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2 Ärzte - 2 Meinungen. Lasik vs. AK?

Verfasst: 14.01.2008, 21:48
von LenaK
Hallo,
nachdem mir dieses Forum in den letzten Tagen viele Tipps etc geben konnte, möchte jetzt mal eben meine bisherigen Erfahrungen los werden und hoffe, ein paar Tipps von Euch zu bekommen!

Also, ich bin 25, habe eine starke HV, vertrage meine Linsen leider so gut wie nicht mehr und hasse es, meine Brille zu tragen (ich sehe mit ihr auch nicht so besonders gut!). Ich habe immer mal wieder über eine Lasik nachgedacht, hab es aber immer wieder wegen der fehlenden Langzeitstudien ausgeschlossen. Nachdem eine Freundin von mir sich hat lasern lassen, habe ich meine Meinunug aber nochmal revidiert.
Jetzt hatte ich vor Weihnachten einen Beratungstermin bei Dr. Jörgensen (EuroEyes, HH) und der meinte überaschenderweise, dass alles gar kein Problem wäre und ich der optimale Kandidat. Das hat mich zwar etwas stutzig gemacht, aber ich habe mich erstmal so gefreut, dass ich endlich die blöde Brille los werden kann, dass ich meine Zweifel erstmal ausgeblendet habe.

Jetzt war ich heute aber zur Absicherung bei Dr. Bodanowitz (Freevis, Bremen) und der sagte mir etwas ganz anderes. Und zwar, dass er eine Lasik bei mir komplett ausschliessen würde. Nachdem ich ihm klar gemacht habe, was für ein RIESEN Problem die Brille für mich ist, hat er mir eine AK vorgeschlagen. Auf dem einen Augen wird die wahrscheinlich reichen, auf dem anderen Auge müsste dann nochmal auf der äußeren Hornhaut nachgelasert werden.

Nach einem kurzen aber heftigen Depressionsanfall habe ich mir heute einen Termin für Freitag bei Dr. Maus geben lassen, um noch ein dritte Meinung zu bekommen. Zusätzlich werde ich morgen den Befund aus Bremen per Mail an Dr. Knorz (freevis, Mannheim) schicken und hoffen, dass ich mir so ein besseres Bild von der Situation machen kann.

Ich weiß, dass Dr. Bodanowitz eher Risiko scheu ist, aber Dr. Jörgensens "Leichtsinn" hat mich wirklich geschockt - er hat mir teilweise wirklich Lügen erzählt, z.B. dass der Flap vollkommen wieder anwächst und selbst ein Augenarzt die Narben nach einigen Monaten nicht mehr sehen kann! Außerdem hat er die Risiken und Komplikationen, die bei mir relativ wahrscheinlich sind, einfach weggeredet!

Habt ihr Erfahrungen mit einer AK? Was spricht bei jungen Leuten gegen eine Linsenimplantation (mit Beibehaltung der eigenen Linse)?

Meine Werte sind übrigens:
R +0,5 - 3,5 HV
L +1,25 - 2,5 HV
Hornhautdicke ist ca. 525 ym und meine Pupille im Dunkeln 8mm.

Über Eure Hilfe würde ich mich echt freuen!
Gruß,
Kristin Lena

Re: 2 Ärzte - 2 Meinungen. Lasik vs. AK?

Verfasst: 15.01.2008, 05:12
von stareyes
LenaK hat geschrieben:Hallo,
werden.

Habt ihr Erfahrungen mit einer AK? Was spricht bei jungen Leuten gegen eine Linsenimplantation (mit Beibehaltung der eigenen Linse)?

Meine Werte sind übrigens:
R +0,5 - 3,5 HV
L +1,25 - 2,5 HV
Hornhautdicke ist ca. 525 ym und meine Pupille im Dunkeln 8mm.

Über Eure Hilfe würde ich mich echt freuen!
Gruß,
Kristin Lena
Was bei jungen Leuten gegen eine Linsenimplantation spricht? ERstens ist es ein intraokularer Eingriff mit hoeheren Risiken verbunden, zweitens besteht auch die Gefahr bei jungen Leuten fruehzeitig ein grauer Star zu entwickeln.

