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Femto Lasik von nur einem Auge?

Verfasst: 05.06.2008, 11:18
von Gedankenkrieger
so liebe adleraugen,

nachdem ich seit längerm hier nur lesendes mitglied bin, habe ich mich entschlossen nun auch endlich die registration vorzunehmen.

kurz zu mir:

bin 28 jahre jung, voller energie und tatendrang habe aber leider das manko an einer fehlsichtigkeit von -1,25 dioptrie links und - 4,75 dioptrie rechts zu "leiden".

da die unterschiede doch recht groß sind und ich auf hilfsmittel verzichten möchte habe ich am 23.06.2008 einen termin zur femto-lasik in der visumedklinik in münchen. behandelnder arzt soll dr. febrer-bowen sein.

die gesamten voruntersuchungen liefen durchaus positiv und ich bin für die op generell geeignet.

habe auch gestern das angebot für die behandlung von 3.900,-€ bekommen was ich durchaus akzeptabel finde.

nun kamen mir jedoch in den letzten wochen doch leichte zweifel bezüglich der op. besonders da ja mein linkes auge nicht so schlimme werte aufweist.

bin nun wirklich am überlegen ob bzw. in wieweit ich dann nur das rechte korrigieren lasse und die zweite behandlung absage.

auf rückfrage bei visumed wäre dies grundsätzlich kein problem.

habe mir die erfahrungsberichte hier im forum zu gemüte geführt und bin nun sogar noch stärker hin und hergerissen.

meine frage ist nun die:

ob jemand schon mit ähnlichen ausgangswerten eine korrektur nur eines auges gemacht hat, oder aber ob man in diesem zuge nicht lieber doch beide angleichen sollte.

denn habe bedenken die sehkraft des linken etwaigen komplikationen zu unterziehen (halo´s, stardusts etc.) die momentan eben dort noch nicht gegeben sind.

Verfasst: 05.06.2008, 13:17
von Glasbaustein
Hallo,

Ich will keine guten Ratschläge geben, da ich kein Experte bin. Meine Meinung als relativ umfassend informierter Laie ist aber, dass es klug sein kann das bessere Auge bei diesem Wert zu belassen, wenn....ja, wenn Du bald mit einer Altersweitsichtigkeit rechnen kannst (ab 45 Jahren). Dann kann Dir diese Konstellation die sogenannte "Monovision" bescheren, die auch als OP-Variation angeboten wird um der AW zu begegnen. Dein Wert von -1,25 ist da recht ideal, wenn ich nicht irre. Am besten deinen Arzt fragen. Wenn Du das so machst, würdest Du dir nämlich ab 45 die Lesebrille ersparen. Im Idealfall für den Rest deines Lebens.

Deine Überlegungen sind also nicht verkehrt, denn es ist immer eine OP an einem "gesunden" Auge.

Auf der anderen Seite habe ich oft gelesen, dass viele Leute mit dieser Art der Augenkorrektur nicht gut klar kommen. Es gibt die Möglichkeit so etwas mit Kontaktlinsen zu simulieren. Ein guter Arzt wird dir solche besorgen und Dich auch mindestens eine Woche damit herumlaufen lassen.

Möglicherweise hast Du ja selbst noch welche. Dann müsstest Du theoretisch nur die für dein besseres Auge weglassen. Nur fürchte ich, wird dass alles nicht den gewünschten Effekt bringen, solange Du noch nicht altersweitsichtig bist. Wie gesagt: Am besten deinen Arzt fragen. Ob Du damit leben könntest, kannst Du dabei ja eventuell trotzdem herausfinden. Das solltest Du über mehrere Tage probieren.

Natürlich immer unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten. Also kein Autofahren oder andere aufmerksamkeitsfordernde Handlungen (Hausarbeit, Arbeit an sich, anspruchsvolle Sportarten u.ä.) mit dieser "Versuchsanordnung" vornehmen. Wenn Du noch weiter von der AW entfernt sein solltest, wäre es auf jeden Fall schon mal gut zu wissen, ob Du mit dieser "Korrektur" bis zum Erreichen der AW (und natürlich darüber hinaus) leben könntest.

Überhaupt, denke ich, wärst Du mit deinen Fragen bei einer guten Klinik oder deinem Augenarzt am besten aufgehoben. Wichtig wären hier natürlich auch noch deine Hornhautverkrümmungswerte, vorausgesetzt dass Du eine hast. Denn dann könnte es schon wieder anders ausschauen mit der "idealen Voraussetzung" für eine "Monovision". Dann würden sich deine Minuswerte um diese Beträge ja wohl noch erhöhen.

Ach sorry, lese gerade das Du 28 Jahre alt bist. Habe das in der Eile überlesen. Egal, dann nimm´s als allgemeinen Ratschlag. Im Grunde ändert sich an meinen Ausführungen damit auch nicht viel. Ich würde das alles mit meinem Augenarzt näher erörtern. Wichtig ist in deinem Falle eben, ob Du mit einer Monovision für die nächsten zwanzig Jahre zurecht kommen würdest. Wundert mich etwas, dass Dir der Arzt das so noch nicht gleich erläutert hat, denn das scheint sich bei Dir anzubieten. Das wäre eigentlich nur zu verstehen, wenn er etwas weiß, was Du hier nicht geschrieben hast: Nämlich das bei Dir noch zusätzlich eine relativ hohe HHV vorliegt. Oder es gibt noch andere Aspekte, die ich als halb informierter Laie nicht erfassen kann. Deswegen mein Rat: Am besten auch noch mit dem Augenarzt deines Vertrauens über diese Punkte sprechen.

Gruß, Matthias

Verfasst: 05.06.2008, 15:25
von Gedankenkrieger
danke matthias für deine antworten,

genau das waren auch so meine gedanken. da ich aber eben doch noch ein paar jahre bis zur altersweitsichtigkeit habe (hoffe die schonfrist bleibt noch ein bisschen :D ) bin ich eben hin und her gerissen.

besonders, da nach aussage des behandelnden arztes die nachteile der ersten femto-generation (lange ansaugzeit etc.) beseitigt und erledigt sein sollen. als ansaugzeit (und damit op-Zeit) wurden mir 20 sekunden zugesagt, was doch recht kurz ist im vergleich zu den "alten" behandlungsmethoden.

mal schauen, ich werd dann einfach noch einmal eine nacht darüber schlafen. schließlich habe ich ja noch ein wenig zeit.

Verfasst: 05.06.2008, 20:55
von heiner
Früher, vor ca. 10 Jahren hätte man durchaus so geurteilt das man geringe Fehlsichtigkeiten wie dein linkes Auge sie hat doch besser nicht korrigiert, weil die gefahr einer Verschlimmbesserung höher ist als der nutzen.

Heutzutage verhält es sich genau umgekehrt, grade bei so geringen Werten ist die Chance auf ziemlich genau 0 dioptrin im ersten Anlauf und eine gute Sehqualität ohne Halos oder Sternenwurf auch Nachts besonders gut.

Verfasst: 07.06.2008, 11:49
von Donauwelle
.... wobei ich bestimmt auch ähnliche Bedenken hätte, wie Gedankenkrieger.

Ich würde das auf jeden Fall noch vor der OP mit dem Arzt abklären, und mich - falls der Entschluss zur OP auf einem Auge fällt - noch mit Oberflächenverfahren beschäftigen.
Wenn der unterschiedliche Seheindruck zu störend ist, und eine CL am zweiten Auge keine Option darstellt, wäre mir bei einem so geringen Sehfehler um meine HH leid.

LG