viele Fragen zur Laserbehandlung

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

Donauwelle
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Re: viele Fragen zur Laserbehandlung

Beitrag von Donauwelle » 30.06.2012, 08:38

@Marcelina
Diesen Beitrag finde ich gut und auch ehrlich.

Trotzdem möchte ich noch ein paar Kommentare einstreuen.
Marcelina hat geschrieben:Wenn man sich in solchen Foren kundig macht, sollte man immer im Bewusstsein haben, dass sich meist (oder überwiegend) diejenigen zusammenrotten und sinnieren, die echt (und auch zurecht) was zu meckern haben. Die, die zufrieden sind, freuen sich und leben ihr Leben weiter...
Dass sich zufrieden Gelaserte schneller wieder aus dem Forum verabschieden, stimmt sicher nicht immer, denn es kommt zu oft vor, dass jenen Personen, die mit Problemen kämpfen und hier auf Ratschläge stoßen wollen (oder die ein bisschen vor einer überstürzten OP warnen wollen), rasch als Hetzer bezeichnet werden und sich daher sehr schnell wieder zurückziehen.
Ich habe z.B. mit meinen ersten Beiträgen ca. 1/2 Jahr gewartet, weil ich nicht verfrüht Lob oder Kritik abgeben wollte. Nach dieser Zeit begann ich, positiv über die OP zu berichten, und wollte anderen die Angst nehmen. Als einige Monate später Probleme auftauchten, die immer intensiver wurden, fand ich es z.B. nur ehrlich, auch darüber zu berichten, dass selbst nach langer Zeit Troubles auftreten können, die die Lebensqualität erheblich einschränken.
Es gibt übrigens zahlreiche User, die in der anfänglichen Euphorie Arzt und Operation hochgradig loben, und im Laufe der Zeit erkennen, dass doch gewisse "Abstriche" gemacht werden mussten.
Als allererstes sollte niemand gleich "den Teufel an die Wand malen". Wir brauchen alle unseren Führerschein und nicht nur das: Gucken müssen wir alle gut. Wir sind alle berufstätig. Okay,... wir fahren nicht alle Bus, das gebe ich zu, aber für alles gibt es Optionen. The "worst case" ist außerdem wirklich selten...
Das stimmt absolut. Aber auch wenn der worst case nicht eintritt, möchte nicht jeder damit leben, ein Leben lang von lästigen Doppelbuchstaben begleitet zu werden, diverse Lichtquellen doppelt und dreifach oder in riesigen Dimensionen zu sehen, einen Visusverlust hinzunehmen ...... auch wenn derartige Probleme häufig gar nicht in Studien einfließen.
Deswegen bleibt Dir keine andere Wahl, als zu vergleichen und Dich ggf. für den Arzt entscheiden, bei dem Du Dich sicher und gut aufgehoben fühlst.
Wirklich schade, dass es für den Laien sehr schwer ist, einen guten Arzt von einem Arzt zu unterscheiden, der sich nur gut verkaufen kann. Da du zahlreiche Bekannte in der Medizinbrache hast, wird dir vielleicht schon aufgefallen sein, dass Mediziner im Krankheitsfall oft nicht jene Kollegen aufsuchen, die vom "Laufvolk" als gut eingestuft werden.
Hat Dir Dein Arbeitgeber mit sofortiger Kündigung gedroht? Ganz ruhig,... Am besten Du schenkst ihm bei der nächsten Gelegenheit heimlich ein BGB (mit KschG), damit er sich ein bisschen belesen kann, bevor er von Dingen spricht, mit denen er sich am Ende selbst keinen Gefallen tut. Aber auch das ist ein anderes Thema
Krankenstände kommen dem Arbeitgeber sehr teuer; daher sind "heraufbeschworene" Arbeitsausfälle nicht gerne gesehen. Auch wenn das Arbeitsrecht dem Arbeitnehmer einen hohen Schutz zugesteht, muss man damit rechnen, dass das Dienstverhältnis früher beendet wird, als einem lieb ist, wenn der Arbeitgeber das Vertrauen verloren hat (z.B. weil der Mitarbeiter zu arbeitsintensiven Zeiten einen unnötigen Arbeitsausfall locker in Kauf nehmen würde).

