Meine Iris war kaum einen Milimeter mehr stark) und auch meine Freundin, die endlich am Mittwochabend nachkam. Ich fing schonmal mit dem Tropfen von Floxal (antibiotische Augentropfen) an, was ich zwei Tage vor der OP durchziehen musste und freute mich darauf, meinen Urlaubsdonnerstag einfach mal entspannt ausschlafen zu können ...

(weiter geht's später, mein Kopf verlangt eine Pause!)

MadManniMan
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Re: Relex Smile in Düsseldorf bei Dr. Breyer am 23.11.2012

Beitrag von MadManniMan » 06.12.2012, 01:14

22. November — Tag vor der OP

Bemerkenswert war, wie langsam die weitgetropften Pupillen wieder zu ihrer ursprünglichen Größe zurückkehrten. Ich konnte zwar wieder ziemlich normal sehen (war also nicht mehr "weitsichtig"), sah aber noch immer aus wie ein Junky. Ich hatte schon Angst, dass die Vergrößerung bis zum OP-Termin nicht mehr zurück gehen würde ... War aber unbegründet, am nächsten Morgen ...


23. November — Die OP

... war wieder alles in Ordnung.

Also trotz dieser furchtbaren Nacht, in der ich vor Nervosität erst gegen vier Uhr einschlafen konnte. Ich habe mich dann irgendwie bis 10 Uhr im Bett halten können, hätte aber eigentlich lieber mindestens 8 Stunden Schlaf gehabt, um maximal erholt zur OP zu erscheinen. Aber es ging auch so.

Um 13.30 Uhr waren wir da, 14.40 Uhr sollte die OP ursprünglich beginnen. Da Dr. Breyer irgend eine Not-OP auswärts durchzuführen hatte, verzögerten sich jedoch alle seine Termine um rund eine Stunde. War nicht schlimm, ich hatte meine Freundin und damit die beste Begleitung mit, die ich mir vorstellen konnte. Wir plauderten über die Relativitätstheorie und konnten dank WLAN wunderbar live recherchieren ;)

Um etwa 15.15 Uhr wurden dann mein Blutdruck (136 zu 80) und mein Puls (56) gemessen und ich bekam prophylaktisch eine Schmerztablette und Beruhigungsnasenspray. Etwa 20 Minuten später wurde ich dann in den Vorbereitungsraum gebeten, meine Brille wurde mir abgenommen, ich schrieb noch einmal auf einen kleinen Zettel meine OP-Daten (gewünschte OP, OP-Art, Zielsehstärken) und sollte kurz warten. Das kurze Warten dauerte mit fünf Minuten deutlich länger, als gehofft, aber dann kam endlich eine OP-Schwester und gab mir eine Haube, Überzieher für die Schuhe und einen Patientenkittel, danach folgte ich ihr durch einen weiteren Durchgangsraum mit diversen Türen in alle möglichen anderen Räume zum OP. Irritierend fast rein blau beleuchtet (wozu? ;) ) stand da der OP-Laser vor mir und wirkte irgendwie völlig unspektakulär. Ich legte mich wie angewiesen auf die Liege, bekam meine Knie mit einem Kissen unterlagert, einen Igelball in die Hand gedrückt und die ersten Betäubungstropfen ins Auge. Fühlt sich im ersten Moment ganz normal an, kurz drauf die Bindehaut "pelzig", was irritiert, aber spätestens nach dem nächsten Tropfen zwei Minuten später waren die Augen nur noch taub. Mir wurde dann das linke Auge abgeklebt und ich bekam erstmal nur noch Tropfen in das rechte Auge.
Dann verließ die OP-Schwester den Raum, ohne anzukündigen, dass ich ungefähr 15 Minuten(!) allein gelassen werden würde. Eine Ansage wäre nett gewesen, ich fing natürlich an, mir Sorgen zu machen! Dann jedoch kamen letztlich beide OP-Schwestern rein und während ich weiter taub getropft wurde, plauderten beide über irgendwas, was das Warten viel angenehmer machte. Weitere fünf Minuten später kam dann Dr. Breyer in den Raum, drückte mir zur Begrüßung die Linke (in der rechten knetete ich wie ein Weltmeister den Igelball) und erklärte mir in aller Ausführlichkeit, was als nächstes passieren würde. Meine Liege wurde jetzt zum OP-Laser herumgefahren und Herr Breyer setzte sich hinter mich, sodass ich ihm kopfüber ins Gesicht schauen konnte. Er sagte auch, dass ich mich so wenig wie möglich bewegen und auch nicht erschrecken sollte, wenn beim aufsetzen des Lasers meine Sicht verschoben sein sollte. Eine niederländische Patientin habe da mal vor Schreck den ganzen Kopf weggezogen, es konnte aber trotzdem noch problemlos weiteroperiert werden. Jedenfalls würde er diesen Hinweis jetzt immer extra deutlich bringen.
Er setzte dann in mein rechtes Auge einen Lidspanner ein, der mein Auge offen hielt. Das spürte ich eigentlich überhaupt nicht, ich dachte jedoch "OH GOTT OH GOTT ICH MUSS BLINZELN!" -- musste ich aber gar nicht, mein Auge meldete keinen Bedarf zurück. Nebenwirkung der Tropfen wohl =)

