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Kniffliger Grenzfall: Femto-Lasik geeignet?

Verfasst: 22.08.2007, 16:45
von Telemark
Hallihallo,

lese schon länger im Forum mit und möchte mich an dieser Stelle mal für die vielen guten Hinweise und meist sachlichen Diskussionen bedanken!

Liebäugele schon länger mit der refraktiven Chirurgie. Zu mir:
- 34 Jahre, 8h Job am PC, seit 2J Brille und "Brillenhasser" (...)
- Trug 14J harte KL, seit 2J nicht mehr möglich wg. trockener Augen
- Werte bds. ca. -7.75 sphärisch / -1.5 Astigmatimus
- HH-Dicke bds. ca. 560 ym
- Leider tierisch große Pupillen bds. ca. 8.2mm (Messung erfolgte so, dass ich mir bei geschlossenen Augen 30sec. die Hand vor Augen halten musste und sie Ärztin dann mit einem Handgerät aufs Auge ist und gemessen hat).
- Wichtig evtl. noch, dass ich neben den trockenen Augen seit ein paar Monaten auch verstärkte Blendempfindlichkeit habe, meine Linse schon leicht (!) strukturiert ist, vermutlich normal in meinem Alter
- Ebenfalls interessant, dass ich nachts zwar schon immer subjektiv nicht ganz so "gut" sehe, ich aber noch nie irgendein Ghosting, Halos o.ä. hatte, auch nicht mit den harten KLs damals. Sehe in dieser Beziehung korrigiert immer sehr "scharf".
- Netzhaut tiptop, aber das ein oder andere mouches volantes

Sprich, ich bin wohl ein ziemlicher Grenzfall. Mit entsprechend großer OZ würde meine HH wohl zu dünn und Regressionsgefahr bei meiner hohen Myopie gibt es auch (und dann keine Relasik mehr möglich). Auf der anderen Seite kommt ja irgendwann die Altersweitsichtigkeit und dann wäre es sogar gut, eine Restfehlsichtigkeit zu haben.

ICL ängstigt mich dennoch mehr als LASIK weil Eingriff im Auge mit entsprechenden Risiken und LASIK bräuchte man vermutlich trotzdem und wenn mal Grauer Star kommt, muss alles wieder raus etc.

Gleich die ganze Linse austauschen gegen Multifokals (inkl. fine-tuning via LASIK für die HHV) klingt vielversprechend, weil ich damit ziemlich viele Fliegen auf eine Klappe erschlage und das endgültig. Aber wg. Verlust der Akkomodation und weil sich bei den Multifokals noch so viel tut, rät mir hier eigentlich jeder ab bisher.

Hatte bisher nur eine VU hier in Berlin gemacht; dort wollte man mich erst operieren (nur Relasik sei nicht möglich), nach Rücksprache mit dem Chef, dann doch die Empfehlung zu warten, bis sie evtl. einen Femto angeschafft hätten. Welche OZ die gewählt haben - keine Ahnung. Werde jetzt mal in einer Klinik mit Femto-Laser für eine VU vorbeischauen...


Meine Brille stört mich schon sehr und es wäre für auch ok, am Ende nicht bei 0, sondern ~ -0.75 zu landen sowie leichte (!) Einschränkungen bei Nachtfahrten im Vgl. zu heute zu haben. Aber ich will meine Augen nicht auf Teufel komm raus operieren.


-> Was meint Ihr? Femto-LASIK empfehlenswert? Welche OZ bräuchte ich mindestens (unter Berücksichtigung große Pupilllen, aber noch nie Probleme mit Halos, Ghosting bisher mit KL / Brille).


Vielen Dank für Eure Einschätzung / Interesse.

Liebe Grüße von Telemark

Verfasst: 22.08.2007, 18:49
von justwatchin
Ich würde mir mehr Sorgen wegen der trockenen Augen machen. Mit LASIK wird das nur noch schlimmer u.U. für immer so bleiben...

Verfasst: 22.08.2007, 19:31
von Telemark
Hi justwatchin' und danke für Deine Anwort. Hm, die trockenen Augen machen mir noch die wenigsten Sorgen, weil ich sie ja heute schon kenne und sie doch je nach Stresslevel stark variieren. Scheinen halbwegs psychisch induziert zu sein. ;)

Meine Hauptsorge gilt dem Einfluss der großen Pupillen / OZ / Rest-HH für Relasik.

Re: Kniffliger Grenzfall: Femto-Lasik geeignet?

Verfasst: 22.08.2007, 22:14
von Thomas S.
Telemark hat geschrieben: -> Was meint Ihr? Femto-LASIK empfehlenswert? Welche OZ bräuchte ich mindestens (unter Berücksichtigung große Pupilllen, aber noch nie Probleme mit Halos, Ghosting bisher mit KL / Brille).
Schon mal mit dem Kalkulator gespielt?

Habe mal Deine Werte und einen Flap von 90 µm angenommen: Hier das Ergebnis!

Es ginge also eine OZ von 7,5 mm; nachdem Du bisher mit Halos/Ghostings keine Probleme hattest, sollte auch die im Vergleich zum Pupillendurchmesser etwas kleinere OZ zu keinen negativen Effekten führen.

Bei der geringen anszustrebenden Flapdicke ist Femto meiner Meinung nach ein MUSS.

Gruß
Thomas

Verfasst: 23.08.2007, 08:52
von Glasbaustein
Wäre LASEK nicht auch eine Option? Obwohl die lt. der unten (auf die Schnelle) gefundenen Info, nur bis -6 Dioptrien empfohlen wird, aber vielleicht gibt es ja noch andere und neuere Informationen.
Die LASEK/EPI-LASIK -Methode eignet sich für die Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -6,0 Dioptrien und der Hornhautverkrümmung bis -3,0 Dioptrien. Ihr Arzt wird Ihnen diese Methode vorschlagen, wenn Ihre Hornhaut verhältnismäßig dünn ist und/oder bei Ihnen andere anatomische Besonderheiten vorliegen (z.B.sehr kleine Lidspalten, kleiner Augapfel).