torische Artisanlinse
Verfasst: 16.03.2008, 10:12
Hallo und vielen Dank,
iht habt mir sehr geholfen. Ich habe mir vor drei Tagen torische Artisan einsetzen lassen und bin sehr zufrieden.
Ich hatte folgendes Problem: stark kurzsichtig (-7.75/-12,75) mit starker Hornhautverkrümmung (-5,5/-5,5). In den letzten 15 Jahren hatte ich sehr gute Brillen mit kleinen, hochbrechenden Gläsern, mit denen ich mich ganz gut fühlte und auf 75%/55% Sehkraft kam. Mit nun 44 Jahren kommt nun die Alterssichtigkeit dazu. Liesse sich nur ausgleichen mit Gleitsichtgläsern, die aber recht gross sein müssen und damit auch wieder dick und schwer.
Nachdem ich mich über alle möglichen Varianten informiert habe, Kohnen, Uthoff, Euroeyes, IROC, Istanbul...bin ich daraf gestossen, dass der Augenarzt, bei dem ich zuletzt war, sehr aktiv in dem Bereich ist und sich mit der Implantation von Artisanlinsen einen Namen gemacht hat. Ich lernte dann noch zwei Laserpatienten von ihm kennen, die sehr zufrieden waren, und als sich dann noch beim Termin herausstellte, dass wir praktisch Nachbarn sind, war die Entscheidung schnell gefallen.
Nun war ich am Donnerstag um 09:00Uhr in der Klinik und wurde sehr freundlich und umfangreich über das Bevorstehende aufgeklärt. Ich bekam Augentropfen, die die Pupille verkleinern. Dann wurden mir per Laser Markierungen ins Auge gesetzt, damit der richtige Winkel für die Linsen gefunden werden kann. Das war etwas unangenehm, aber auszuhalten. Danach kam ich in den Operationssaal, mir wurde über eine Handkanüle ein Medikament eingeflösst und... das wars.
Ich wachte wieder auf und war sofort hellwach, leicht euphorisch und gut drauf. Beide Augen waren verbunden, in dem einen war aber ein Guckloch, durch das ich wenigstens ein wenig gucken konnte, recht verschwommen allerdings. Mir wurde mitgeteilt, dass alles gut verlaufen ist, und dass ich in ca. einer Stunde wieder nach hause kann, wenn mich jemand abholt. Ich habe dann telefoniert und eine halbe Stunde später ging ich dann alleine durch die Klinik zum Ausgang und um 03:00Uhr war ich wieder zuhause, lag auf dem Sofa und habe ferngesehen, immer noch recht verschwommen.
Um ca. 21:00Uhr habe ich die Verbände abgenommen. Ich konnte in der Ferne schon recht gut sehen. Ein grosser Unterschied zu Brille und KL war auch da schon zu erkennen, dass ich auch entfernte Lichtpunkte im dunkeln plötzlich auch als Punkt sehe. Ansonsten war das Sehen aber noch nicht so toll, insbesondere im Nahbereich. Mein Arzt rief mich dann noch an und sagte mir noch einmal, dass alles super gelaufen wäre, und dass es ausreichen würde, wenn ich am nächsten Tag nachmittags zur Nachkontrolle komme, statt wie vereinbart morgens. Ich musste mir dann zum schlafen wieder so eine Art Körbchen vor die Augen kleben, damit ich nicht darin reibe.
Am nächsten Morgen habe ich den Verband abgenommen und konnte durchweg sehr gut sehen. Etwas eierig noch, als wenn man eine neue Brille hat, aber es reichte, um meinen Sohn ohne irgendwelche Zweifel mit dem Auto in den Kindergarten zu fahren. Bei der Nachkontrolle am Nachmittag wurde eine schon sensationelle Sehstärke von 85% / 65% gemessen. Mein Arzt rechnet aber damit, dass das noch besser wird. Schwierigkeiten hatte ich aber noch im Nahbereich. Aber mit einer Lesebrille habe ich ja schon rechnen müssen.
Jetzt, drei Tage nach der OP sieht es so aus: ich kann unglaublich klar sehen. Es ist, als ob man sein Leben lang durch ein Fenster geguckt hat und plötzlich ist es auf. Die Farben und Kontraste sind deutlicher, es ist alles viel grösser und schärfer und klarer. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Messung. Im Nahbereich ist es sehr viel besser geworden, ich kann lesen, wenn auch mit ungewohnten Abstand. Mit einer leichten Lesbrille wird es sicherlich noch komfortabler. Ich habe noch ein leichtes Fremdkörpergefühl in beiden Augen. Rechts habe ich nachts ziemlich starke Reflexionen, die aber auch bald weniger werden sollen.
Alles in allem ist es ein total faszinierendes, neues Lebensgefühl. Ich kann eine normale Sonnenbrille tragen, eine normale Skibrille, eine normale Tauchermaske. Ich habe mich mit 44 Jahren zum ersten Mal ohne Brille selbst im Spiegel gesehen (geht noch). Ich kann zusehen, wie mir die Haare geschnitten werden. Ich brauch nicht mehr den Kopf zu drehen, wenn ich seitwärts etwas sehen möchte. Blaues Licht wird nicht mehr aufgespalten. Und wenn ich morgens vergeblich nach der Brille taste, lässt mich die Erkenntnis grinsend aufwachen, dass sich das ja nun erledigt hat.
iht habt mir sehr geholfen. Ich habe mir vor drei Tagen torische Artisan einsetzen lassen und bin sehr zufrieden.
