Flapfestigkeit

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

Spark
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Flapfestigkeit

Beitrag von Spark » 22.10.2007, 15:48

Hi Ron, hier die Antwortauf die Frage
Hallo Spark,
wie kommst Du darauf, dass die Flapfestigkeit 90% beträgt? Quellen?
Mit Zugkräften, Scherkräften und anderen mechanischen Versuchen lässt sich sicherlich eine Aussage treffen, wie hoch die Adhäsion des Flaps nach einem Jahr ist. Die Nutzer im Forum wollen aber doch nicht wirklich wissen, mit wieviel bar, aus welchem Winkel und aus welcher Entfernung mit einer Luftdruckpistole auf ihr Auge geschossen werden muss, um den Flap abzuheben. Flapdislokationen direkt nach der OP gibt es in Form kleiner Falten oder einer Verschiebungen des Flaps. Dies tritt jedoch sehr selten auf. Deshalb lässt der Operateur den Flap bei geöffnetem Auge für ca. 2 min. berührungfrei liegen. In dieser Zeit verringert sich die Flüssigkeitsschicht zwischen Hornhaut und Flap und die Adhäsion reicht aus. Danach kann der Patient sich bei geschlossenem Auge ausruhen. Nach einer Wartezeit von 30-60 min. wird der Flap an der Spaltlampe nochmals kontrolliert. Eine Verschiebung nach dieser Zeit kann durch normalen Lidschlag nicht erfolgen, da braucht es mechanische Kräfte wie Reiben im Auge.
Das Epithel ist am nächsten Tag schon komplett geschlossen, dies kommt als weitere Sicherheit hinzu.
Selbst wenn nach wenigen Tagen der Flap angehoben werden müsste, braucht es schon Geschick um mit dem Spatel unter den Flap zu kommen und auch mechanische Kraft, um den Flap ringsherum zu lösen.
Aber jetzt zu den mehr als 90% Flapfestigkeit.
Die Frage ist doch letztendlich, wie fest der Flap im Vergleich zu einer "normalen" Hornhaut ist.
Die Fälle die ich zu dem Thema gefunden habe waren allesamt traumatisch bedingt und in allen Fällen blieb der Flapverlust ohne ernsthafte Folgen. Nehmen wir zum Beispiel den ersten Fall der jungen Frau, deren Flap vom Fingernagel des Kindes verschoben wurde. Unter Umständen wäre dies bei einer "normalen" Hornhaut nur eine Verletzung des Epithels geworden, unter Umständen aber auch eine Verletzung des Hornhautstromas mit Abheilung und Narbenbildung. Es ist also schwer zu sagen, ob die Verschiebung des Flaps die geringere oder schwerere Komplikation ist.
Aber jetzt zu den mehr als 90% Flapfestigkeit.
Wie komme ich darauf?
Ich habe diese Zahl selbst gewählt. Sie soll ein Gefühl für die Flapfestigkeit vermitteln. Dies ist kein Messwert für mechanische Belastbarkeit.
Die Hornhaut ist nach dem Schnitt des Flaps für mechanische Einflüsse nicht so belastbar wie zuvor.
Aber eben doch nur wenig beeinträchtigt.
Diesen Schluss ziehe ich aus der Gesamtzahl der Operationen und der Zahl der veröffentlichten Komplikationen einer Flapverschiebung oder eines Flapverlustes.
Sicherlich ist mir bewusst, dass nicht jede Komplikation veröffentlicht wird. Doch in diesem Fall trifft den Arzt kein Verschulden und es gibt auch keinen Grund, nicht darüber zu reden bzw. solch einen Fall zu veröffentlichen.
lg, Spark

heiner
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Beitrag von heiner » 05.11.2007, 23:29

