Tja das wars wohl mit der Lasik....

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

Generica
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Beitrag von Generica » 24.10.2009, 23:04

Hallo,
ich war in Mannheim in einem Laserzentrum, nicht in Frankfurt ;)
Hm...auf Biegen und Brechen will ich ganz sicher nicht eine Klinik finden die mich lasert, aber ich will auch nicht nur 1 Meinung haben, sondern zu mind.2 Ärzten gehen.DIe Phake IOL mag sicher sein, aber ich muss ehrlich sagen, der Gedanke in meinem Alter schon so ein Ding im Augen zu haben...den find ich schon irgendwie komisch....
Des weiteren fand ich die Art und Weise wie die Ärztin mir zu dieser Linsegeraten hat, auch etwas komisch.Die Risiken musste ich ihr regelrecht aus der Nase ziehen, und dass solch eine Linse das Risiko eines grauen Stars um einiges erhöht hat sie mir erst gar nicht erzählt...

July

Beitrag von July » 25.10.2009, 11:41

Hallo Generica,

ich hatte ganz ähnliche Werte wie du, -6 und -2 links bzw. -3 HHV rechst, was dann zusammengerechnet auch auf deine Werte kommt.

Allerdings war meine Hornhaut noch viel dünner wie deine, maximal 540 und Dunkelpupille bei 7,1 ....

Also ich habe den Eindruck gewonnen, dass manche Laserzentren nur ganz einfach zu machende LASIK-Patienten annehmen, um ihre tolle Erfolgsrate nicht zu gefährden. Bei einem Zentrum hier in München wurde mir ebenso katheogorisch abgehlehnt und mir wurde gesagt, es ginge nur mit Kunstlinsen.
Bei drei anderen Zentren war das nicht der Fall.

Kunstlinsen kamen für mich aber auf keinen Fall in Frage, denn erstens, habe ich keine extreme Kurzsichtigkeit über -10 (ebenso wie du nicht über -10 bist, noch dazu mit superdicken Hornhäuten), von dem her fande ich, sollte eine LASIK schon möglich sein.
2. musst du lebenslang!!!! einmal im Jahr deinen Augendruck messen lassen, das ist mit zusätzlichen Kosten und Zeitaufwand verbunden.
3. ist es ein Eingriff mit Erföffnung des Auges, hier sind die Infektionsrisiken höher, wer weiß ob die eingesetzt Linse dann auch wirklich passt, kann man ja vorher nicht ausprobieren
4. wäre eine Linseneinsetztung nur mit 1 wöchigen ABstand hier durchgeführt worden, es gibt aber auch Anbieter, die es an zwei aufeinanderfolgenden Tagen machen, das fände ich noch o.k ... aber ich war so was von aufgeregt vor der LASIK, die ich schlussendlich habe durchführen lassen, zweimal hätte ich das nicht durchstehen wollen.
5. hatte ich vorteilshafterweise eine sehr steile Hornhaut (das musst du unbedingt erfragen, wie das bei dir ist). Bei mir war von dem her in Aussicht, dass es nach dem Laserabtrag in dunkelheit ich sogar bessers Kontrastsehen haben könnte wie vorher, dass wäre bei einer Kunstlinse nicht der Fall.

Aber in der Tat, es war eine unglaublich schwierige Entscheidung, ich war bei 4 Zentren, habe Ausserdem noch eine Meinung von einer LASIK-Koryphäe eingeholt ....

Nun, ich habe mich letztendlich für die LASIK entschieden, trotdem dass eine 1-2% Change bestand, dass ich Nachts aufgrund von Halos nicht mehr Autofahren hätte können.

Aber die Vorteile die ich mir erhoffte, übwerwiegen dieses Risiko enorm, ich vertrug Kontaklinsen so gut wie gar nicht mehr (harte!) brauchte in der Früh gut zwei Stunden, bevor ich die überhaupt reintuen konnte, und mit Brille sah ich noch nie gut.

Lasern habe ich mich von einem Augenarzt, der sehr ehrlich aufgeklärt hat, der aber auch gleich meinte, wenn ich nicht mit ganzem Herzen hinter der Entscheidung stehe, soll ich noch lieber warten - ich glaube, das ist ganz wichtig, die innere Einstellung zu dem ganzen.

Es gibt übrigens eine Studie, die besagt, dass bei verwendeter optischer Zone von 6,5 mm auch bei größerer Dunkelpupille als 6,5mm, es dennoch nicht zu mehr Nebenwirkungen, wie z.B. Halos, Starburst bei den Patienten kam.

Also, die LASIK war nun vor gut 2 Monaten, gelasert werden konnte sogar nur mit 6,7mm optischer Zone, weil nicht genug Hornhautdicke vorhanden war.
Ergebnis: In der Tat, es braucht bei so hohen Werten einfach viel länger, bis Halos, Starburst besser werden - aber sie werden besser! Ich kann Nachts ohne Probleme Autofahren nun nach zwei Monaten, merke halt, der Kontrast ist ein wenig schlechter als wie vorher, aber nciht schlimm und eben noch ein wenig Halos, besonders bei den Autos mit Xeno-Scheinwerfern, aber es hindert mich nicht am Fahren/Sehen. Auf der dunklen Landstrasse sehe ich in der Tat sogar besser, weil meine Hornhaut nun nicht mehr so krumm ist. Bei starken Lichtquellen habe ich noch so was wie Starburst/Halos, aber sie schränken mich nicht ein - und es war eben nicht nur eine einfache Korrektur von -5 bei mir -

Aber die Vorteile sind so was von unglaublich, kein Gefümmel mehr in der Früh mit den Linsen, keine Brille mehr bei Sport, Schwimmen und Sauna! - es ist ein neues Leben für mich und echt ein Wunder!

