Diagnose: grauer Star - Frage zu Linsen

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sehnix
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Diagnose: grauer Star - Frage zu Linsen

Beitrag von sehnix » 03.12.2013, 13:47

Hi zusammen

So, meine Pläne die Augen lasern zu lassen kann ich nun begraben - hoffe meine Frage passt hier rein, hab kein anderes "spezialisiertes Forum" gefunden:

neulich den Kontrolltermin beim Augendoc gehabt, Diagnose:
linkes Auge: Glaskörpertrübung
rechtes Auge: beginnender grauer Star.
... beides noch nicht in einer Stärke, die eine OP sofort erfordern *

(was beides eine gute Erklärung für gewisse Blendeffekte in Dämmerung/Nachts ist)

War ziemlich fertig als der Doc mir das mitgeteilt hat, mit 35 hört man so eine Diagnose nicht wirklich gern, wenn man schon mit -6dpt auf beiden Augen gestraft ist... So hab ich völlig vergessen ein paar Fragen zu stellen...

(Hintergrund-Info)
Mein Vater hatte letztes Jahr beide Augen wg. grauem Star operieren lassen müssen; er bekam "feste" Linsen, die nur auf eine Entfernung korrigieren (er wählte die "goldene Mitte" (Sehstärke ausreichend für's Gehen) - für die Ferne muss er eine Brille tragen, für die Nähe eine andere)...

(* nun meine Komplikation:)
neben Bildschirmarbeit kommt bei mir "Arbeit auf dem Bock" dazu; LKW-Fahrer (zur Zeit jedoch Arbeitslos)...

Für mich ist die Akkomodation sehr wichtig, da ich bsp. nicht immer die Brille tauschen kann, und eine Gleitsichtbrille nicht wirklich viel vom Sehfeld übrig lässt (zumal die Gleitsicht nur auf meinem dominanten Auge wäre, ich stell mir das Sehen mit "links Einstärkenglas" und "rechts Gleitsicht" als sehr anstrengend vor)...

--->

Weis jemand wie die Entwicklung bei den "Katarakt-Linsen" aussieht?
Ist damit zu rechnen, das in ein/zwei Jahren (besser: früher) Linsen auf den Markt kommen, die eine "selbstständige Akkomodation des Auges" ermöglicht?

(mir wär's soweit noch egal, wenn ich danach eine Brille tragen muss (würde wohl wie Vater die "goldene Mitte" wählen, wenn's mit der OP soweit ist) - solange dies dann eine Einstärkenkorrektur hat, und ich trotzdem fliessend von Nah auf Fern "umstellen" kann)

(gibt es hier ev. ein paar "Berufskollegen" welche vor einer ähnlichen Entscheidung standen? Und wie habt ihr euch entschieden?)

iclv4c
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Re: Diagnose: grauer Star - Frage zu Linsen

Beitrag von iclv4c » 03.12.2013, 18:46

das sind zwei ziemlich unterschiedliche diagnosen. zunächst wäre es wichtig zu wissen wie ausgeprägt deine glaskörpertrübung ist. sind es nur die "fliegenden mücken", oder "mouches volantes" genannt, ist das kein drama, sondern allenfalls störend. oder ist das ganze schwerwiegender? und vor allem, falls es schwerwiegend ist, was ist die diagnostizierte ursache???

zum grauen star: das ist in deinem alter natürlich ungewöhnlich früh, aber mittels implantaten gut zu meistern. möglicherweise müssten jedoch beide augen operiert werden.
Ist damit zu rechnen, das in ein/zwei Jahren (besser: früher) Linsen auf den Markt kommen, die eine "selbstständige Akkomodation des Auges" ermöglicht?
selbständig akkomodierende kunstlinsen, die einwandfrei funktionieren, gibt es noch nicht soweit ich das weiß. dito, wie es in den nächsten 2-3 jahren aussieht. multi- oder trifokale linsen allerdings gibt es...

aber das ist alles extrem ins blaue reingesprochen. ich würde dir empfehlen eine renommierte uni-/augenklinik aufzusuchen, die befunde deines augenarztes mitzunehmen und dich dort nochmals komplett untersuchen zu lassen. (dein doc kann dich ja überweisen...)

sehnix
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Re: Diagnose: grauer Star - Frage zu Linsen

Beitrag von sehnix » 03.12.2013, 19:12

Glaskörpertrübung: einzelne dunkle "Stellen" die sich mit dem Auge mitbewegen; meines Erachtens nicht wirklich störend...

Grauer Star: beginnend... Aber das Blenden wird schon langsam lästig (und zwar in einer Art, wie ich mir überlege ob es nicht besser wäre den Fahrerberuf an den Nagel zu hängen)

Beidseitige OP - naja wären die gleichen Probleme (schneller Wechsel zw. Nah- und Fernsicht, ohne das Gleitsicht "reinpfuscht"; Stichwort: eingeschränktes (korrigiertes) Sehfeld... Die Strassenverkehrsämter hier in der CH reagieren sehr empfindlich bei dieser Frage)...

Ev. wäre es - wie du sagst - von Vorteil die Diagnose inkl. weiterer Beratung in einer Klinik zu erörtern (ist nur so schweine Teuer, Wartezeiten bis zu nem halben Jahr (da kein Notfall))...

Für mich stellt sich zur Zeit eben die Frage, ob ich mich jetzt gleich operieren lasse (Effekte schon spürbar), oder zu warten (für den Fall, das es bei akkomodierbaren Linsen einen Durchbruch gäb...)

Adlerauge273
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Re: Diagnose: grauer Star - Frage zu Linsen

Beitrag von Adlerauge273 » 04.12.2013, 12:01

Also es tut sich auf dem Gebiet schon einiges, aber es ist schwierig vorherzusagen, wann wirklich "brauchbare" selbst-akkomodierende Linsen auf den Markt kommen. Die derzeit verfügbaren dürften wohl noch einen recht geringen Akkomodationsbereich haben. Es gibt schon ein paar Studien, die diese Linsen mit "normalen" Mono- bzw. Bifokal-Linsen vergleichen, aber einen wesentlichen Vorteil bringen die neuen Linsen offenbar noch nicht.

LG,
Adlerauge.

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Re: Diagnose: grauer Star - Frage zu Linsen

Beitrag von Marionne » 04.12.2013, 16:27

Darf ich mich hier kurz einklinken? - Mit einer Frage.
Adlerauge273 hat geschrieben:wann wirklich "brauchbare" selbst-akkomodierende Linsen auf den Markt kommen. Die derzeit verfügbaren dürften wohl noch einen recht geringen Akkomodationsbereich haben.
Was sind "selbst-akkomodierende Linsen"? Ich verstehe nur Bahnhof.
Es gibt schon ein paar Studien, die diese Linsen mit "normalen" Mono- bzw. Bifokal-Linsen vergleichen, aber einen wesentlichen Vorteil bringen die neuen Linsen offenbar noch nicht.
Hättest Du da vielleicht einen Link? Solche Studien würden mich brennend interessieren.

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