erfahrungsbericht 4 jahre restor multifokallinsen
Verfasst: 01.09.2010, 10:55
erfahrungsbericht nach gut 3 1/2 jahren restor multifokallinsen
hallo,
ich habe mir vor gut 3 ½ jahren restor multifokallinsen in frankfurt implantieren lassen. Ich bin gut 60 jahre, meine fehlsichtigkeit war auf die nähe 3,75 und auf die ferne 1,50. ich trug eine gleitsichtbrille und stellte mir mehr lebensqualität ohne brille vor. entsprechend wurde ich in vorabgesprächen auch informiert.
die op verlief reibungslos und das aha-erlebnis, direkt nach der op ohne brille lesen zu können, war beeindruckend. erhebliche unschärfen durch blendung, sog. halos, sollten nach einiger zeit verschwinden, trübten dennoch die freude erheblich. Im allgemeinen kann ich mit den neuen linsen unter normalen bedingungen ganz ordentlich sehen, dass ich größtenteils keine brille mehr benötige ist mittlerweile mein normalzustand und wird von mir nicht mehr als besonderheit wahrgenommen, dennoch vergleiche ich mein jetziges sehvermögen mit dem der gleitsichtbrille und hier zeigen sich doch einige nachteile.
fahren:
das erste wirkliche schockerlebnis hatte ich dann nach kurzer zeit, als mich die entgegenkommenden autoscheinwerfer nachts so stark blendeten, dass ich nicht mehr meine eigene spur einsehen konnte. daß sich blenden mit den neuen linsen so schrecklich in riesigen lichtkreisen auswirken kann, war mir nicht vorstellbar. das blenden ist bis heute geblieben.
freizeit und reise
Weiterhin stört mich erheblich, daß es mir in gaststätten mit gemütlichem licht nicht mehr möglich ist, die speisenkarte zu lesen, ein schlimmes problem, da auch das lesen von büchern auf meinen reisen hierduch z.t unmöglich wurde. Ich versuchte und versuche irgendwie, unter einer lampe mit genügend hellichkeit zu sitzen, was jedoch nicht immer machbar ist. gleiches gilt für lampen am bett, die meist nicht mehr hell genug für meine augen sind und das lesen vorm einschlafen in fremden zimmern schwierig machen (hier hilft allerdings eine stirnlampe, wenn man auf komfort zugunsten des lesens verzichten mag). generell führt mangelnde helligkeit zu erheblichen unschärfen, die lesen erschwert und auch mit einer brille nicht ausgeglichen werden kann, mit meiner gleitsichtbrille war das nie ein problem. die anzeigen des armaturenbretts ohne sonne sind in normaler sitzhaltung ab abends und nachts unscharf, ich muß meine augen sehr nah an die armaturen bringen zum lesen, nicht ungefährlich beim fahren.
das erkennnen von linienplänen in s-oder u-bahnen (oder preisschilder etc. in schaufenstern)) ist ebenfalls nicht möglich, entweder sind sie zu hoch angeordnet und unscharf oder im intermediären bereich, der eine brille bei mir erfordert. dies gilt auch für den umgang mit dem coputerbildschirm, denn dauerhaft aus einer entfernung von ca. 40cm auf den schirm zu schauen ist nicht möglich, sodass ich hier oft eine brille tragen muß. kleinere reparaturen an oder mit glänzenden teilen (metallene schrauben o.ä.) werden durch das blenden bei notwendiger beleuchtuung recht schwierig.
lesen
die augen ermüden sehr schnnell, es kommt zu spannungen um die augen und am liebsten würde man die augen schließen. dies schränkt die freude am lesen erheblich ein.
fernsehen im schwach erhellten zimmer
ein textlaufband ist sehr unscharf, es kommt insbesondere abends zum blenden von hellen bildteilen, die sich in horizontalen blendlinien vom bildschirm zum auge hin darstellen. das sehen ist zunehmend mühsam und es wird schwierig, das bild scharf zu halten. fernsehen am abend wird einfach sehr mühsam und ermüdend für die augen.
einkaufen
um die oberen oder unteren regale lesen zu können, ist eine brille erforderlich.
schlußfolgerung
ich sehe weniger scharf und weniger gut als mit der gleitsichtbrille.
da ich nach mehreren jahren die halos und die blendungen und die damit einhergehnden unschärfen – auch im intermediären bereich – nicht völlig ausgleichen oder unterdrücken kann, überlege ich, die multifokallinsen entfernen und mir monofokallinsen implantieren zu lassen. Ich bin mir jedoch noch nicht endgültig sicher.
