Erfahrungsbericht Artemis Laserklinik Frankfurt August 07

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

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role-master
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Erfahrungsbericht Artemis Laserklinik Frankfurt August 07

Beitrag von role-master » 02.09.2007, 08:50

Hallo zusammen,

am 22.08.2007 hatte ich meine Lasik bei der Artemis Laserklinik in Frankfurt.

Meine Ausgangswerte waren (so etwa! Die gemessenen Werte der Klinik Untersuchung wichen leicht vom Brillenpass ab, hab ich aber aktuell nicht griffbereit):

Rechts: -2,25 Dioptrien Zyl. -1,25 Achse 90Grad
Links: -2,75 Dioptrien Zyl. -1,25 Achse 80 Grad

Linsenastigmatismus.

Mit diesen Astigmatismus-Werten war es mir nicht möglich zu lesen oder am Computer zu arbeiten, ohne Brille (abgesehen von der schlechten Fernsicht).

Mit dem Vorgespräch und der Voruntersuchung war ich sehr zufrieden. Alle meine Fragen wurden während und auch nach den jeweiligen Terminen ob per Email oder Telefon zügig und für mich verständlich beantwortet. Auch gab es keine Tabu-Fragen auf die nicht geantwortet wurde.

Die Voruntersuchung ergab bei mir, dass keine höheren Abberationen bestanden und eine normale Lasik bei mir ausreichen würde um gutes Sehen zu erreichen. Auf Grund verschiedener Faktoren in meinen Überlegungen (evtl. leicht höhere Qualität, bzw. Genauigkeit, evtl. weniger Probleme mit Halos etc.) entschied ich mich trotz dieser Diagnose für die wellenfront gesteuerte (Zyoptix) Lasik (Preis +1000Euro).

Preislich kam ich noch in den Genuß eines BKK-Gutscheines über 1000Euro, von daher relativierte sich dass wieder. Den Gesamtbetrag stottere ich über Ratenzahlung ab.

Der OP-Tag selbst:

Kurzes warten im Aufnahme-Bereich. Dann eine Paracetamol und eine halbe Valium genommen. Noch schnell Fuß und Kopfschutz (für OP) angezogen. In einem Vorzimmer wurde ich erneut von einem Augenarzt gefragt, ob noch Fragen bestünden, die zu beantworten währen. Die Augen(nur Lieder etc) und der Gesichtsbereich wurden mit einer Jod-Lösung desinfiziert.

Dann direkt auf die Liege, die eine Aussparung für den Kopf hatte. Der Kopf wurde leicht festgeschnallt. Dann Gesicht und Augenpartie mit Folie abgeklebt und das Rechte Auge freigelegt. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob die Betäubungstropfen hier oder schon vorher ins Auge gegeben wurden... In jedem Fall kam nach einigen Erklärungen dann der Liedspreizer rein (wovor ich den Meisten Horror hatte). Dank der Tropfen habe ich das Einsetzen nicht mal als unangenehm emfpunden. Dann wurde gespült und kurz das Licht abgedunkelt um für die Zyoptix die Iris-Erkennung zu starten.

Dann der Saugring rein (für mich das Unangenehmste an der Geschichte, hat ziemlich gedrückt aber auch kein bißchen geschmerzt oder ähnliches). Mikrokeratom drauf und Flap geschnitten (auch etwas unangenehm durch Druck aufs Auge). Anschließend wurde über und unter dem Flap gespült, mit einer Art Naß-Sauger, der ähnlich aussah wie ein Farbroller, wenn man die Farbrolle abmacht. Dann gelasert und ich glaube wieder richtig durchgespült. Dass kalte Wasser war auch "erfrischend" bzw. so Eiskalt, dass es schon ins unangenehme ging, aber ohne Problem zu ertragen.

Flap glatt gestrichen und fertig... gleiche Prozedur mit dem anderen Auge... insgesamt hat das glaube ich nicht mehr als 10 Minuten gedauert?

Direkt danach noch eine Augenärztliche Kontrolle. Alles OK, OP super verlaufen.

Termin für nächsten Tag ausgemacht und mit schicker Sonnenbrille und Tropfplan (in schwarzer Beuteltasche) auf den Weg nach Hause gemacht. Für eine Woche sollte ich Dexamytrex 4x täglich nehmen, ebenso wie Cellufresh (antibiot. Augentropfen und Tränenersatzmittel).

Nach der OP war es etwa für 5 Stunden etwas unangenehm die Augen zu öffnen. Danach konnte ich schon klar sehen. Habe ich aber meistens zugelassen. Später in der Wohnung sollte ich die Brille aus Sicherheitsgründen auflassen. Für die Nacht habe ich Schutzkappen aufgesetzt.

Die Untersuchung am Folgetag ergab auf beiden Augen mind. 100%. Dies bestätigte mein Gefühl, dass ich schon wenige Stunden nach der OP hatte, gestochen Scharfe sicht.

Die ersten 4 weiteren Tage hatte ich keinerlei Probleme mit den Augen, ich tropfte wie beschrieben. Nur wurden die Augen schnell müde und hab schnell Kopfschmerzen bekommen.

Am 5.Tag bekam ich dann starke Trockenheitsprobleme am rechten Auge. Laut Augenarzt aber normal, sollte häufiger Tränenersatz tropfen. Autofahren war damit aber die Hölle, schon nach wenigen Minuten hatte ich trotz Tropfen wieder ein trockenes Auge. Das ergab dann nach kurzem wieder tierische Kopfschmerzen. Nachts bin ich mehrmals aufgewacht mit zusammengeklebten ausgetrockneten Augen. Glaube hab um die 4 mal Nachts tropfen müssen.

