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Welche Fragen vor OP noch stellen???

Verfasst: 02.07.2008, 22:11
von Dan
Also ich bin 20 Jahre alt und werde in zwei Wochen, am 17.7. mit diesen Ausgangswerten gelasert :

RA -2,25 sph -3,50 cyl
LA -1,25 sph -3,50 cyl

Bei mir wird auf jeden Fall eine Nachkorrektur vorgenommen, nach der ich dann auf dem rechten Auge bei Null landen soll und links verbleibt vermutlich eine Restfehlsichtigkeit von -1. Eventuell jedoch kann ich links auch auf fast Null korrigiert werden. Das lässt sich laut der behandelnden Ärztin aber erst nach dem 1. Eingriff sagen. Meine Werte sind seit 5 Jahren stabil.

Die Ärztin hatte mir angeboten, dass ich sie jederzeit anrufen kann, wenn ich noch fragen habe. Was würdet ihr in meinem Fall noch wissen wollen, also welche Fragen wären noch sinnvoll zu stellen vor der Operation ???

Verfasst: 02.07.2008, 22:20
von Daniel87NRW
Hi,
bin auch 20 und spiele auch mit dem Gedanken eine Lasik OP durchführen zu lassen.

Mich würde interessieren in welchem Alter du deine erste Brille hattest, bzw wann die ersten Aufzeichnungen einer Fehlsichtigkeit gemacht wurden.

Also mit ca. 15-16 hat es also aufgehört zu wachsen wie du sagst. Nur wann hat es angefangen zu weit zu wachsen?

Also ich trage eine brille seit dem ich ca. 4-5 Jahre alt bin. Das sind dann schon gute 15 jahre und ich frage mich wie lang das noch so weiter wächst und ob man vllt auch sagen kann: "das Auge wächst xy Jahre".

Danke,
gruß Daniel

Re: Welche Fragen vor OP noch stellen???

Verfasst: 02.07.2008, 23:09
von Thomas S.
Hallo,
Dan hat geschrieben: Bei mir wird auf jeden Fall eine Nachkorrektur vorgenommen, nach der ich dann auf dem rechten Auge bei Null landen soll und links verbleibt vermutlich eine Restfehlsichtigkeit von -1. Eventuell jedoch kann ich links auch auf fast Null korrigiert werden. Das lässt sich laut der behandelnden Ärztin aber erst nach dem 1. Eingriff sagen.
die wichtigste Frage, die Du Dir meiner Meinung nach stellen solltest, ist: VERTRAUST Du jemanden, der schon VORHER von einer Nachkorrektur spricht??

Deine Werte (Pupillendurchmesser, Hornhautdicke!) reichen entweder schon beim 1. Versuch für eine Null-Korrektur, oder NICHT! Eine Garantie auf Null gibt Dir allerdings niemand.
Was sich da nach der 1. OP ändern soll, verstehe ich nicht so wirklich!

Oder habe ich Deine Aussage nur flasch :?: verstanden?

Fragt sich
Thomas

Verfasst: 03.07.2008, 00:45
von Dan
ich brauche eine nachkorrektur ,weil meine hornhautverkrümmung so kompliziert ist. mir wurde gesagt ,dass man in meinem fall vorsichtiger vorgehen würde und es bei hohen hornhautverkrümmungen fast immer so wäre, dass eine nachkorrektur nötig ist. ( siehe benutzer taurusli hier im forum). dass man mich auf dem einen auge nicht ganz auf null korrigieren kann, liegt daran, dass ich leider sehr große pupillen im dunkeln habe. dadurch fällt die behandlungszone ziemlich groß aus, was wieder mehr abtrag bedeutet und da meine korrektur ja ziemlich groß ist, stößt man da relativ schnell an grenzen. meine hornhaut ist beidseitig ca. 570 mikrometer dick, nach dem eingriff liege ich dann ungefähr bei 410-430 mikrometern. tiefer würde man in luzern nicht gehn, da man dort sehr darauf bedacht ist noch genügend hornhaut zu erhalten, so dass es auch nicht zu unerwünschten spätfolgen kommt oder zumindest, dass es unwahrscheinlicher ist, dass dieser fall eintritt.

klar gefällt es mir nicht ,dass ich zwei korrekturen brauche und dass auf einem auge noch eine restfehlsichtigkeit verbleibt und ich zerbrech mir auch andauernd den kopf darüber ,ob das mit dem lasern die richtige entscheidung ist und ich mit dem ergebnis danach auch wirklich zufrieden bin, aber ich habe entschuldigt die ausdrucksweise verdammt nochmal keine andere möglichkeit, wenn ich die ganzen einschränkungen durch meine brille los werden will.

Verfasst: 03.07.2008, 09:21
von Taurusli007
Bei starken Korrekturen inkl. Hornhautverkrümmung ist eine Vorhersagbarkeit in der Tat schwierig. Kommt dazu, dass es sich um ein Oberflächenverfahren (C-TEN) handelt und die Tropfenbehandlung nach der Laserung auch einen Teil der Therapie ist und das Resultat noch beinflussen kann. Natürlich kann ich mir als Laie nur vorstellen, dass das im Bereich < 1 Dioptrie sein wird. Das menschliche Auge ist und bleibt ein 'lebendiges' Organ. Das darf man bei aller Bewunderung für das heute technisch machbare nicht vergessen, denke ich. In Luzern kommt ein topografisches Verfahren zu Anwendung, dass - wenn ich es richtig verstanden habe - die möglich voraussehbare Oberflächenspannung bzw. -verlauf (als Laie ausgedrückt) nach der Epithelwiederherstellung mit berücksichtigt. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass meine übervorsichtigen Massnahmen nach der OP (Ferientage usw.) nicht im vollem Umfang notwenig gewesen wären. Was nicht vergessen werden darf ist, dass bei diesem Verfahren eine Nachkorrektur WESENTLICH einfacher und sicherer ist, als bei jedem anderen Verfahren. Es wird bei mir jetzt auch nur Aug um Aug korrigiert und die Heilung erfolgt wesentlich rascher als bei der ersten Laserung. Es wird quasi nur noch das 'geschliefen' was unbedingt notwendig ist, zwischen 5-15 Sek. Die Behandlungsfläche/-tiefe ist bei C-TEN nur so gross wie unbedingt notwendig (keine Ängste vor den Risiken bsp. wie das Flapanheben oder Epithelwegschaben usw.). 3 Monate nach der ersten, sehr grossen Laserung kann man bereits in einem Auge den Unterschied zwischen vor und nachher optisch (Spaltlampe) nicht mehr sehen. Selbst ein unabhängiger Optiker hat bei einer topografischen Untersuchung die gleichmässigen Übergangszonen gelobt, die fast nicht von einem normalen Auge zu unterscheiden sind und das noch in der Heilungsphase. Er habe bei anderen Verfahren schon ganz unschöne Resultate gesehen. Allerdings steht dem gegenüber, dass bei anderen Verfahren vielleicht häufiger ein Volltreffer im ersten Anlauf möglich ist und das hat natürlich auch etwas für sich. Möglicherweise auch deshalb, weil die Korrektur in der Hornhaut erfolgt und die Tropferei nicht zu einem mitentscheidenden Teil der Therapie gehören muss. Doch was sagen die Experten dazu?