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starke Kurzsichtigkeit- Augapfel zu lang

Verfasst: 03.03.2008, 22:05
von Mac1985
Hallo,

ich brauche dringen mal ein Rat. Erst kurz zu meiner Situation, ich bin 22 Jahre alt und habe schon immer eine starke Kurzsichtigkeit von - 16 dioptrin.
Mein Arzt erzählte mir immer von einer starken Hornhautverkrümmung. So, dass vorweg.

Da ich nun gerne einen Führerschein machen möchte und es bei der Sehschwäche nicht möglich ist, habe ich mir Termine in Kliniken geholt.

Dabei hat sich herausgestellt, dass es mit der Hornhautverkrümmung nichts auf sich hat. Sondern ein Arzt erzählte von einer nicht ausgereiften Netzhaut und da sei Operativ nichts machbar. Nun war ich heute in einer anderen Klinik, da erzählte man mir, dass der Augapfel zu lang sei. Dabei würde sie aber nichts Laser Technisch eingreifen wollen (was meines Wissens bei der hohen Stärke eh nicht möglich ist).

Nun weiss ich irgendwie garnicht nicht mehr wo ich stehe. Wenn das Problem der zu lange Augapfel ist, ist doch ein Operativer Eingriff (.z.B. Linse einsetzen) möglich oder?

Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig aus der Verzweiflung helfen und ein Rat geben ob es sich lohnt weiter Hoffnung zu machen. Oder ob es richtige Spezialkliniken in Deutschland gibt, die mir endgültigen Aufschluss geben?

Danke euch schon vorweg.

Verfasst: 04.03.2008, 01:19
von blizzard
Hallo Mac,

bei jeder Kurzsichtigkeit ist der Augapfel im der Relation zu der Brechkraft des optischen Systems Hornhaut/Linse zu lang. Dies ist nichts besonderes. Dir kann jeder Augenarzt helfen, der phake Linsen einsetzt. Voraussetzung ist natürlich, daß deine Augen für den Eingriff geeignet sind.

Gruß
B.

Wie lange sind die Augäpfel ....?

Verfasst: 07.03.2008, 17:51
von Taurusli007
Ich habe einmal eine komische Frage. Wie lange sind eigentlich die Augäpfel in mm? Wieviel mm pro Dipotrie weicht es bei Kurz- bzw. Weitsichtigkeit ab. Auf Abbildungen mit Augenquerschnitten werden oft Verhältnisse gezeigt, die mehr als 5 - 6 mm ausmachen. Wie ist das in der Realität eigentlich. Für uns Laien ist es schwer vorstellbar, wie eine Laserkorrektur von einem Bruchteil eines Millimeters einen Augapfel von mehreren Millimeter Längenabweichung korrigieren kann. Kann das jemand gut erklären?

Verfasst: 07.03.2008, 18:19
von nicole_
Hallo Taurusli007,

pro mm "zu lang" ergibt 3 Dioptrien.

Jemand, der -9 Dioptrien in der Brille hat, hat meistens einen Augapfel, der 3mm zu lang ist.

Der Mittelwert der Augenlänge beträgt 24mm von der Hornhaut bis zur Netzhaut.

lg
Nicole

Verfasst: 09.03.2008, 11:23
von neo3380
Hi Mac1985,
-16 dip ist schon ein ordentlicher Sehfehler.
Die Frage die sich bei dir stellt ist u.a. dein bestkorrigierter Visus. D.h. welcher maximale Sehleistung erreichst du mit optimal angepasster Sehhilfe?

Das hat folgenden Hintergrund:

(Zur Info)
Das Licht fällt ja durch deine Netzhaut und wird wie durch eine Linse gebrochen. Anschließend bricht sich das Licht nochmal an einer natürlichen Linse und trifft schließlich auf die Netzhaut. Auf der Netzhaut (Retina) wird durch chemische prozesse das Licht in Nervenimpulse umgewandelt und geht dann über den Sehnerv (N. opticus) zum Hinterkopf wo sich das Sehzentrum befindet.

Sowohl die Retina und das Sehzentrum am Hinterkopf müssen sich in der Kindheit erst ausbilden. Dieser Ausbildungsprozess ist ca. mit 6-8 Jahren abgeschlossen und später nicht (aktuelle medizinische Aussage) mehr tranierbar.

So hart wie es klingt: Wenn deine Sehleistung mit Brille oder Hilfsmittel nicht den erforderlichen Visus erreicht, wirst du es auch nicht mit einer LAsik oder künstlicher Linse erreichen. Die Aussage gilt aber nicht unbedingt. Es ist möglich dass ein medizinischer Eingriff deine Sehleistung auch verbessert. Ein gewisser Prozentsatz an Menschen sieht nach einer Lasik o.ä. besser als mit der vorherigen Sehhilfe.

Lass Dich von einem erfahrenen Arzt untersuchen. Ich halte sehr viel von Prof Dr. med Seiler in Zürich (www.iroc.ch) und Herr Maus in Köln (www.augenzentrum.de). Herr Maus konnte meinen Visus weitgehend nach kontraindizierten LAsik (hätte nicht durchgeführt werden dürfen) wieder herstellen.

Herr Seiler zählt zu den großen in der refraktiven Chirurgie und war der erste der z.B. eine wellenfront geführte Lasik durchführte.

Beide Arzte nehmen sehr viel Geld für einen refraktiven Eingriff. In deinem Fall wäre es jedoch gut denkbar dass deine Krankenkasse (egal ob privat oder gesetzlich) einen Teil der Kosten übernimmt.

beste Grüße
neo3380