Diese starke Trockenheit hatte ich etwa für 2,5 Tage. Dann ging es nach (die ganze Zeit) intensivem Tropfen wieder besser. Ich glaube ich habe diese Zeit alle 10 Minuten in das Auge getropft... Die Cellufresh hatte ich schon nach dem ersten Tag alle gemacht und habe mir dann Hylo Comod besorgt... war deutlich angenehmer, hielt aber auch nur 20 Minuten an dem Auge.

Wie geschrieben wurde es nach einigen Tagen besser und jetzt muß ich nicht mehr so oft tropfen. Mache das zur Sicherheit aber trotzdem noch häufiger als nötig. Die Sicht war selbst bei bestehender Trockenheit sehr scharf (außer wenn man lesen wollte). Und aktuell habe ich dass Gefühl noch nie besser gesehen zu haben. Farben und Kontrast, ebenso wie die Schärfe sind wirklich genial. Auch kann ich ganz normal am Bildschirm sitzen, lesen und Autofahren.

Für die Nacht und fürs Autofahren tropfe ich mir Biolan Gel vorher ein. Nächste Woche lass ichs mal weg.

Somit habt ihr meine ersten Ergüsse zu dem Thema mitbekommen. Durchaus möglich, dass ich etwas vergessen oder falsch rum erzählt hab, dann hakt einfach nach. Ebenso bei offenen Fragen.

Bewertung der Klinik aus meiner Sicht TOP.
Preis im Vergleich zu anderen Kliniken... naja, also sagen wir einfach der Qualität entsprechend, dann ist es wieder in Ordnung.

Falls noch Fragen sind, einfach schreiben.

Gruß
Stephan

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Ergänzung

Beitrag von role-master » 12.09.2007, 10:43

So, nun sind doch schon ein paar Tage vergangen und wieder etwas negatives und positives zu berichten.

Positiv: Das Problem mit den trockenen Augen hat sich nach meinem letzten Bericht sehr schnell gebessert, sodass ich jetzt eigentlich gar nicht mehr tropfen müsste (tu es ab und an trotzdem, wenn ich mir nicht ganz sicher bin). Autofahren kein Problem mehr.

Negativ: Mein rechtes Auge hat sich von der Sehschärfe her verschlechtert. Seit mehr als 1 Woche kann ich mit dem rechten Auge Straßenschilder nicht mehr erkennen, ebenso ist z.B. dieser Text unscharf (ging alles am Anfang).

Ich hatte mir Sehschwankungen irgendwie anders vorgestellt. Dachte eher, dass mal das eine, mal das andere Auge besser oder schlechter werden würden, und das auch nur kurzfristig. Ist aber so, dass mein linkes Auge seit der OP (wenn man die ersten 5 Stunden weglässt) immer scharf war, mein rechtes nur am Anfang. Seitdem hab ich das Gefühl das Rechte wird immer schlechter... naja geh in Kürze mal nachgucken lassen.

Die Mischsicht von einem Scharfen und einem Auge das weniger scharf sieht ist wirklich störend. Ist angenehmer das Unscharfe zuzuhalten, sollte mir vielleicht so eine Piraten-Augenklappe besorgen, ich vermute aber mal, dass das keine so gute Idee wäre auf Dauer.

Ach so, Halos kann ich eigentlich fast keine feststellen. Wenn ich vor und nach OP vergleiche würde ich sagen, nahezu kein Unterschied (bis auf das rechte Auge, wenn ich links zuhalte kann ich mehr Halos erkennen, aber auch nicht so, dass es die Sicht zusätzlich beeinträchtigen würde).

Gruß
Stephan

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Beitrag von kathig » 25.12.2008, 20:12

Hallo role-master,
deine OP ist nun schon sehr lange her und falls du noch hier lesen solltest, würde mich interessieren, wie es deinen Augen inzwischen geht?

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Beitrag von role-master » 25.12.2008, 22:44

Hallo Kathig,

habe ja die E-Mail Benachrichtigung angeschaltet gelassen :o) .

Also zu meinen Augen.

Die Sehschärfe von meinem linken Auge ist perfekt. Alles absolut scharf und keine Schwankungen (Laut Augenarzt ein echtes Adlerauge, gab ja auch kaum eine Tafel die ich damit nicht ablesen konnte).

Mein rechtes Auge empfinde ich persönlich weiter als unbefriedigend. Die Sehschärfe schwankt von halbwegs scharf bis zu einem Niveu wo ich aus 1,50 m die Uhrzeit vom Videorekorder nicht mehr lesen kann.

Ich war schon ziemlich oft beim Augenarzt deswegen. Bei der Messung kam aber jedesmal maximal 0,25 Dioptrien Abweichung raus. Was ich komisch finde ist, dass wenn ich das Linke Auge zuhalte und oft hintereinander blinzle, die Schärfe immer mal für einen Sekundenbruchteil besser wird.

Eine Messung der Tränenflüssigkeit bzw. der Verteilung hat aber keine Auffälligkeit ergeben... Das Eintropfen von Tränenersatzmitteln im rechten Auge hat von der Sehschärfe auch nichts geändert.

Im Alltag habe ich mich schon daran gewöhnt. Beim Autofahren komme ich damit auch klar. Eine ReLasik ist laut Augenarzt unsinn, da die gemessenen Werte viel zu gut für so etwas wären.

Mit trockenem Auge habe ich keine Probleme mehr. Alles in Allem würde ich es wieder machen. Vielleicht legt sich das mit den Schwankungen der Sehschärfe am rechten Auge ja irgendwann doch noch.

Konkrete Fragen?
Gruß
Rolemaster

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