Heute ist es mir mal wieder passiert, aus versehen habe ich mir mit der stumpfen seite eines stiftes ins auge gestubst. Lidschlussreflex hat funktioniert, doch ich hab es schon deutlich unangenehm am augapfel gespürt. Die leichte irritation verschwand nach wenigen minuten, man denkt über soetwas normal gar nicht nacht. Doch heute dachte ich mir, wenn mir sowas in den Wochen/Monaten vielleicht Jahren nach der Lasik-OP passieren sollte, dann wird der Flap wahrscheinlich verrutschen. Ich finde das sehr beängstigend. Die Ärzte in den Lasikkliniken sagen in den Operationsgesprächen, ja irgendwann sitzt der flap so fest, der verrutscht nur wenn die äussere gewalt so gross ist, dass das auch jedes gesundes auge schaden nehmen könnte, aber woanders liesst man dann wieder das bei bestimmten Sportarten und Berufen dringend zu einer Lasek/Epi-Lasik geraten wird. Das deutet für mich doch ganz fest darauf hin das der flap das auge wesendlich verletztlicher macht.

Spark
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Flapfestigkeit

Beitrag von Spark » 06.11.2007, 09:07

Hallo Heiner, du schreibst:
Das deutet für mich doch ganz fest darauf hin das der flap das auge wesendlich verletztlicher macht.
Die Festigkeit des Flaps wird im Forum sicherlich deutlich unterschätzt. So einfach ist der Flap selbst bei einer Re-Lasik gar nicht zu lösen.
lG, Spark

stareyes
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Flap

Beitrag von stareyes » 06.11.2007, 09:53

Man braucht ein spezielles Instrument fuer Relasik und nach dem Eingriff zwickt es fuer etwa 1 Tag.Wie ich in einem anderen Thread schon gesagt habe: Es geht hier um das juristische. Der Flap ist iatrogen(vom Arzt verursacht). Es heisst, dass juristisch der Arzt u.U. verantwortlich gemacht werden kann. Der Arzt moechte sich schuetzen. Ein Schlag aufs Auge wird sowieso am Netzhaut noch einiges bewirken.

Beim boxen handelt es sich auch um eine relative Kontraindikation. Es heisst, man kann mit dem Arzt darueber reden. Ich hatte wirklich schwierigkeiten, Frau Mueller vom Care Vision Frankfurt diese Subtilitaet zu erklaeren:((((((

heiner
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Beitrag von heiner » 10.11.2007, 21:47

Man hört als Laie doch immer davon, ja der flap saugt sich über die Adhäsionskräfte von alleine wieder fest. Er wächst dann mit der zeit an den rändern wieder etwas an, aber wichtig bleiben doch die ädäsionskräfte. Ja das würde bombenfesthalten, wie zwei glasscheiben mit wasser dazwischen. (Zitat Carevision) Doch man hat aus dem Alltag ein Gefühl für Adhäsionskräfte, und der vergleich mit den zwei Glasscheiben hinkt. Nehmen wir eine dünne plastikfolio, machen sie nass und drücken sie gegen eine Fensterscheibe. Klar das haftet etwas, aber von festsitzen kann da keine Rede sein. Wer wie ich Kontaktlinsen trägt kennt die Adhäsionskräfte besser, sind sie es doch die Kontaktlinsen überhaupt erst im auge halten, genau im auge, auf der hornhaut, also fast wie der flap es später einmal muss. In der regel halten sie ihre position, aber sich entspannt die augen reiben, das gewöhnt man sich als kontaktlinsenträger doch ganz schnell ab, weil diese zumindestens zur seite wegrutschen, wenn nicht sogar falten schlagen, was so unangenehm ist das man nur noch zusieht sie rauszunehmen. Laut Aussage einer Ärztin ist nach einigen Wochen ein verschieben des Flaps durch ein reiben am auge unwahrscheinlich, aber sie empfielt es generell die nächsten 5 Jahre besser zu unterlassen. Sie hätte durch Re-Lasik-Ops ein gefühl dafür und weiss das es erst nach dieser Zeit wirklich schwer wird den Flap nochmal anzuheben. In den ersten Jahren nach der Op geht das wohl erschreckend einfach.


Am liebsten wäre es mir wenn es eine art klebstoff gäbe der den Flap sicher und dauerhaft fixiert, oder gar keiner geschnitten wird -> Lasek.

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