Erfahrungsbericht einer CLE durchgeführt in Köln im Juli 201
Verfasst: 08.09.2011, 12:44
Liebe Forumsgemeinde und Leidensgenossen. Ich habe mich jetzt hier extra in diesem Forum angemeldet um Euch meine Erfahrungen zu schildern die ich seit meinem ersten Termin im Mai 2011 mit einem Augenzentrum in Köln gemacht habe.
Erstmal zu meiner Ausgangslage:
Ich bin Männlich, 44 Jahre alt, war stark weitsichtig und trage/trug seit meinem 6. Lebensjahr eine Brille. Vor der Operation lagen meine Werte links bei +4,25 und rechts. bei + 5.50.
Schon lange spielte ich mit dem Gedanken mich lasern zu lassen, da ich ohne Brille immer schlechter sah und ich nach 15 Jahren anfing die Kontaktlinsen nicht mehr gut zu vertragen. Leider war das bei den Werten nie möglich, bis ich auf eine Werbung dieses Augenzentrums stieß. Dort wirbt man mit dem modernsten Laser, der auch Weitsichtige bis + 6 Dioptrien lasern könne. Also habe ich einen Termin gemacht. Anfang Mai war es dann soweit und ich war ziemlich gespannt.
Der erste Eindruck der Praxis wirkte ziemlich professionell und alle waren sehr freundlich. Es wurden erst ein paar elektronische Messungen durchgeführt und dann kam ich zum Optikermeister der mit mir die üblichen Sehtests durchführte. Er wies mich schon darauf hin, dass meine Werte zum lasern grenzwertig seien, da die Werte nach dem weit tropfen zugrunde gelegt würden.
Also wurde ich weitgetropft und danach erneut gemessen. In der Tat stiegen die Werte massiv an, jedes Auge um weitere +1,75 Dioptrien. Danach kam ich zum Chefarzt und Laserspezialisten und er teilte mir mit, dass bei mir eine Laserbehandlung nicht optimal wäre durch die bald einsetzende Altersweitsichtigkeit, aber ein Linsentausch gut funktionieren würde, mich langfristig von der Brille zu befreien. Er schickte mich zu deren „Ingenieur“ und er erklärte mir wunderbar am PC mit Grafiken usw. die Linsenoperation und die Vorteile von Monofokallinsen gegenüber Multifokallinsen. Ziel der Operation wäre es, mich für den Alltag komplett Brillenfrei zu bekommen, lediglich für kleinstgeschriebenes würde ich eine Lesebrille von etwa +1 benötigen. Ansonsten würde ich mit den Monolinsen in FullHD sehen, O-ton des Ingenieurs. Eventuell könnte auch noch mit einem Laser nachkorrigiert werden
Ok, mit diesen Eindrücken verließ ich leicht enttäuscht das Augenzentrum, jedoch mit einem neuen Termin zum Linsentausch Vorgespräch einige Wochen später.
Der Termin rückte näher und ich wurde unsicher ob ich diese OP machen lassen soll oder nicht, wie würde das Ergebnis werden? Ich rief in Köln an und sprach mit dem Ingenieur. Er war sehr nett und bat mir an, bei meinem nächsten Termin eine Simulation durchzuführen, also Weit tropfen und dann Kontaktlinsen einsetzen…
Als ich dann wieder Mitte Juni zum Termin erschien, war der Ingenieur nicht im Hause und ich wurde von Herrn und Frau B. beraten. Sie sagten, das so eine Simulation unüblich wäre und ich der erste wäre der so etwas verlangt…. Komisch dachte ich mir, der Ingenieur hatte das doch angeboten, warum wissen die davon nichts…, egal, Tropfen rein, neu gemessen, Werte gleichgeblieben, Linsen rein und durch die Stadt marschiert.
