Ahoi,
ich denke man kann den Körper nicht an Ersatztränen gewöhnen.
Funktionell werden die Tränen in einer Tränendrüse im Oberlid erzeugt und dann durch den Lidschlag über das Auge verteilt werden.
Durch die Operation des Auges reisst der Film (Schnittwunden) bei Lasik (Femto oder Keratom) an den Schnittstellen.
Damit wird das Auge nicht mehr komplett mit einem Tränenfilm versorgt.
Veranschaulicht:
Eine glatte Wand an der das Wasser herunterläuft.
tritt nun an dieser Wand ein kleiner Vorsprung auf (Wundrand) bleibt die Mauer daunter trocken.
Das Wasser läuft an den Wundrändern entlang.
Da ja die Tränenersatzflüssigkeit in das untere Augenlid eingefüllt wird findet eine Verteilung durch das untere Lid statt.
Das Gefühl eines trockenen Auges ist wesentlich geringer.
Außerdem denke ich das durch die Medikamente und die Mittel die bei der Operation in das Auge appliziert wurden, die verschiedenen Schichten der Tränenflüssigkeit teilweise zerstört haben.
Der Aufbau erfolgt langsam und die Tränenersatzflüssigkeit sorgt nur dafür das die Augenlider nicht die Hornhautoberfläche durch zu starke Reibung abtragen. (Fremdkörpergefühl)
http://www.trockene-augen.de/html/tranen.html
Gruss
Trockene Augen durch zuviel tropfen! ? ! ?
Moderator: Frankyboy
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DocSchmitti
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- Registriert: 10.10.2008, 22:56
Hallo, danke für die Antwort.
Ein paar Anmerkungen dazu:
1. Dass der Gebrauch von künstlichen Tränen zu trockenen Augen führt, ist wissenschaftlich bewiesen.
2. Die Tränenflüssigkeit wird nicht in das untere Lid eingefüllt - die Tränendrüse liegt lateral (seitlich) oben außerhalb des Augapfels. Wenn Die Tränenflüssigkeit wie Du schreibst vom unteren Lid verteilt würde....dann würden wir alle im oberen Augenberich wohl eine ausgetrocknete Rosine mit uns rumtragen....oder kannst Du Dein Unterlid bis oben hochklappen?
3. Dass der Tränenflim an Schnittkanten einreißt oder dass die Schichtung des Tränenfilms in durch die OP geschädigt wird, mag vielleicht anschaulich nett sein, allerdings sind solche Sätze im wesentlich mit "ich denke" oder "ich glaube" einzuleiten. Wissenschaftliche Hinwesie gibt es dafür keine.
4. Ich bin inzwischen seit 30 Stunden ohne künstliche Tränen (120 Stunden post-OP) (abgesehen von 3 Tropfen Kortison/Auge/Tag). Und alles ist super.
5. Mir ist nch ein schönes Beispiel für die Subjektivität eingefallen: Als ich Lasek hatte, war vor mir eine Dame dran, die auch Lasek hatte. Nach der OP ist sie fast kollabiert und hat einen Heulanfall bekommen. Sie war fertig. Ich fand dagegen die OP an sich sehr spannend und auch nicht unangenehm. Bin dann gleich nach Hause gelaufen. Was glaubt Ihr.....wer tropft mehr künstliche Tränen, wer nimmt mehr Schmerzmittel??
(ich schreibe das nicht, um mich zu loben oder sowas - ich möchte nur darstellen, welche subjektiven Einflüsse wir in unsere Selbstmedikation miteinbeziehen).
6. Viele Schreiben, dass sie die Lokalbetäubungsmittel als Tropfen nach der OP genommen haben. Manche sogar stündlich bis halbstündlich. Manche nehmen sie nicht. Woran liegt das? HAben die einen eine soooo viel tiefere Wunde?
Ein paar Anmerkungen dazu:
1. Dass der Gebrauch von künstlichen Tränen zu trockenen Augen führt, ist wissenschaftlich bewiesen.
2. Die Tränenflüssigkeit wird nicht in das untere Lid eingefüllt - die Tränendrüse liegt lateral (seitlich) oben außerhalb des Augapfels. Wenn Die Tränenflüssigkeit wie Du schreibst vom unteren Lid verteilt würde....dann würden wir alle im oberen Augenberich wohl eine ausgetrocknete Rosine mit uns rumtragen....oder kannst Du Dein Unterlid bis oben hochklappen?
3. Dass der Tränenflim an Schnittkanten einreißt oder dass die Schichtung des Tränenfilms in durch die OP geschädigt wird, mag vielleicht anschaulich nett sein, allerdings sind solche Sätze im wesentlich mit "ich denke" oder "ich glaube" einzuleiten. Wissenschaftliche Hinwesie gibt es dafür keine.