Weiterhin alles Gute :wink: .
LG
Donauwelle

krace1984
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Re: viele Fragen zur Laserbehandlung

Beitrag von krace1984 » 30.06.2012, 10:57

Hallo,

Grundsätzlich kann ich alles unterstreichen was meine beiden Vorredner sehr kompetent zu Protokoll gegeben haben. :wink:
Dennoch ein paar Gedanken meinerseits.
Dass sich zufrieden Gelaserte schneller wieder aus dem Forum verabschieden, stimmt sicher nicht immer
Ja das ist korrekt. Es gibt Personen die einfach mit dem Thema abschliessen wollen und darum nicht mehr aktiv am Forum teilnehmen obwohl sie Probleme haben. Klar muss man sagen dass es sich dabei um "kleinere", nicht akute Probleme handelt mit denen es sich gut Leben lässt.
Hat jemand grosse Schwierigkeiten nach einer Op so wird er sich sicherlich in diesem Forum melden, das ist richtig.
Wirklich schade, dass es für den Laien sehr schwer ist, einen guten Arzt von einem Arzt zu unterscheiden, der sich nur gut verkaufen kann.
Wie überall in der Medizin praktisch unmöglich für den Laien zu erkennen. Dabei ist bei Weitem nicht jeder Arzt gleich gut wie der Andere. Es gibt sehr grosse Unterschiede, die man nicht nur an der Anzahl der durchgeführten Operationen ausmachen kann.
Wenn man möglichst sicher gehen will sollte man sich an die "Opinion Leaders"des jeweiligen Spezialgebiets wenden.

Ich möchte noch betonen dass jedem Arzt ein Fehler unterlaufen kann, das passiert.
Jedoch zeichnen sich gute Ärzte aus, indem sie die möglichen Risiken und Nebenwirkungen einer Op richtig einschätzen und diese durch ihr Wissen und Können minimieren, bei gleichzeitiger korrekter Aufklärung des Patienten. Wird nun dabei noch das "state of the art" Equipment verwendet so hat man sehr sehr gute Chancen nach einem refraktiven Eingriff zufrieden zu sein.

Die Anzahl an Laserinstituten ist in den letzen Jahren derart drastisch gestiegen, dass es nicht leichter wird den richtigen Arzt zu finden.
Hier sollte man meiner Meinung nach ganz klar Beschränkungen seitens des Gesetzgebers einführen, denn für die medizinisch notwendigen bzw. sinnvollen refraktiven Eingriffe würde dies allemal ausreichen.
Andreas

Marcelina
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Re: viele Fragen zur Laserbehandlung

Beitrag von Marcelina » 30.06.2012, 19:36

Hallo nochmal :),

ja einen guten Arzt zu finden ist wirklich nicht leicht und das Restrisiko besteht auch bei den Besten. Ob auch dieser wiederrum der Beste ist?! Wer kann das schon abschließend beurteilen ;)
Du kannst Dich wirklich nur auf Dein Bauchgefühl verlassen, weil -sollte was schief gehen- Du Dir wenigstens am Ende selber keine Vorwürfe machst... "Hätte ich doch lieber...."
Kompetenz ist ganz klar nicht nur Fachkompetenz. Ein guter Arzt zeichnet sich dadurch aus, dass er sich Zeit nimmt auf alle Deine Fragen einzugehen und nicht mit irgendwelchen werbesloganartigen Floskeln daher kommt, um das ganze auf das "Wesenrliche" zu redudieren, weil das Wartezimmer voll ist. Echte Kompetenzen erkennt man, wenn sie vor einem stehen nicht sofort. Aber man merkt nach einem kurzen Gespräch relativ schnell, was das für ein Kaliber von Mensch vor Dir steht. Das erste Erste Eindurck sollte in einem so wichtigem Fall immer als abschließend und entscheidend betrachtet werden. Legst Du Dich bei jemandem unters Messer und hast kein gutes Gefühl, ist das nicht gut und umso schlimmer, wenn was nicht glatt geht. Eine zweite Chance gibt es in dem Fall für den Arzt nicht, da diese Chance einen guten Eindruck zu hinterlassen in der Regel mit der Antwort auf die Frage "Lass ich es machen oder nicht" zusammenhängt....