Der Seheindruck war so lala, später sagten mir aber die beiden Ärzte, das läge an den weiten Pupillen und an der nicht korrigierten HHV. Das würde dann mit der Linsen OP korrigiert und das Ergebnis viel besser, so 100% könne man das nicht simulieren….leuchtete mir auch ein.
Also ließ ich mich überzeugen und entschloss ich mich nach Rücksprache mit meiner Frau zu dieser OP.
Vier Wochen später war es dann soweit. Am 19.Juli sollte erst das rechte und am 20 Juli das linke Auge operiert werden. In Köln angekommen, wir wohnen in der Nähe von Frankfurt, in die Praxis, gleich 5200 Euro abgedrückt und in den 1. Stock. Dort finden die Linsenoperationen statt. Ich denke, den Teil kann ich abkürzen, denn hierzu gibt es nichts zu sagen, ausser, das beide Operation perfekt verliefen und pro Auge so ungefähr 10-15 Minuten dauerten.
Nachdem beide Verbände ab waren, bekam ich meinen Tropfplan, 2 Wochen Isopto-Max und 3 Wochen Predni_Pos 1%. Zu allererst viel mir auf, das ich auf einmal in die Nähe extrem scharf gesehen habe aber so ab 1 Meter Entfernung unscharf, ausserdem hatte ich mit Halos um Lichterquellen zu kämpfen.
Herr B. der mich seit dem betreut, sagte, das läge noch an der Hornhaut, die so kurz nach der Operation noch geschwollen wäre und dadurch das Licht anders „bricht“. Das würde sich wieder geben…
Mit diesen Worten fuhren wir dann wieder nach Hause und die Leidenszeit begann….
In den ersten Tagen sah ich sehr verschwommen und hatte stark mit trockenen Augen zu kämpfen. Ich hoffte von Tag zu Tag dass die Seheindrücke besser würden aber ich konnte nach wie vor ohne Brille lesen, alles andere war für mich nicht oder nur unscharf zu erkennen… eigentlich sollte es doch umgekehrt sein?
Eine Woche später zur Nachkontrolle begrüßte mich der Ingenieur und stellte fest das die Linsen hervorragen sitzen würden, aber das ich im Moment leicht kurzsichtig wäre, so etwa -0,5 und einen Visus von 0,8-0,9… und mit diesen Werten wären wir weit von einem Nachlasern entfernt und das würde sowieso in den nächsten Wochen in die Ferne immer besser werden. Er war sehr zufrieden, ich nicht. Mir erschienen die Werte utopisch und schöngefärbt.
Danach kam ich wieder zu Herrn B., er sagte wieder brav seinen Spruch von der geschwollenen Hornhaut und Geduld. Das wird perfekt, er sei sich ganz sicher…..
Mittlerweile waren die Halos verschwunden, aber nach ca. 2 Wochen bemerkte ich beim rechten Auge wie so eine Art Fettfilm/schicht auf dem Auge, was sich besonders beim schauen in Lichtquellen (Kerzen, Strassenlaterne) in Form von leichten Starbursts bemerkbar machte. Ausserdem wurde die Kurzsichtigkeit immer schlimmer, vor allem nachts. Tagsüber konnte ich schon auf der Strasse keine Gesichter erkennen aber nachts war es ganz aus. Autofahren war unmöglich, ich konnte auf 5 Meter keine Schilder erkennen. Sport treiben, vor allem in der Halle, ausgeschlossen. Ich war deprimiert und hilflos.
Ich rief danach besorgt in Köln an und sprach mit Herrn B.. Das einzige was er mir riet war, ich müsse die Augen mehr benetzen, eventuell käme das von trockenen Augen, schließlich würde ich schon länger Kortisontropfen nehmen. Auf den Schleier vor meinem rechten Auge ging er nicht weiter ein.