4. Ich bin inzwischen seit 30 Stunden ohne künstliche Tränen (120 Stunden post-OP) (abgesehen von 3 Tropfen Kortison/Auge/Tag). Und alles ist super.
5. Mir ist nch ein schönes Beispiel für die Subjektivität eingefallen: Als ich Lasek hatte, war vor mir eine Dame dran, die auch Lasek hatte. Nach der OP ist sie fast kollabiert und hat einen Heulanfall bekommen. Sie war fertig. Ich fand dagegen die OP an sich sehr spannend und auch nicht unangenehm. Bin dann gleich nach Hause gelaufen. Was glaubt Ihr.....wer tropft mehr künstliche Tränen, wer nimmt mehr Schmerzmittel??
(ich schreibe das nicht, um mich zu loben oder sowas - ich möchte nur darstellen, welche subjektiven Einflüsse wir in unsere Selbstmedikation miteinbeziehen).
6. Viele Schreiben, dass sie die Lokalbetäubungsmittel als Tropfen nach der OP genommen haben. Manche sogar stündlich bis halbstündlich. Manche nehmen sie nicht. Woran liegt das? HAben die einen eine soooo viel tiefere Wunde?
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Donauwelle
- kennt sich hier aus
- Beiträge: 1169
- Registriert: 14.03.2008, 18:08
Hallo!
Ich zähle zu denen, die auf Tropfen von Tränenersatz nach einer OP schwören.
Ich hatte schon vor meiner OP Probleme mit trockenen Augen. - Oder besser gesagt mein Augenarzt und mein Optiker hatten Probleme mit meinen trockenen Augen. Mir fielen diese Probleme lange nicht auf, allerdings waren meine Augen nach langer Computerarbeit ziemlich rot. Mir wurde schon vor meiner OP geraten zumindest 2xtäglich Tränenersatzmittel zu verwenden. Meine Bedenken, dass sich die Augen dann an die Flüssigkeitszufuhr gewöhnen würden, wurden nicht wirklich geteilt. - Ich muss gestehen, dass ich dem Rat der Fachleute nicht ganz folgte und nur dann tropfte, wenn ich merkte, dass die Augen zu trocken waren bzw. um eine ev. Entzündung durch das Scheuern der CL noch abzuwenden.
Nach meiner Lasek tropfte ich anfangs regelmäßig Tränenersatzmittel. Nicht weil es mir mein Arzt so sehr nahelegte (ich glaube, er empfahl 4 oder 5 mal pro Tag), sondern weil ich
a) Bedenken hatte, weil ich vorher nicht gerade Tränen im Überfluss produzierte (davon sind ja leider nicht wenige Frauen um die 40 betroffen) und
b) mir einbildete aus Rückmeldungen von Operierten herausgehört zu haben, dass die eifrigen Tropfer schneller beschwerdefrei waren. Mein Arzt hat mir allerdings "erlaubt" auch öfter zu tropfen, wenn ich das für nötig hielte.
Ich musste nicht über sehr starke Schmerzen klagen, obwohl nach der Lasek weder Schmerztabletten noch Voltaren o.ä. geschluckt bzw. getropft habe. Ich führe das auch darauf zurück, dass die Augen nie trocken waren. Auch sehr sehr kalte (fast eisige) Gelkompressen waren nach meiner Lasek für mich total angenehm. Nicht nur weil die Kälte Schmerzen linderte, sondern vielleicht auch weil meine Augen durch die kalte Auflage immer zu tränen begannen und somit lange ohne künstlichen Nachschub ordentlich nass waren. (Das fiel mir beim Testen der Kompressen vor der OP auf) - Mir hat es geholfen - auch falls ich es mir nur eingeredet habe
.
Ich glaube, dass kaum jemand nach der OP unnötig lange mit der lästigen Tropferei weiter macht. Je wohler man sich fühlt umso nachlässiger wird man sowieso. Sobald man keine Beschwerden mehr hat und die Augen bei der Arbeit nicht mehr ermüden, hört man sowieso damit auf. Darum hätte ich auch keine großen Bedenken, Schaden durch den ein oder anderen unnötigen Tränenersatztropfen zu nehmen (natürlich ohne Konservierung!).

Ich zähle zu denen, die auf Tropfen von Tränenersatz nach einer OP schwören.
Ich hatte schon vor meiner OP Probleme mit trockenen Augen. - Oder besser gesagt mein Augenarzt und mein Optiker hatten Probleme mit meinen trockenen Augen. Mir fielen diese Probleme lange nicht auf, allerdings waren meine Augen nach langer Computerarbeit ziemlich rot. Mir wurde schon vor meiner OP geraten zumindest 2xtäglich Tränenersatzmittel zu verwenden. Meine Bedenken, dass sich die Augen dann an die Flüssigkeitszufuhr gewöhnen würden, wurden nicht wirklich geteilt. - Ich muss gestehen, dass ich dem Rat der Fachleute nicht ganz folgte und nur dann tropfte, wenn ich merkte, dass die Augen zu trocken waren bzw. um eine ev. Entzündung durch das Scheuern der CL noch abzuwenden.
