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Wie sieht optimale Laserbehandlung aus ?
Verfasst: 01.11.2007, 13:14
von Dan
Jetzt mal unabhängig von den individuellen Werten und der unterschiedlichen Finanzkraft : wie sähe betrachtet man den aktuellen Stand der Technik die optimale Laserbehandlung aus. Also es gibt ja solche Dinge wie Iriserkennung, Wavefront etc., die ein besseres Ergebnis verprechen, als bei einer Behandlung ohne diese Hilfsmittel. Wenn der Preis also keine Rolle spielen würde, welche Technologien könnte man dann miteinbeziehen, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen ?
Optimale Behandlung
Verfasst: 03.11.2007, 11:25
von Spark
Hi Dan, deine Frage ist sehr schwierig zu beantworten.
Dies liegt daran, dass verschiedene Laserhersteller unterschiedliche Konzepte zur Optimierung der Ergebnisse haben.
Ich will es mal etwas vereinfachen.
Bei einem Patient mit Kurzsichtigkeit bis 7 dpt, regelmäßiger Hornhautverkrümmung, ausreichender Hornhautdicke und einer Pupille von 6 mm reicht eine Standardbehandlung, bzw. ist die Behandlung nicht nur ausreichend sondern das Optimum. Voraussetzung ist ein Laser dessen Standardprofile schon gute Ergebnisse liefern und ein gutes Mikrokeratom. Dies betrifft einen sehr hohen Prozentanteil der Patienten. Ein Mehraufwand würde die Ergebnisse sicher nicht signifikant verbessern.
Jetz kommen wir zu den prozentual geringen Ausnahmen.
Hohe Myope, über 8 dpt:
In Abhängigkeit von der Pupillengröße ergibt sich unter Umständen ein hoher Hornhautabtrag. Dieser Abtrag ist von Laser zu Laser modellabhängig unterschiedlich.
Hier wäre der entscheidende Faktor ein Laser, der gewebesparende Profile verwendet.
Hoher Astigmatismus über 4 dpt:
Auch hier ist die Qualität der Abtragsprofile von entscheidender Bedeutung, zudem ein gutes Mikrokeratom.
Irregulärer Astigmatismus:
In diesem Fall ist ein topografiegesteuerter Abtrag das Mittel der Wahl.
Entscheidend dabei ist wiederum, wie gut die Abstimmung von Messwerten und Ablationswerten ist.
Große Pupille, über 7mm:
Gewebesparender Laser, große optische Zone, Mikrokeratom mit geringer Schnitttiefe von 120 micron, eventuell wellenfrontgesteuerte Ablation, eventuell Femtosekundenlaser.
Nachbehandlungen: Irregulärer Abtrag, Central Island, zu kleine optische Zone stellen je nach Problemstellung eine Indikation für topografiegesteuerte Ablation oder wellenfrontgeführte Behandlung dar.
Entscheidend ist nicht nur, welche Messverfahren in der Diagnostik angewandt werden, sondern dass mit diesen Messwerten der Laser die Behandlung durchführen kann. Zum Beispiel kann in der Diagnostik eine Wellenfrontmessung enthalten sein. Wenn es aber keine Schnittstelle gibt mit der diese Messdaten an den Laser zur Behandlung weitergegeben werden können ist das Messergebnis zwar interessant, hat aber auf die Qualität der Behandlung keinerlei Einfluss.
Bei den angebotenen Verfahren geht es ja auch um einen Markt der zwar in Deutschland enorme Wachstumspotentiale aufweist, jedoch auch ebenso stark beworben wird.
Auf diesem Markt geht es auch um Marketing, Wettbewerbsvorteile und Verdrängungswettbewerb und es ist für den einzelnen sicher kaum zu durchschauen, welche angebotene Behandlungsvariante medizinisch relevant ist.
lG, Spark
Verfasst: 03.11.2007, 11:34
von Chantal
Hallo Spark,
die von dir genannten Profile können ja auch variieren bzw. sich vermischen.
Was wäre z. b. bei einer Pupillengröße von 7 mm, aber einer Myopie von nur max. - 5.0 Dioptrien? Würde da eine Std.-Behandlung ausreichen? Durch die etwas "zu großen" Pupillen müsste ja entspr. etwas mehr Hornhaut abgetragen werden, was sich jedoch durch die etwas geringere Myopie wieder etwas relativieren würde. Was meinst du?
Optimale Behandlung
Verfasst: 03.11.2007, 11:36
von Spark
Hi Chantal, das stimmt. Ich habe vereinfacht nur extreme Situationen dargestellt. lG, Spark
Verfasst: 03.11.2007, 11:59
von Chantal
Habe schon in meinem CV-Thread danach gefragt:
Was hältst du in meinem Fall vom Allegretto Wave 200 mHz in Kombination mit dem Moria Evolution 3?