Aus Spass setzte ich mal die Brille von meiner Frau auf, sie ist kurzsichtig, zwischen -1 und -2 und siehe da, ich konnte in die Ferne ziemlich gut sehen, zwar nicht perfekt, aber viel besser als ohne. Jetzt wollte ich es wissen und machte einen Termin bei unserem Optiker um mir mal die Augen ausmessen zu lassen. Wir machten 2 Messungen, eine als ich noch Kortisontropfen nahm und eine weitere, als ich eine Woche keine Tropfen mehr nahm einen Tag vor der Endkontrolle in Köln am 26.08.
Die Werte erschreckten mich: Rechts -1,25 und links -1,5 zzgl. -0,75 HHV. Autofahren ohne Sehhilfe nicht erlaubt! Ich war tot unglücklich und irgendwie kam auch Wut auf.
In Köln angekommen, empfing mich Frau B. und führte einige Messungen durch. Ich erklärte und erzählte ihr wie unzufrieden ich mit dem Ergebnis sei und sie notierte sich alles ganz fleissig. Dann sagte sie, in meiner Kartei würde aber stehen, das angestrebte Ziel wären -0,5 gewesen, so das ich ohne Brille lesen könne. Das war so natürlich nie besprochen. Vereinbart war ja auf Fernsicht mit Lesebrille, ausserdem war sie ja mit bei dieser Simulation, einige Wochen vorher dabei. Sie versuchte sich rauszureden indem sie sagte, sie wüsste nicht was besprochen wurde, sie war nicht dabei. Es wurde immer dubioser…..
So nebenbei deckten sich übrigens die gemessenen Werte mit denen von meinem Optiker und sie lenkte wieder ein. Meine Zufriedenheit wäre das Ziel und hier müsse noch was gemacht werden, Herr B. wird mich gleich aufrufen und mit ihm besprechen wir wie es weitergeht.
Kurz darauf bei Herrn B. schlug er vor, erstmal Bilder von meiner Netzhaut zu machen, danach wieder weit tropfen um tiefer ins Auge schauen zu können. Netzhaut top, aber es hat sich ein Nachstar gebildet, rechts stärker als links. Dieser könnte problemlos mit dem YAG Laser entfernt werden. Es war Freitag und er schlug vor das rechte Auge gleich zu lasern, ich müsste nur einen Tag später den Augendruck messen lassen. Das war kein Problem und das lasern ging los. Freitag rechts und montags links.
Seit dem lasern sind nun knapp 14 Tage vergangen und ich sehe nochmals schlechter als vorher. Ich habe permanent Trübungen im Auge, die mich vor allen Dingen am PC und bei Lichtquellen massiv behindern. Ich kann auf keinen weissen Hintergrund schauen, ohne dass mir ein Schleier vor die Augen fährt. Dazu kommen noch massive Starbursteffekte, als ob ich in eine Discokugel schauen würde.
Links hatte ich den Nachstar nicht bemerkt und ich bin zwar aktuell noch kurzsichtig aber mit dem linken Auge hatte ich keine Probleme. Ich konnte die Flamme einer Kerze ganz scharf und kontrastreich sehen, ohne jegliche Effekte. Das ist jetzt auch vorbei.
Mein Augenarzt am Wohnort hatte beim Augendruck messen, trotz kleiner Pupille festgestellt, das der Nachstar nicht ganz optimal entfernt wurde. Er macht diese Behandlung ca. zehnmal pro Woche und seine Patienten hätten hinterher keine Probleme. Sie würden einfach nur wieder schärfer sehen.
Da der Zustand für mich kaum auszuhalten ist, habe ich mich jetzt zähneknirschend dazu entschlossen, ihn die Nachstarbehandlung wiederholen zu lassen. Er versicherte mir, dass ich danach wesentlich besser sehen würde, da er eine andere Technik anwenden würde.
Leider muss ich diese Behandlung bei ihm bezahlen, ca. 300 Euro pro Auge. Zwar sind die Nachstarbehandlungen beim Augenzentrum im Gesamtpreis enthalten, aber 1. ist der Herr B. nun für drei Wochen in Urlaub und 2. habe ich das Vertrauen in die Ärzte dort ziemlich verloren, denn alles was sie mir im Vorfeld sagten, trat nicht ein, schlimmer noch, es entwickelte sich ins Gegenteil.
Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es bei mir nach dieser Behandlung weiter geht.
Erstmal zu meiner Ausgangslage:
Ich bin Männlich, 44 Jahre alt, war stark weitsichtig und trage/trug seit meinem 6. Lebensjahr eine Brille. Vor der Operation lagen meine Werte links bei +4,25 und rechts. bei + 5.50.
Schon lange spielte ich mit dem Gedanken mich lasern zu lassen, da ich ohne Brille immer schlechter sah und ich nach 15 Jahren anfing die Kontaktlinsen nicht mehr gut zu vertragen. Leider war das bei den Werten nie möglich, bis ich auf eine Werbung dieses Augenzentrums stieß. Dort wirbt man mit dem modernsten Laser, der auch Weitsichtige bis + 6 Dioptrien lasern könne. Also habe ich einen Termin gemacht. Anfang Mai war es dann soweit und ich war ziemlich gespannt.
Der erste Eindruck der Praxis wirkte ziemlich professionell und alle waren sehr freundlich. Es wurden erst ein paar elektronische Messungen durchgeführt und dann kam ich zum Optikermeister der mit mir die üblichen Sehtests durchführte. Er wies mich schon darauf hin, dass meine Werte zum lasern grenzwertig seien, da die Werte nach dem weit tropfen zugrunde gelegt würden.
Also wurde ich weitgetropft und danach erneut gemessen. In der Tat stiegen die Werte massiv an, jedes Auge um weitere +1,75 Dioptrien. Danach kam ich zum Chefarzt und Laserspezialisten und er teilte mir mit, dass bei mir eine Laserbehandlung nicht optimal wäre durch die bald einsetzende Altersweitsichtigkeit, aber ein Linsentausch gut funktionieren würde, mich langfristig von der Brille zu befreien. Er schickte mich zu deren „Ingenieur“ und er erklärte mir wunderbar am PC mit Grafiken usw. die Linsenoperation und die Vorteile von Monofokallinsen gegenüber Multifokallinsen. Ziel der Operation wäre es, mich für den Alltag komplett Brillenfrei zu bekommen, lediglich für kleinstgeschriebenes würde ich eine Lesebrille von etwa +1 benötigen. Ansonsten würde ich mit den Monolinsen in FullHD sehen, O-ton des Ingenieurs. Eventuell könnte auch noch mit einem Laser nachkorrigiert werden
Ok, mit diesen Eindrücken verließ ich leicht enttäuscht das Augenzentrum, jedoch mit einem neuen Termin zum Linsentausch Vorgespräch einige Wochen später.
Der Termin rückte näher und ich wurde unsicher ob ich diese OP machen lassen soll oder nicht, wie würde das Ergebnis werden? Ich rief in Köln an und sprach mit dem Ingenieur. Er war sehr nett und bat mir an, bei meinem nächsten Termin eine Simulation durchzuführen, also Weit tropfen und dann Kontaktlinsen einsetzen…
Als ich dann wieder Mitte Juni zum Termin erschien, war der Ingenieur nicht im Hause und ich wurde von Herrn und Frau B. beraten. Sie sagten, das so eine Simulation unüblich wäre und ich der erste wäre der so etwas verlangt…. Komisch dachte ich mir, der Ingenieur hatte das doch angeboten, warum wissen die davon nichts…, egal, Tropfen rein, neu gemessen, Werte gleichgeblieben, Linsen rein und durch die Stadt marschiert.
Der Seheindruck war so lala, später sagten mir aber die beiden Ärzte, das läge an den weiten Pupillen und an der nicht korrigierten HHV. Das würde dann mit der Linsen OP korrigiert und das Ergebnis viel besser, so 100% könne man das nicht simulieren….leuchtete mir auch ein.
