Nach LASIK in der Krise... Bitte um Hilfe!

Sehbeeinträchtigungen wie Halos (Lichthöfe), Glare (Blendung), Starburst, Kontrastverlust (Schleiersehen) und Trockene Augen nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

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stefff
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Nach LASIK in der Krise... Bitte um Hilfe!

Beitrag von stefff » 15.04.2013, 13:31

Hallo Augen-OP-Gemeinde,

ich habe mich nun angemeldet, um, wie der Titel schon sagt, hier etwas Hilfe, Tipps und vielleicht etwas Beistand zu finden. Bisher habe ich schon fleißig mitgelesen!

Zu mir: weiblich, 30 Jahre alt, offiziell kurzsichtig seit ich etwa 11 war, später 15 Jahre lang Kontaktlinsen getragen, in der Jugendzeit "exzessiver", später wegen der typischen schlechteren Verträglichkeit kürzere Dauern, häufiger Brille, zuhause ausschließlich Brille.
Meine letzten Werte der Brille waren -5,50 bds. bei den Linsen -5,25 bds. seit ca. 2005, wobei das linke Auge immer etwas schlechter sah, also nicht total korrigiert war. Ich hatte irgendwie schon immer Probleme bei dieser subjektiven Refraktion, also "besser, schlechter..." usw. genau zu sagen, was denn nun besser ist!

Eine LASIK war schon jahrelang mein Ziel, was ich nun jetzt, relativ kurzfristig und eher ungeplant vor etwa 8 Wochen umgesetzt habe!
Das von mir ausgesuchte Institut machte auf mich spontan einen sehr guten und kompetenten Eindruck, teurer aber alles neu und moderner als Mitbewerber im Umkreis, indiv. Betreuung, ich hatte ein sehr gutes Gefühl.
Erst kostenloser Eignungscheck im Januar, wo ich bereits vermessen worden bin: Ergebnis war li. -6,00 und re. -5,75 plus eine mir bis dato nicht bekannte Hornhautverkrümmung von -0,25 oder -0,50. Hornhautdicke von 523 und 540!

OP-Termin im Februar. Am Tag vorher die große Voruntersuchung: Messung ergab hier -5,75 bds. plus Mini-HHV. Bei der subjektiven sah ich einzeln links mit -6,00 aber halt schon besser - dann mit beiden Augen gleichzeitig erschien mir das aber zu scharf, aber vielleicht wars auch nur ungewohnt. Alles x-mal wiederholt, nach der Optometristin auch nochmal vom Arzt - ich wußte einfach nicht, wertetechnisch was ich nun mit dem linken Auge machen sollte, ich wollte ja auch nicht zuviel, dass es evtl. dann in den Plusbereich rutscht. Ich war ja auch gewöhnt, linkes Auge etwas unschärfer und dachte auch, ich würde schlechter damit zurechtkommen, wenn es nun plötzlich andersrum wäre!
Ich fragte den Arzt was man in einem solchen Fall macht, er meinte, "ich würde auf beide Augen -5,75 machen, die viertel Dioptrie merken Sie gar nicht". Gesagt, getan - und jetzt empfinde ich das als Fehler!

Am nächsten Tag 21.02.2013 die OP verlief sehr gut, Femto-LASIK mit WaveLight FS200 und WaveLight Eye-Q 400, -5,75 bds. die HHV so gelassen. Re. war schmerzhafter beim Ansaugen, da war auch ein Gefäß geplatzt, ich sah echt übel aus, aber sonst gut.
Die Nacht im Hotel war anfangs schmerzhaft, später aber dann voller Glück, ich war total geflasht von dem Ganzen und überwältigt, von dem, was ich schon sah (und das trotz der Augenklappen).
Nachuntersuchung am nächsten Tag bescheinigte mir 80 % beidseits. Als Tropfen Isopto-Max und Systane Ultra UD. Dann nach Hause.
2 Tage später volle Sehschärfe, re. Auge extrem scharf, linkes eben schlechter - seitdem in der Krise, da ich ständig denke, die falsche Entscheidung getroffen zu haben, hätte es besser haben können und habe es nicht gemacht!!!

Am darauffolgenden Abend der nächste Schock, als ich das erste Mal im Dunkeln aus dem Fenster schaute: das, was mal Lampen waren, strahlte mich plötzlich riesengroß mit riesigen Strahlen an. Auch in meiner Wohnung strahlt jede kleine Lampe, es muss noch nicht mal richtig dunkel sein, geht schon nachmittag bzw. bei schlechtem Licht los.
Ich habe regelrecht einen Schock erlitten! Mittlerweile weiß ich natürlich, das dies Starbursts sind und bin nach wie vor völlig fassungslos über das, was ich nun im Dunklen sehe!
Dazu kommen noch "Regenbogen-Streifen" immer dann, wenn ich in weißes Licht schaue (auch im Hellen)!
Ich habe den Beitrag hier von addy gelesen und die Bilder angeschaut: http://augenlaser.operationauge.de/star ... t9296.html - alles genau wie bei mir!!!

