Lasik bei mir Sinnvoll?
Verfasst: 01.11.2011, 10:42
Hallo Ihr Lieben,
Ich überlege nun schon länger hin und her, ob ich bei mir ein Lasik machen lassen soll oder nicht und würde gerne einmal eure Meinung zu meiner Situation lesen.
Ich bin momentan 24 Jahre alt und bin stark kurzsichtig (Rechts ca. -4 Dpt, Links ca. -9 Dpt Wegen dem starken Unterschied zwischen den beiden Augen vertrage ich keine Brille, da ich damit immer starke Kopfschmerzen bekommen habe. Ich hab es bis jetzt im Laufe meines Lebens 3 Mal mit verschiedenen Altern mit Brille probiert, und da auch mit verschiedenen Stärken, bekam aber immer starke Kopfschmerzen. Auch wenn ich die Brille über einen Zeitraum von 2 Wochen getragen habe, hatte ich noch starke Kopfschmerzen. Auch Kontaktlinsen vertrage ich nicht. Als ich das mal ausprobiert hatte, hatte die Optikerin 30 Minuten gebraucht um sie überhaupt in die Augen zu bekommen und sie wurden nach 5 Minuten bereits wieder durch die starke Tränenproduktion herausgespült. Deshalb habe ich bis jetzt ohne Sehkorrektur durch den Alltag gekämpft, merke aber in letzter Zeit immer deutlicher, wie sehr mich das schlechte Sehen im Studium und auch im Alltag einschränkt.
Ich komme momentan unkorrigiert rechts auf einen Wert von knapp 20% Sehleistung und links auf unter 5% Ich war jetzt schon bei der Voruntersuchung in Karlsruhe bei der Argusklinik, in Köln beim Augenzentrum Maus und bei Care Vision in Stuttgart. Hier zunächst mal zur Übersicht die Werte die ich bis jetzt von meinem Augenarzt und den Laser-Zentren habe:
Von meinem „normalen Augenarzt“, der keine Lasik anbietet, die Werte von vor 18 Monaten:
R: Sph: -2,75 Cyl: -1,5 Achse: 3
L: Sph: -7,75 Cyl: -1,0 Achse: 177
Hier war sich die Sprechstundenhilfe, die mir die Werte aufgeschrieben hat allerdings nicht sicher, ob die Werte wirklich 100%ig stimmen, da ich wohl ein schwieriger Messkandidat bin.
Als Sehleistung mit Brille wurde mir hier 50 – 60% mit beiden Augen angegeben.
Die Werte von der Klinik vom Argusaugen Zentrum Karlsruhe vom September 2011:
R: Sph: -4 Cyl: -0,75 Achse: 0 Hornhautdicke: 553
L: Sph: -9 Cyl: -0,75 Achse: 0 Hornhautdicke: 548
Als Sehleistung mit Brille kam ich beim Kurzcheck auf 60% und bei der Voruntersuchung auf etwas über 70% mit beiden Augen.
Die Werte vom Augenzentrum Maus vom Oktober 2011:
R: Sph: -3
L: Sph: -8
Die anderen Werte habe ich hier leider noch nicht erfragt, aber hier wurde ebenfalls eine HHV festgestellt.
Korrigiert würde ich hier rechts auf 100% und links auf 80% laut Optikermeister kommen. Herr Maus selbst nannte mir als zu erwartende Sehleistung 95% und 75%
Bei Carvision in Stuttgart wurde im Oktober gemessen:
R: Sph: -3,75
L: Sph: -8,75 und Hornhautverkrümmung
Beim Sehtest bin ich hier rechts auf 66% und links auf 56% gekommen.
Die Meinungen bisher:
Mein normaler Augenarzt sprach sich gegen eine Lasik aus und meinte, die Werte sollten wenigstens 3 Jahre lang stabil bleiben, bevor man eine Lasik macht.
In der Klinik in Karlsruhe wurde mir gesagt, dass es rechts kein Problem sei zu lasern, aber links wollte man mir eine Kunstlinse einsetzen, da -9 dpt gerade so die Grenze sei und man nicht mehr nachkorrigieren könne.
Herr Maus in Köln sagte, dass das gut aussehen würde bei mir und eine Lasik auf beiden Augen kein Problem sei. Zudem meinte er, dass meine Hornhaut sehr dick sei, und er da sogar bis -13 Dioptrien lasern würde, obwohl der Laser nur bis -12 zugelassen sei. Das kommt anscheinend daher, dass der Laser, der dort verwendet wird wohl im Vergleich zu anderen Lasern weniger Hornhaut abträgt und man daher höhere Werte lasern kann. Auch meint er, dass da noch genug Raum für eine Nachkorrektur wäre, falls das notwendig wird.
Bei Carevision in Stuttgart wurde mir gesagt, dass ich für eine Lasik generell ungeeignet bin, riet mir aber zu einer Lasek/PRK
Die verschiedenen Werte und Meinungen haben mich echt verwirrt. Was würdet ihr mir in der Situation raten?
