1 Monat nach Trans-PRK/C-Ten

Moderator: Frankyboy

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ZuckerKatze95
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1 Monat nach Trans-PRK/C-Ten

Beitrag von ZuckerKatze95 » 03.02.2024, 12:59

Hey Leute,
ich wollte euch mal über meine Erfahrungen berichten und das Ganze immer mal wieder aktualisieren.

Kurz zu mir: Ich bin 29 und kurzsichtig, seit ich 15 bin. Ich habe meine Brille aber erst so ab ca. 20 regelmäßig getragen. Da wusste ich schon, dass ich irgendwann einmal eine Laser-OP machen lassen möchte. Ich habe dann recherchiert und ein paar Augenärzte konsultiert. Ich dachte mir: "Ja, das ist was für später."
Dann hab ich das Lasern fast komplett vergessen und die Brille wurde zur Gewohnheit. Letzten Herbst (2023) fiel es mir wieder ein. So nach dem Motto: "Ach ja, das wollte ich doch mal machen."
Also hab ich erneut recherchiert und das Augenlaserzentrum, das ich im Blick hatte, kontaktiert. Am 04.01.2024 war es dann soweit. Ich bin nach Bratislava zu Excimer gefahren und habe eine Trans-PRK oder wie es bei Excimer genannt wird "C-Ten" machen lassen.

Hier meine alten Werte:
links -1,25 Sph -0,75Cyl
rechts: -2,25 Sph -0,25Cyl

Zur Methode und zum Ablauf möchte ich nicht allzu viel sagen. Das Augenlaserzentrum machte auf mich einen seriösen Eindruck. Alle dort sprachen perfekt Deutsch, und es waren viele Patienten aus Österreich und der Schweiz dort. Es gab zahlreiche Untersuchungen, und die Aufklärung war umfassend: Was wird gemacht, welche Ergebnisse sind zu erwarten usw.

Heute bin ich etwas besorgt darüber, dass der Heilungsverlauf nicht ausreichend erklärt wurde. Ich bin mit dem Eindruck nach Hause gegangen, dass sich alles nach spätestens 7 bis 14 Tagen wieder "normal" anfühlen würde. Das war leider nicht der Fall!

1 Woche:
Ich war noch ziemlich zuversichtlich und hatte zum Glück keine großen Probleme (außer brennende Augen). Meine Sicht war zwar sehr verschwommen, aber deutlich besser als damals ohne Brille. Die OP fand an einem Donnerstag statt, und am Sonntag habe ich mich erstmals an Excimer gewandt, weil meine Sicht plötzlich drastisch schlechter wurde. Ich konnte nicht einmal mehr die Buchstaben auf meinem Handy lesen. Die Antwort lautete: "Das Epithel wächst gerade nach, kein Grund zur Sorge. Sobald die Schutzlinse draußen ist, wird alles deutlich besser."
Nach fünf Tagen wurde die Schutzlinse entfernt, und meine Sicht hatte sich bis dahin wieder normalisiert. Allerdings blieb meine Sicht immer noch verschwommen/unscharf.

2 Woche:
Ich wurde langsam unruhig, denn sowohl in den Unterlagen als auch beim Gespräch vor Ort hieß es, dass "nach spätestens 2 Wochen alles wieder normal sein sollte." Da ich wieder arbeiten musste - am PC -, erwies sich das praktisch als unmöglich für mich. Mein Partner musste mich zur Arbeit bringen und wieder abholen. Am PC war meine Sicht stark verzerrt und unscharf. Ich begann im Internet zu recherchieren, und auf jeder Website, die Augenlaserung anbot, las ich dasselbe: "Nach 1-2 Wochen ist alles wieder in Ordnung." Bei einer Lasik hieß es sogar noch am selben Tag. Okay? Wow? Was ist mit mir los? Warum ist das bei mir nicht so?
Ich rief erneut bei Excimer an. Mir wurde geraten, die Augentropfen zu wechseln, und man versicherte mir, dass es in den nächsten Tagen besser werden würde. Also kaufte ich Hylo Comod und Hylo Gel. Aber es gab keine Verbesserung. Nur nach dem Tropfen, für ein paar Sekunden.

3 Woche:
Meine Nerven waren ziemlich am Ende, und ich stieß auf dieses Forum. Tatsächlich fand ich Einträge, die von ähnlichen Erfahrungen berichteten wie meine. Das Ergebnis: 2-3 Monate schlechte Sicht nach einer Trans-PRK seien absolut normal. Auch hieß es, dass es normal sei, 2-3 Wochen nach einer Trans-PRK schlecht zu sehen, und kein Grund zur Sorge bestehe (Weil alles noch zu frisch ist). Doch ich fand auch andere Einträge, die kein Happy-End hatten. Meine Gefühle waren gemischt. Was ist, wenn es bei mir einfach noch dauert? Was ist, wenn bei mir etwas im Busch ist? Ein Forum kann in so einem Zustand ein Fluch und Segen zugleich sein. Subjektiv merkte ich jedoch, dass meine Sicht minimal besser wurde - Na immerhin.
Ich entschied mich dann zu Excimer zu fahren, um meine Nerven zu beruhigen. Im Forum wird nämlich von verpflichtenden Kontrollterminen gesprochen. Das gibt es bei Excimer nicht, nur auf Nachfrage. Mein Augeninnendruck wurde gemessen und meine Augen per Spaltlampe untersucht. Das Ergebnis: Meine Heilung verläuft sehr gut, und meine Augen arbeiten sehr viel. Ich brauche Geduld, aber es sieht alles bestens aus. Mein rechtes Auge ist etwas schwächer, aber kein Grund zur Sorge. Witzigerweise hat sich das 2 Tage danach gedreht. Mein rechtes Auge ist nun besser und mein linkes schlechter - bis jetzt. Ich war beruhigt und versuchte mich zu gedulden - sehr schwierig. Ich sehnte mich nach einer Brille, die meine Sicht endlich wieder "normal" machte. Mein Partner stand mir sehr viel zur Seite, hat mich aufgebaut und mich beruhigt - obwohl er anfangs gegen die OP war, hat er mir bis heute keinen Vorwurf gemacht im Sinne von "Ich hab's dir doch gesagt". Nein! Gab es niemals. Ich bin ihm sehr dankbar dafür.

4 Woche:
Das erste Mal scharf zu sehen, war für mich wie ein Wunder. Als ich ins Auto stieg, konnte ich problemlos die Kennzeichen aus großer Entfernung lesen. Alles war klar und scharf - ein unglaubliches Gefühl. Meine Sicht ähnelte ziemlich der mit Brille, nur minimal schlechter. Ich war begeistert. Leider hielt dieser Effekt nur 2-3 Stunden an, und danach verschwand alles wieder. Am Abend wurde es noch schlimmer, und ich fiel in ein tiefes Loch. Ich war psychisch einfach am Ende.
Ich rief noch am selben Abend bei Excimer an und schilderte meine Erfahrung sowie meine Bedenken. Die Antwort schockierte mich: Es handele sich um Sehschwankungen, die verstärkt auftreten, wenn trockene Augen ins Spiel kommen. Dadurch reißt die verheilte Hornhaut auf, und alles beginnt von vorne. Super! Dabei muss ich sagen, dass ich normalerweise keine trockenen Augen habe - außer morgens. Zumindest würde ich es so einschätzen. Ich tropfe seit Beginn stündlich Tränenersatzmittel, obwohl ich subjektiv gesehen es gar nicht für notwendig halte.
Am nächsten Tag fuhren mein Partner und ich zu meinem Geburtstag in die Therme. Meine Sicht war sehr gut, aber meine Stimmung gedrückt, da ich annahm, dass der Effekt nach 2 Stunden wieder vorbei sein würde. Doch das traf nicht zu. Meine Sicht blieb konstant bis etwa 17 Uhr sehr gut, und ich konnte alles scharf sehen. Danach wurde die Sicht wieder schlechter, aber ich beschwerte mich nicht. Ich sah es als Geburtstagsgeschenk an. Das Gleiche passierte am nächsten Tag. Meine Sicht blieb konstant scharf, etwas schlechter als am Vortag, aber immer noch gut. Sogar auf dem Heimweg von der Therme konnte ich noch immer die Autokennzeichen lesen - das war neu.