Eine Woche später, Nachkontrolle - alles sehr gut, beide 100 %, als ich von meinen "Nebenerscheinungen" berichtete, war der Optometristin als auch dem Arzt selbst ein Schreck ins Gesicht gefahren. Anscheinend hatte man damit gar nicht gerechnet. "Geben Sie den Augen noch etwas Zeit zum Heilen", das geht weg, war ja auch erst eine Woche.
Ich sollte Isopto-Max weiter nehmen, dazu noch Dexa-Sine (Cortison) für 5 Tage.
Eine Woche später nochmals Termin: "und besser?" - nein! Daraufhin Efflumidex 3x tägl. (auch Cortison). Meine Werte waren nun angeblich auf beiden Augen +0,25 und die kleine HHV von nun je -0,5. Also beide gleich. Wie kann das aber sein, dass ich dennoch mit dem linken Auge deutlich schlechter sehe??? Und die viertel Dioptrie merke ich sehr wohl!
Trockene Augen habe ich eher nicht, wills nicht verschreien, nicht das das auch noch kommt!!! Ich tropfe gelegentlich Systane Ultra, aber eher nur prophylaktisch, mal ein leichtes Kratzen im linken Auge habe ich eher selten.
Nachtsicht alles unverändert - mein Blick in die Dunkelheit ist ein Alptraum. Und ich muss täglich im Dunkeln mind. 1h fahren!!
2 Wochen (also 4 Wo. Post-OP) später wieder Termin: "und besser?" - nein! Werte wieder bds. +0,25 zzgl. HHV.
Efflumidex weiter bis sie alle waren. Er hat angekündigt, wenn beim nächsten Termin 4 Wo. später nicht besser, dann Tropfen zum Pupillen verkleinern! Was nun auch so werden wird!

Dieser Termin ist nun am 16.04., also morgen, und möchte gut vorbereitet hingehen - deshalb, wer kann mir vielleicht noch Tipps geben, ich weiß ist kurzfristig?

Um es zusammenzufassen: li. Auge etwas schlechter, riesige Starbursts um kleine bzw. weit entfernte Lichtquellen, Halos um "mildere" Lichtquellen und um weiße Objekte/Schriften auf dunklem Grund insbes. beim TV schauen (selbst hier kommen links richtige Strahlen raus), neuerdings Doppelbilder (auch bei weißer Schrift auf dunklem Grund, oder andersrum), in der Nähe lesen geht zwar, aber nach 10 min. stellt sich Unschärfe ein, haupts. aber beim re. Auge, die dann auch in der Ferne anhält, also re. Auge fällt dann ganz aus, schärfetechnisch
= ich bin mit meinen Nerven völlig am Ende!!!
Könnte nur heulen, bin total unkonzentriert - wenn ich daran denke, dass das für immer so bleiben könnte, krieg ich Gedanken, die ich gar nicht aussprechen möchte...
Und immer dieses Gefühl, so dumm gewesen zu sein, das linke Auge nicht richtig korrigieren zu lassen, und nun isses zu spät...

Meine aktuellen Beobachtungen sind aber ganz interessant: alles ist wohl sehr lichtabhängig.
Draußen bei Tageslicht sehe ich mit beiden Augen nahezu perfekt und gleich, das linke schlechtere kommt erst in Innenräumen bzw. bei künstlicher Beleuchtung oder TV schauen zum Tragen.
Und: theoretisch sollen ja Starbursts entstehen, wenn Pupille groß und optische Zone zu klein, richtig?
Aber hier habe ich Interessantes entdeckt (was mich noch etwas hoffen lässt): sie waren schon paarmal "weg" (also nicht ganz weg, aber deutlich besser, so dass ich die Lichtquelle mal erkennen konnte und nicht alles überstrahlt ist) - und zwar waren sie immer dann "weg", wenn ich geschlafen habe und nachts im Dunkeln z.B. mal ins Bad muss, der Blick aus dem Fenster ist viel angenehmer dann.
Schnell habe ich nach einigen "Experimenten" dann bemerkt, dass sie immer "weg" sind, wenn ich mich längere Zeit im ganz Dunkeln aufgehalten habe oder eben geschlafen (Pupille sollte dann doch aber das größte Ausmaß haben!?), und mich dann weiter im Dunkeln mit den Lichtquellen draußen konfrontiere. Sobald ich aber Licht einschalte, also ich mich kurzzeitig mal im Hellen befinde (Pupille wieder klein), dann wieder Licht aus und wieder im Dunklen - sofort sind die Starbursts wieder da, teilweise haben diese dann extreme Ausmaße!
Ich schlußfolgere daraus, das die Pupille ein "Problem" mit Übergängen dunkel-hell-dunkel hat!?
Vielleicht kann einer von Euch was dazu sagen? Ich werde meinen Arzt jetzt dazu befragen, ob er mir dies vielleicht physiologisch erklären kann!?