Außerdem fallen mir dazu jetzt noch 2 Fragen ein:
1. Woher kommen diese unterschiedlichen Werte? Herr Maus meinte bezüglich der Refraktionswetrte, dass in Karlsruhe evtl. ungenau gemessen wurde und so eine Abweichung um eine Dioptrie eigentlich nur eine Messungenauigkeit sein kann, zumal die Messungen der beiden Kliniken nur einen Monat auseinander liegen (Karlsruhe und Köln). Hinsichtlich der Sehschärfe meinte er, dass Schwankungen durch tageszeitliche oder Akkomodationsschwankungen auftreten können und das es auch sein könne, dass ich in einigen Tests etwas schlechter abschneide, da der Kontrast des Tests anders ist und der Test evtl. nicht richtig eingestellt ist. Er betonte, dass er sich bei den Werten sehr sicher sei und sein Handwerk verstehe. Außerdem wurden hier zwei Tests durchgeführt, einer durch eine Angestellte mit Buchstaben und Zahlen und einer durch einen Optikermeister mit Zahlen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass beim Sehtest beim Herr Maus auch die Hornhautverkrümmung eingestellt wurde, indem zusätzlich zu den Zahlen, die man vorlesen musste auch noch geprüft wurde, ob ein Kreis schärfer oder unschärfer wird. Das war bei den anderen beiden Messungen nicht so. Kann die bessere Sehschärfe eventuell durch die Korrektur der HHV kommen?
2. In Karlsruhe und in Stuttgart wurde mir gesagt, dass das was ich erreicht habe der bestmögliche Visus sei und auch nach der Lasik nicht besser werden könne. Während des Sehtests habe ich allerdings gemerkt, dass sich das Gehirn doch an die neue Situation anpasst und konnte nach ein paar Minuten eine Zeile, die ich vorher nicht lesen konnte, problemlos lesen. In Karlsruhe meinte man, dass sich da nichts verbessern wird, weil mein Gehirn nicht gelernt habe besser zu sehen. Herr Maus hält Anpassungen des Gehirns und Verbesserungen des Visus im Vergleich zum ermittelten Wert jedoch innerhalb der ersten 3 Monate für möglich.
Ich muss dazu sagen, dass ich es logisch finde, wenn gesagt wird, man könne nach der Lasik auch nur maximal so gut sehen, wie vorher mit Brille. Die meisten Leute, die sich lasern lassen, tragen ja schon Jahrelang eine Brille oder Kontaktlinsen und das Gehirn hat sich daran gewöhnt. Da ich aber noch nie dauerhaft korrigiert wurde, denke ich schon, dass sich bei mir nach der Lasik noch was verbessern kann. Was meint ihr dazu?
Vielen Dank für eure Antworten!
Liebe Grüße
Benny
Ich überlege nun schon länger hin und her, ob ich bei mir ein Lasik machen lassen soll oder nicht und würde gerne einmal eure Meinung zu meiner Situation lesen.
Ich bin momentan 24 Jahre alt und bin stark kurzsichtig (Rechts ca. -4 Dpt, Links ca. -9 Dpt Wegen dem starken Unterschied zwischen den beiden Augen vertrage ich keine Brille, da ich damit immer starke Kopfschmerzen bekommen habe. Ich hab es bis jetzt im Laufe meines Lebens 3 Mal mit verschiedenen Altern mit Brille probiert, und da auch mit verschiedenen Stärken, bekam aber immer starke Kopfschmerzen. Auch wenn ich die Brille über einen Zeitraum von 2 Wochen getragen habe, hatte ich noch starke Kopfschmerzen. Auch Kontaktlinsen vertrage ich nicht. Als ich das mal ausprobiert hatte, hatte die Optikerin 30 Minuten gebraucht um sie überhaupt in die Augen zu bekommen und sie wurden nach 5 Minuten bereits wieder durch die starke Tränenproduktion herausgespült. Deshalb habe ich bis jetzt ohne Sehkorrektur durch den Alltag gekämpft, merke aber in letzter Zeit immer deutlicher, wie sehr mich das schlechte Sehen im Studium und auch im Alltag einschränkt.
Ich komme momentan unkorrigiert rechts auf einen Wert von knapp 20% Sehleistung und links auf unter 5% Ich war jetzt schon bei der Voruntersuchung in Karlsruhe bei der Argusklinik, in Köln beim Augenzentrum Maus und bei Care Vision in Stuttgart. Hier zunächst mal zur Übersicht die Werte die ich bis jetzt von meinem Augenarzt und den Laser-Zentren habe:
Von meinem „normalen Augenarzt“, der keine Lasik anbietet, die Werte von vor 18 Monaten:
R: Sph: -2,75 Cyl: -1,5 Achse: 3
L: Sph: -7,75 Cyl: -1,0 Achse: 177
Hier war sich die Sprechstundenhilfe, die mir die Werte aufgeschrieben hat allerdings nicht sicher, ob die Werte wirklich 100%ig stimmen, da ich wohl ein schwieriger Messkandidat bin.
Als Sehleistung mit Brille wurde mir hier 50 – 60% mit beiden Augen angegeben.
