Erfahrungsbericht Smile Pro (visumax 800) bei Augerlin Berlin mit 38 Jahren

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Donauwelle
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Re: Erfahrungsbericht Smile Pro (visumax 800) bei Augerlin Berlin mit 38 Jahren

Beitrag von Donauwelle » 24.11.2023, 17:32

Aya hat geschrieben:
05.07.2023, 13:38
Jetzt tropfen ich alle 3 Stunden und zum Glück sind auch die Schmerzen weg, aber wie gesagt leider immer noch Sehstörungen....
Probiere einmal Augentropfen ohne Hyaluron.
Vor Jahren hat einmal jemand erklärt, dass die Sehprobleme rasch besser wurden, als Hyaluron-Augentropfen zur Benetzung gegen andere ersetzt wurden.
Diese Person verwendete dann Cellufresh Tropfen (die Konservierungsstiffe zerfallen sofort im Auge).
Evo Tears von Hylo sind auch ohne Hyaluron, und das Sehen finde ich damit auch sofort super.
Oculoheel sind für mich sowieso der Hammer, aber man verarmt, wenn man sie öfter kauft😅

Probiere doch einmal andere Tropfen. Nützt es nichts, war es wenigstens einen Versuch wert.
Alles Gute
LG
Donauwelle

Eismann
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Re: Erfahrungsbericht Smile Pro (visumax 800) bei Augerlin Berlin mit 38 Jahren

Beitrag von Eismann » 26.11.2023, 09:05

Donauwelle hat geschrieben:
24.11.2023, 17:32
Aya hat geschrieben:
05.07.2023, 13:38
Jetzt tropfen ich alle 3 Stunden und zum Glück sind auch die Schmerzen weg, aber wie gesagt leider immer noch Sehstörungen....
Probiere einmal Augentropfen ohne Hyaluron.
Vor Jahren hat einmal jemand erklärt, dass die Sehprobleme rasch besser wurden, als Hyaluron-Augentropfen zur Benetzung gegen andere ersetzt wurden.
Diese Person verwendete dann Cellufresh Tropfen (die Konservierungsstiffe zerfallen sofort im Auge).
Evo Tears von Hylo sind auch ohne Hyaluron, und das Sehen finde ich damit auch sofort super.
Oculoheel sind für mich sowieso der Hammer, aber man verarmt, wenn man sie öfter kauft😅

Probiere doch einmal andere Tropfen. Nützt es nichts, war es wenigstens einen Versuch wert.
Alles Gute
Ich weiß, dass du hier ein alter Hase bist und hier schon extrem viel gelesen hast in den Jahren. Ich respektiere das. Konservierungsstoffe in Augentropfen können die Augen reizen. Das stimmt auch. Einen Versuch die Tropfen umzustellen, ist es wert. Wunder erwarten würde ich aber nicht. Die hier beschriebenen, neuen Sehfehler und -störungen sind meiner Meinung nach mit sehr hoher Sicherheit die typischen bleibenden "Nebenwirkungen" von Lasereingriffen. Diese stehen in den Richtlinien der KRC und sind auch durch Studien belegt, wie z.B. die der FDA aus den USA. Die Sehqualität wird oft im Tausch für weniger Brillenabhängigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Augenlasern ist kein Wundermittel, sondern ein Kompromiss mit Vor- und Nachteilen. Jede OP hat, wie auch jedes Medikament, ihre Wirkung und Nebenwirkung. Leider wird das vielen Patienten nicht offen und ehrlich vor der OP mitgeteilt, sondern stattdessen suggeriert, man würde mindestens so gut oder sogar besser sehen, als vorher mit Brille, wodurch es nach der OP ein böses Erwachen gibt.

Augenlasern erzeugt immer erhöhte Unebenheiten an der Hornhaut, sogenannte Sehfehler höhrerer Ordnung, die unerwünschte Lichtbrechungen verursachen und eine verminderte Sehqualität zur Folge haben. Ein gewisses Maß an Kontrastverlust und Dämmerungs- und Nachtsichtproblemen im Allgemeinen und Halos, Glare, Starbursts und/oder Doppelbildern im Besonderen, ist die unweigerliche Folge. Nicht jeder hat alle diese Phänomene in gleichem Ausmaß. Bei dem einen fällt es mehr, dem anderen weniger ins Gewicht. Dem einen fällt es auf, dem anderen nicht. Diese Phänomene sind aber rein physikalisch vorprogrammiert, wenn ich die Brechungseigenschaften einer vorher glatten und ebenen Oberfläche, der gesunden Hornhaut, verändere. Auch die neuesten Laser können Naturgesetze nicht außer Kraft setzen.

