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Visuelle Effekte vor einem refraktiven Eingriff am Auge
Verfasst: 18.12.2008, 20:53
von neo3380
Hallo Zusammen,
ich möchte mal einen neuen Beitrag anstoßen, den es bis dato in der Art noch nicht gab und evtl. Ron bitten - wenn es sinn macht - das Ergebnis in die Bildersektion aufzunehmen.
Es soll darum gehen wie Normalsichtige oder Menschen mit Brille ihre Umwelt bei Tag oder Nacht visuell Wahrnehmen. Der Grund dafür ist, dass man sich oft nach einem refraktiven Eingriff verstärkt auf seinen visuellen Nebeneffekte konzentriert und evtl .vergisst wie das Sehen vor dem Eingriff war.
U.u. stört man sich an irgend welchen Nebeneffekten obwohl diese eigentlich ganz normal sind und zum Sehen bei Nacht dazu gehören.
Also, ich würde mich sehr freuen wenn IHR NOCH NICHT GELASERTE euren Seheindruck bei Nacht beschreiben würdet oder vielleicht sogar diesen in Photoshop nachbilden könntet.
... und das Ergebnis anschließend hier als Beitrag präsentiert...
Vielen Dank im vorraus für eure Mühen
neo3380
Visuelle Effekte vor einem refraktiven Eingriff am Auge
Verfasst: 19.12.2008, 11:23
von Spark
Hi neo3380, ich gratuliere.
Das halte ich für eine ausgesprochen gute Idee.
Es lässt sich beobachten, dass sich Patienten nach einem refraktiven Eingriff sehr auf ihr "Sehen" konzentrieren, sich selbst sehr intensiv beobachten und auch ständig das rechte mit dem linken Auge vergleichen.
Dies ist in der Regel vor dem Eingriff nicht der Fall.
Aus diesem Grund habe ich selbst einmal versucht, mein "Sehen" intensiver zu betrachten.
Während ich dies schreibe und mich auf den Bildschirm konzentriere, sehe ich neben der blauen Schrift einen schwachen Schatten, leicht nach rechts oben versetzt aber unzweifelhaft vorhanden.
Mit dem rechten Auge erscheinen Farben etwas stärker zu sein.
Ferne Objekte erscheinen mit dem linken Auge etwas schärfer.
Autofahren bei Nacht strengt an, Kontraste und Konturen werden schwächer.
Lichtquellen bei Nacht blenden und haben einen haloartigen Effekt.
Diese Effekte sind eindeutig zu beobachten. Allerdings nicht unbedingt störend,
sie beeinträchtigen mich nur wenig.
Und wenn ich mich nicht selbst mit meinem "Sehen" beschäftige, nicht darauf achte oder abgelenkt bin?
Ja, dann sehe ich bestens!
Aber jetzt muss noch eines gesagt werden.
Jemand der nach einem refraktiven Eingriff unter Halos, Starbursts oder Ghosting leidet,
ist keineswegs dadurch kuriert, dass er sich nicht mehr mit seinem "Sehen" beschäftigt.
Beeinträchtigungen gibt es leider in seltenen Fällen und diese können sehr massiv sein.
Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass jemand der Probleme hat,
sich einfach zuviel mit sich selbst beschäftigt.
Vielmehr sollte dies von meiner Seite her der Anstoß für alle "Nichtoperierten" sein
sich vor der OP einmal mit ihrem "Sehen" zu beschäftigen.
Dies kann vielleicht vermeiden, dass optische Effekte die vor der OP schon vorhanden waren,
erst nach der OP auffallen, weil man sich nach der OP intensiver mit seinem "Sehen" befasst.
Für die "Operierten", - ob mit oder ohne Probleme,- mag dies vielleicht ein Anlass sein,
einmal darüber nachzudenken, wie intensiv das Nachdenken, Beobachten und Vergleichen den Alltag prägt und auch den Seheindruck mitbestimmt.
lG, Spark
Verfasst: 19.12.2008, 19:44
von fribri
Gute Idee,
ich selber habe denn Eindruck das seit der Op mein Blickfeld eingeschränkt ist. Beim Autofahren nehme ich nichts am Strassenrand wahr was man sonst so aus den Augenwinkeln sieht (auch mit meiner neuen Brille).Habe jetzt eben keine Vergleichsmöglichkeit mehr.
Ich kann nur raten schon vor der OP einen Sehtest oder ähnliches an die Wand zu hängen und genau festzuhalten WAS und WIE man die Zeichen erkennt. Und das ganze bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen(Tageslicht,Dämmerung,Kunstlicht).
Leider habe ich noch immer eine Sehschwäche von ca.
-1HHV auf jedem Auge, Visus 0,6
Gruss Fribri

Verfasst: 20.12.2008, 13:05
von Donauwelle
Finde auch, dass das eine gute Idee wäre.
Schon vor meiner OP hatte ich einige Eigenheiten beim Sehen festgestellt (wahrscheinlich weil ich ziemlich aufmerksam war, da ich häufig Probleme mit den Augen hatte); mit Brille war das Sehfeld sowieso eingeschränkt und auch die exakte Messung aufgrund der HHV schwer.
Nach meiner OP konnte ich bei keinem Punkt eine Verschlechterung feststellen. - Wohl aber zahlreiche deutliche Verbesserungen.
Wer weiß - wenn ich nicht schon vor meiner Lasek manchmal auf Eigenheiten beim Sehen aufmerksam geworden gewäre, dann würde ich vielleicht auch glauben, dass etwas nicht ideal wäre. Wie Spark schon erwähnt hat, fallen manche Eigenheiten beim Sehen erst dann auf, wenn man darauf achtet.
Man kann sich so viel einreden, und auf einmal glaubt manch einer selber schon dass er ein großes Problem hat.