seit Langem verfolge ich dieses Forum schon mit sehr großem Interesse. Einige interessante Beiträge haben mir bei meiner Entscheidungsfindung doch stark geholfen! Vielen Dank daher schon einmal vorab!
Gerne möchte ich deswegen auch andere an meinen Gedanken und Ängsten so einen Tag vor der OP teilnehmen lassen!
So, nun zu meiner Augen(Vor-)geschichte:
Ich bin 25 Jahre alt und trage seit 9 Jahren eine Brille - na ja, eigentlich schon immer Kontaktlinsen. Meine Werte fingen mal bei -1,5 an und sind nun bei -3,5 seit zwei Jahren stabil. Dazu habe ich eine Honrhautverkrümmung von -0,5.
Da ich häufig durch die Kontaktlinsen trockene Augen hatte und auch ehrlich gesagt ein bisschen zu eitel für die Brille bin, habe ich mich für eine Augenlaseroperation entschieden.
Mein Weg führte mich zunächst zu einer Augenklinik in Hannover. Dort nahm ich als erstes an einem Infoabend teil. Bei dieser Veranstaltung wurde der Femtosekunden-Laser sehr hoch angepriesen, so dass ich mich innerlich schon dafür entschlossen hatte. Ich habe mir dann hier im Forum einiges durchgelesen und sogar bei Youtube die furchtbaren Videos angeschaut bis ich meinen Entschluss gefasst habe, einen Termin zum Augencheck zu machen. Dazu war ich zunächst bei Visumed. Das Personal war super freundlich und die Klinik machte einen guten Eindruck auf mich. Nach den Tests kam dann der erste Schock auf mich zu: Meine Hornhaut ist zu dünn! Meine Werte lagen an der dünnsten Stelle bei 486 und 495. Somit wurde mir von der Dame vor Ort eine Lasek geraten. Darüber hinaus empfahl sie auch die Wellenfront-Behandlung. Dies wurde mir auch gut erklärt. Ich war allerdings erst einmal völlig baff und hatte nun ein neues Thema mit dem ich mich beschäftigen konnte: LASEK!
Also wieder diverse Berichte gelesen, etc. Eine zweite Meinung habe ich mir dann noch in Hannover geholt. Das Personal war dort ebenfalls super nett und die Atmosphäre war super. Mir wurde dann gesagt, dass ich Glück hätte, da ein Patient abgesprungen sei und deswegen die Frau Dr. die Untersuchung selbst machen würde. Die sphärischen Werte deckten sich nahezu mit denen bei Visumed und auch die Honrhautverkrümmung wurde identisch ermittelt. Allerdings wurde dort meine Hornhaut mit 508 und 501 gemessen. Die Ärztin riet mir darauf zu einer Komfort-Lasik. Ich war dann natürlich etwas stutzig und fragte mal lieber nach, ob bei den Werten tatsächlich eine Lasik oder nicht doch besser eine Lasik geeignet sei. Darauf erklärte die Ärztin, dass sie die Oberflächenbehandlung bereits in Betracht gezogen hat und dieses bei den Untersuchungen am Tage der OP erneut zu überprüfen wäre, um dann eine Entscheidung zu treffen. Das fand ich persönlich ein bisschen hart. Denn ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn ich voll auf Lasik eingestellt kurz vor der OP erfahren hätte, dass nun doch keine Lasik gemacht würde. Zwei Monate vor meiner OP war das ja schon ein echter Schock für mich! Weiter bat mich die Ärztin die Wochen vor der OP die Augen zu befeuchten, um die Hornhaut evtl. weiter zu entspannen. Evtl. könnte man dann vor der OP besser entscheiden. Das hat bei mir leider das gesamte Vertrauen zerstört!
Ich war dann erst einmal unentschlossen und forschte weiter und holte mir noch eine Meinung ein, die bestätigte, dass eine Oberflächenbehandlung in meinem Fall die bessere Alternative sei. Das bestärkte mich in meinem Entschluss und ich machte den Termin bei Visumed für die Voruntersuchung. Dort erklärte mir der Arzt, dass es bei der Oberflächenbehandlung bleiben würde, er allerdings eine PRK und keine Lasek machen würde, um eine Narbenbildung zu vermeiden, da die Zellen eh großteils abgestorben sein. Das war dann nun wieder ein kleiner Rückschlag. Ich wollte doch so gerne mein Epithel behalten!!!
Gut, also zuhause angekommen versuchte ich nochmal einen Vergleich von PRK und Lasek zu ziehen. Nach dem ich ein ganzes Wochenende quasi nur durchgegoogelt habe, war ich völlig durcheinander! Es gab so viele verschiedene Meinungen! Manche bevorzugen dies und andere das!
Ich habe mich letzten Endes mit meinem Gewissen so geeinigt, dass ich auf meinen Bauch gehört habe! Man darf einfach nicht vergessen: ES IST EINE OP! Diese hat in jedem Fall Risiken! Wenn man also selber mit seiner Entscheidung für eine Klinik und ein Verfahren glücklich ist und ein gutes Gefühl hat, denke ich, ist das schon einmal eine gute Vorraussetzung!
Trotzdem bin ich heute - knapp 21 Stunden vor meiner OP echt aufgeregt und habe auch wirklich Angst! Mich beruhigt, dass ich mich gut informiert habe und mich darauf einstellen kann! Nach der OP habe ich dann 2 1/2 Wochen Urlaub eingeplant! Danach muss ich wieder arbeiten und somit jeden Tag zwei Stunden Autofahren und 8 Stunden pro Tag am Bildschirm sitzen!
Morgen geht es also los! Hui! Bin doch echt aufgeregt!!! Also, bitte Daumen drücken!
Sobald ich dann wieder schreiben kann, werde ich meinen Bericht fortsetzen! (Vielleicht dann ohne die Aufregung etwas sachlicher - jetzt bin ich ja doch ein bisschen gefühlsduselig!
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, was die verschiedenen Messergebnisse der Hornhaut angeht? Und ist es wirklich möglich, dass diese noch dicker wird?
Was mich auch ein bisschen wundert ist, dass doch die Lasek die Weiterentwicklung der PRK sei. Warum wird dann noch eine PRK gemacht? Liegt es wirklich nur daran, dass das Narbenrisiko geringer ist?
Nun ja, ich versuche jetzt mich ein bisschen zu entspannen!
Auf "Wieder- (ohne Brille) sehen"
Steffi
