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Lasik-Lasek? Wellenfront? Pupillengröße-opt. Zone?
Verfasst: 01.12.2008, 21:26
von jansen75
Hallo,
hat heut meine 3. Voruntersuchung beim 3. Arzt und nun die 3. unterschiedliche Meinung.
Kurz meine Werte (von allen 3 Untersuchungen):
HHD: 516-545
Dioptien: -5,25-5,50
HHV: 0,25-0,50
Pupillen: ca. 7 mm
Die unterschiedlichen Werte für die HHD liegen nach Aussage des Arztes heute an den verschieden Messgeräten.
Meine Frage nach Lasik oder Lasek wurde wie folgt beantwortet:
Lasek ist sicherer als Lasik, Vorteil kein Flap => wer Zeit und Geduld hat sollte Lasek machen.
Lasek wurde mir aber erst auf Nachfrage angeboten...da aber die Aussage, dass ich beim Arzt mit Lasek "offene Türen einrennen würde"...
Meinungen dazu???
Was mich am meisten wunderte war die Theorie, dass man die opt. Zone kleiner lasern kann wie die max. Pupillengröße, da die max. Pupillengröße nur bei absoluter Dunkelheit vorhanden ist und man da ja eh nix sieht. Bei auftretenden Lichtquellen, die Blendung erzeugen könnten, ist die Pupille kleiner. Die opt. Zone müsse dementsprechend nur max. so groß sein...
Klingt für mich logisch, hab ich aber bei allen Recherchen so noch nie gehört...
Meinungen dazu???
(Aussage war auch: Die Piloten der Navi werden auch nur bis 6 mm opt. Zone gelasert, egal wie groß die Pupille ist...naja)
Blendungen sollen durch Anwendung von Wellenfront vermieden werden, obwohl in dem anderen Zentrum festgestellt wurde, dass ich keine Abberationen habe.
Macht da Wellenfront zur Vermeidung von Blendungen Sinn???
Danke für Feedback im Vorfeld!
Gruß
Fragen
Verfasst: 04.12.2008, 20:57
von Spark
Hi jansen75, bei Werten um 5 Dioptrien halte ich eine Lasik für die bessere Methode.
Die Pupillengröße wird mesopisch, d. h. bei Dämmerung berechnet. Da wird Streulicht bereits vorausgesetzt. Würde die Pupille bei Nacht berechnet, müsste jeder Patient 30 Minuten in einem absolut dunklen Raum sitzen und bei der Messung darf dann auch kein Licht einfallen. Also wäre eine 7mm Zone sicherlich sinnvoll.
Viele Zentren sind in der Lage, eine Messung der Wellenfront anzubieten. Der Nutzen für den Patient besteht aber nur dann, wenn es zwischen Abberrometer und Laser eine Softwareschnittstelle gibt, so dass der Laser auch in der Lage ist, aufgrund der gemessenen Abberrometriedaten zu behandeln.
lG, Spark
Re: Fragen
Verfasst: 04.12.2008, 21:50
von jansen75
Spark hat geschrieben:Hi jansen75, bei Werten um 5 Dioptrien halte ich eine Lasik für die bessere Methode.
Die Pupillengröße wird mesopisch, d. h. bei Dämmerung berechnet. Da wird Streulicht bereits vorausgesetzt. Würde die Pupille bei Nacht berechnet, müsste jeder Patient 30 Minuten in einem absolut dunklen Raum sitzen und bei der Messung darf dann auch kein Licht einfallen. Also wäre eine 7mm Zone sicherlich sinnvoll.
Viele Zentren sind in der Lage, eine Messung der Wellenfront anzubieten. Der Nutzen für den Patient besteht aber nur dann, wenn es zwischen Abberrometer und Laser eine Softwareschnittstelle gibt, so dass der Laser auch in der Lage ist, aufgrund der gemessenen Abberrometriedaten zu behandeln.
lG, Spark
Hallo,
Danke für Deine Antwort.
Warum ist bei meinen Werten die Lasik die bessere Methode?
Warum sind eigentlich bei Lasik höhere Werte behandelbar?Beide Methoden unterscheiden sich doch nur "in der Vorbereitung" des Laserns...
Meine Pupillengröße bei Dunkelheit beträgt genau 7,2 bzw 7,3 mm.
Meine Frage auf der Homepage des Augenlaserzentrums bezgl. meiner Pupillengröße und der opt. Zone die gelasert werden soll (6,5 mm) war folgende:
"die Blendzone bei Standardbehandlungen liegt bei 8.0 und bei wellenfrontgesteuerten Behandlungen bei ca. 8.5. Aus diesem Grund besteht keine Notwendigkeit die optische Zone zu vergrößern.
Eine Wellenfrontbehandlung schließt die Wahrscheinlichkeit störender Blendungen aus."
Was ist denn die Blendzone? Und was ist der Unterschied zur opt. Zone?
Gruß
Re: Lasik-Lasek? Wellenfront? Pupillengröße-opt. Zone?
Verfasst: 05.12.2008, 07:06
von Donauwelle
jansen75 hat geschrieben:
1.Meine Frage nach Lasik oder Lasek wurde wie folgt beantwortet:
Lasek ist sicherer als Lasik, Vorteil kein Flap => wer Zeit und Geduld hat sollte Lasek machen.
