ich möchte hier über einen merkwürdigen Effekt diskutieren. Vielleicht gibt mir jemand guten Rat.
Ausgangswerte: Rechts -2,5 HHV -1,25 Links -2,25 HHV -1,25.
Ich lies mich am 24.09.2009 im Augenzentrum Heidelberg lasern.
Op: Femto-LASIK mit Wellenfront-Optimierung, über City Lasik, , Operateur Dr. Gleibs.
Nach der OP: Re: +0,25, HHV -1,0 (sagt der Arzt, ich glaube aber nicht, dass es *NUR* HHV ist). Links: Punktgenau, 0,0.
Linkes Auge – perfekt, 100% auch nachts. Halos nehmen langsam ab. Starbursts – ganz selten, stört fast nicht.
Seheleistung am rechten Auge beim Standard-Tabelle-Test ist nur 80%.
Wie sieht es aus?
1. Ich sehe gerichtete Verschleierung im Form von Kometenschweif um Lichtquellen herum; nach unten gerichtet. So stark, dass z.B. nachts die Rückleuchte einer 50 m vor mir fahrendes PKWs bis zum Boden scheinen.
2. Trockenes Auge - nein (sagt der Arzt). Tropfe Hylo-Comod trotzdem stündlich weil sonst habe ich müde Augen.
3. Genereller Kontrastverlust –nein
4. Blendungen – nicht mehr als vor der OP.
5. Arbeit am Computer: Schwarz-auf-Weiß stellt kein Problem dar, beim Weis-auf-Schwarz sehe ich die ausgeprägte Verschleierung. Je dunkler im Raum ist, desto mehr.
Logisch, dass die Verschleierung nachts am stärksten ist. Aber einen interessanten Effekt konnte ich beobachten. Wenn ich die Augen zusammenkneife, dann sind die Kometenschweife plötzlich weg, auch nachts! Das ist aber keine Lösung weil durch Wimpern die andere störende Effekte kommen. Außerdem, kann ich nicht die Augen immer zusammengekniffen halten.
Probeweise habe mit einem Stück schwarzes Papier die verschiedene Bereiche der Pupille abgedeckt und dabei rausgefunden, das der optische Defekt, der mir im rechten Auge „gefräst“ ist, ist gar nicht gleichmäßig.
Also, wenn die obere Hälfte der Pupille abgedeckt ist, sehe ich 100% alles ist superscharf und kontrastreich. Wenn ich aber die untere Hälfte der Pupille abdecke, ist alles total verschwommen. Ich habe ein Gefühl, bei mir stellt das Bild auf Netzhaut aus zwei Bilder zusammen: eines scharfen (von der unteren Hälfte des Sehapparates) und eines unscharfen von der oberen defekten Hälfte.
Hatte jemand sowas?
Der Arzt will mich nicht glauben. Er stellt mit vor dem Auge ein Zylinderglas mit -1,0 und ich sehe die Buchstaben etwas besser. Das ist für ihn ein Beweis. Ich habe ihn gebeten das gleiche mir eine inverse Testtabelle (weiß-auf-schwarz) zu machen um mich einfach vergewissern, dass auch die Kometenschweife weggehen – er hat so eine Tabelle GAR NICHT! Das ist echt krass. Alle, die die Komplikationen haben, beklagen meist schlechtes Nachtsehen. Und die im Laserzentrum haben nicht einmal die Tabelle die die Nachtvision simuliert.
Also, das ganze war bei der 3-Monate Untersuchung. Er hat gesagt, wenn es nicht besser wird, müsse er noch mal dran (also: Re-LASIK), aber erst nach halben Jahr.
Genug erzählt; jetzt wollte ich ein paar Fragen an euch stellen.
1. Wie konnte sowas überhaupt vorkommen? Ich verstehe, wenn es um Rest-Fehlsichtigkeit bei hohen Werten geht. Die neue HHV hat aber ganz anderes Axis wie die ursprüngliche und ist fast gleich stark wie vor der OP. Also, die reguläre Rest-HHV klingt für mich nicht sehr plausibel.
Ich muss zugeben, während des Lasern habe ich den rechten Augapfel unwillkürlich bewegt. Der Laser hörte auf und der Operateur sagte mir ich muss gerade gucken. Dann ging's weiter. Er verneint aber dass es welche Rolle spielte.
2. Hat jemand was von i.Scription Brille von Zeiss gehört? Angeblich, verbessern sie Kontrast, besonders nachts; sogar Starbursts können reduziert werden. Sind sie in der Lage auch die ungleichmäßige Sehfehler korrigieren? Das „i.Profiler“ Gerät, der für die Ausmessung eingesetzt wird, sieht zumindest genauso aus wie der Wellenfront-Scanner beim LASIK. Also, klingt vielversprechend.
3. Was sind die Nachteile und Komplikationen von Re-LASIK? Eigentlich komme ich tagsüber auch jetzt klar, nur 2 Tätigkeiten machen mich fertig: Nachtfahrten und einige Computeranwendungen, die alles nur weiß-auf-schwarz zeigen. Also, wenn der Defekt mit der Brille korrigierbar ist, würde ich daran ernsthaft denken.
Wenn nicht, dass müsste ich wieder unter Messer (Quatsch, Laser
4. Hat jemand überhaupt einen Optiker mit einer inversen Sehtesttabelle (weiß auf schwarz) gekannt?
5. Und ganz allgemein, wisst Ihr was hinter all diesen unerwünschten optischen Effekten (Halo, Starbursts, Doppelbilder, Blendungen) steht?
Schöne Grüße,
----