Dann wurde ich direkt unter den Laser gefahren und mein Tisch hob mich mit meinem Auge gegen das Gummi-Nubsi, das frisch aufgesetzt wurde. Ich sah deutlich einen grünen Punkt, den ich jedoch nicht scharf stellen konnte. War aber kein Problem, ich sollte nur meinen Blick darauf ausrichten. Dann wurde meine Sicht immer dunkler, bis der Punkt nach etwa 15 bis 20 Sekunden verschwand -- das Lasern war schon fertig! Man merkt davon übrigens rein gar nichts, also keine Angst.

Ich wurde wieder herunter und dann zurück zu Herrn Breyer gefahren, der dann mit verschiedenen Instrumenten an meinem Auge herummachte. Als er dann das Auge spülte, erschrak ich kurz, weil ich nach langer Zeit mal wieder etwas merkte: es war kühl!

Dann wurde das rechte Auge abgeklebt und mein linkes Auge wurde nochmal betäubt. Ich richtete meinen Kopf in der Fixierung (gepolsterte "Balken" auf der liege, die den Kopf seitlich halten helfen, sowie einer in Höhe der HWS, damit man gerade nach oben guckt) neu aus und der Dr. setzte wieder den Lidspanner an, der diesmal unangenehmerweise am untere Lid durchaus weh tat, aber das verging. Ich versuchte, ganz locker zu bleiben, als ich wieder zum Laser fuhr, aber irgendwie vergaß ich dabei, richtig zu atmen, sodass ich rund 5 Sekunden vorm Ende des zweiten Laserns erschrocken feststellte, dass mein Körper nach Sauerstoff verlangte, und beim richtigen Einatmen dann irgendwie ein wenig zuckte -- ich hatte erst Schiss, aber ich kann entwarnen: das war überhaupt kein Problem, leichte Bewegungen sind einkalkuliert. Das Manipulieren und Spülen wiederholte sich, ich wurde noch einmal über die Heilung belehrt ("heute schlecht, morgen besser, aber lange nicht so gut, wie vorher mit Brille, in einer Woche besser, in einem Monat noch besser etc. pp") und sollte dann die Uhrzeit von der Wand (etwas 2,5 m entfernt, schummrig beleuchtet) ablesen.
Zu meiner Enttäuschung war es keine Digitaluhr, die ich mit meinen neuen Adleraugen sofort lesen konnte, sondern ich konnte grobe Konturen einer Analoguhr erkennen und im Matsch ausmachen, dass es etwa 16.32 Uhr sein musste. Das genügte den Anwesenden und erheiterte auch irgendwie, weil ich wohl der erste seit Ewigkeiten gewesen war, der sich um einzelne Minuten bemühte ... egal, ich wurde wieder rausgeleitet, legte die OP-Schutzkleidung ab und wurde zu meiner Freundin geführt. Ich war erleichtert und entspannte mich, andererseits aber auch enttäuscht, weil ich nicht nur auf Distanz schlecht sah, sondern auch in der Nähe mehr oder weniger furchtbaren Visus hatte. Mit meinen knapp -3 dpt auf beiden Augen hätte ich zwar Sachen in der Distanz leicht unschärfer gesehen, aber die Unschärfe zog sich nun durch alle Distanzen, ich konnte kaum irgendwas erkennen.

Kurz drauf wurden mir dann eine fette Sonnenbrille, eine Schlafmaske und ein paar Plastekappen für die Augen gegeben und meiner Freundin (eher als mir, ich war irgendwie nicht ganz bei der Sache) erklärt, wie die Medikamente in der nächsten Zeit zu nehmen wären. Dann ging es noch darum, die erste Rate (ich hatte abgemacht, erst 2450, dann im Dezember noch einmal 2450 Euro zu bezahlen) zu zahlen, aber per EC-Karte ging wohl dieser große Betrag nicht, also überwies ich am nächsten Tag das Geld -- auch kein Problem!

Wir verließen dann die Praxis, ich setzte die Sonnenbrille auf (alles war matschig, kontrastarm und grell und ich hatte im rechten Auge ein leichtes Fremdkörpergefühl) und wir fuhren wieder gen Freunde, was leider fast zwei Stunden dauerte, da der Feierabendverkehr furchtbar war. Auf der Fahrt selbst kam es mir so vor, als ob ich jede Sekunde besser sehen würde, aber wirklich detailliert war mein Gucken noch lange nicht. Zu hause angekommen machten wir uns erst einmal daran, Essen zu machen und ich half so gut ich konnte (Formen und Farben erkennen ging, Details hätte ich verpasst) und nach dem Essen spielten wir ein wenig Pen-&-Paper-Rollenspiele statt der üblichen Brettspiele, ich hätte aber sowieso nichts sehen können. An diesem Abend tropfte ich noch 2 x je Floxal-Augentropfen (Antibiotikum) und Eflumidex-Augentropfen (Entzündungshemmer), was im linken Auge angenehm war, im rechten jedoch brannte. Zudem ich hatte ich auch außerhalb des Tropfens im rechten Auge ziemlich ausgeprägte Fremdkörpergefühle, vor allem wenn ich nach rechts schaute, aber nichts unaushaltbares ... die Schmerztropfen (Valoron) habe ich bis heute nicht angefasst. Ich probierte zwischendurch, etwas auf dem Smartphone zu lesen, was auch irgendwie (aber nicht gut, nein, gar nicht gut) ging, aber letztlich endete der Tag kurz nach Mitternacht mit dem Einsalbprozedere, was irritierend und lustig war: erst eine Salbe, dann zehn Minuten warten, dann die nächste (und ich sah davon NICHTS, scharf stellen in der Nähe war nicht drin), dann die Plastikabdeckkappen per Pflaster auf die Augen geklebt und die Schlafmaske darüber -- und ich konnte endlich schlafen ... und ich schlief auch sehr schnell ein ...

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Re: Relex Smile in Düsseldorf bei Dr. Breyer am 23.11.2012

Beitrag von MadManniMan » 06.12.2012, 13:39

1. Tag nach der OP (24. November)

Noch mitten in der Nacht wachte ich auf und musste nur mal schnell austreten, dummerweise hatte ich vergessen, dass ich ja wegen der Kappen und der Schlafmaske nicht richtig sehen würde und so trat isch natürlich unsere gesammelten leeren Malzbierflaschen durch den Flur unserer Freunde, weil die irgendwie sonst nie da standen ... wie dem auch sei: meine Befürchtung, dass ich nicht wieder einschlafen können würde, wäre ich einmal wach, bewahrheitete sich zum Glück nicht. Dennoch war es ausgesprochen unterhaltsam ohne nennenswerten Visus mit Salben im Auge und mit immerhin transparenten Plastik-Schalen davor aufzuräumen.

Übrigens, zu den Salben: eine war die antibiotische Floxal-Salbe (in Kombiwirkung mit den Floxal-Tropfen wohl), die andere die Jenapharm Prednisolon Augensalbe, die wiederum entzündungshemmend wirken sollte.

Letztlich wachte ich nach rund 10 Stunden Tiefschlaf auf und war erstmal irritiert darüber, dass das Aufsetzen meiner Brille keinen hilfreichen Effekt hatte. Aber auch ohne Brille konnte ich nur mies sehen, ich hatte starke Milchglasschleier auf beiden Augen (vor allem dem rechten), konnte aber zumindest mit dem linken Auge schon erahnen, dass die Korrektur zumindest prinzipiell gut funktioniert haben musste, waren doch auch auf Distanz plötzlich zumindest kleine Details erahnbar, die ich vorher NIEMALS wahrgenommen hätte. Ich konnte mich ganz gut durch die Wohnung bewegen und half später meiner Freundin auch fleißig bei der Navigation mit dem Handy nach Düsseldorf, nichtsdestotrotz hatte ich auch an diesem Tag noch ein ziemlich ausgeprägstes Fremdkörpergefühl im rechten Auge, jeder Druck auf das geschlossene Lied provozierte einen leichten Schmerz und das Tropfen meiner Medikamente stach im rechten Auge.

