Lasek statt Lasik

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

NovaHill
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Lasek statt Lasik

Beitrag von NovaHill » 20.12.2006, 18:12

Hallo !
Da mein Termin immer näher rückt, werde ich von Tag zu Tag angespannter und versuche alles über Lasek, Lasik, PRK, etc. herauszufinden. Ich hab mich nun weitgehend genug über Lasek informiert, aber leider festgestellt, daß diese Methode nicht sehr viel beansprucht wird. Meiner Meinung nach, ist dies doch für das Auge eigentlich die beste OP. Zwar hat man in den ersten Tagen schmerzen und der Heilungsprozess ist langsamer, aber das Endergebniss ist wohl mit der Lasik vergleichbar und die Komplikationen die bei einer Lasik auftauchen geringer- eigentlich garnicht entstehen, da kein Schnitt vorgenommen wird.
Das Auge ist nach einem Jahr wohl in dem selben Zustand wie vorher auch ( Außer das man besser sehen kann :-))
Was meint Ihr ? Wieso entscheiden sich mehr Leute zu einer Lasik und nicht Lasek ? Faltenbildung oder Lösung des Flaps ist ja hier nicht möglich, da ja kein Flap vorhanden. Und das Flap ja eigentlich meistens der Grund für Komplikationen ist.
Dabei stellt sich für mich die Frage, informieren sich alle über die möglichen Laser-Methoden ? Ich habe mich sogar über eine Linsentransplantation informiert.. aber sorry ! Eine Linse im Auge ?! Ne Danke ! Außerdem muss der Arzt die Linse haargenau implantieren und wenn das schief geht ( Risiko zu hoch) dann Glückwunsch ! :?
Was meint Ihr dazu ?
Mir ist wichtig das ich alle Vor- und Nachteile vergleiche und mich für die Richtige entscheide.
Liebe Grüsse
Nova

Pinbot
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Beitrag von Pinbot » 20.12.2006, 19:28

Hallo Nova,
erstmal "Wilkommen im Club".
Viele deiner Fragen hast du dir imho eigentlich schon selbst beanwortet. Eine tabellarisch Pro/Contra Gegenüberstellung gibt es hier aus versch. Gründen (noch) nicht. Viele der Gründe die für oder gegen die eine oder andere Methode sprechen bzw. als Argumentationsbasis benutzt werden, sind eher emotionaler als technisch medizinischer Natur und liegen zuweilen sehr im persönlichen Empfinden des Patienten.
Für Lasek spricht eindeutig der Wegfall evtl. Komplikationen mit dem Flap.
Aber hier fängt das Problem der Risikobewertung schon an.
Je nach Lesart und Herkunft der Information reicht die Skala von " Risiko fast null" bis "Saugefährlich".. Eindeutige und vor allem allgemein gültige oder zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit belegte Riskobewertungen sind momentan nicht verfügbar.
Es bleibt also nur, im Wissen darum, dass es Risiken gibt, für dich persönlich zu bewerten, ob du bereit bist diese Risiken auch zu tragen und mit Nebenwirkungen (meist zeitlich begrenzt) zu leben.

Auch die Lasek/PRK ist nicht absolut gefahrlos und frei von unerwünschten Effekten.
Dies hängt zum einen damit zusammen, dass auch dieser Methode gewisse systembedingte Grenzen gesetzt sind (du liegst hart am überhaupt machbaren [nach der allgemeinen Praxis] wie ich aus deiner Uservorstellung entnehme) zum anderen sind unvorhergesehene und selbst sehr seltene Nebenwirkungen im Bereich chirugischer Eingriffe nie VOLLSTÄNDIG auszuschließen.

Niemand kann sagen, ob wie und wie heftig Nebenwirkungen eintreten. Nicht einmal das Endergebniss der OP (Sehleistung) ist mit letzter Gewissheit voraus zusagen.

Der Unsicherheitsfaktor ist zwar imho relativ klein aber vorhanden.

Es ist also im wesentlichen deine Entscheidung, ob und wie du dein Risiko bewertest bzw. deine Bereitschaft dieses Risiko zu tragen.

