Risiken - trockene Augen, Keratektasie

Sehbeeinträchtigungen wie Halos (Lichthöfe), Glare (Blendung), Starburst, Kontrastverlust (Schleiersehen) und Trockene Augen nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

amvox
schaut sich noch um
Beiträge: 2
Registriert: 29.12.2008, 14:27

Risiken - trockene Augen, Keratektasie

Beitrag von amvox » 29.12.2008, 15:05

Ich versuche mir gerade ein objektives Bild der Risiken einer Lasik zu erstellen. Gar nicht so einfach - auf der einen Seite gibt´s die bunten Internetseiten und Prospekte der privaten Laserzentren (alles super) - dann Horrorberichte wie in dem Spiegel Artikel (einfach "Lasik" auf spiegel.de eingeben) oder in so manchen Foren.

"Mein" aktueller Erkenntnis-Stand: Störende Lichteffekte (Halos, Ghosting etc.) sind über die Jahre mit dem Fortschreiten der Technik zurückgegangen. Trockene Augen treffen mehr als 50 % im ersten halben Jahr. Danach noch bis zu 20%. Das ist noch ein verdammt hoher Wert. :shock: Hat jemand hierzu aktuelle Studien?

Das zweite, was mich noch sehr beschäftigt ist das Aufweichen der Hornhaut, die Keratektasie. Auf lasikcomplications.com steht, dass das Risiko bei 1:2500 ist. Das wären in Deutschland über 40 Patienten, die diesen schlimmsten Fall der Lasik-Nebenwirkungen erleiden. Was mich am meisten beunruhigt: Es ist eben nicht so, dass ein Unterschreiten der 275 micron HHD der Auslöser ist - man weiß es heute schlicht noch nicht. Gibt es hierzu von jemandem neue Erkenntnisse?

Donauwelle
kennt sich hier aus
Beiträge: 1169
Registriert: 14.03.2008, 18:08

Keratektasie - Visusverlust

Beitrag von Donauwelle » 29.12.2008, 17:07

Hallo!

Keratektasie: Endlich einmal eine Frage, die mich auch schon immer brennend interessiert hat, aber die sowohl hier im Forum als auch in den meisten Berichten im Internet bzw. Zeitungen verharmlost wird. 40 Patienten pro Jahr sind leider nicht so wenig. Eine so genaue Angabe wie deine habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.
Bin schon gespannt, welche Antworten du darauf erhältst.
Interessant in diesem Zusammenhang finde ich, dass mein Operateur (abgesehen von Ausnahmefällen wie z.B. Weitsichtigkeit) kein Freund der Lasik ist, und ein Arzt einer anderen Klinik, welche als sehr vorsichtig bekannt ist, bei mir auch keine Lasik (nicht einmal Femto!!) durchgeführt hätte, obwohl der Abtrag lt. Kornea-Kalkulator (hier im Forum i.d. Navigationsleiste) bei einem Druchschnittsflap von 130µm noch möglich gewesen wären. - Ich war damals ziemlich überrascht.

Hast du zufällig auch schon im Internet gelesen, wie viele Prozent der Operierten eine Visus-Verschlechterung hinnehmen mussten bzw. ob es Verfahren gibt, bei denen eine Visus-Verschlecherung öfter vorkommt als bei anderen? Ich verstehe darunter eine Verschlechterung, die nicht mehr dr. Tragen einer Brille bzw. CL ausgeglichen werden kann.


Ich halte dir die Daumen, dass du eine fachkundige Antwort erhältst.
LG
Donauwelle

amvox
schaut sich noch um
Beiträge: 2
Registriert: 29.12.2008, 14:27

Beitrag von amvox » 30.12.2008, 09:28

Hallo Donauwelle,

ja, es ist leider so, dass man nur schwer bis gar nicht an die wirklich interessanten Infos kommt. Zu Deinem Punkt Visusverschlechterung habe ich auch noch nichts gefunden. Da macht das Lobbying der Laser-Anbieter "gute" Arbeit... Und ich schätze, dass einem Großteil der Laser-Patienten sowieso die bunten Bildchen der Prospekte ausreichen. Blindes Vertrauen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Sehr hilfreich ist es, wenn man sich an die englischen Internetseiten ranmacht - fast alle relaventen Studien werden nämlich nur auf Englisch veröffentlicht. Sehr umfrangreich sind die Quellenangaben bei lasikcomplications.com.

Lasek finde ich auch für mich interessant. Abschreckend finde ich hier vor allem, dass immer wieder von Schmerzen die Rede ist... Wie war das bei Dir?

Es grüßt
Amvox
LA: -5,0 -1,5 170°
RA: -4,0 -2,0 3°

jansen75
Forums-Benutzer
Beiträge: 50
Registriert: 18.09.2008, 16:36

Beitrag von jansen75 » 11.09.2009, 23:02

Hi,

nochmal zur Keratektasie:
Hat jemand Aussagen wann es nach einer Laser-OP zu einer Keratektasie kommen kann, d.h. eher direkt in den Tagen nach der OP oder erst Monate später?
Kommt die Keratektasie "mit einmal" oder "schleichend", d.h. mit stetiger Verschlechterung der Hornhautverkümmung oder sind gar schwankende Werte möglich?

Freue mich über Antworten.

Gruß
Jan

Annabel
Forums-Benutzer
Beiträge: 28
Registriert: 29.07.2009, 15:17
Wohnort: Freiburg

Beitrag von Annabel » 11.11.2009, 23:56

In einem anderen Forum habe ich jemanden getroffen, bei dem es direkt nach der Lasik zur Keraktesie kam. Er war drei Monate vollständig blind und hat nun Hornhautimplantate, mit denen er 40% Sehkraft hat.. :-((

Im Spiegel-Artikel allerdings war ja der Fall einer 20-jährigen angegeben, bei der es erst 9 Wochen nach der Lasik dazu kam (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 22,00.html )

Antworten

Sie haben Interesse an einer Lasik-Behandlung? Fordern Sie hier kostenlose Informationen zum Thema Lasik an und lassen Sie sich beraten!

Beratung anfordern