Komplikationen - Kometenschweife

Sehbeeinträchtigungen wie Halos (Lichthöfe), Glare (Blendung), Starburst, Kontrastverlust (Schleiersehen) und Trockene Augen nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

sokla
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Komplikationen - Kometenschweife

Beitrag von sokla » 30.01.2010, 00:23

Hallo Leute,

ich möchte hier über einen merkwürdigen Effekt diskutieren. Vielleicht gibt mir jemand guten Rat.
Ausgangswerte: Rechts -2,5 HHV -1,25 Links -2,25 HHV -1,25.
Ich lies mich am 24.09.2009 im Augenzentrum Heidelberg lasern.
Op: Femto-LASIK mit Wellenfront-Optimierung, über City Lasik, , Operateur Dr. Gleibs.
Nach der OP: Re: +0,25, HHV -1,0 (sagt der Arzt, ich glaube aber nicht, dass es *NUR* HHV ist). Links: Punktgenau, 0,0.
Linkes Auge – perfekt, 100% auch nachts. Halos nehmen langsam ab. Starbursts – ganz selten, stört fast nicht.
Seheleistung am rechten Auge beim Standard-Tabelle-Test ist nur 80%.

Wie sieht es aus?
1. Ich sehe gerichtete Verschleierung im Form von Kometenschweif um Lichtquellen herum; nach unten gerichtet. So stark, dass z.B. nachts die Rückleuchte einer 50 m vor mir fahrendes PKWs bis zum Boden scheinen.
2. Trockenes Auge - nein (sagt der Arzt). Tropfe Hylo-Comod trotzdem stündlich weil sonst habe ich müde Augen.
3. Genereller Kontrastverlust –nein
4. Blendungen – nicht mehr als vor der OP.
5. Arbeit am Computer: Schwarz-auf-Weiß stellt kein Problem dar, beim Weis-auf-Schwarz sehe ich die ausgeprägte Verschleierung. Je dunkler im Raum ist, desto mehr.
Logisch, dass die Verschleierung nachts am stärksten ist. Aber einen interessanten Effekt konnte ich beobachten. Wenn ich die Augen zusammenkneife, dann sind die Kometenschweife plötzlich weg, auch nachts! Das ist aber keine Lösung weil durch Wimpern die andere störende Effekte kommen. Außerdem, kann ich nicht die Augen immer zusammengekniffen halten.
Probeweise habe mit einem Stück schwarzes Papier die verschiedene Bereiche der Pupille abgedeckt und dabei rausgefunden, das der optische Defekt, der mir im rechten Auge „gefräst“ ist, ist gar nicht gleichmäßig.
Also, wenn die obere Hälfte der Pupille abgedeckt ist, sehe ich 100% alles ist superscharf und kontrastreich. Wenn ich aber die untere Hälfte der Pupille abdecke, ist alles total verschwommen. Ich habe ein Gefühl, bei mir stellt das Bild auf Netzhaut aus zwei Bilder zusammen: eines scharfen (von der unteren Hälfte des Sehapparates) und eines unscharfen von der oberen defekten Hälfte.

Hatte jemand sowas?

Der Arzt will mich nicht glauben. Er stellt mit vor dem Auge ein Zylinderglas mit -1,0 und ich sehe die Buchstaben etwas besser. Das ist für ihn ein Beweis. Ich habe ihn gebeten das gleiche mir eine inverse Testtabelle (weiß-auf-schwarz) zu machen um mich einfach vergewissern, dass auch die Kometenschweife weggehen – er hat so eine Tabelle GAR NICHT! Das ist echt krass. Alle, die die Komplikationen haben, beklagen meist schlechtes Nachtsehen. Und die im Laserzentrum haben nicht einmal die Tabelle die die Nachtvision simuliert.
Also, das ganze war bei der 3-Monate Untersuchung. Er hat gesagt, wenn es nicht besser wird, müsse er noch mal dran (also: Re-LASIK), aber erst nach halben Jahr.

Genug erzählt; jetzt wollte ich ein paar Fragen an euch stellen.
1. Wie konnte sowas überhaupt vorkommen? Ich verstehe, wenn es um Rest-Fehlsichtigkeit bei hohen Werten geht. Die neue HHV hat aber ganz anderes Axis wie die ursprüngliche und ist fast gleich stark wie vor der OP. Also, die reguläre Rest-HHV klingt für mich nicht sehr plausibel.
Ich muss zugeben, während des Lasern habe ich den rechten Augapfel unwillkürlich bewegt. Der Laser hörte auf und der Operateur sagte mir ich muss gerade gucken. Dann ging's weiter. Er verneint aber dass es welche Rolle spielte.

2. Hat jemand was von i.Scription Brille von Zeiss gehört? Angeblich, verbessern sie Kontrast, besonders nachts; sogar Starbursts können reduziert werden. Sind sie in der Lage auch die ungleichmäßige Sehfehler korrigieren? Das „i.Profiler“ Gerät, der für die Ausmessung eingesetzt wird, sieht zumindest genauso aus wie der Wellenfront-Scanner beim LASIK. Also, klingt vielversprechend.

3. Was sind die Nachteile und Komplikationen von Re-LASIK? Eigentlich komme ich tagsüber auch jetzt klar, nur 2 Tätigkeiten machen mich fertig: Nachtfahrten und einige Computeranwendungen, die alles nur weiß-auf-schwarz zeigen. Also, wenn der Defekt mit der Brille korrigierbar ist, würde ich daran ernsthaft denken.
Wenn nicht, dass müsste ich wieder unter Messer (Quatsch, Laser :) ) und die Frage ist somit erledigt.
4. Hat jemand überhaupt einen Optiker mit einer inversen Sehtesttabelle (weiß auf schwarz) gekannt?
5. Und ganz allgemein, wisst Ihr was hinter all diesen unerwünschten optischen Effekten (Halo, Starbursts, Doppelbilder, Blendungen) steht?

