Ich habe mene Augen am 29.10.09 bei EuroEyes Hamburg (Dammtorstraße) lasern lassen und bin absolut happy damit. Aber ich fange mal von vorne an:
Ich spielte schon seit mehreren Jahren mit dem Gedanken, mir irgendwann die Augen lasern zu lassen. Mit ca. 14 Jahren bekam ich eine Brille, trug aber auch regelmäßig Kontaktlinsen. Meine Dioptrin-Werte verschlechterten sich jedes Jahr bis sie irgendwann bei -3,5 und -3,75 stehenblieben. Leider wurde meine Augen immer trockener, sodass ich irgendwann keine Kontaktlinsen mehr tragen konnte.
Nach dem Heiratsantrag meines Freundes im Sommer 09 dachte ich mir: "Jetzt oder nie!", denn schließlich will man ja auf den Hochzeitsfotos uneingeschränkt gut aussehen.
Danach besuchte ich nochmal den Infoabend, wobei der Arzt (ich weiß den Namen leider nicht) eher unsympatisch wirkte und auch nicht mit allen Risiken rausrückte. Wenn man ihn auf Risiken (wie z. B. trockene Augen) ansprach, reagierte er eher genervt und abweisend als kompetent. Der Infoabend war dementsprechend sehr oberflächlich und eher eine Verkaufsveranstaltung, auf der kritische Fragen nicht wirklich erwünscht waren.
Nach längerem Überlegen und Lesen in diesem Forum habe ich mir dann ein Herz gefasst und mir einen Termin für die OP geholt. Eine Woche vorher hatte ich die große Voruntersuchung. Hierfür sollte ich 1,5 Stunden einplanen, es lief aber aufgrund der extrem langen Wartezeit (trotz Termin!) auf 2,5 Stunden hinaus, was meinem Arbeitgeber und mir selbst natürlich nicht so gut gefiel. Es war extrem viel los, sodass das Ganze eher wie Fließbandarbeit wirkte. Die Untersuchungen wurden schnell und ohne große Erklärungen gemacht. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Arzt (McKay) mehr darauf eingeht, was gerade gemessen wird und wofür das wichtig ist. Je mehr man weiß, was technisch alles möglich ist, umso beruhigter ist man doch vor der OP!
Ich bekam noch eine EuroEyes Bauchtasche, in der bereits Augentropfen, Schmerzmittel, eine Sonnenbrille und ein kleines Heftchen, das Anweisungen für die Zeit nach der OP enthielt, enthalten waren.
Insgesamt war die große Voruntersuchung ein eher negatives Erlebnis, aber ich habe mich trotzdem für die OP entschieden.
Am 29. Oktober früh morgens war es dann soweit: Ein paar Messungen wurden noch vorgenommen, ich bekam ein Beruhigungsmittel und vorsichtshalber schon mal ein Schmerzmittel. Dann wurde ich den Vorraum des OPs geführt, wo ich noch mal alle Fragen stellen konnte, die mir auf der Seele lagen, aber ich hatte eigentlich keine mehr. Ich bekam einen Kittel und eine Mütze, die mir die netten Arzthelfer anzogen. Zu guter letzt wurden mir dann die Betäubungstropfen in die Augen getropft.
Dann war ich dran. Dr. Köhler begrüßte mich nett und ich legte mich auf den OP-Stuhl. Der Laser etc. wurde über meinen Augen platziert. Dr. Köhler erklärte alles ausführlich bei jedem Schritt. Das schlimmste an dem ganzen Eingriff ist der Moment, indem die Augen für den Anschnitt des Flaps "fixiert" werden, weil hier ein starker Druck auf die Augen ausgeübt wird und die Augen - zumindest gefühlt - etwas aus der Augenhöhle herausgezogen werden. Das ist schon sehr unangenehm, der Schnitt selbst allerdings nicht. Man spürt nichts. Man sieht natürlich, dass in dem Auge etwas passiert und auch, wie der Flap zurückgeklappt wird, aber das ist nicht schlimm.
Nachdem bei beiden Augen der Flap präpariert wurde, ging es ans Lasern. Erst das eine, dann das andere Auge. Man muss dabei in einen Lichtpunkt schauen und dann startet der Laser mit einem lauten "Tack, Tack Tack". Das dauert pro Auge ca. 20 Sekunden, ist aber überhaupt nicht schlimm. Dann wird das Auge noch mal etwas gespült etc. und schon ist man fertig. Ich glaube ich war nicht länger als 15 Minuten im OP. Mein Freund konnte das Ganze übrigens über einen Flatscreen-TV im Detail beobachten..
Ich setze mich auf und sollte die Uhrzeit nennen, die die Wanduhr in dem Raum anzeigte. Etwas verschwommen, aber dennoch rech gut, konnte ich die Uhrzeit erkennen. Dr. Köhler fragte noch nach dem Sekundenzeiger und ich dachte nur: "Welcher Sekundenzeiger?" Aber mit etwas Konzentration konnte ich ihm auch sagen, wo sich der Sekundenzeiger befand. Den ersten Sehtest hatte ich also erfolgreich bestanden.
Die Arzthelfer halfen mir aus dem Kittel, ich setze die Sonnenbrille auf und mein Freund nahm mich in Empfang. Wie gesagt sah ich noch recht verschwommen durch das viele Wasser im Auge, aber dennoch schon recht deutlich.
Ich verbrachte den Rest des Tages wie empfohlen mit geschlossenen Augen auf dem Sofa und tropfte stündlich die Augentropfen (befeuchtende und antibiotische). Trotz der noch leicht verschwommenen Sicht, konnte ich bereits sehr gut gucken und sogar den Videotext lesen - ohne Brille.
Schmerzen hatte ich keine. Am ersten Tag tränten die Augen oftmals, aber das war eher angenehm.
Die nächsten Tage tropfte ich weiterhin fleißig und setzte vor allem draußen zum Schutz gegen Wind und Sonne die Sonnenbrille auf. Bereits am Tag nach der OP konnte ich einwandfrei gucken.
Die OP war am Donnerstag, ich hatte mir bis zum Montag freigenommen und ging dann am Dienstag wieder zur Arbeit. Die Arbeit am Computer war sehr anstrengend, weil meine Augen extrem trocken waren. Ich konnte fast alle 15 Minuten die Augentropfen nehmen und dennoch war es unangenehm. Die Arbeitswoche nach der OP war somit sehr anstrengend für die Augen und ich hoffte nur, dass die Augen nicht mehr lange so trocken sind.
In der 2. Woche nach der OP wurde es dann täglich besser und jetzt (einen Monat später) sind meine Augen fast wie vorher. Ich nehme nur noch gelegentlich Augentropfen, vor allem in klimatisierten Räumen.
Die Nachuntersuchungen haben gezeigt, dass meine Sehfähigkeit genau 100% beträgt. Die Brille kann ich jetzt also aus meinen Führerschein streichen lassen.
Abends sehe ich noch Halos um z. B. Autolichter oder Straßenlaternen. Das soll normal sein, ich hoffe aber, dass sich das bald wieder normalisiert. Zumindest hatte ich mich ja gerade deswegen für die Wavefront-Lasik entschieden.
Aus meiner Erfahrung kann ich Augelasern bei Euro Eyes also empfehlen. Dennoch sollte sich jeder vorab über Möglichkeiten und Risiken informieren und für sich selbst abwägen, ob er damit klarkommt. Es ist schon ein gewisser Mut nötig, um sich für eine OP an den gesunden Augen zu entscheiden.
Ich kann nur sagen: Es lohnt sich!
