C-Ten / Lasek __ Welches Oberflächenverfahren?

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

Donauwelle
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Beitrag von Donauwelle » 14.09.2009, 07:07

Hallo!

Wenn Daten für die Korrektur herangezogen werden, die nicht ganz optimal sind, erfolgt eine Über- oder Unterkorrektur :? . Über- oder Unterkorrekturen sind aber bei keinem Verfahren gänzlich ausgeschlossen. Wieso fragst du nicht in Luzern nach, wie sie es anstellen eine genaue "Schätzung" der Epitheldicke zu erhalten. Würde bestimmt mehrere cTen-Interessenten interessieren. Ich muss gestehen, dass ich derzeit den Eindruck habe, dass es bei cTen eher mehr Nachkorrekturen gibt, als bei anderen Verfahren. - Kann natürlich auch Zufall sein, dass mir derartige Beiträge besonders gut in Erinnerung geblieben sind.

Habe mir gerade den Beitrag über Dr. Rau herausgesucht. Hier wird leider auch Alkohol verwendet. Sein Verfahren unterscheidet sich also nur in der Art der Abhebung des Epithels. - Sorry - das hatte ich falsch in Erinnerung.

Da es bei jedem Verfahren irgendwo einen Nachteil gibt, finde ich es komisch, dass Prof. Kohnen zwar das Problem der Ablösung des Epithels mittels Alkohol ankreidet, aber z.B. nicht erwähnt, dass bei PRK angeblich häufiger Narben auftreten können bzw. auch bei Lasik (die er auch gerne anwendet) zahlreiche Probleme möglich wären.

In diesem Fall hat vielleicht wirklich cTen die Nase vorne (weil kein Alkohol verwendet wird, kein Flap vorhanden ist und durch den kleineren Abtrag - und somit die kleinere Wunde - im Gegensatz zur PRK eventuelle weniger Schmerzen auftreten). Allerdings bin ich nicht überzeugt, dass sich deswegen eine weite Anreise lohnt. - Insbesonders im Hinblick auf Nachkontrollen und erst recht, wenn eine Nachkorrektur erforderlich wäre.
LG
Donauwelle

Ruhrma
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Beitrag von Ruhrma » 15.09.2009, 15:59

@Brilli
Danke für den Link. Sehr aufschlußreich. Wenn C-Ten tatsächlich noch im Stadium der klinischen Erforschung ist, würde das erklären, warum der Laser noch nicht weiter verbreitet ist.

Aber seltsam, daß auf den Webseiten absolut nichts davon zu lesen ist. Ob diese Info stimmt, daß sich das Verfahren noch in der Erprobung befindet?


@Donauwelle
Werde die Frage der Schätzung im Hinblick auf die Gefahr einer fehlerhaften Korrektur mal nach Luzern richten wie von Dir vorgeschlagen.

Kohnen spricht schon auch die Probleme der anderen Verfahren an, kommt aber für sich zu dem Schluß, der Lasik den Vorrang zu geben. Ich fand seine Aussage in Bezug auf Lasek spannend und verstehe außerdem nicht ganz, was genau das Problem beim Zellverlust durch Alkohol ist.


Wenn bei C-Ten die Fläche der Epithelabtragung genau der Korrekturfläche entspricht, um wieviel größer ist die Fläche der Epithelentfernung dann bei Lasek? Sprechen wir da im Schnitt von 20%, 100%, 200% ... mehr? Weiß da jemand genaueres?

Brilli
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Beitrag von Brilli » 15.09.2009, 19:01

Ob das stimmt oder nicht,wer weis,weiter unten gibts auch noch nen Punkt Marketing,könnte ich mir auch vorstellen.
Aufjedenfall von der Prozedur her scheint`s bis jetzte das "angenehmste" Verfahren zu sein.Man legt sich einfach hin und los gehts,kein rumgefummel im Auge,kein abkratzen kein Alkohol.
Also wenns das in meiner Umgebung gäbe und ich dafüer geeignet wäre,würd ich wohl mal ein Auge machen lassen.
Aber Lutzern is für mich zu weit.
Die größe des Abtrags kann man auf nem OP video ganz gut sehen
Gib bei youtube einfach mal Lasek ein.

dartom
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Beitrag von dartom » 15.09.2009, 21:11

Servus Ruhrma,

um wieviel größer der Epithelabtrag bei Lasek als die Korrekturfläche ist kann man nicht sagen da das von Patient zu Patient verschieden ist. Fakt ist, dass bei Lasek eine runde Fläche vollständig abgetragen wird, die größer ist als die zu lasernde Fläche.

Dann gibt es Patienten, bei denen muss tatsächlich eine kreisrunde Fläche gelasert werden, andere haben vielleicht aufgrund einer nicht ganz ebenen HH "Flecken", die unberührt bleiben, auch abhängig vom Grad der Sehschwäche.

Ruhrma
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Beitrag von Ruhrma » 07.10.2009, 15:10

Habe inzwischen Nachricht aus Luzern erhalten. Der Laserabtrag des Epithels wirkt sich wohl nicht auf die Refraktion aus. Es wurde so erklärt, daß es wie bei einer therapeutischen Laserung der Hornhaut ist, wo es nicht um eine Veränderung der Sehkraft geht. Ist mir zwar nicht ganz einleuchtend, wie ein Lasern der Hornhaut sich nicht irgendwie refraktiv auswirkt, aber ich glaube dieser Aussage jetzt erstmal.

Dann noch eine Aussage der Augenklinik Neumarkt, die ich in deren Forum gefunden habe:
C-TEN: interessante Variante der PRK, bei der das Epithel, also die form-instabile oberflächliche Zellschicht, nicht mechanisch, sondern mit dem Excimerlaser entfernt wird.
Da der Laser das Epithel und die darunter liegende Schicht, das Stroma, etwa gleich abträgt, sehe ich das Problem, den formverändernden Abtrag im Stroma so genau zu definieren wie bei der PRK.
Der Heilungsverlauf wird ähnlich sein.
Wenn ich das richtig verstehe, sehen die eigentlich ein ähnliches Problem in Bezug auf die Genauigkeit der Laserung und sind sogar zurückhaltend, C-Ten eine bessere und schnellere Heilung zu attestieren.

Für mich persönlich komme ich langsam zu dem Schluß, daß ein kurz- oder weitsichtiges Auge eben kein normalsichtiges ist, und dies auch nach einer Laserung nicht sein wird. Das mag sich jetzt banal anhören, aber es gibt keine Garantie auf einen anhaltend guten Seheindruck und ein stabiles Ergebnis des Sehens wie bei Leuten ohne Sehfehler.

Auch wenn der Vergleich jetzt nicht ganz fair ist, mir kommen die heutigen Lasermethoden vor wie die Behandlungen beim Zahnarzt im Mittelalter. Was wir für modern und fortschrittlich halten, ist bei objektiver Betrachtung ein ziemlich kruder und brutaler Eingriff. Alles eine Frage der Perspektive. – Und der Traum vom guten Sehen bleibt.

Das Problem scheint ja wirklich nicht die Lasertechnik als solches zu sein, sondern die Reaktion des Auges auf das zugefügte Trauma. Bin von den momentanen Möglichkeiten der Chirurgie etwas ernüchtert und gleichzeitig völlig genervt von der Brille als Dauerlösung.

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