Um 14 Uhr waren wir zur ersten Nachkontrolle geladen. Ich war der zweit in der Reihe und hatte noch kurz Gelegenheit, mit einem anderen Relex-Smile-Patienten vom Tag zuvor zu reden, der auf seine Sonnenbrille noch nicht verzichten wollte, die ich jedoch an diesem Tag nicht mehr wollte. Bei ihm waren wohl die Schleier ein wenig weniger ausgeprägt, dafür war seine Lichtempfindlichkeit höher. Vor allem die Nebenwirkungen scheinen ziemlich zu streuen. Ich kam auch kaum 5 Minuten nach dem ersten Patienten dran und wäre auch beinahe schon 30 Sekunden nach der Begrüßung durch Dr. Breyer und einen kurzen "Alles prima!"-Kommentar wieder aus der Untersuchungsraum gesandt worden, hätte ich nicht noch ein paar Fragen gestellt.
Mein Fremdkörpergefühl sei völlig normal in dieser Phase, auch die deutlich unterschiedliche Heilung beider Augen (die auch jetzt noch unterschiedlich verläuft!). Außerdem sei es kein großes Problem, dass ich eine Woche später zur eigentlich obligatorischen zweiten Nachuntersuchung nicht vor Ort sein könne, bei subjektiv problematischem Heilungsverlauf hätte ich auch zu einem Augenarzt vor Ort in Jena gehen können.
Ein wenig irritiert darüber, keine umfangreichen Tests gemacht zu haben, stürzten wir uns wieder in den Feierabendverkehr zurück nach Bochum. Wir kauften dann noch ein, kochten gemeinsam, spielten "7 Wonders" (bei dem ich auch wieder lesen musste und auch konnte) und krönten den Sonnabend mit einem Ausflug in die Mühlheimer Gruftidisko "The Inner Circle", in dem ich mich ohne Brille trotz ausgiebigem Einsatz der Nebelmaschine und allgemein noch ziemlich unterdurchschnittlicher Sicht sehr wohl fühlte.

Übrigens: zwischen dem 4. und 5. Tropfen (bei mir immer 18.30 Uhr und 22 Uhr) verschwand irgendwann das Fremdkörpergefühl aus meinem rechten Auge :)

Morgens um 4 waren wir dann irgendwann im Bett und hatten immerhin noch 5 Stunden Schlaf vor uns, bis wir in den großen Heimreisesonntag aufbrechen sollten ...

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Re: Relex Smile in Düsseldorf bei Dr. Breyer am 23.11.2012

Beitrag von MadManniMan » 07.12.2012, 00:51

2. Tag nach der OP — 25. November

Nach 5 Stunden Schlaf war ich überraschend ausgeruht und gutgelaunt und das obwohl wenig später schon die Heimreise von Bochum nach Jena anstehen sollte. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit unseren Freunden ging es dann auch schon ohne große Umschweife los auf die Autobahn. Selbstverständlich fuhr nicht ich, sondern meine Freundin — die Ärmste musste nicht nur die 450 km nach Jena stemmen, sondern danach auch noch 200 km zu sich zurück nach Sachsen-Anhalt! Aber auch ohne die Anstrengungen des Selberfahrens war die Last für die Augen nicht gering und so sah ich mich denn auch genötigt, meine Sonnenbrille wieder heraus zu holen. Irgendwann am späteren Nachmittag brach meine Freundin dann auf und ich war das erste Mal seit der OP auf mich allein gestellt. Wie immer reizte mich mein PC und ich vermisste auch das allabendliche Spielen mit meinem Internet-Afficionados, also fiel mir tatsächlich später nichts besseres ein, als trotz meiner trüben Sicht ein paar Stunden zu spielen. Es tat nicht weh oder blendete regelrecht, wohl aber war es sehr anstrengend, rund 80 cm von meinem 22-Zöller entfernt ernsthaft zu spielen. Ich ertappte mich immer wieder dabei, die Distanz auf vielleicht die Hälfte zu reduzieren; zu verschwommen war meine Sicht, zu gering der wahrgenommene Kontrast. Natürlich musste ich dann irgendwann ins Bett, am nächsten Tag wartete die Arbeit! Fazit zum zweiten Tag nach der OP: ich hätte mir die Heilung viel deutlicher und viel schneller vorgestellt, aber ich konnte immerhin schon halbwegs zocken, so schlecht konnte es mir also gar nicht gehen ... dennoch war es mit etwa 1 Uhr viel zu spät trotz meiner Gewohnheit, sonst um 2 Uhr ins Bett zu gehen, bedeutete es doch nur noch 7 Stunden Schlaf bis zum Weckerklingeln.

Hach, Schlaf. Dieses Thema sollte mich die ganze kommende Woche ziemlich beschäftigen ...

MadManniMan
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Re: Relex Smile in Düsseldorf bei Dr. Breyer am 23.11.2012

Beitrag von MadManniMan » 13.12.2012, 21:26

3. bis 7. Tag nach der OP / erste Arbeitswoche — 26. bis 30. November

"Mein Feind, die Arbeit"

... (Montag) wie schon angedeutet, hätte mir mehr Schlaf gut getan, um mich auf das vorzubereiten, was da kommen sollte. Ich fuhr mit dem Fahrrad auf Arbeit und genoss den feuchten und befeuchtenden Fahrtwind in den Augen, hatte ich doch so das Gefühl, klarer sehen zu können und Entspannung zu erfahren.