Medizinische Diagnosen vor einem Eingriff können viele potentielle Gefahren von vorneherein ausschalten.
Wenn nicht schon geschehen, würde ich dir empfehlen, zunächt von einem Augenarzt bzw. in einer Ophthamologischen Abteilung eines Krankenhauses/Uniklinik
eine Auschlußdiagnostik vornehmen zu lassen.
Dies gibt dir zumindest schon einmal Klarheit darüber, ob nicht evntl. Erkrankungen oder Faktoren vorliegen, die eine RC von vorneherein verbieten.
Diese Untersuchungen sind zwar Zeit- und u.U. auch Kostenintensiv, ersparen dir aber spätere medizinisch induzierte Komplikationen.
Die "Eignungsprüfung" bei Laserinstituten und Ärzten beschränkt sich oft auf wenige, unmittelbar mit der OP zusammenhängende Tests. Abgesehen davon, ist die Gefahr einer tendenziellen Diagnostik (schließlich möchten die Institute etwas verkaufen) nicht von der Hand zu weisen.
Aus Amerika sind zumindest Fälle bekannt, in denen selbst ein informierter Laie hätte erkennen können, dass eine OP nicht in Frage kommt.

Wenn du diesen Weg zunächst beschreitest, wird es dir leichter fallen, dein Risikoempfinden einzustellen.

Sich für die Methode zu entschiden ist dann auch teilweise eine Entscheidung des Operateuers. Ein guter Arzt/Operateur wird den Patienten nicht zu einer bestimmten Methode drängen, es sei denn ,es sei nur so möglich den Patientenwunsch zu erfüllen.

Ebenso wird er, wenn die Wahl besteht, die risikoärmere anwenden.

Aber genau da schließt sich der Kreis.

Ich kann dir an dieser Stelle nur folgendes vorschlagen: Lies dir möglichst viele Berichte von Patienten aus möglichst vielen Quellen durch. Lass medizinische Indikationen bzw. Kontraindikationen vorab unabhängig von Medizinern feststellen. Den Rest musst du dann (leider) nach deinem Bauchgefühl entscheiden.

Eine Laser-OP ist eben doch kein Friseurtermin. Wenn man unsicher ist, bedarf es einer relativ langen und intensiven Vorbereitung.

Sollten danach noch Zweifel bleiben, lautet mein Rat "Lass es bleiben"!

Gruß
Pinbot

NovaHill
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Beitrag von NovaHill » 22.12.2006, 11:22

Hallo Pinbot !

Vielen Dank für Deine Antwort ! Du hast Recht, ein Risiko ist bei jedem medizinischen Eingriff nie auszuschließen, dessen bin ich mir bewusst. Nur ob ich jetzt z.B. einen gesunden Zahn versehentlich gezogen bekomme oder ein gebrochener Fuss nicht richtig zusammen wächst, ist dies mit einer Augen-OP nicht zu vergleichen. Man sollte sich bei einer Augen-Op die man ja selbst entscheidet und den Arzt aussucht und vertrauen muss alles in betracht ziehen und sich über alles informieren. Nachteile sowie Vorteile. Dies ist ja kein Spaziergang wie zu einem Piercer. Bange davor habe ich, klar! Aber, wenn ich mir überlege, daß ich seit meiner Kindheit nicht mehr schwimmen, war, bzw. nicht allein schwimmen war,( Kontaktlinsen vertrage ich nicht) wieviel Geld ich für Brillengestelle und Gläser ausgegeben habe, dann weiss ich, wenn ich den Schritt nie wage, nie so " frei" sein kann, wie ich es mir wünsche ! Eine Brille ist wirklich in einigen Dingen ein Hinderniss und ich denke viele der Mitglieder wissen genau was ich meine. Naja, irgendwie ist mir dieser Schritt auch zu schön um wahr zu sein. Morgens aufstehen, keinen Griff zur Brille um das Bad zu finden, duschen und die den Duschschwamm nicht vor Augen zu halten um zu erkennen wieviel Duschgel ich schon drauf hab
Oder im kalten Winter irgendwo in der Öffentlichkeit rein zu kommen und aufeinmal die Brille total beschlagen ist und man total doof da steht ! Und das sind nur einige Beispiele die mir die Entscheidung leichter machen !

Naja, so genug Herz ausgeschüttet. Ich muss jetzt noch 24 mal schlafen und dann kann ein neues Leben für mich beginnen :D

Liebe Grüsse
Nova

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