Nach meiner Lasek tropfte ich anfangs regelmäßig Tränenersatzmittel. Nicht weil es mir mein Arzt so sehr nahelegte (ich glaube, er empfahl 4 oder 5 mal pro Tag), sondern weil ich
a) Bedenken hatte, weil ich vorher nicht gerade Tränen im Überfluss produzierte (davon sind ja leider nicht wenige Frauen um die 40 betroffen) und
b) mir einbildete aus Rückmeldungen von Operierten herausgehört zu haben, dass die eifrigen Tropfer schneller beschwerdefrei waren. Mein Arzt hat mir allerdings "erlaubt" auch öfter zu tropfen, wenn ich das für nötig hielte.
Ich musste nicht über sehr starke Schmerzen klagen, obwohl nach der Lasek weder Schmerztabletten noch Voltaren o.ä. geschluckt bzw. getropft habe. Ich führe das auch darauf zurück, dass die Augen nie trocken waren. Auch sehr sehr kalte (fast eisige) Gelkompressen waren nach meiner Lasek für mich total angenehm. Nicht nur weil die Kälte Schmerzen linderte, sondern vielleicht auch weil meine Augen durch die kalte Auflage immer zu tränen begannen und somit lange ohne künstlichen Nachschub ordentlich nass waren. (Das fiel mir beim Testen der Kompressen vor der OP auf) - Mir hat es geholfen - auch falls ich es mir nur eingeredet habe
Ich glaube, dass kaum jemand nach der OP unnötig lange mit der lästigen Tropferei weiter macht. Je wohler man sich fühlt umso nachlässiger wird man sowieso. Sobald man keine Beschwerden mehr hat und die Augen bei der Arbeit nicht mehr ermüden, hört man sowieso damit auf. Darum hätte ich auch keine großen Bedenken, Schaden durch den ein oder anderen unnötigen Tränenersatztropfen zu nehmen (natürlich ohne Konservierung!).
Ist mir auch schon aufgefallen, dass Betrunkene oft so glasrige Augen haben. - Trotzdem finde ich es nicht recht gescheit deswegen zum Säufer zu weden.dass Alkohol trinken die Wahrscheinlichkeit von trockenen Augen mindert
Zuletzt geändert von Donauwelle am 14.10.2008, 15:46, insgesamt 2-mal geändert.
LG
Donauwelle
Donauwelle
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Schneeflocke
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Hi,DocSchmitti hat geschrieben:Haben die einen eine soooo viel tiefere Wunde?
tatsächlich wäre das ja vielleicht eine (von sicher vielfältig möglichen) Ursachen - schliesslich wird ja definitiv unterschiedlich viel Hornhaut abgetragen. Viele Dioptrien bedeutet ja auch viel Abtrag - und verstärkt wird das Ganze ja noch durch Pupillengröße (im Dunkeln) - auch da - je größer desto mehr Abtrag......
Dass Menschen Schmerzen unterschiedlich wahrnehmen mag ja noch hinzukommen - aber wenn mir ein Bekannter erzählt, dass er überhaupt keine Schmerzen hatte, kann ich nicht glauben, dass er "die gleichen" hatte wie ich und nur eben "weniger schmerzempfindlich" ist (zumal wir ja alle wissen, dass Frauen eh besser Schmerzen aushalten können als Männer
Wobei ich mal anmerken möchte, dass ich selbst zum Beispiel bei Kopfschmerzen, Regelschmerzen und ähnlichem nie zu Schmerzmitteln greife, auch beim Zahnarzt lasse ich mir nix betäuben - obwohl das schon manchmal etwas unangenehm sein kann.....
Ist halt schade, dass man das nicht "rechnerisch" vergleichen kann..... wäre ja wirklich mal superinteressant wenn mans tatsächlich mal vergleichen könnte.
Gruß, Flocke
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Donauwelle
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- Registriert: 14.03.2008, 18:08
So unterschiedlich sind wir also.....Wobei ich mal anmerken möchte, dass ich selbst zum Beispiel bei Kopfschmerzen, Regelschmerzen und ähnlichem nie zu Schmerzmitteln greife, auch beim Zahnarzt lasse ich mir nix betäuben - obwohl das schon manchmal etwas unangenehm sein kann.....
Ich hatte auch einen sehr hohen Abtrag und für mich sind z.B. Kopfschmerzen wesentlich schlimmer. - Vielleicht auch weil man bei Kopfschmerzen nicht weiß warum man sie hat; nach der Augenop rechnet man im Normalfall damit etwas zu spüren.
LG
Donauwelle
Donauwelle
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