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Frage zur möglichen Rückbildung nach Lasek
Verfasst: 17.03.2008, 16:04
von Donauwelle
Hallo an alle!
Ich stöbere schon länger in diesem Forum herum, aber eine Frage, die mich schon länger beschäftigt, wurde noch nicht wirklich behandelt. - Zumindest habe ich noch nichts entdeckt.
Bei mir wurde vor ca. 1/2 Jahr eine Lasek durchgeführt, und ich bin mit dem Ergebnis super zufrieden.
Angeblich ist die Gefahr, dass sich der Erfolg wieder tw. rückbildet noch geringer, wenn man bereits zu den "Oldies" zählt.
Gibt es hier im Forum Leser, die sich schon vor längerer Zeit operieren ließen und schon vor der OP ca. 30 Jahre oder älter waren, und deren Sehschärfe - nach einem eventuellen Heilungs-Auf-und- Ab - wieder nachgelassen hat?
Vielleicht hat auch jedmand eine Internet-Seite entdeckt, in der dieses Thema behandelt wird.
Würde mich über Infos freuen.
Verfasst: 18.03.2008, 13:57
von Eagle
Hi Donauwelle,
ich habe morgen bei Dr. M.M. Kus bei Care Vision in Nürnberg eine Lasek-OP vor mir, da ich eine MDF-Dystrophie habe und es bei einer Lasik-OP bzw. bei der Heilung Probleme geben könnte. Nun habe ich mich für die Lasek entschieden. Ich bin auch schon mittlerweile 47 Jahre alt. Ich habe im Forum so manche Sachen über die Lasek gehört

. Kannst du mir vielleicht einige Zeilen über deine Erfahrungen schreiben? Wäre echt toll, wenn du es heute noch schaffen würdest

. Danke schonmal.
Ich werde dann auch einige Zeilen schreiben, wenn ich wieder in der Lage dazu bin

.
Verfasst: 18.03.2008, 17:21
von Donauwelle
Vorerst einmal alles Gute für die OP; es wird sicher halb so schlimm.
So wie du vielleicht auch, hatte ich schon seit der Terminvereinbarung ziemlichen Bammel und ich löcherte meinen Arzt bezüglich Beruhigungstabletten, Schmerztabletten usw. Wahrscheinlich hatte ich mein Quantum an Angst schon längst verbraucht, als ich in der Klinik war. Die Angst war total weg. - Die Beruhigungsmittel lehnte ich ab.
Ich nehme an, dass die Lasek-OP weniger dramatisch ist, als die Lasik, da das - für manche Patienten unangenehme - Ansaugen des Auges wegfällt. Das Aufspreizen der Lider ist nicht problematisch. Ein bisschen lästig war vielleicht das Ablösen des Epithels mit Alkohol. Aber auch das war nicht spektakulär.
Der Laser-Abtrag war ruck-zuck erledigt, nur das Stinken der verbrannten Hornhaut war ein bisschen komisch. - Vor der OP brauchst du also ganz bestimmt keine Angst haben.
Ich bekam vom Arzt Augentropfen mit, die ich während der ersten Tage 4x nehmen musste mit, und eine Schmerztablette für alle Fälle.
Angeblich klagen manche Patienten nach ca. 1 Stunde über Schmerzen. Mir wurde geraten, in diesem Fall eher rasch die Tablette zu schlucken. Auf jeden Fall wurde mir tunlichst empfohlen, kalte Augen-Gel-Kompressen aufzulegen, da diese oft die Schmerzen lindern oder verhindern. Ich besorgte mir gleich einige davon, da sie häufig gewechselt werden müssen. - Recht viel hätte nicht gefehlt, und ich hätte mein Quartier vor dem Kühlschrank aufgeschlagen, um immer die Kompressen parat zu haben. - Na ja. - Entweder hat das wirklich geholfen, oder die Schmerzen haben sich deswegen in Grenzen gehalten. - Die Schmerztablette wurde nicht notwendig.
Bereits im Wartezimmer bei Voruntersuchungen habe ich mitbekommen, dass jene, die immer bedacht waren, dass die Augen schön feucht waren, weniger Probleme hatten, als jene, die eher nachlässig waren. Deshalb tropfte ich ab dem 4. Tag regelmäß alle 2 Stunden die Tränenersatzmittel, das machte ich auch nachts, wenn ich kurz aufwachte. (Andere Patienten, die nicht so eifrig tropften beklagten sich manchmal, dass in der Früh die Augen wir zugeschweißt waren.) Ich und eine andere fleißige "Tropferin" hatten da keine Probleme.
Gleich nach der OP war die Sehschärfe nicht gerade toll (man konnte alls Beifahrer gerade die Straßenschilder lesen, wenn man ziemlich davor stand), aber bereits am 3. Tag erreichte ich locker die fürs Autofahren notwendigen 70%. - Gefahren wäre ich aber nich, da der Seheindruck noch komisch war. Nach einer Woche hatte ich dann 100 % - und das war auch bei der 4-Monats-Kontrolle noch so. Andere Patienten erreichen diese Sehleistung aber erst später. - Also nicht verzagen, wenn es nicht ganz so schnell geht.
Das Blendempfinden hielt sich in Grenzen, aber nach Möglichkeit drehte ich doch am ersten Tag daheim das Licht ab.
Ich ging am 10. Tag wieder zur Arbeit, hatte aber noch am 7. Tag Bedenken, wie das werden sollte, Stunden in den PC zu schauen. Dann ging das Nah-Fern-Wechseln aber immer besser. Am 1. Arbeitstag funktionierte der Zettel - PC - Wechsel schon halbwegs, aber noch nicht optimal. Das wurde aber täglich besser.
Nochmals alles Gute und freu dich auf die Zeit danach....
Verfasst: 18.03.2008, 22:06
von Eagle
Hallo, ich danke dir sehr für deine ausführliche Beschreibung und für die Beruhigung, die deine Worte in mir ausgelöst haben. Sicher ist es individuell zu sehen, wie der Heilungsprozess abläuft, aber ich denke, wenn man sich an die Sachen hält, die der Arzt einem aufträgt, dann wird es schon.
Vielen Dank nochmal. Und auch dir weiterhin klares Sehen

.
Viele Grüße.
Bernd
Verfasst: 29.03.2008, 11:14
von Eagle
So, es ist vollbracht.
Es sind jetzt 1,5 Wochen nach der OP vergangen und es war alles halb so wild. Danke dir, Donauwelle, nochmal für deine beruhigenden Worte und deine Tipps. Haben alle geholfen

.
Die OP war nicht der Rede wert und danach war ich überrascht, schon so gut sehen zu können. Naja, sagen wir, erkennen zu können

. Auch die erste Nacht lief problemlos. Allerdings am 2. Tag hatte ich arge Probleme mit einem Fremdkörpergefühl und ständig tränender Augen zu tun. Das war am nächsten Tag dann aber auch wieder vorbei. Ich sag nur eins... tropfen, tropfen, tropfen.
Heute kann ich allerdings immer noch nicht so klar sehen, wie manche anderen Leute, aber ich denke, ich muss noch Geduld haben. Nächsten Freitag ist die 2. Untersuchung. Hoffe, dass ich bius dahin 100%ig sehen kann, damit die die Fahrbescheinigung bekomme.