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Artiflex-OP: weit weg von Zuhause?

Verfasst: 17.04.2009, 23:29
von guybrush
Hi

Ich schreib jetzt mal nicht im "Ausland", weil es für die meisten hier eh "inland" wäre... :D

Lange rede kurzer Sinn: Ich möchte mich als Schweizer nicht in der Schweiz, sondern in Deutschland, genauer gesagt in Frankfurt bei Dr. Kohnen operieren lassen.

Grund dafür ist, dass ich immer noch etwas bammel vor der OP habe und diese sehr heikle Sache nur einem absoluten und bekannten Spezialisten anvertrauen möchte. -Solche findet man in der Schweiz leider nicht... :(

Ich war jetzt mal bei vedis zur Vorabklärung (ca. 30min) und mir wurde zu Artiflex Linsen geraten, ein Verfahren, dass ich schon zuvor beim "einlesen" favorisierte.
-Die Klinik selbst machte auf mich einen nicht so besonders guten Eindruck, zu sehr wird mir Hochglanz Prospekten "geworben" und Risiken hinunter beschwört.

Über Dr. Kohnen habe ich bisher sehr viel gutes gelesen und er scheint auch wirklich ein "anerkannter Spezialist" zu sein.


Was mir aber sorgen macht ist der Umstand, dass Frankfurt halt ca. 500km weit weg ist und man ja mehrfach in grossen Abständen vorbei muss (Voruntersuchung - OP - Nachkontrolle 1 - Nachkontrolle 2, usw.).
Ich möchte mich jedoch dabei keinesfalls auf "Verkürzungen" wie z.B. beide Augen in nahen Abständen zu machen einlassen, eher im Gegenteil möchte ich so lange warten bis das eine Auge komplett verheilt ist, eh ich das zweite mache.

Weiter mache ich mir sorgen, dass z.B. das Hotel nicht genügend saubere Räume hat und meine Augen sich infizieren könnten, o.ä. -Letzteres würde mir auch zuhause sorgen machen, seit ich vom sog. "worst-case", nähmlich dem Bakteriellen Infekt gehört habe...

-Gibts eigentlich für solche "vorsichtigen" Leute nicht sone Art hoch sterilen "OP-Saal", wo man während der Heilungsphase wohnen könnte...? :D



Wie habt ihr das gemacht, wenn eure favorisierte Augenklinik mehrere 100km weit weg lag und ihr "nicht mal eben schnell vorbeifahren" konntet?

Bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Verfasst: 07.06.2009, 11:00
von BaldOhneBrille
Hallo,

ich werde in drei Wochen bei Prof. Kohnen eine PRK haben, obwohl ich 300 km entfernt wohne. Ich habe für die OP-Woche für 4 Tage ein Hotel in der Nähe der Uniklinik gebucht.

Mir war auch bei der Entscheidung wichtig, dass ich mich von einem sehr erfahrenen Spezialisten operieren lasse und so nehme ich die Unannehmlichkeiten und die Zusatzkosten in Kauf.

Mir wäre es lieber, wenn die Uniklinik mich stationär aufnehmen würde, aber das dürfen sie nicht. Ich mache mir keine Sorgen wegen der Infektionsgefahr im Hotel. Man sollte halt vor dem Tropfen Hände waschen usw. Unangenehm finde ich die Tatsache, dass ich dann alleine bin.

LG

Verfasst: 07.06.2009, 20:13
von guybrush
Hi

Ja, ich sehe, du hast in etwa genau die gleichen "sorgen" deswegen wie ich. :D

Befürchte auch, dass es ziemlich langweilig sein könnte so alleine und ich hab vor ne ganze Woche zu bleiben. Werd dann das notebook mitnehmen so kann man wenigstens ab- und zu ein bisschen surfen und so... :wink:

Nur so aus Interesse: Welches Hotel hast du ausgesucht? Und warst du schon bei der Voruntersuchung?

Ich musste auch schon feststellen, dass es nicht ganz einfach ist diese Klinik zu erreichen und emails dauern sehr lange bis eine Antwort kommt.
Ich konnte am Freitag nach mehreren erfolglosen Telefonanrufen immerhin mal jemand erreichen und dort sagte man mir, "man sei gerade mitten am operieren", viel Stress und so... -Bin mal gespannt wann ich den angefragten Termin bestätigt kriege... :D

Re: Artiflex-OP: weit weg von Zuhause?

Verfasst: 08.06.2009, 10:12
von singforfun
guybrush hat geschrieben:Hi
-Gibts eigentlich für solche "vorsichtigen" Leute nicht sone Art hoch sterilen "OP-Saal", wo man während der Heilungsphase wohnen könnte...? :D

Wie habt ihr das gemacht, wenn eure favorisierte Augenklinik mehrere 100km weit weg lag und ihr "nicht mal eben schnell vorbeifahren" konntet?
Sterile Räume hat ja niemand zuhause. Ist auch nicht nötig. Du bekommst extra antibiotische Augentropfen.

Ich persönlich würde mich nicht so fern der Heimat operieren lassen. Spezialisten gibbet auch in der Nähe. Ist doch wichtig für die Nachsorge. Was machst Du denn, wenn irgendwas ist. :wink:

Warum schließt Du Lasik aus? Deine Werte sind im Lasik-Bereich. Ist ein Oberflächenverfahren und längst nicht so riskant wie eine große Augen-OP mit Linse.

lg singforfun

Re: Artiflex-OP: weit weg von Zuhause?

Verfasst: 09.06.2009, 01:17
von guybrush
singforfun hat geschrieben:Ich persönlich würde mich nicht so fern der Heimat operieren lassen. Spezialisten gibbet auch in der Nähe. Ist doch wichtig für die Nachsorge. Was machst Du denn, wenn irgendwas ist. :wink:

Warum schließt Du Lasik aus? Deine Werte sind im Lasik-Bereich. Ist ein Oberflächenverfahren und längst nicht so riskant wie eine große Augen-OP mit Linse.
Erstens bin ich höchstens noch im lasik RAND-Bereich und ein einigermassen seriöser arzt würde dann keine lasik mehr machen.

Und zweitens würd ichs auch dann nicht tun wenn ich tatsächlich noch im akzeptablen lasik-Bereich (IMHO -5 dpt und drunter) wäre.
Schaut man sich hier im Forum um graut einem ja von den vielen (unheilbaren) Nebenwirkungen.

LASIK ist zwar auf den ersten Blick "schneller" aber sicher nicht besser und schon gar nicht Risiko ärmer, im Gegenteil.

Die Menschliche Hornhaut ist einfach nicht dafür gemacht weggelasert zu werden; da scheint mir die ICL, viel "natürlicher", aber natürlich jedem das eine. :D

Und für die "Nebensorge", bzw. Nachkontrollen reichen "die guten Leute in der nähe" allemal. :lol: