Erfahrungsbericht ICL-OP Artemis Klinik Frankfurt am 20.01.20

Imlantierbare Contactlinsen (ICL), IOL, Artisan, Verisyse, Bioptics, Hinterkammerlinsen, Vorderkammerlinsen, Iris Clip Linsen, Clear Lens Extraction (CLE)

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S4S4
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Erfahrungsbericht ICL-OP Artemis Klinik Frankfurt am 20.01.20

Beitrag von S4S4 » 06.01.2020, 11:44

Hallo zusammen,

da ich viele Infos aus Foren und dem Internet erhalten habe, möchte ich auch meine Erfahrungen hier teilen.
Am 24.09. hatte ich die große Voruntersuchung und war, wie beim Beratungsgespräch, sehr zufrieden und habe mich gut aufgehoben gefühlt.
Durch Lieferzeit der Linsen (torische Linsen, ca. -6 auf beiden Augen) und die Feiertage musste ich mich ganz schön gedulden und habe nun in KW04 meine OPs. Mo/Mi sind OP-Tage und Di/Do sind dann die Kontrolltermine, muss also 4x nach FFM fahren (bzw. fahren lassen, wohne zum Glück nur ca 20min entfernt).

Ich bin mittlerweile schon ganz schön aufgeregt, die Zeit verging nun doch schneller als erwartet :oops:
Ich schwanke zwischen Vorfreude und Angst, ob das alles gut geht.
Ich berichte dann wieder nach den OPs, wenn ich wieder an den PC kann.

Hat jemand von euch schon ICLs bei Artemis in FFM eingesetzt bekommen?

Besonders zur Nachsorge mache ich mir so meine Gedanken, schminken z.B. würde ich mich schon gerne so schnell wie möglich wieder ^^

Viele Grüße S4S4

tom79
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Re: Erfahrungsbericht ICL-OP Artemis Klinik Frankfurt am 20.01.20

Beitrag von tom79 » 07.01.2020, 13:26

Hi,

es ist normal dass man etwas Angst davor hat...wer hat das nicht...
Aber es wird bestimmt alles gut gehen!
Halte dich unbedingt an die Anordnungen der Ärzte und verzichte mal lieber paar Tage auf's Schminken...
Meines Wissens verschließt sich die OP-Öffnung innerhalb 24 Std aber dein Auge braucht viel Erholung und nicht irgendwelche unnötigen Brösel im Auge, die zu Reizungen führen...Hygiene ist das a+o...

S4S4
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Re: Erfahrungsbericht ICL-OP Artemis Klinik Frankfurt am 20.01.20

Beitrag von S4S4 » 09.01.2020, 16:12

Hi,

ich habe vor, eine Woche nach der OP noch nicht zu arbeiten (PC Arbeit) und mich auch nicht zu schminken.
Danach ist halt die Frage, ob es wieder möglich ist, zumindest ein bisschen Mascara aufzutragen (habe sehr helle Wimpern und gehe nie ungeschminkt zur Arbeit :oops: ), ich denke hier es geht wahrscheinlich eher ums abschminken.
Wenn ich ohne reiben mit lauwarmen Wasser die Mascara entferne, sollte das doch ok sein...
natürlich kläre ich das alles noch ab, ich mach mir halt nur so meine Gedanken :)

Am meisten Angst machen mir Beiträge in denen Kratzer auf der Regenbogenhaut entstanden sind oder die Linse rotiert ist.
Ich versuche mir dann immer zu sagen, dass Viele mit negativen Erfahrungen dies eher in Foren kundtun als Leute die 100% zufrieden sind.

wasserschneckchen
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Re: Erfahrungsbericht ICL-OP Artemis Klinik Frankfurt am 20.01.20