Ich hatte folgendes Problem: stark kurzsichtig (-7.75/-12,75) mit starker Hornhautverkrümmung (-5,5/-5,5). In den letzten 15 Jahren hatte ich sehr gute Brillen mit kleinen, hochbrechenden Gläsern, mit denen ich mich ganz gut fühlte und auf 75%/55% Sehkraft kam. Mit nun 44 Jahren kommt nun die Alterssichtigkeit dazu. Liesse sich nur ausgleichen mit Gleitsichtgläsern, die aber recht gross sein müssen und damit auch wieder dick und schwer.
Nachdem ich mich über alle möglichen Varianten informiert habe, Kohnen, Uthoff, Euroeyes, IROC, Istanbul...bin ich daraf gestossen, dass der Augenarzt, bei dem ich zuletzt war, sehr aktiv in dem Bereich ist und sich mit der Implantation von Artisanlinsen einen Namen gemacht hat. Ich lernte dann noch zwei Laserpatienten von ihm kennen, die sehr zufrieden waren, und als sich dann noch beim Termin herausstellte, dass wir praktisch Nachbarn sind, war die Entscheidung schnell gefallen.
Nun war ich am Donnerstag um 09:00Uhr in der Klinik und wurde sehr freundlich und umfangreich über das Bevorstehende aufgeklärt. Ich bekam Augentropfen, die die Pupille verkleinern. Dann wurden mir per Laser Markierungen ins Auge gesetzt, damit der richtige Winkel für die Linsen gefunden werden kann. Das war etwas unangenehm, aber auszuhalten. Danach kam ich in den Operationssaal, mir wurde über eine Handkanüle ein Medikament eingeflösst und... das wars.
Ich wachte wieder auf und war sofort hellwach, leicht euphorisch und gut drauf. Beide Augen waren verbunden, in dem einen war aber ein Guckloch, durch das ich wenigstens ein wenig gucken konnte, recht verschwommen allerdings. Mir wurde mitgeteilt, dass alles gut verlaufen ist, und dass ich in ca. einer Stunde wieder nach hause kann, wenn mich jemand abholt. Ich habe dann telefoniert und eine halbe Stunde später ging ich dann alleine durch die Klinik zum Ausgang und um 03:00Uhr war ich wieder zuhause, lag auf dem Sofa und habe ferngesehen, immer noch recht verschwommen.
Um ca. 21:00Uhr habe ich die Verbände abgenommen. Ich konnte in der Ferne schon recht gut sehen. Ein grosser Unterschied zu Brille und KL war auch da schon zu erkennen, dass ich auch entfernte Lichtpunkte im dunkeln plötzlich auch als Punkt sehe. Ansonsten war das Sehen aber noch nicht so toll, insbesondere im Nahbereich. Mein Arzt rief mich dann noch an und sagte mir noch einmal, dass alles super gelaufen wäre, und dass es ausreichen würde, wenn ich am nächsten Tag nachmittags zur Nachkontrolle komme, statt wie vereinbart morgens. Ich musste mir dann zum schlafen wieder so eine Art Körbchen vor die Augen kleben, damit ich nicht darin reibe.
Am nächsten Morgen habe ich den Verband abgenommen und konnte durchweg sehr gut sehen. Etwas eierig noch, als wenn man eine neue Brille hat, aber es reichte, um meinen Sohn ohne irgendwelche Zweifel mit dem Auto in den Kindergarten zu fahren. Bei der Nachkontrolle am Nachmittag wurde eine schon sensationelle Sehstärke von 85% / 65% gemessen. Mein Arzt rechnet aber damit, dass das noch besser wird. Schwierigkeiten hatte ich aber noch im Nahbereich. Aber mit einer Lesebrille habe ich ja schon rechnen müssen.
Jetzt, drei Tage nach der OP sieht es so aus: ich kann unglaublich klar sehen. Es ist, als ob man sein Leben lang durch ein Fenster geguckt hat und plötzlich ist es auf. Die Farben und Kontraste sind deutlicher, es ist alles viel grösser und schärfer und klarer. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Messung. Im Nahbereich ist es sehr viel besser geworden, ich kann lesen, wenn auch mit ungewohnten Abstand. Mit einer leichten Lesbrille wird es sicherlich noch komfortabler. Ich habe noch ein leichtes Fremdkörpergefühl in beiden Augen. Rechts habe ich nachts ziemlich starke Reflexionen, die aber auch bald weniger werden sollen.
Alles in allem ist es ein total faszinierendes, neues Lebensgefühl. Ich kann eine normale Sonnenbrille tragen, eine normale Skibrille, eine normale Tauchermaske. Ich habe mich mit 44 Jahren zum ersten Mal ohne Brille selbst im Spiegel gesehen (geht noch). Ich kann zusehen, wie mir die Haare geschnitten werden. Ich brauch nicht mehr den Kopf zu drehen, wenn ich seitwärts etwas sehen möchte. Blaues Licht wird nicht mehr aufgespalten. Und wenn ich morgens vergeblich nach der Brille taste, lässt mich die Erkenntnis grinsend aufwachen, dass sich das ja nun erledigt hat.