CareVision in Stuttgart... Meinungen,Infos? Oder doch Femto?

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

heiner
kennt sich hier aus
Beiträge: 214
Registriert: 21.10.2007, 16:17

Beitrag von heiner » 04.07.2009, 15:42

blizzard hat geschrieben: Der Femtolaser schneidet nicht sondern trennt das Hornhautgewebe durch "photodisruption" an Stellen auf, an denen die Lasereffekte gesetzt werden. Dadurch enstehen mikroskopisch kleine "Brücken" nicht durchtrennten Gewebes zwischen dem Flap und dem Hornhautbett, die mit einem Spezialinstrument durchgerissen werden. Ein Mikrokeratomschnitt weist solche Brücken nicht auf und der Flap läßt sich sofort anheben.
Nenn doch bitte mal Quellen dazu, welche Probleme sich dadurch ergeben könnten. Man könnte genauso gut vermuten das eine rauere Oberfläche zu einer besseren Verwachsung und Festigkeit führt, was doch positiv zu werten sei. Was du dabei übrigens ganz zu vergessen scheinst ist, das die Schnittkannte ja nicht so bleibt wie das Keratom oder der Femtolaser sie hinterlassen hat, dort wird ja noch gelasert!

Die viel wichtigere Thematik der konstanten Flapdicke scheinst du völlig auszublenden. Der Femtolaser schneidet einen Flap mit sehr konstanter Dicke +/- 5um, wärend beim Keratom eine Abweichung von +/- 20um schon ganz normal sind, aussen dicker, in der mitte dünner, vereinzelt aber auch deutlich größere Ausreizer nach oben und nach unten drin sind.
Wenn man beachtet wie genau die Hornhautdicke bei der Frage nach der Eignung zur OP ermittelt und durchgerechnet wird, kann man sich vorstellen welche fatalen Folgen es haben kann wenn der Flap der eigentlich 140um dick werden sollte, an einer Stelle plötzlich 200um dick ist, dann ist ganz schnell die erforderliche Mindesthornhautstärke deutlich unterschritten was langfristig fatale Auswirkungen haben kann. Vermutlich wird das bei der Op aber gar nicht bemerkt, weil man die Flapdicke für gewöhnlich nicht nachmisst.
Ist der Flap, typischerweise in der Mitte, zu dünn geschnitten so kann dort ein Loch einreizen, man nennt sowas dann Schnittkomplikation, was die Sehfähigkeit dauerhaft verschlechtern kann.

blizzard
kennt sich hier aus
Beiträge: 283
Registriert: 07.03.2006, 01:05

Beitrag von blizzard » 04.07.2009, 18:08

als femtospezifisch ist das LSS (light sensitivity syndrom) anzuführen, die über Wochen nach LASIK andauern kann und allem Anschein nach auf die Art der Flapbildung zurückzuführen ist.

Du schriebst, daß ein Femtolaser besser schneiden kann als ein Mikrokeratom. Er kann nicht schneiden und schon gar nicht besser als ein Mikrokeratom.

Gute Mikrokeratome mit Spezialklingen kommen an die Konstanz der Femtolaser (die auch nicht so toll ist) durchaus heran. Das von dir angeführte Beispiel mit 200 statt 140 µ tritt bei guten Mikrokeratomen nicht auf.

Ein erfahrener Chirurg, der seine Maschine beherrscht, weiß in welchem Bereich der Flap sein wird.

Messen der nach dem Schnitt verbleibenden Hornhautdicke gehört zu dem OP-Standard, egal ob mit Femto oder Keratom gearbeitet wird. Wer plötzlich die Mindestdicke unterschreitet und es nicht merkt, hat nicht ordentlich gearbeitet.

Gruß

B.

heiner
kennt sich hier aus
Beiträge: 214
Registriert: 21.10.2007, 16:17

Beitrag von heiner » 05.07.2009, 09:27

Ach bei den Keratomen gibt es natürlich fortschritte und man hört von welchen die auch 90um relativ genau schneiden können. Hat man die Problematik das am Rand dicker ist als in der Mitte auch schon angegangen?
Nenn doch mal ein paar Hersteller und Produktnamen von besonders guten Keratomen.

blizzard
kennt sich hier aus
Beiträge: 283
Registriert: 07.03.2006, 01:05

Beitrag von blizzard » 05.07.2009, 13:49

nach meiner Kenntnis sind AMADEUS I und II sowie CARRIAZO-BARRAQUER gute Mikrokeratome.

Nach Aussage des Herstellers erzeugt ML7 (Fa. Med-Logics) planare Flaps. Die Tatsache, daß die Keratom-Flaps in der Mitte dünner sind, ist nicht von praktischer Bedeutung, da bei Kurzsichtigkeit die Abtragung zentral tiefer ist als in der Peripherie.

Die Unterschiede zwischen der zentralen und peripheren Flapdicke sind nicht so groß, daß sie Probleme bereiteten. Es wurden nach meiner Kenntnis keine Fälle bekannt, bei denen es wegen der zu geringen periheren Hornhautdicke zu Problemen gekommen wäre.

Gruß

B.

Donauwelle
kennt sich hier aus
Beiträge: 1169
Registriert: 14.03.2008, 18:08

Beitrag von Donauwelle » 05.07.2009, 18:48

heiner hat geschrieben:
blizzard hat geschrieben: Dadurch enstehen mikroskopisch kleine "Brücken" nicht durchtrennten Gewebes zwischen dem Flap und dem Hornhautbett, die mit einem Spezialinstrument durchgerissen werden. Ein Mikrokeratomschnitt weist solche Brücken nicht auf und der Flap läßt sich sofort anheben.
.... Was du dabei übrigens ganz zu vergessen scheinst ist, das die Schnittkannte ja nicht so bleibt wie das Keratom oder der Femtolaser sie hinterlassen hat, dort wird ja noch gelasert!
Natürlich wird die untere Seite des "Schnitts" noch durch den Laserabtrag "bearbeitet". Dass die dem Flap zugewandte Seite noch geglättet oder "nachbearbeitet" wird, kann ich mir nicht vorstellen.

Gerade in der letzten Zeit wurden hier im Forum Berichte veröffentlicht, bei denen die Heilung nach Femto-Lasik ungewöhnlich lange dauert. - Mehr Vertrauen als zum Keratomschnitt hätte ich also nicht (außer bei grenzwertig dünner oder ungewöhnlicher HH eventuell).
LG
Donauwelle

Antworten

Sie haben Interesse an einer Lasik-Behandlung? Fordern Sie hier kostenlose Informationen zum Thema Lasik an und lassen Sie sich beraten!

Beratung anfordern