Beitrag von wasserschneckchen » 10.01.2020, 17:58

Hi S4S4,

hi, hi, ich kann Dich gut verstehen:
Neben der ganzen medizinischen Sorgen hatte ich auch die große Befürchtung, lange auf meine Wimperntusche verzichten zu müssen. Bin ebenfalls ein großer Mascara-Junkie :lol: .
Meine OP ist schon Jahre her und ich weiß nicht mehr, wie lange ich damals abstinent war, vielleicht 14 Tage ?! Da müsstest Du ggf. in meinem alten Bericht stöbern...
Generell bin ich nach meiner OP von wasserfester Mascara abgekommen, weil ich - nach wie vor - auf intensives Reiben der Augen verzichten möchte. Auch Wimpern färben bei der Kosmetikerin lasse ich nicht mehr, weil mir das zu wild war :wink: .
Aber, wie Tom79 auch sagt, Hygiene und Schonung hat anfangs oberste Priorität, da hilft auch unsere Eitelkeit nix. Ich habe mich in der Übergangszeit mit dem Gedanken getröstet, dass ich ja trotzdem sooo viel besser aussehe als mit Brille :D .

Viel Erfolg wünscht das (mittlerweile wieder Brille tragende)

Wasserschneckchen
ICL-OP am 09./11.05.2012.
Vorher:
R: - 9,50 - 0,50 / 75 °
L: - 6,75 - 1,00 / 145 °
Nachher: Normalsichtig Bild

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Re: Erfahrungsbericht ICL-OP Artemis Klinik Frankfurt am 20.01.20

Beitrag von S4S4 » 27.01.2020, 17:54

Erst mal noch Danke für die Antworten und das Glück wünschen :)

Hier nun mein Erfahrungsbericht:

1. Tag - OP rechtes Auge
Am ersten OP Tag war ich unglaublich aufgeregt. Nach der Anmeldung, an der ich eine kleine Tüte mit Visitenkarte der Chirurgin, einer Notfallnummer und den Tropfen für zu Hause erhalten hatte, musste ich kurz im Wartebereich warten.
Ein kurzer Sehtest wurde gemacht (der mit dem Heißluftballon) und der Augeninnendruck wurde an beiden Augen gemessen, alles ok. Nach kurzer Zeit wurde ich dann in den OP-Vorraum gebeten, indem man Brille und evtl Schmuck/Tasche etc. ablegen kann. Dort bekam ich Schuhüberzieher, einen OP-Kittel zum drüberziehen auf den mein Name geklebt wurde und eine Kopfhaube. Eine nette Arzthelferin hat mir mehrere verschiedene Tropen in das Auge verabreicht. Dann kam die Anästhesistin, fragte mich nach meinem Befinden und ob ich jemanden dabeihabe, der mich abholt. Sie führte mich dann ohne Brille in den OP-Raum und sprach beruhigend mit mir (scheinbar war mir hier die Nervosität sehr anzumerken).
Ich sollte mich zuerst auf den OP-Stuhl setzen, die Chirurgin stellte sich vor und mir wurde eine Klemme ins Auge getan um mit einem Gerät die Markierung (torische Linse) aufs Auge zu bringen (das war eine Art Stempel, der länger aufs Auge gedrückt wurde). Die Klemme wurde wieder entfernt und ich sollte mich hinlegen. Das mit der Klemme war ziemlich unangenehm, aber auszuhalten. Leider habe ich dann vor Nervosität ein paar Tränen verdrückt, nach einigen lieben warmen Worten der netten Anästhesistin habe ich mich dann wieder beruhigt. Ich sollte mich dann hinlegen, bekam einen Zugang gesetzt und es wurde etwas (wie eine Folie o.ä.) über beide Augen geklebt und nur das rechte Auge freigeschnitten, was mich sehr irritiert und auch etwas gepiekt hat. Dann kam wieder eine Klammer ins Auge. Das Auge wurde desinfiziert und ich schaute die ganze Zeit in ein Licht. Ich habe den Schnitt ganz leicht gespürt und das auch sofort gesagt und dann wurde ich noch einmal getropft (könnte sein, dass ich einiges an Tropfen „rausgeweint“ hatte, aber im Nachhinein schwer zu sagen), wahrscheinlich bekam ich auch noch etwas mehr zur Beruhigung, denn danach habe ich nichts gespürt und auch das Zeitgefühl war komplett weg. Das Licht hat sich farblich immer mal verändert und einmal war alles einfach grau, das war ein ganz kurzer Moment, aber ein bisschen gruselig wars mir schon. Sonst habe ich wenig mitbekommen, am Ende wurde mir Salbe ins Auge getan und eine durchsichtige Kunststoffschale übers Auge geklebt. Ich wurde zu einem anderen Stuhl geführt und als ich dann wieder etwas klarer war, ging es wieder in den Vorraum. Kittel etc. wurden abgegeben und der Zugang entfernt, ich bekam 2 augendrucksenkende Tabletten die ich gleich nehmen sollte und durfte draußen im Wartebereich Platz nehmen. Ich bekam eine Brezel und was zum trinken und sollte 2h warten, damit der Augeninnendruck gemessen werden kann. Ich habe mit dem Auge nichts gesehen, was aber zum größten Teil an der dicken Salbe lag. Ich habe lieber das Auge geschlossen gehalten. Der Augeninnendruck war nach 2h bei 22, war aber wohl in Ordnung, denn ich konnte nach Hause.
Zu Hause habe ich versucht das Auge gar nicht viel zu beanspruchen und habe Hörbuch gehört und geschlafen. Aus meiner Brille hatte ich ein Glas entfernt, sodass ich wenigstens mit links einigermaßen sehen konnte. Nachmittags war ich ziemlich platt und man spürt natürlich schon, dass was am Auge gemacht wurde, ein Fremdkörpergefühl, aber ich hatte keine Schmerzen. Abends habe ich noch mal 2 augendrucksenkende Tabletten genommen, wie es mir verordnet wurde.