Schöne Grüße,
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sokla

Ran-Chan
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Beitrag von Ran-Chan » 31.01.2010, 21:34

Ich kann dir zwar keine Antworten geben, aber sind die Kometenschweife net normal? Ich hab die andauernd über jede Lichtquelle...schon seit ich ein kleines Kind bin.

sokla
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Beitrag von sokla » 31.01.2010, 22:20

Hallo Ran-Chan,

ne-e, normal ist das bestimmt nicht. Am linken Auge habe ich sie ja gar nicht.
Das kann bei Dir ein Anzeichen von Astigmatismus (HHV) sein.

Noch zur Info. Wenn ich die Augen unscharf einstelle, zeigt der Schweif dann nicht nach unten, sondern nach rechts.
Also, im Normalfall wird aus einem Punkt beim Defokussieren ein unscharfer Kreis (ist ja so links).

Gruß,
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sokla

sunnysu
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Beitrag von sunnysu » 01.02.2010, 11:27

Hallo,

ich habe deinen Bericht hier gespannt gelesen.

Meine Lasik war im Juni/Jui 2009, ich hatte fast die gleichen Ausgangswerte wie du und wurde auch bei citylasik, aber in München, bei Dr. Linke, operiert. Da auf meinem rechten Auge nach einiger Zeit Falten entstanden, wurde im Juli nochmal eine Glättung rechts durchgeführt. Seither habe ich Doppelbilder recht, die zwar zurückgegangen sind, aber ich sehe rechts immer noch leichte Schatten. Bei mir wurde ja eine sog. Monovision gemacht, bei der das linke Auge auf -0,5 gelasert wurde ... zum lesen, da ich bereits eine Altersweitsichtigkeit entwickelt habe und das rechte Auge auf 0, so daß ich - normalerweise - noch einige Jahre keine Brille zum lesen bräuchte.

Allerdings macht mir mein bisher gutes, linkes Auge, Sorgen. In den letzten Wochen fiel mir auf, daß ich vermehrt nachts eben auch Halos sehe, die jetzt von links kommen. Außerdem habe ich etwas Probleme mit dem Kontrastsehen links und auch vereinzelt mal leichte Doppelkonturen, was vorher alles nicht war.

Hinzu kommt, daß ich Probleme beim Lesen kleiner Schriften habe, was ohne ausreichende Beleuchtung kaum mehr möglich ist und auch bei schlechten Lichtverhältnissen zu lesen ist schwieriger geworden. Ich befürchte, daß über kurz oder lang eine Lesebrille wohl nötig sein wird.

Ich habe Dr. Linke eine Mail geschrieben, er meinte, daß es sich seines Erachtens um eine "vorübergehende Überanstrengung" des linken Auges handeln würde, ich aber jederzeit auch einen Kontrolltermin machen könnte. Sicher, hier im Büro herrscht bei mir sehr hohe Trockenheit (unter 20 % Luftfeuchte) und es ist auch erst so, seit es so kalt, bzw. trocken ist. Das tut sicherlich noch einiges dazu. Allerdings habe ich schon Angst, daß es so bleiben könnte, bzw. noch schlechter werden wird. Ich fahre Ende der Woche für einige Tage Skifahren, da werde ich mal sehen, wie es mir geht und ob es besser wird. Wenn nicht, bin ich danach beim Termin.

Von dieser Brille habe ich noch nichts gehört, klingt aber interessant, zumal ich eigentlich auch nicht wirklich vorhabe, mich nochmal lasern zu lassen. Eine Re-Lasik birgt halt die gleichen Risiken, wie die erste OP und es ist leider nicht immer gesagt, daß es besser wird.

Diesen Effekt den du beschreibst mit den zusammengekniffenen Augen, habe ich auch. Sobald ich sie ein Stück zusammenkneife, wird es tatsächlich auch besser ... aber wie du bereits geschrieben hast, man kann ja nicht immer mit zusammengekniffenen Augen rumlaufen. Tropfen tue ich auch noch (ebenfalls Hylo-Comod), zwar nicht stündlich, aber doch mehrmals täglich, außerdem benutze ich das Corneregel für nachts.
Viele Grüße,
Susanne

sokla
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Doch KOMA?

Beitrag von sokla » 01.02.2010, 13:32

Ich habe in den letzten Tagen etwas aktiver recherchiert und bin dazu gekommen, dass mein Abbildungsfehler sehr nah der Koma (http://de.wikipedia.org/wiki/Wellenfrontanalyse#Koma und http://de.wikipedia.org/wiki/Abbildungsfehler#Koma) ähnelt.

Noch zur Info. Bei der 1-Monat-Kontrolle war ich von einem Optometristen untersucht, der sprach was von "leichte Dezentrierung". Jetzt weiß ich nicht, ob das die Ursache für die Astigmatismus war oder sind das verschiedene Sachen und die Dezentrierung kommt noch dazu und verursacht die eigentliche Koma-Fehler oben drauf?

Laut http://www.zeiss.de/C125679B0052098D/Em ... Mendel.pdf
Die Koma ist mit den heutigen
Brillengläsern für das blickende Auge nicht korrigierbar.
Re-Lasik scheint mir unausweichlich zu sein.
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sokla

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