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KAMRA-Verfahren gegen Altersweitsichtigkeit

Verfasst: 03.10.2012, 17:09
von cwunsch
Hallo :)
bin heute auf eine Methode zur Behandlung der Altersweitsichtigkeit gestoßen, von der ich vorher noch nicht gehört hatte. Es handelt sich um das KAMRA-Implantat, das in Form einer Lochblende direkt vor der Pupille platziert wird. Man kann das Verfahren wohl auch in Kombination mit einer Lasik anwenden und es ist bei Unzufriedenheit jederzeit reversibel. Das Implantat wird dabei in das nicht-dominante Auge eingesetzt. Dank dieser Blende kann das operierte Auge dann in der Nähe gut sehen – das Gehirn gewöhnt sich meist rasch an die diese leichte „Einäugigkeit“ in der Nähe und steuert automatisch das operierte Auge für die Nahsicht an.

Hat jemand von euch schon von dieser Methode gehört bzw. sie vielleicht sogar schon ausprobiert?

Ich bin gespannt auf mehr Infos.

Viele Grüße!!

Re: KAMRA-Verfahren gegen Altersweitsichtigkeit

Verfasst: 04.10.2012, 14:53
von krace1984
Hallo,

Habe kürzlich einen Bericht darüber im TV gesehen.
Eignet sich anscheinend für Personen über 50ig und funktioniert wie eine Lochblende beim Fotoapparat.
Ich glaube die Österreicher sind Pioniere auf diesem Gebiet bzw. haben am meisten Erfahrung.

Re: KAMRA-Verfahren gegen Altersweitsichtigkeit

Verfasst: 04.10.2012, 20:47
von Donauwelle
Meinst du damit Salzburg - Team Grabner, Ruckhofer ..... ?

Vor einigen Jahren wurden dort noch Studienteilnehmer gesucht.

Mittlerweile ist auf der Website schon eine recht genaue Beschreibung zu finden u.a. auch mit dem fairen Hinweis, dass man nicht sicher sein kann, dass man gänzlich auf die Nahbrille verzichten kann.
Die Formulierung "fällt auch bei blauen Augen anderen Personen kaum auf" sollte man aber überdenken. - Ich habe einmal in einer Praxis ein Gespräch mitgehört, aus dem hervorging, dass anderen das Implantat als "komische Pupille" auffiel.

http://www.visionplus.at/refraktive/kamra.html

Ist meine Überlegung richtig, dass dieses Implantat für Personen mit trockenen Augen wieder einmal höhere Risiken birgt, weil (trotz der zahlreichen Löcher im Implantat) die Versorgung der HH weiter eingeschränkt wird?

Re: KAMRA-Verfahren gegen Altersweitsichtigkeit

Verfasst: 14.10.2012, 15:46
von cwunsch
Ja anscheinend ist auch hier wieder das Problem der trockenen Augen vorhanden...
Aber hab das hier gerade auf der Seite der Uni-Klinik Mannheim gelesen:
Bei der Operation wird am Auge mit der KAMRA Mini-Blende der Tränenkanal am Unterlid mit einem kleinen Silikonstöpsel verschlossen, damit Ihr Auge nicht so stark austrocknen kann.

Vielleicht verschafft das ja ein bisschen Abhilfe.

Re: KAMRA-Verfahren gegen Altersweitsichtigkeit

Verfasst: 14.10.2012, 20:01
von Donauwelle
Danke.
Auf der Uni-Mannheim-Website geht tatsächlich deutlich hervor, dass ein "normaler" Flap erzeugt wird und nicht nur eine Tasche (wie beim Smile-Verfahren).
Somit besteht natürlich zumindest das gleiche Trockenheitsrisiko wie bei einer Lasik oder Femto-Lasik. Falls die "Lochlinse" zusätzlich die HH-Befeuchtung erschwert, bin ich aber schon neugierig wie die Reaktionen von Patienten hier sein werden, falls sich einmal welche zu Wort melden.