Die Werte von der Klinik vom Argusaugen Zentrum Karlsruhe vom September 2011:
R: Sph: -4 Cyl: -0,75 Achse: 0 Hornhautdicke: 553
L: Sph: -9 Cyl: -0,75 Achse: 0 Hornhautdicke: 548
Als Sehleistung mit Brille kam ich beim Kurzcheck auf 60% und bei der Voruntersuchung auf etwas über 70% mit beiden Augen.
Die Werte vom Augenzentrum Maus vom Oktober 2011:
R: Sph: -3
L: Sph: -8
Die anderen Werte habe ich hier leider noch nicht erfragt, aber hier wurde ebenfalls eine HHV festgestellt.
Korrigiert würde ich hier rechts auf 100% und links auf 80% laut Optikermeister kommen. Herr Maus selbst nannte mir als zu erwartende Sehleistung 95% und 75%
Bei Carvision in Stuttgart wurde im Oktober gemessen:
R: Sph: -3,75
L: Sph: -8,75 und Hornhautverkrümmung
Beim Sehtest bin ich hier rechts auf 66% und links auf 56% gekommen.
Die Meinungen bisher:
Mein normaler Augenarzt sprach sich gegen eine Lasik aus und meinte, die Werte sollten wenigstens 3 Jahre lang stabil bleiben, bevor man eine Lasik macht.
In der Klinik in Karlsruhe wurde mir gesagt, dass es rechts kein Problem sei zu lasern, aber links wollte man mir eine Kunstlinse einsetzen, da -9 dpt gerade so die Grenze sei und man nicht mehr nachkorrigieren könne.
Herr Maus in Köln sagte, dass das gut aussehen würde bei mir und eine Lasik auf beiden Augen kein Problem sei. Zudem meinte er, dass meine Hornhaut sehr dick sei, und er da sogar bis -13 Dioptrien lasern würde, obwohl der Laser nur bis -12 zugelassen sei. Das kommt anscheinend daher, dass der Laser, der dort verwendet wird wohl im Vergleich zu anderen Lasern weniger Hornhaut abträgt und man daher höhere Werte lasern kann. Auch meint er, dass da noch genug Raum für eine Nachkorrektur wäre, falls das notwendig wird.
Bei Carevision in Stuttgart wurde mir gesagt, dass ich für eine Lasik generell ungeeignet bin, riet mir aber zu einer Lasek/PRK
Die verschiedenen Werte und Meinungen haben mich echt verwirrt. Was würdet ihr mir in der Situation raten?
Außerdem fallen mir dazu jetzt noch 2 Fragen ein:
1. Woher kommen diese unterschiedlichen Werte? Herr Maus meinte bezüglich der Refraktionswetrte, dass in Karlsruhe evtl. ungenau gemessen wurde und so eine Abweichung um eine Dioptrie eigentlich nur eine Messungenauigkeit sein kann, zumal die Messungen der beiden Kliniken nur einen Monat auseinander liegen (Karlsruhe und Köln). Hinsichtlich der Sehschärfe meinte er, dass Schwankungen durch tageszeitliche oder Akkomodationsschwankungen auftreten können und das es auch sein könne, dass ich in einigen Tests etwas schlechter abschneide, da der Kontrast des Tests anders ist und der Test evtl. nicht richtig eingestellt ist. Er betonte, dass er sich bei den Werten sehr sicher sei und sein Handwerk verstehe. Außerdem wurden hier zwei Tests durchgeführt, einer durch eine Angestellte mit Buchstaben und Zahlen und einer durch einen Optikermeister mit Zahlen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass beim Sehtest beim Herr Maus auch die Hornhautverkrümmung eingestellt wurde, indem zusätzlich zu den Zahlen, die man vorlesen musste auch noch geprüft wurde, ob ein Kreis schärfer oder unschärfer wird. Das war bei den anderen beiden Messungen nicht so. Kann die bessere Sehschärfe eventuell durch die Korrektur der HHV kommen?
2. In Karlsruhe und in Stuttgart wurde mir gesagt, dass das was ich erreicht habe der bestmögliche Visus sei und auch nach der Lasik nicht besser werden könne. Während des Sehtests habe ich allerdings gemerkt, dass sich das Gehirn doch an die neue Situation anpasst und konnte nach ein paar Minuten eine Zeile, die ich vorher nicht lesen konnte, problemlos lesen. In Karlsruhe meinte man, dass sich da nichts verbessern wird, weil mein Gehirn nicht gelernt habe besser zu sehen. Herr Maus hält Anpassungen des Gehirns und Verbesserungen des Visus im Vergleich zum ermittelten Wert jedoch innerhalb der ersten 3 Monate für möglich.
Ich muss dazu sagen, dass ich es logisch finde, wenn gesagt wird, man könne nach der Lasik auch nur maximal so gut sehen, wie vorher mit Brille. Die meisten Leute, die sich lasern lassen, tragen ja schon Jahrelang eine Brille oder Kontaktlinsen und das Gehirn hat sich daran gewöhnt. Da ich aber noch nie dauerhaft korrigiert wurde, denke ich schon, dass sich bei mir nach der Lasik noch was verbessern kann. Was meint ihr dazu?
Vielen Dank für eure Antworten!
Liebe Grüße
Benny