Also, ich wäre eine Bestätigung dafür, dass es trotz kleinere optischer Zone, es nicht bleibend zu Halos/Starburst kommt - ich glaube es ist enorm wichtig, bei einem Augenarzt das machen zu lassen, der sehr erfahren ist (von den ganzen Laser-Ketten war ich letztendlich nicht überzeugt, die eine wollten mir ja sogar gleich Kunstlinsen verpassen) und der die Patienten persönlich auch hinterher betreut.


Was ich bei meinem auch sehr positiv fand, dass er zusätzlich medizinische Hyponose anbietet und ich bin davon überzeugt, dass die Einstellung zu der ganzen Sache, viel mit dem Endergebniss zu tun hat.
Und er hat sich enrom viel Zeit genommen, die Werte manuell auszutesten, wir haben dann ein wenig weniger genommen, als was die Maschine erst ausgespuckt hat. das finde ich das wichtigste Kriterium, dass hier nicht schnell innerhalb von 10 Minuten irgendwelche Werte bestimmt werden, denn die eingestellten Werte haben ja Konsequenz für den Rest deines Lebens!
Ich habe sowohl drinnen als auch draußen mit aufgesetzter Brille/Glässern schauen sollen, was für mich den besten Seheindruck macht, wir haben dann weniger genommen, um noch etwas an Hornhaut zu sparen und letztendlich wollte ich natürlch möglichst vermeiden, überkorregiert zu werden, weil ja eh nicht so üppig Hornhaut vorhanden war.
Ach ja, ich sehe jetzt 150%, bin leicht überkorregiert, dass heißt etwas weitsichtig, aber im Alltag stört es mich nicht, weiß jetzt auch nicht genau, wieviel.

Ich hatte hier auch sehr lange gelesen, fand aber wenig Beiträge von Leuten mit höheren Werten, aber noch laserbaren Werten (eben bis -10), ich hoffe das hilft dir bei deiner Entscheidungsfindung weiter, kannst mich auch pm, wenn du noch was wissen willst,

lg, July

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Beitrag von Generica » 25.10.2009, 12:02

Hallo July!
Vielen vielen Dank für deinen Beitrag! Würdest du mir per PM verraten, wo du überall warst und wer dich letztendlich gelasert hat? Das wäre super :)
Was ich bei dem Gespräch mit der Ärztin noch "interessant" fand war, dass sie meine dass man diese Kunstlinse schon bei -6 Dioptrien einsetzen könnte. Daraufhin habe ich gefragt warum man das denn so selten machen würde, und ihre Antwort war lediglich, dass es ja nur so wenige Leute mit solch einer Kurzsichtigkeit geben würde...nunja...meine gesamte Familie ist so stark kurzsichtig, und ich kenne selbt eine Menge Leute die ebenfalls eine recht hohe Dioptrienzahl haben, also fand ich ihre Argumentation sehr merkwürdig, wie so einiges andere auch...

Spark
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Das wars wohl

Beitrag von Spark » 25.10.2009, 12:58

Hi Generica, ich zitiere einen Forumsbeitrag:
Gleich vorweg ein Ratschlag: Nimm die phake IOL Kunstlinse.
In deinem Alter Verlust der Akkommodation???????
Nie und nimmer!!!!!!

Dass du unterschiedliche Ratschläge zu Verfahren und Operationstechniken bekommst ist verwirrend, aber erklärbar.

Ich spekuliere mal ein wenig, rein fiktiv natürlich!

Im Laserzentrum X wird ein Laser verwendet, der bei diesen hohen Abträgen einen hohen Hornhautverbrauch hat, relativ lange dafür braucht und die zu erwartenden Ergebnisse nicht brilliant werden können. Empfehlung zur phaken IOL.
Keine Anamnese über Anforderung an das Sehen im Hinblick auf Berufswunsch.

Im Laserzentrum Y steht ein Keratom zur Verfügung, das minimal 160 micron Schnitttiefe bringt. Empfehlung zur LASEK.
Keine Anamnese über Anforderung an das Sehen im Hinblick auf Berufswunsch.

Im Laserzentrum Z steht ein Keratom zur Verfügung, das minimal 120 micron Schnitttiefe bringt und ein moderner Laser der auch bei hohen Abträgen eine entsprechende Hornhautreserve belässt. Empfehlung zur LASIK.

Du siehst also, dass die Empfehlungen nicht nur von dir als Patient abhängig sind, sondern die apparative Ausstattung eines Zentrums und die entsprechenden Erfahrungen des Operateurs, mit den ihm zur Verfügung stehenden Equipment, entscheidenden Anteil an der Auswahl des Verfahrens haben.

Dies erklärt die oft verwirrenden und widersprüchlichen Aussagen der einzelnen Zentren.

lG, Spark

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Beitrag von Generica » 25.10.2009, 14:16

Nunja, aber über das Zentrum in Mannheim wo unter anderem Prof.Dr.Knorz arbeitet liest man ja sehr viel, und die sollen dort ja auch sehr moderne Geräte haben. Deswegen war meine Verwirrung noch größer ;)

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