Augentropfen und ein satter Tränenfilm können diese bleibenden "Nebenwirkungen", man könnte auch weniger geschönt Schäden oder Sehbeschwerden sagen, aber nur kurzzeitig mindern. Die in die Hornhaut gelaserten neuen Unebenheiten werden sie aber nicht nachhaltig beseitigen. Man muss den Rest seines Lebens ständig gegen die neuen Lichtbrechungen auf der Hornhaut antropfen, um eine glatte Oberfläche zu schaffen, die vor der OP selbstverständlich war. Viele Leute mit Beschwerden bezeichnen das fälschlicherweise als "trockene Augen". Vielmehr ist es aber so, dass bei vielen ein normaler Tränenfilm nach der OP schlicht nicht mehr ausreicht, um die irreguläre Hornhaut so auszugleichen, dass das Licht sauber gebrochen und ein scharfes, kontrastreiches Bild auf der Netzhaut hinten im Auge abgebildet wird.

Für Interessierte, hier zum Nachlesen (am besten nicht nur meine Auszüge, sondern die kompletten, verlinkten Quellen lesen):
Zitat - Spiegel Wissenschaft - »Es sieht aus wie ausgefranst«:

"Der Optiker hat B. einige Wochen nach der OP »Adleraugen« bescheinigt, seine Sehschärfe betrage 120 Prozent. Doch was, fragt sich B., hat er davon? Er selbst hatte nie das Gefühl, besonders gut zu sehen: »Als ich meine Werte hörte, konnte ich sie kaum glauben. Es sieht für mich einfach nicht so aus.« Vor allem auf Schildern oder Plakaten klebe an jedem Buchstaben ein kleiner Schatten: »Es sieht aus wie ausgefranst.« »Ghosting« nennt sich diese typische Lasik-Nebenwirkung, die vermutlich entsteht, wenn die Hornhaut nach dem Lasereingriff an verschiedenen Stellen unterschiedliche Brechkraft hat."

[...]

"Typisch nach einer Lasik-Operation sind auch Probleme beim Nacht- und Dämmerungssehen. Fast alle Operierten reagieren in den Wochen nach der Behandlung empfindlich auf Blendlicht ("Glare"); zudem leiden sie unter Lichthöfen ("Halos« oder »Starbusts") rund um Lichtquellen, etwa Autoscheinwerfer. Bei den meisten verschwinden diese Effekte - die das Autofahren bei Nacht unmöglich machen können - wieder. Bei einem Teil der Operierten jedoch bleiben sie dauerhaft bestehen."

[...]

"Als Ursache für die unangenehme Nachtblindheit betrachten die Experten bei der Lasik vor allem eine subtile Hornhautverkrümmung nach der Laserkorrektur. »Beim Weglasern der Fehlsichtigkeit wird ein Stück Hornhaut abgetragen«, erklärt Physiologe Berke. »Die folgenden Wundheilungsprozesse führen dann dazu, dass sich die Hornhaut auf kaum vorhersagbare Weise verkrümmt.«"

[...]

"Zudem kann der Lasik-typische Kontrastverlust, der - in ganz unterschiedlichem Maße - fast alle Lasik-Patienten betrifft, das Sehen in der Dunkelheit beeinträchtigen. Er entsteht, wenn das einfallende Licht nicht ganz genau auf einen Punkt der Netzhaut gebündelt wird, sondern leicht streut - sei es durch Hornhautverkrümmungen oder winzige Vernarbungen. Dies fällt vor allem bei weiter Pupille, also bei Dämmerung und Dunkelheit, auf und betrifft vor allem Patienten mit hoher Fehlsichtigkeit.

Zum Glück bemerken die Betroffenen den Kontrastverlust oft kaum. Einigen jedoch erscheint die Welt nach der Operation plötzlich wie ein ausgeblichenes Foto, oder sie können plötzlich in Dämmerung und Dunkelheit nichts mehr erkennen.

»Gerade auf den Kontrastverlust sollten die Patienten vorher hingewiesen werden«
, meint der Optiker Christian Berndt aus dem westfälischen Altena. »Unsere Welt besteht aus Hell-dunkel-Verläufen, aus Farbverläufen, aus fließenden Übergängen. Dafür benötigt man das Kontrastsehen.«"

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/es-sieht-aus-wie-ausgefranst-a-343138ee-0002-0001-0000-000062013406
Zitat - Ärzteblatt - Augenheilkunde: Trockenheit, Glare, Halo und Starburst als Folge der LASIK-Chirurgie:

"Eine weitere mögliche Nebenwirkung sind Doppelbilder, „Glare“ (eine übermäßige Lichtausbreitung von reflektierenden Objekten), Halos (Lichtringe um Lichtquellen) und ein „Starburst“ (Strahlen um punktförmige Lichtquelle wie auf Fotos). Wenigstens eines dieser Symptome wurde in der PROWL-1-Studie von 43 Prozent und in der PROWL-2-Studie von 46 Prozent der Patienten angegeben.