Bei einer HHV ist bei einer AK die Wahrscheinlichkeit dass es schlimmer wird noch groesser. Ganz abgesehen von anderen Risiken wie Vernarbung und HH=-Truebung.Da ich Dein K-Wert nicht kenne, kann ich auch nicht sagen ob Lasik kein problem ist. Deine Weitsichtigkeit liegt noch im Rahmen.

Was Dr. JOergensen ueber ein Flap gesagt hat ist durchaus nachvollziehbar. Das Epithelium(ausserste Schicht) heilt in 24 Stunden und nach einigen Tagen sind die Konturen verschwunden. Nur der innere Bereich braucht laenger zum heilen. Deine HH ist ein bisschen duenn, aber vielleicht hat Dr. Jorgensen ein FEmto-Lasik gemeint.

Nach etwa 24 Monaten, und die dauer ist individuell bei jedem Patienten anderes, hat der Flap ausreichende biomechanische Eigenschaften entwickelt. Eine komplette Heilung im medizinischen Sinne erfolgt nie.

Auf gut Deutsch gesagt, der Flap heilt in dem Sinne nie wieder, aber wenn Du keine Dummheiten machst kannst Du durchaus damit leben. Das Prinzip ist das Adhasionsprinzip mit 2 Glasscheiben. Google dies bitte denn die Spitzenreiterin hat keine Zeit mehr dies auch noch zu erklaeren.


Noch ein Beitrag der Spitzenreiterin aber ich muss wirklich staendig das gleiche schreiben. Vielleicht kann Ron einige Artikel in die statischen Seiten setzen.

Verfasst: 15.01.2008, 21:30
von LenaK
Was ist denn ein K-Wert?

Ich warte jetzt erstmal die Einschätzungen von Dr. Knorz und Dr. maus ab und hoffe ganz doll, dass sich noch irgendeine akzeptable Möglichkeit ergibt - ich hatte mich schon so doll auf mein neues Leben gefreut! :(

Re: 2 Ärzte - 2 Meinungen. Lasik vs. AK?

Verfasst: 16.01.2008, 00:35
von Thomas S.
Hallo Kristin Lena,
LenaK hat geschrieben:Meine Werte sind übrigens:
R +0,5 - 3,5 HV
L +1,25 - 2,5 HV
Hornhautdicke ist ca. 525 ym und meine Pupille im Dunkeln 8mm.
die unterschiedliche Einschätzung der beiden Ärzte ist möglicherweise darin begründet, daß der eine den Flap NUR mit dem Keratom schneiden kann, der andere aber einen Femto-Laser dafür verwendet; mit Keratom wird es bei Deinen Werten (Du kannst die Werte ja mal in den Hornhautdicken-Kalkulator eingeben) schon etwas knapp: Idealerweise braucht Du eine Behandlungzone von 8,5 mm!

ACHTUNG: Der Kalkulator rechnet nur mit negativen Werten; Du mußt also die Plus-Werte von den negativen abziehen, und das "Ergebnis" entweder bei Dioptrien als -3 und - 1.25 (Zylinder dann 0) oder als Dioptrien 0 und Zylinder -3 und - 1.25 eingeben!

Wenn Dr. Maus (der einen Femto-Laser hat) von der OP abrät, dann würde ich es bleiben lassen!
Aber ich vermute mal, daß Du dort einen positiven Bescheid erhälst (solange nicht andere Gründe gegen eine OP sprechen): Rein technisch gesehen sollte Deine Hornhautdicke bei Femto (Flap um die 90 µm) ausreichen.

Alles Gute wünscht Dir
Thomas

Verfasst: 16.01.2008, 10:37
von LenaK
Dr. Bodanowitz arbeitet auch mit dem Femto Lasik.
Seine Argumentation war eher, dass das Ergebnis einfach vom optischen Standpunkt aus nicht befriedigend wäre, d.h. ich hätte halos etc und würde auch keine 100%ige Sehleistung erreichen!

Ich erwarte allerdings auch gar keine 100%ige Sehleistung, mir würde es völlig reichen, wenn ich meinen Alltag ohne sehhilfe hinkriegen würde und wenn ich dann in vorlesungen etc. ne brille brauche, wär das auch kein problem.

Ich warte mal ab, was dr. Maus und Prof. Knorz sagen und dann seh ich weiter!