yoyo
hallo,
ich habe mir vor gut 3 ½ jahren restor multifokallinsen in frankfurt implantieren lassen. Ich bin gut 60 jahre, meine fehlsichtigkeit war auf die nähe 3,75 und auf die ferne 1,50. ich trug eine gleitsichtbrille und stellte mir mehr lebensqualität ohne brille vor. entsprechend wurde ich in vorabgesprächen auch informiert.
die op verlief reibungslos und das aha-erlebnis, direkt nach der op ohne brille lesen zu können, war beeindruckend. erhebliche unschärfen durch blendung, sog. halos, sollten nach einiger zeit verschwinden, trübten dennoch die freude erheblich. Im allgemeinen kann ich mit den neuen linsen unter normalen bedingungen ganz ordentlich sehen, dass ich größtenteils keine brille mehr benötige ist mittlerweile mein normalzustand und wird von mir nicht mehr als besonderheit wahrgenommen, dennoch vergleiche ich mein jetziges sehvermögen mit dem der gleitsichtbrille und hier zeigen sich doch einige nachteile.
fahren:
das erste wirkliche schockerlebnis hatte ich dann nach kurzer zeit, als mich die entgegenkommenden autoscheinwerfer nachts so stark blendeten, dass ich nicht mehr meine eigene spur einsehen konnte. daß sich blenden mit den neuen linsen so schrecklich in riesigen lichtkreisen auswirken kann, war mir nicht vorstellbar. das blenden ist bis heute geblieben.
freizeit und reise
Weiterhin stört mich erheblich, daß es mir in gaststätten mit gemütlichem licht nicht mehr möglich ist, die speisenkarte zu lesen, ein schlimmes problem, da auch das lesen von büchern auf meinen reisen hierduch z.t unmöglich wurde. Ich versuchte und versuche irgendwie, unter einer lampe mit genügend hellichkeit zu sitzen, was jedoch nicht immer machbar ist. gleiches gilt für lampen am bett, die meist nicht mehr hell genug für meine augen sind und das lesen vorm einschlafen in fremden zimmern schwierig machen (hier hilft allerdings eine stirnlampe, wenn man auf komfort zugunsten des lesens verzichten mag). generell führt mangelnde helligkeit zu erheblichen unschärfen, die lesen erschwert und auch mit einer brille nicht ausgeglichen werden kann, mit meiner gleitsichtbrille war das nie ein problem. die anzeigen des armaturenbretts ohne sonne sind in normaler sitzhaltung ab abends und nachts unscharf, ich muß meine augen sehr nah an die armaturen bringen zum lesen, nicht ungefährlich beim fahren.
das erkennnen von linienplänen in s-oder u-bahnen (oder preisschilder etc. in schaufenstern)) ist ebenfalls nicht möglich, entweder sind sie zu hoch angeordnet und unscharf oder im intermediären bereich, der eine brille bei mir erfordert. dies gilt auch für den umgang mit dem coputerbildschirm, denn dauerhaft aus einer entfernung von ca. 40cm auf den schirm zu schauen ist nicht möglich, sodass ich hier oft eine brille tragen muß. kleinere reparaturen an oder mit glänzenden teilen (metallene schrauben o.ä.) werden durch das blenden bei notwendiger beleuchtuung recht schwierig.
lesen
die augen ermüden sehr schnnell, es kommt zu spannungen um die augen und am liebsten würde man die augen schließen. dies schränkt die freude am lesen erheblich ein.
fernsehen im schwach erhellten zimmer
ein textlaufband ist sehr unscharf, es kommt insbesondere abends zum blenden von hellen bildteilen, die sich in horizontalen blendlinien vom bildschirm zum auge hin darstellen. das sehen ist zunehmend mühsam und es wird schwierig, das bild scharf zu halten. fernsehen am abend wird einfach sehr mühsam und ermüdend für die augen.
einkaufen
um die oberen oder unteren regale lesen zu können, ist eine brille erforderlich.
schlußfolgerung
ich sehe weniger scharf und weniger gut als mit der gleitsichtbrille.
da ich nach mehreren jahren die halos und die blendungen und die damit einhergehnden unschärfen – auch im intermediären bereich – nicht völlig ausgleichen oder unterdrücken kann, überlege ich, die multifokallinsen entfernen und mir monofokallinsen implantieren zu lassen. Ich bin mir jedoch noch nicht endgültig sicher.
yoyo