Die meisten scheinen sich mit den Folgen der Operation zu arrangieren. Zwischen ein bis vier Prozent waren jedoch mit ihrer Sehleistung nicht zufrieden. Eine Unzufrie­den­heit mit der Operation gaben ein bis zwei Prozent der Befragten an. Eydelman schließt allerdings nicht aus, dass in Wirklichkeit mehr Patienten unzufrieden waren. Sie vermutet, dass einige Teilnehmer ein positives Fazit für sich gezogen haben könnten, weil sie sich selbst für den Eingriff entschieden haben und dies jetzt nicht mehr rück­gängig machen können."

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71673/Augenheilkunde-Trockenheit-Glare-Halo-und-Starburst-als-Folge-der-LASIK-Chirurgie
Zitat - Bundesverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) - KRC Richtlinien (Seite 3 und 4):

"Mögliche Nebenwirkungen umfassen eine oberflächliche Narbenbildung der Hornhaut (Haze), eine teilweise Rückbildung des Operationserfolges innerhalb der ersten Wochen und Monate und eine Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht mit Wahrnehmung von Halos und Schattenbildern, insbesondere bei Patienten mit weiter Pupille."

Quelle: http://bva.dog/krc/qualit.pdf
Zitat - operationauge.de - Sehbeeinträchtigungen nach LASIK: Halos, Doppelbilder, Kontrastverlust, Blendung:

"Auf dieser Seite sind Beispiele zusammengetragen, die die Begriffe Halos (Lichthöfe), Doppelbilder (Ghosting), Kontrastverlust (Schleiersehen), Starburst und Glare (Blendung) im Einzelnen verdeutlichen sollen. Diese Bilder sollen Ihnen einen Eindruck vermitteln, mit welchen möglichen Sehbeeinträchtigungen Sie nach refraktiv chirurgischen Eingriffen (Femto-LASIK, LASIK, Epi-LASIK, LASEK, PRK) zu rechnen haben, obwohl Ihr Visus (Sehschärfe) durchaus als normal zu betrachten ist und die Operation als Erfolg gewertet werden kann. Bitte beachten Sie, dass diese Effekte in unterschiedlicher Intensität und auch in Kombination auftreten können."

Quelle: https://www.operationauge.de/wissenswertes/wissenswertes-ueber-augen-2/bilder.html
Unbedingt lesen: https://augenlaser.operationauge.de/viewtopic.php?f=4&t=10988&start=5#p197811
Laut unabhängigen Studien der FDA (USA) leiden 50% der Pat. nach Laser-OPs unter irreparablen Sehbeeinträchtigungen:
Bild

Donauwelle
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Re: Erfahrungsbericht Smile Pro (visumax 800) bei Augerlin Berlin mit 38 Jahren

Beitrag von Donauwelle » 26.11.2023, 18:43

Deine Aussagen stimmen leider. Ich bin schließlich auch ein gebranntes Kind.
Trotzdem ist es so (war zumindest bei mir so), dass es Monate dauerte, bis Irritationen deutlich gelindert wurden, und auch der Visus war nach Ablauf eines Jahres zur Überraschung aller nochmals besser.

Die trockenen Augen sind bei Gelaserten leider so eine Sache. Manche Ersatzmitel sind quasi "für den A....", andere bringen mehr oder weniger lange Linderung (auch bei Irritationen). Vielleicht liegt es auch daran, dass jene Tropfen, die länger Linderung bringen einfach besser zur momentanen Qualität des Tränenfilms passen. Sonst kann ich mir nicht erklären, dass es bei mir so ist, dass Tropfen einmal gut wirken und nach ein paar Wochen nicht mehr. Auch das schlierige Sehen bei manchen Tropfen hält manchmal nahezu eine Stunde und dann wieder nur ein paar Lidschläge (beim gleichen Produkt!!).

Auch das von mir oben genannten Hyaluron (das wird ja von allen Ärzten in den Himmel gehoben), wirkt bei mir manchmal eher kontraproduktiv (zumindest habe ich den Eindruck), dann sind sie wieder OK. Auf jeden Fall gibt es jemanden, der nach Absetzen von Hyaluronprodukten seine nicht unwesentlichen Sehprobleme in den Griff bekam. Einen Versuch wäre es also bestimmt wert.

Wenn jemand nicht mehr ganz jung ist, darf er auch darauf hoffen, dass Irritationen ein bisschen besser werden, wenn die Dunkelpupille etwas kleiner wird. Bei jungen Gelaserten ist das nicht wirklich ein Trost, aber wenn man bereits auf die 50 zugeht, kann es sein, dass alles in absehbarer Zeit ein bisschen besser wird.
LG
Donauwelle

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