Aus persönlicher (und die familiäre Erfahrung bestmöglich ausgeklammert) Erfahrung mit verschiedenen Medizinergruppen ist zumindest ein grobes "Schema" zu erkennen, nach dem man sich richten kann: Der, der trotz der Routine und des 100 Patienten mit der gleichen Frage ein guter Zuhörer ist und sich mit den individuellen Sorgen und Bedürfnissen eines Patienten auseinandersetzt, hat einen echten Symphatiebonus und versprüht Sicherheit, die man sich wünscht. Einer, bei dem man keine Scheu hat bei Bedarf 5000 mal das gleiche zu fragen. Einer, der Dir nicht gleich eine schöne bunte Broschüre in die Hand drückt und sagt "So ließ, dann kannste das auch gleich zuhause am Küchentisch von Deiner Frau machen lassen". Das natürlich jetzt wieder meiner Manier entsprechend etwas überspitzt, aber ich denke die Message ist deutlich...

@Donauwelle

Ich kann mich erinnern, dass Du meinen Post als einzige objektiv kommentiert hast und ich gebe Dir auch jetzt in vielen Punkten Recht.
Im Übrigen liegt meine OP, -wie Du ja sicher oben gelesen hast- 6 Monate zurück und ich bin froh, dass alles so gut gelaufen ist, da jegliche "Nebeneffekte" wirklich weg sind. :)

Ganz allgemein noch eingestreut:
Von Studien halte ich persönlich nicht soviel. Je mehr es sind, desto deutlicher wird doch im Grunde, dass sie ihren Schwerpunkt auf den Werbeeffekt legen. Besonders "objektiv" wird es besonders dann, wenn bestimmte "unabhängige Sponsoren" an Bord sind. Deswegen hat mich das so besonders gefreut, als Teile der Familie in ihren emails mit bestimmten links versucht haben zu glänzen. das war echt süß :)

Beste Grüße
Marcelina
Zuletzt geändert von Marcelina am 30.06.2012, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.

Marcelina
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Re: viele Fragen zur Laserbehandlung

Beitrag von Marcelina » 30.06.2012, 20:01

Ein kleiner Nachtrag:

@Mareike30:

Ich sage niemandem, der nicht gelasert ist irgendwelche schlechten Erfahrungen nach... Mit einem Satz, den man aus dem Kontext heraus aufgreift und nicht differenzierend betrachtet, kann man so " e contrario" nicht argumentieren. In Deinem Fall sage ich Dir sogar gar keine Erfahrung nach. Auch Deine Aussagen sind auf Erfahrungen Dritter, also mehr auf "Hören/Sagen" gestützt. Bitte werte das nicht als Angriff auf Deinen Post oder gar auf Deine Person o.ä....
Jemand, der nicht gelasert ist, kann leider auch nicht aus wirklicher Erfahrung berichten oder (wie vllt in Deinem Fall) nur auf ein zurückliegenden Beratungsgespräch, dass eben keine OP zur Folge hatte, verweisen.
Ich denke, dass jemand, der bereits Erfahrungen damit gemacht hat (und mit Erfahrung meine ich nicht eine Broschüre lesen oder sich bei youtube die OPs angucken), hat einen ganz anderen Ausganspunkt, auf den er seine Aussagen stützt.

Dass jemand, der sich bereits zu einem Termin "durchgerungen" hat, bereits ein "gewisses Bauchgefühl" zur Lasik entwickelt hat, liegt wohl auf der Hand. Ein abschließendes Urteil dafür oder dagegen wird aufgrund der Unterstützungshandlung des beratenden Arztes gefällt. Auch das liegt auf der Hand...

Dass ich Deine Meinung im Hinblick auf eine wohlüberlegte Entscheidung teile, kannst Du bereits aus dem vorletzten Absatzes meines -Deiner Meinung nach- nicht überzeugenden Posts entnehmen. Dahingehend stimme ich 100%ig mit Dir überein. Also in Bezug auf die wohlüberlegte Entscheidung :D

Mareike30
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Re: viele Fragen zur Laserbehandlung

Beitrag von Mareike30 » 30.06.2012, 23:40

@marcelina: Natürlich beruht meine Meinung auf Erfahrungen Dritter und man kann oft nur etwas beurteilen, wenn man selbst in der Situation war.
Für mich war Dein Bericht wenig überzeugend, weil er mich persönlich nicht positiver zur Lasik gestimmt hat und im Hinblick auf Norbert's berufliche Situation.
Aber ansonsten hab ich nichts daran auszusetzen ;-)
Mich interessieren eher Langzeitgelaserte.
Vielleicht hast mich deswegen nicht "überzeugt", musst Du ja auch nicht :-)
Heute war ich eher wieder für die Lasik :-) mal schauen.
Alles Gute für Dich & Deine Augen :-)

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