Meine beiden 21,5-Zöller mit Full-HD (jap, das ist klein) auf Arbeit haben dann für nicht allzu viel Spaß gesorgt und so wurde schnell klar, dass ich mit dieser sehr eingeschränkten Sicht (Milchigkeit, Kontrastverlust, Unschärfe) nicht lange würde durchhalten können. Schnell war beschlossen, dass ich die nächsten Tage nur meine Kernarbeitszeit von 9 bis 14 Uhr ableisten würde und selbst das war eigentlich zu viel. Als ich wieder zu Hause war, ereilte mich eine bleierne Müdigkeit und ich schlief als erstes eine Stunde. Wieder aufgewacht, fielen mir meine fiesen Zahnschmerzen wieder ein, die mich ebenso den Morgen beschäftigten und ich besorgte mir noch schnell einen Termin für den Mittwoch. Wie dem auch sei: den Abend verbrachte ich wieder beinahe ständig einschlafend mit Filmen und Serien, bis ich gegen 21 Uhr zum gewohnten Computerspielen überging, was ebenso mäßig ging, wie den Tag zuvor. Viel zu spät (für die angesprochene Müdigkeit) warf ich mich um 1 Uhr ins Bett und wachte wieder sieben Stunden später mit ... (Dienstag) Matsch in den Augen auf. Die morgendliche Milchigkeit durch die verschiedenen Augensalben sollte mich noch die ganze Woche begleiten und war wirklich kein großer Spaß. Bald saß ich wieder auf Arbeit und war die ganze Zeit mit Gähnen beschäftigt, weil das auch immer ein bisschen die Augen spülte und natürlich auch, weil ich furchtbar geschafft war. Normalerweise treibe ich Montags Sport, aber das war den Tag zuvor beim besten Willen nicht vorstellbar ... wieder zu Hause warf ich mich am Nachmittag wieder eine Stunde ins Bett, um letztlich ziemlich erschöpft aber voller Vorfreude gegen 20.30 Uhr zum Basketballtraining aufzuschlagen! Tatsächlich war es während des Spielens ziemlich vergessen, dass ich noch ziemlich beschissen sah, aber hey, ich brauchte keine Brille, keine Kontaktlinsen =) Wieder zu Hause spielte ich wieder zu lange Computer ... (Mittwoch) um dann morgens beim Zahnarzt aufzuschlagen, der mir nur eine rettende Wurzelbehandlung anbieten konnte. Mit halbgelähmten Gesicht fragte man mich dann auf Arbeit, warum ich es mir antat, nicht einfach zu Hause zu bleiben, aber es ging ja irgendwie ... wenn ich auch so ziemlich die unproduktivste aller Wochen hatte ... Ansonsten war ich sehr damit beschäftigt, mir Sorgen darum zu machen, warum um alles in der Welt ich sooo milchig sehen würde! Das KONNTE doch nicht normal sein! Ich war furchtbar ungeduldig, aber immerhin hatte ich ja ein Ziel vor Augen: nur noch zwei Nächte mit Salben schlafen, danach würde schon alles viel besser werden ... (Donnerstag) am nächsten Tag setzten dann erneute, leichte Zahnschmerzen ein, ich schleppte mich unmotiviert auf Arbeit, schlief wieder am Nachmittag, riss mich aber zusammen und machte zumindest einen Teil meines üblichen Sportprogrammes zusammengekürzt auf ein paar Übungen, um mich nicht ganz so faul zu fühlen. ... (Freitag) der letzte Morgen nach den Augensalben war mit der Motivation verbunden, nur ein paar Stunden durchhalten zu müssen, um am Nachmittag zu meiner Freundin fahren zu dürfen. Dummerweise kamen ab etwa Mittag ziemliche Zahnschmerzen auf, aber ich hatte ja einen Plan, außerdem einen Mitfahrer und ganz allgemein wollte ich einfach nur zu meiner Freundin. In Sachsen-Anhalt angekommen konnte ich nur noch nach Schmerzmitteln verlangen, so übel waren die Schmerzen, aber mein Zahnarzt hatte angekündigt, dass wir nur die Daumen drücken könnten, dass der Zahn durchhält und dass es unangenehm werden könnte. Hey, Schmerzmittel fetzen ... aber eigentlich hätte ich ja mal Valoron probieren können, hm ...

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