Femto mit Wavefront möglich ?

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Moderator: Frankyboy

Gabilein
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Femto mit Wavefront möglich ?

Beitrag von Gabilein » 16.12.2007, 22:45

Hallo,

habe da eine Frage da ich eine starke HHV von -2,75 habe frage ich mich ob es da besser wäre die Lasik mit Wavefront Technologie
durchführen zu lassen und wenn das besser wäre was man so liest, geht dann überhaupt noch der Femto-Schnitt????? oder ist das beides überbewerteter geldbringender Schnick-Schnack? was meint ihr dazu?

Gruss Gabi

Thomas S.
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Re: Femto mit Wavefront möglich ?

Beitrag von Thomas S. » 17.12.2007, 00:30

Hallo Gabi,
Gabilein hat geschrieben:habe da eine Frage da ich eine starke HHV von -2,75 habe frage ich mich ob es da besser wäre die Lasik mit Wavefront Technologie
durchführen zu lassen und wenn das besser wäre was man so liest, geht dann überhaupt noch der Femto-Schnitt????? oder ist das beides überbewerteter geldbringender Schnick-Schnack? was meint ihr dazu?
Femto und wavefront schließen sich nicht aus: Dem "Behandlungslaser" ist es egal, ob der Flap mit dem "Vorbereitungslaser" (Femto) oder dem Keratom geschnitten wurde.

Ob wavefront bei HHV soviel mehr bringt, kann ich leider nicht sagen; wavefront soll ja die "Unregelmäßigkeiten" beseitigen, ob HHV jetzt auch in diese Kategorie fällt, weis ich nicht.
2 Punkte noch zu wavefront: Alle Laser neuerer Generation können das; wavefront geht nur dann, wenn das "Untersuchungsgerät" von der gleichen Firma ist, und die Daten dann direkt an den Laser übertragen werden können (sollte aber Standard sein in den Kliniken, die einen entsprechenden Laser haben).

Und jetzt zur Schnick-Schnack-Frage: Nachdem wavefront (wie bereits erwähnt) "Standard" bei den Lasern ist, stellt sich hier die Frage nicht!
Anders sieht es mit Femto aus: Meiner ganz persönlichen Meinung nach macht Femto nur dann Sinn, wenn die Hornhaut zu dünn ist für einen Keratom-Schnitt; alles andere ist für mich nur ein Marketing-Gag!

Daß eine Klinik, die sich noch einen zweiten "teueren" Laser (Femto) angeschafft hat, diesen über den grünen Klee lobt, ist schon nachvollziehbar.

Zum Durchlesen: Custom_LASIK_Femto_versus_M2.pdf
"Dummerweise" ist die "Studie" jetzt auf der Seite eines Keratom-Herstellers, also vielleicht nicht ganz so objektiv.

Gruß
Thomas

heiner
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Beitrag von heiner » 18.12.2007, 11:49

Meiner ganz persönlichen Meinung nach macht Femto nur dann Sinn, wenn die Hornhaut zu dünn ist für einen Keratom-Schnitt; alles andere ist für mich nur ein Marketing-Gag!
Die Untergrenze von 250um Resthornhaut beruht auf Prognosen sowie kurz- und mittelfristigen Erfahrungen. Damit ist aber noch niemand alt geworden! Manche Ärzte sind vorsichtiger und nehmen 300um als Grenze.
Wenn die Hornhaut dick genug ist, was spricht jetzt dagegen trotzdem den Femtolaser zu nehmen, wenn dabei noch etwas mehr Dicke erhalten bleiben kann?

Desweiteren:
- Risiko von Schnittkomplikationen 1/1000 beim Mikrokeratom fällt weg
- Femto-Flaps sind stabiler als Keratomflaps (durch Studie belegt, wahrscheinlich weil sie gleichmässiger sind)
- kein Metallabrieb unterm Flap (gab es in Einzelfällen wo das Mikrokeratom nicht ganz in Ordnung war, ist natürlich nicht der Regelfall)
Immer dran denken: Der Flap heilt nie!

Was spricht jetzt für das Mikrokeratom:
- Geiz ist geil?

Thomas S.
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Beitrag von Thomas S. » 18.12.2007, 23:56

heiner hat geschrieben:- Femto-Flaps sind stabiler als Keratomflaps (durch Studie belegt, wahrscheinlich weil sie gleichmässiger sind)
Ein Link zu der Studie würde mich interessieren; daß "gleichmäßiger" stabiler ist, verstehe ich schon: "Dünnere" Stellen sind eindeutig Schwachstellen!

Ob jetzt allerdings "dünner" auch stabiler ist, wage ich zu bezweifeln: Ein "gleichmäßig" dünnes Brett von 90 mm ist in meinen Augen nicht so stabil wie ein "ungleichmäßiges" mit 160 mm und einer "Schwachstelle" mit 120 mm! Das "ungleichmäßige" bricht (bei Belastung) mit 100% Sicherheit an der Schwachstelle; diese Belastung ist allerdings höher als beim "gleichmäßigen" dünnen (Dicke 90 mm).

Ob diese rein theoretische, "mechanische" Betrachtung jetzt auch auf einen "gebogenen/weichen" Flap übertragbar ist, kann ich als medizinischer Laie nicht beurteilen.
Möglicherweise wird "Stabilität" in der Medizin auch ganz anders definiert als in der Mechanik.

Gruß
Thomas

heiner
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Beitrag von heiner » 19.12.2007, 00:31

Ich glaube man hat da nicht die stabilität des flaps ansich beim aufklappen sondern die gesamtstabilität der Hornhaut auf äussere und innere (augeninnendruck) Belastung untersucht, und herrausgefunden das der Femto-Flap besser wieder verwächst als ein Keratomflap.

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