Heute, am 3. Februar, sehe ich wieder schlechter. Ich konnte vom Bett aus zum WLAN-Router sehen und heute Morgen zum ersten Mal die Marke scharf ablesen. Als ich dann aufstand und den Haushalt machte, war die scharfe Sicht weg. Ich beginne zu glauben, dass doch etwas an den trockenen Augen dran sein könnte. In der Therme war die Luftfeuchtigkeit deutlich höher, und dort hatte ich die beste Sicht seit Wochen, und das den ganzen Tag über.

Morgen, am 4. Februar, ist es einen Monat her seit meiner Trans-PRK, und ich bin alles andere als glücklich oder begeistert. Hätte ich gewusst, dass bei einem Oberflächenverfahren mit mehreren Wochen eingeschränkter Sicht zu rechnen ist, hätte ich den Eingriff vielleicht nicht gewagt. (Ich bin mir nicht sicher, ob die Schuld bei mir oder bei Excimer liegt, was die mangelnde Aufklärung betrifft.) Eine Lasik mit Flap kam für mich ohnehin nicht in Frage (der Gedanke, ins Auge zu schneiden, war einfach gruselig). Ich habe erst vier Wochen nach meiner OP eine Besserung meiner Sicht festgestellt, und ich denke, das kann für einige eine ziemliche Zerreißprobe sein. So wie für mich - Zweifel, Unsicherheit und Angst stehen da ganz oben auf der Liste. Ich fliege Mitte März für drei Wochen nach Asien und habe immer noch ziemliche Angst davor, dass sich mein Sehvermögen bis dahin nicht viel ändern wird. Dennoch versuche ich positiv zu denken und mich nicht unterkriegen zu lassen.

Würde ich den Eingriff wieder machen? Nach meinem heutigen Kenntnisstand eher nicht, aber wer weiß. Vielleicht ändert sich meine Meinung in den kommenden Wochen.
Ich werde weiterhin Berichten und freue mich auf eure Erfahrungen und vielleicht können wir uns in den Kommentaren etwas Mut zusprechen.

Bevor ich es vergesse: Ich muss 3x täglich Efflumidex tropfen und je nach Bedarf (meistens stündlich oder öfter) Hylo Gel, Hylo Comod oder Bepanthen Augentropfen verwenden - ich wechsle die ab. Abends benutze ich Corneregel.

ZuckerKatze95
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Re: 1 Monat nach Trans-PRK/C-Ten

Beitrag von ZuckerKatze95 » 08.02.2024, 19:09

5 Woche:
Aus meiner subjektiven Wahrnehmung heraus hat sich meine Sehschärfe nicht wesentlich verändert. Jedoch ist meine verbesserte Sicht, die ich seit der 4 Woche habe, stabiler geworden. Das bedeutet, dass ich morgens aufstehe und bis zum späten Nachmittag/frühen Abend diese "bessere" Sicht habe. Danach wird es wieder etwas verschwommener und anstrengender, vermutlich aufgrund der Tagesbelastung. Mein linkes Auge hinkt noch immer hinterher, was ich mittlerweile als ziemlich lästig empfinde. Das rechte Auge gleicht vieles aus. In den letzten Tagen wurde die Arbeit am PC für mich deutlich besser. Die Schrift ist nicht mehr so verzerrt und wird klarer. Trockene Augen sind definitiv kein Problem und ich verwende Hylo Comod oder andere Tränenersatzmittel nur nach Bedarf (zum Beispiel bei langer Bildschirmarbeit oder mal so zwischendurch). Corneregel benutze ich immer abends. Ab Montag darf ich die Efflumidex Tropfen auf zweimal täglich reduzieren.