Es gibt ja Einige unter Euch, bei denen diese Halos/Starbursts tatsächlich im Laufe der Zeit weggingen - könnt Ihr mir berichten, "wie" sie denn weggingen, also wurden sie kleiner oder die Strahlen dünner, oder wie habt Ihr es bemerkt und in welchen Zeiträumen?
Manchmal bilde ich mir ein, es könnte vielleicht schon sein, das die Strahlen dünner sind, kleiner aber auf keinen Fall, aber vielleicht gewöhnt sich nur mein Gehirn auch nur an diesen Anblick!?

Es kann aber definitiv nicht so bleiben - und ich habe langsam richtig Angst :( !!!

Vielen Dank erstmal fürs Lesen!

LG Stefanie

Donauwelle
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Re: Nach LASIK in der Krise... Bitte um Hilfe!

Beitrag von Donauwelle » 15.04.2013, 14:25

Große Pupillen können tatsächlich der Grund für deine Probleme sein. Lass auf jeden Fall deine Dunkelpupille noch einmal ordentlich messen (wie der Name schon sagt bei Dunkelheit).

Falls dir die Gründe bzw. die geplanten weiteren Schritte dubios vorkommen, bitte um einen Befund und die HH-Aufnahmen.
So tust du dir ein bisschen leichter, falls du eine Zweitmeinung einholen möchtest (ideal wäre z.B. die Übermittlung der HH-Bilder per Mail, denn wenn du die Zweitmeinung bei einem Spezialisten einholen willst, der weit entfernt ist, kann man schon beim Vorabcheck abklären, ob eine Anreise überhaupt Sinn macht)

Mit Tropfen, die die Pupillen verkleinern, wirst du sicher beschwerdefrei sein. Ich kenne aber niemanden, der dauerhaft mit diesen Tropfen glücklich wurde.
Dass unmittelbar nach dem nächtlichen Aufwachen die Pupillen eng sind (und somit nicht mit der typischen Erweiterung bei Dunkelheit zusammenpassen), ist mir auch schon aufgefallen. Auch ich war in solchen Situationen immer kurz beschwerdefrei.

Dass -0,25 Dioptrien die extrem schlechte Nachtsicht verursachen, erscheint mir schwer vorstellbar.

Ich halte dir die Daumen, dass die Ursache für deine Beschwerden schnell gefunden werden kann, und dass Besserung bald in greifbare Nähe rückt.
LG
Donauwelle

misterk
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Re: Nach LASIK in der Krise... Bitte um Hilfe!

Beitrag von misterk » 17.04.2013, 10:04

Interessant wären deine Werte mit denen du gelasert wurdest: Übergangszone, Optische Zone.

Ich habe gleich Beschwerden gehabt. Abwarten hat nichts bewirkt außer dass es mit der Zeit eher schlechter wurde. Optische Zonen können sich nämlich im Heilungsverlauf verkleinern.

Jetzt aber keine Panik. Bei mir hat sich eine zu kleine Zone als Ursache herausgestellt. Meine Pupillen wurden auf 7mm gemessen. Bei ner richtigen Messung kam dann eher etwas mit 9 mm heraus.

Meine optische Zone wurde vergrößert und dieses aufstrahlen ist schonmal wesentlich besser geworden. Das Problem mit der Pupille ist auch: Ist es stockdunkel und es gibt wenige helle Lichtquellen ist die Pupille kleiner als wenn überall recht gleichmäßiges Zimmerlicht herrscht. So zumindest meine Beobachtung.

Auf jeden Fall solltest du nicht in Panik verfallen. Man kann da oft noch einiges Retten. BEi mir ist es zwar alles noch lange nicht wie vor der OP, aber mit einer bisschen schlechteren Sicht kann man besser leben als mit dem Aufstrahlen heller Gegenstände.

Was hat dein Arzt denn gestern gesagt?

neo3380
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Re: Nach LASIK in der Krise... Bitte um Hilfe!

Beitrag von neo3380 » 17.04.2013, 18:53

Hallo Steffi,

um ehrlich zu sein verstehe ich Deine Fragen nicht!
Hast Du Dich denn nicht vor der OP informiert? Gehörst Du denn auch zu den Personen, die den Ärzten und der Marketingmaschine "Leben ohne Brille" blind vertrauen?

Deine Probleme sind einfach nur Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen - diese können nach Monaten langsam verschwinden, sich reduzieren oder auch bleiben.

Ich würde mir bei einem 2ten Arzt eine weitere Meinung einholen.

Gute Besserung

misterk
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Re: Nach LASIK in der Krise... Bitte um Hilfe!

Beitrag von misterk » 18.04.2013, 12:03

Wenn eine zu kleine Zone gelasert wurde sind es keine Begleiterscheinungen sondern ein Behandlungsfehler den man korrigieren sollte.

Ich spreche da aus Erfahrung;-)

Natürlich muss dazu erst einmal festgestellt werden ob dies der Fall ist. Also am Besten mal eine Zweitmeinung einholen und auch gezielt die optische Zone ansprechen.

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