Also ließ ich mich überzeugen und entschloss ich mich nach Rücksprache mit meiner Frau zu dieser OP.
Vier Wochen später war es dann soweit. Am 19.Juli sollte erst das rechte und am 20 Juli das linke Auge operiert werden. In Köln angekommen, wir wohnen in der Nähe von Frankfurt, in die Praxis, gleich 5200 Euro abgedrückt und in den 1. Stock. Dort finden die Linsenoperationen statt. Ich denke, den Teil kann ich abkürzen, denn hierzu gibt es nichts zu sagen, ausser, das beide Operation perfekt verliefen und pro Auge so ungefähr 10-15 Minuten dauerten.
Nachdem beide Verbände ab waren, bekam ich meinen Tropfplan, 2 Wochen Isopto-Max und 3 Wochen Predni_Pos 1%. Zu allererst viel mir auf, das ich auf einmal in die Nähe extrem scharf gesehen habe aber so ab 1 Meter Entfernung unscharf, ausserdem hatte ich mit Halos um Lichterquellen zu kämpfen.
Herr B. der mich seit dem betreut, sagte, das läge noch an der Hornhaut, die so kurz nach der Operation noch geschwollen wäre und dadurch das Licht anders „bricht“. Das würde sich wieder geben…
Mit diesen Worten fuhren wir dann wieder nach Hause und die Leidenszeit begann….
In den ersten Tagen sah ich sehr verschwommen und hatte stark mit trockenen Augen zu kämpfen. Ich hoffte von Tag zu Tag dass die Seheindrücke besser würden aber ich konnte nach wie vor ohne Brille lesen, alles andere war für mich nicht oder nur unscharf zu erkennen… eigentlich sollte es doch umgekehrt sein?
Eine Woche später zur Nachkontrolle begrüßte mich der Ingenieur und stellte fest das die Linsen hervorragen sitzen würden, aber das ich im Moment leicht kurzsichtig wäre, so etwa -0,5 und einen Visus von 0,8-0,9… und mit diesen Werten wären wir weit von einem Nachlasern entfernt und das würde sowieso in den nächsten Wochen in die Ferne immer besser werden. Er war sehr zufrieden, ich nicht. Mir erschienen die Werte utopisch und schöngefärbt.
Danach kam ich wieder zu Herrn B., er sagte wieder brav seinen Spruch von der geschwollenen Hornhaut und Geduld. Das wird perfekt, er sei sich ganz sicher…..
Mittlerweile waren die Halos verschwunden, aber nach ca. 2 Wochen bemerkte ich beim rechten Auge wie so eine Art Fettfilm/schicht auf dem Auge, was sich besonders beim schauen in Lichtquellen (Kerzen, Strassenlaterne) in Form von leichten Starbursts bemerkbar machte. Ausserdem wurde die Kurzsichtigkeit immer schlimmer, vor allem nachts. Tagsüber konnte ich schon auf der Strasse keine Gesichter erkennen aber nachts war es ganz aus. Autofahren war unmöglich, ich konnte auf 5 Meter keine Schilder erkennen. Sport treiben, vor allem in der Halle, ausgeschlossen. Ich war deprimiert und hilflos.
Ich rief danach besorgt in Köln an und sprach mit Herrn B.. Das einzige was er mir riet war, ich müsse die Augen mehr benetzen, eventuell käme das von trockenen Augen, schließlich würde ich schon länger Kortisontropfen nehmen. Auf den Schleier vor meinem rechten Auge ging er nicht weiter ein.
Aus Spass setzte ich mal die Brille von meiner Frau auf, sie ist kurzsichtig, zwischen -1 und -2 und siehe da, ich konnte in die Ferne ziemlich gut sehen, zwar nicht perfekt, aber viel besser als ohne. Jetzt wollte ich es wissen und machte einen Termin bei unserem Optiker um mir mal die Augen ausmessen zu lassen. Wir machten 2 Messungen, eine als ich noch Kortisontropfen nahm und eine weitere, als ich eine Woche keine Tropfen mehr nahm einen Tag vor der Endkontrolle in Köln am 26.08.
Die Werte erschreckten mich: Rechts -1,25 und links -1,5 zzgl. -0,75 HHV. Autofahren ohne Sehhilfe nicht erlaubt! Ich war tot unglücklich und irgendwie kam auch Wut auf.
In Köln angekommen, empfing mich Frau B. und führte einige Messungen durch. Ich erklärte und erzählte ihr wie unzufrieden ich mit dem Ergebnis sei und sie notierte sich alles ganz fleissig. Dann sagte sie, in meiner Kartei würde aber stehen, das angestrebte Ziel wären -0,5 gewesen, so das ich ohne Brille lesen könne. Das war so natürlich nie besprochen. Vereinbart war ja auf Fernsicht mit Lesebrille, ausserdem war sie ja mit bei dieser Simulation, einige Wochen vorher dabei. Sie versuchte sich rauszureden indem sie sagte, sie wüsste nicht was besprochen wurde, sie war nicht dabei. Es wurde immer dubioser…..
So nebenbei deckten sich übrigens die gemessenen Werte mit denen von meinem Optiker und sie lenkte wieder ein. Meine Zufriedenheit wäre das Ziel und hier müsse noch was gemacht werden, Herr B. wird mich gleich aufrufen und mit ihm besprechen wir wie es weitergeht.
Kurz darauf bei Herrn B. schlug er vor, erstmal Bilder von meiner Netzhaut zu machen, danach wieder weit tropfen um tiefer ins Auge schauen zu können. Netzhaut top, aber es hat sich ein Nachstar gebildet, rechts stärker als links. Dieser könnte problemlos mit dem YAG Laser entfernt werden. Es war Freitag und er schlug vor das rechte Auge gleich zu lasern, ich müsste nur einen Tag später den Augendruck messen lassen. Das war kein Problem und das lasern ging los. Freitag rechts und montags links.
Seit dem lasern sind nun knapp 14 Tage vergangen und ich sehe nochmals schlechter als vorher. Ich habe permanent Trübungen im Auge, die mich vor allen Dingen am PC und bei Lichtquellen massiv behindern. Ich kann auf keinen weissen Hintergrund schauen, ohne dass mir ein Schleier vor die Augen fährt. Dazu kommen noch massive Starbursteffekte, als ob ich in eine Discokugel schauen würde.
Links hatte ich den Nachstar nicht bemerkt und ich bin zwar aktuell noch kurzsichtig aber mit dem linken Auge hatte ich keine Probleme. Ich konnte die Flamme einer Kerze ganz scharf und kontrastreich sehen, ohne jegliche Effekte. Das ist jetzt auch vorbei.
Mein Augenarzt am Wohnort hatte beim Augendruck messen, trotz kleiner Pupille festgestellt, das der Nachstar nicht ganz optimal entfernt wurde. Er macht diese Behandlung ca. zehnmal pro Woche und seine Patienten hätten hinterher keine Probleme. Sie würden einfach nur wieder schärfer sehen.
Da der Zustand für mich kaum auszuhalten ist, habe ich mich jetzt zähneknirschend dazu entschlossen, ihn die Nachstarbehandlung wiederholen zu lassen. Er versicherte mir, dass ich danach wesentlich besser sehen würde, da er eine andere Technik anwenden würde.
Leider muss ich diese Behandlung bei ihm bezahlen, ca. 300 Euro pro Auge. Zwar sind die Nachstarbehandlungen beim Augenzentrum im Gesamtpreis enthalten, aber 1. ist der Herr B. nun für drei Wochen in Urlaub und 2. habe ich das Vertrauen in die Ärzte dort ziemlich verloren, denn alles was sie mir im Vorfeld sagten, trat nicht ein, schlimmer noch, es entwickelte sich ins Gegenteil.
Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es bei mir nach dieser Behandlung weiter geht.