Ich habe das Gefühl, als würde es sehr langsam bergauf gehen, was sich auch in meiner Stimmung bemerkbar macht. Meine Laune ist deutlich besser geworden, was sehr positiv ist. Was mich persönlich jedoch noch ziemlich stört, ist, dass ich nach einem langen Tag am Abend nicht fernsehen kann. Das "in den Fernseher starren" ist einfach noch zu anstrengend für mich, und das Bild ist nicht so gut, wie ich es gerne hätte (mein Fernseher steht auch sehr weit weg von der Couch). Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und werde berichten.

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Re: 1 Monat nach Trans-PRK/C-Ten

Beitrag von ZuckerKatze95 » 22.02.2024, 09:51

Ich weiß zwar nicht, ob jemand diese Beiträge verfolgt. Ich möchte trotzdem ein kurzes Update geben:
Woche 6 & 7:
Seitdem ich die 1-Monat Marke erreicht habe, hat sich meine Sehschärfe endlich verbessert. Mittlerweile bemerke ich Verbesserungen nur noch zufällig. Hier sind meine bemerkenswertesten "Aha"-Momente:

1)Vor etwa drei Wochen nahm ich an einem Seminar teil, bei dem der Vortragende auf einem Flipchart schrieb. Anfangs konnte ich die Schrift kaum entziffern. Als ich jedoch vor einer Woche die Fortsetzung des Seminars besuchte, fiel mir erst nach einer Stunde auf, dass ich die Schrift am Flipchart plötzlich klar und deutlich erkennen konnte.
2)Während des Mittagessens in der Kantine sah ich mich durch die Menschenmenge um und bemerkte, dass ich sogar die Gesichter aus der hintersten Ecke erkennen konnte.
3)Über einen Monat lang konnte ich abends oder in der Dämmerung nicht Auto fahren, nicht wegen Blendeffekten wie Starbursts oder Halos, mit denen hatte ich nie Probleme, sondern weil meine Augen im Laufe des Tages anstrengungsbedingt müder und unschärfer wurden. Vor einigen Tagen fuhr ich jedoch einfach abends zu Freunden und gegen 22 Uhr nach Hause und konnte problemlos alles scharf erkennen.

In den letzten drei Wochen hat sich also viel getan, und ich suche nun aktiv nach neuen Möglichkeiten, mein Sehvermögen zu testen. Autokennzeichen waren dabei ein guter Indikator, aber mittlerweile sind sie keine Challenge mehr. Mein neues Ziel ist der gute alte Fernseher (haha). Das Bild ist zwar schön scharf, aber die Schriften und Untertitel erscheinen noch etwas verzerrt. (Ich schaue gerne Filme bzw. Serien Original mit Untertitel)

Zusammenfassend fühle ich mich nicht mehr im Alltag eingeschränkt und kann alles wie gewohnt tun, sei es Autofahren, Arbeiten am PC usw.
Verbesserungen nehme ich nur noch zufällig wahr, aber wenn, dann freue ich mich sehr darüber.
Das einzige, was mich aktuell noch stört, ist mein linkes Auge, das in Bezug auf die Sehkraft immer noch hinter dem rechten liegt. Ich würde die Sehkraft meines rechten Auges auf knapp unter 100% schätzen, die des linken vielleicht auf 80% oder etwas darüber. Mit beiden Augen zusammen habe ich keine Probleme, aber das schwächere Auge fällt mir besonders bei Bildschirmen (PC/Fernseher) oder beim Lesen auf.

Ich werde mich wieder melden, wenn ich die Zwei-Monats-Marke erreicht habe. Bis dahin: Alles Gute an alle, die das gleiche durchmachen.

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