Kosten, Steuerrecht, Arbeitsrecht

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Moderator: Frankyboy

ladydiana
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Kosten, Steuerrecht, Arbeitsrecht

Beitrag von ladydiana » 27.09.2004, 22:40

Neben den medizinischen Fragen interessiere ich mich auch für die finanziellen Fragen:

Gerüchteweise habe ich gehört, dass ab einer bestimmten Kurzsichtigkeit die (gesetzliche) Krankenkasse die Kosten für die OP übernimmt, stimmt das?

Außerdem interessiere ich mich noch für rechtliche Fragen:
für die Leute, die es selbst zahlen mussten: hat jemand mal versucht, dies bei der Einkommensteuer abzusetzen als Krankheitskosten (außergewöhnliche Belastung)? Zufällig arbeite ich nämlich bei einem Steuerberater, konnte aber bisher nirgends Infos finden, ob man die OP-Kosten absetzen kann. das würde ich mal gern wissen, sozusagen aus privatem und auch beruflichem Interesse. Bin nicht sicher, ob es zulässig ist, denn bei außergewöhnlichen Belastungen ist die Zwangsläufigkeit eine notwendige Voraussetzung. Die OP hat aber bei den meisten Fällen doch eher kosmetische Gründe. (wenn jemand aber z. B. -12 dpt und noch mehr hat, sieht die Sache natürlich anders aus).

Ich habe auch mal ein Arbeitsgerichts-Urteil gelesen, bei dem ein Arbeitnehmer wegen der OP ein paar Tage arbeitsunfähig war und dann vom Arbeitgeber Lohnfortzahlung (wg. Krankheit) forderte. Der Arbeitgeber war hingegen der Ansicht, dass er Urlaub nehmen muss. Der Fall ging vor Gericht. Das Arbeitsgericht war ebenfalls dieser Meinung und begründete dies damit, dass Kurzsichtigkeit keine "Krankheit" ist (im Sinn von akut behandlungsbedürftig oder so)
Man bekommt also keine gelben Scheine??

Jennie_
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Beitrag von Jennie_ » 28.09.2004, 06:26

Gesetzliche Kassen dürfen nicht zahlen - Schönheitsoperation!

Man kann die Lasik aber als "außergewöhnliche Belastung" absetzen. Wurde im Forum vom VSDAR schon öfter drüber gesprochen und da hatten einige auch schon Erfolg damit.

Krank ist man nach einer Lasik sicherlich nicht, ich wurde aber für den OP Tag und 2 Tage danach "krankgeschrieben" und den Freitag hat mir mein Chef freigegeben. Kommt wahrscheinlich auf den Arzt an, meiner sagte länger als die 2 Tage dürfe er nicht und andere schreiben ja gar keinen gelben Schein.
Seit dem 07.01.2003 endlich brillenlos. :)

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Beitrag von Miri » 28.09.2004, 10:55

hi,

ich wurde nach einer LASEK 10 tage krank geschrieben. bei LASIK-patienten habe ich davon allerdings noch nichts gehört....

gruß, Miri

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Beitrag von regina_garbe » 28.09.2004, 11:19

1. Die Operation ist steuerlich absetzbar.
2. Gesetzliche KKen zahlen gar nichts, egal, wie schlecht du auch sehen magst...
3. Arbeitsrechtlich ist es so, dass du bei einer Lasik nicht krank bist, daher auch nicht krankgeschrieben wirst und deshalb Urlaub nehmen musst oder Überstunden abbummeln.
Mein Augenarzt in Detmold macht es daher so, dass er grundsätzlich am Donnerstag operiert, dann ist am Freitag die Nachkontrolle und dann hat man noch zwei Tage zum Erholen; im allgemeinen kann man dann Montag wieder arbeiten (bei mir wäre das problemlos gegangen). Dadurch "verliert" man nur zwei Arbeitstage.
Regina :)

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Beitrag von ladydiana » 28.09.2004, 21:51

danke an alle für die Infos
wundert mich aber, dass die Krankenkassen in gar keinem Fall zahlen. Das sehe ich in meinem Fall vielleicht noch ein, aber es gibt doch Leute, die wesentlich stärker kurzsichtig sind. Vielleicht hängt das von der Art der OP ab? LASIK, von der man am meisten hört, ist eben nur bis zu einer bestimmten Dioptrienzahl möglich, und für die hochgradig Kurzsichtigen gibt es andere Verfahren, die dann aber evtl. die Kasse zahlen würde?
Und was die Kosmetik angeht:
bei stark Kurzsichtigen verkleinern die Brillengläser das Bild. Das ist auch nicht mehr nur "kosmetisch", sondern wirkt sich aufs Sehvermögen aus. Im übrigen hatte ich vor 2 Jahren (also mit 23 Jahren) eine Schiel-OP. Diese mag sich bei kleinen Kindern vielleicht noch positiv aufs Sehvermögen auswirken, aber bei Erwachsenen ist das wirklich rein kosmetisch. Wurde aber anstandslos von der Kasse bezahlt, gab überhaupt keine Diskussion. Die Frage, ob Schielen hässlicher und mehr von-der-Norm-abweichend ist als eine dicke Brille, überlase ich hiermit diesem Forum ;.)
An dieser Stelle auch einen herzlichen Gruß an meine Augenärztin, die in den 12 Jahren, in denen ich sie mehrmals jährlich besucht habe, nicht auf die Möglichkeit einer Schiel-OP hingewisen hat. Tipp kam von meinem HAUSarzt, der mich ca. alle 2 Jahre sieht.

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