Lasek wurde mir aber erst auf Nachfrage angeboten...da aber die Aussage, dass ich beim Arzt mit Lasek "offene Türen einrennen würde"...
Meinungen dazu???
2. Was mich am meisten wunderte war die Theorie, dass man die opt. Zone kleiner lasern kann wie die max. Pupillengröße, da die max. Pupillengröße nur bei absoluter Dunkelheit vorhanden ist und man da ja eh nix sieht. Bei auftretenden Lichtquellen, die Blendung erzeugen könnten, ist die Pupille kleiner. Die opt. Zone müsse dementsprechend nur max. so groß sein...
Klingt für mich logisch, hab ich aber bei allen Recherchen so noch nie gehört...
Meinungen dazu???
zu 1: Deckt sich mit der Ansicht meines Operateurs (mit dem Unterschied, dass er im Normalfall von sich aus keine Lasik anbietet (höchstens bei Weitsichtigen). Dass in einer so schnelllebigen Zeit wie sir sie jetzt haben bei Lasek nicht wirklichlich die Türen eingerannt werden ist bekannt. Der Großteil will keine Schmerzen und schnellste Einsatzfähigkeit (
und damit kann es nach Lasek manchmal dauern). Bei Lasek scheinen Erfahrung und Geschick des Operateurs noch wichtiger zu sein als bei Lasik; würde den Arzt daher fragen, wie oft er Lasek schon gemacht hat, falls du zu dieser Methode tendierst.
Bei Lasek steigt ab -6 (manchmal wird auch -5 angegeben) das Risiko von verschiedenen Komplikationen, die aber meist wieder gut behandelt werden können, oder bei einer Nachkorrektur beseitigt werden können.
Bei Lasik und höheren Dioptrien ist z.B. das Vernarbungs- oder Hazerisiko minimiert, dafür fällt man gerade als stark Kurzsichtiger leicht aufgrund zu dünner HH durch den Rost wenn der Operateur bei der Rest-HH-Dicke sich nicht mit der üblichen Mindesthornhautdicke zufrieden gibt und hat immer die Faust im Nacken, dass z.B. die Stabilität auf Dauer nicht gegeben ist, wenn man zu sehr am Limit ist.
zu 2: Wurde mir auch so erklärt und erschien mir logisch.
Sollte die optische Zone doch irrtümlich zu klein geraten sein, ist eine oberflächliche Korrektur leichter.
Die Ansichten der Ärzte bei meinen Voruntersuchungen bzw. Vorgesprächen klafften auch auseinander. - Was einem selbst vernünftig und wichtig erscheint, muss man leider durch eifriges Lesen entscheiden; und dann gibt es eben noch den Faktor Bauchgefühl.

Verfasst: 07.12.2008, 15:00
von Spark
Hi Jansen75
Warum ist bei meinen Werten die Lasik die bessere Methode?
Warum sind eigentlich bei Lasik höhere Werte behandelbar?Beide Methoden unterscheiden sich doch nur "in der Vorbereitung" des Laserns...
Bei der Lasek handelt es sich um eine große, offenliegende Wundfläche. Je höher die Werte liegen, desto mehr steigt die Gefahr von Haze und anderen komplikationen an.
Meine Pupillengröße bei Dunkelheit beträgt genau 7,2 bzw 7,3 mm.
Meine Frage auf der Homepage des Augenlaserzentrums bezgl. meiner Pupillengröße und der opt. Zone die gelasert werden soll (6,5 mm) war folgende:
Da kommt es jetzt auf die Messmethodik an. Falls du 30 min. in einem total abgedunkelten Raum gesessen hast und die Messung bei Dunkelheit durchgeführt wurde mag bei einer 7,3 Pupille eine 6,5 mm Zone genügen, da die Pupille bei Blendung oder Streulicht schon etwas kleiner wird.
Wurde die Pupillenweite bei Dämmerlicht bestimmt, kann es da schon eng werden und das Risiko einer zu kleinen optischen Zone kann steigen."
die Blendzone bei Standardbehandlungen liegt bei 8.0 und bei wellenfrontgesteuerten Behandlungen bei ca. 8.5. Aus diesem Grund besteht keine Notwendigkeit die optische Zone zu vergrößern.
Eine Wellenfrontbehandlung schließt die Wahrscheinlichkeit störender Blendungen aus."
Meines Wissens gibt es keine absolute Zahl, ab wann es zu Blendungen kommt und wann nicht.
Dies ist meines Wissens ein Missverhältnis der optischen Zone und der Pupillenweite. Allerdings ist auch zu beobachten, dass es von der Art des verwendeten Lasers abhängt. Laser die ein gutes Ablationsprofil der Übergangszone bieten scheinen da im Vorteil zu sein.
Was ist denn die Blendzone? Und was ist der Unterschied zur opt. Zone?
Blendzone? Kenn ich nicht!
Optische Zone bezeichnet die Zone der Hornhaut, auf der der eigentliche brechkraftverändernde Abtrag der Hornhaut erfolgt.
Daran schließt sich die sogenannte übergangszone an, bei der ein sanfter Übergang zur unbehandelten Hornhaut erfolgt. Optische Zone und Übergangszone ergeben die Behandlungszone.
lG, Spark