2. Tag - Kontrolltermin rechts Auge
Am nächsten Tag gings dann zur Kontrolle, die Klappe wurde abgenommen, das Auge wurde genau untersucht, Sitz der Linse top, alles gut und auch der Augeninnendruck lag mit 15 im grünen Bereich. Beim Sehtest hat sich die nette Ärztin so mit mir gefreut, das war richtig ansteckend. 100% Sehleistung am nächsten Tag, das war schon ein tolles Gefühl. Daheim aber schön wieder das Auge geschont. Fremdkörpergefühl war noch da, aber schon weniger.

3. Tag - OP linkes Auge
Prozedere erst mal wie gehabt. Ich war so gut wie gar nicht aufgeregt, wusste ich ja jetzt, was genau auf mich zukommt. Aus „organisatorischen“ Gründen wurde ich allerdings von einem anderen Chirurgen operiert. Die Anästhesistin war die gleiche und merkte auch schnell, dass ich dieses Mal ganz entspannt bin. Die Markierung für die torische Linse wurde dieses Mal an einem Gerät gemacht, dass wohl den Winkel aufs Auge projiziert und der Chirurg malt mit einem Stift die Markierung aufs Auge. Ich legte mich wieder auf den OP-Stuhl und wurde in einen anderen Raum gefahren, das Licht war etwas anders, aber die Prozedur ab hier gleich. Ich habe dieses Mal aber gar nichts gespürt, außer diese Augenklammer, die ich als sehr unangenehm empfand. Ich war viel fitter danach, habe mitbekommen wie die Folie entfernt wird und die Klappe aufgeklebt und auch der Gang zum „wieder zu sich kommen“ Stuhl war dieses Mal viel klarer. Ich wurde wohl nicht so ausgeknockt wie bei der ersten OP. Dieses Mal wurde nur 1,5h gewartet und bei beiden Augen der Druck gemessen, 14 und 15, klasse.
Zu Hause hat mich das linke Auge dann allerdings ganz schön geärgert, ab nachmittags hat es sehr getränt und immer mal wieder „gepikst“. Ich war immer kurz davor in der Klinik anzurufen, dann war es wieder für eine halbe h gut. Ging aber bis zum nächsten Tag so und ich machte mir schon etwas Sorgen, aber zum Glück unbegründet.

4. Tag – Kontrolltermin linkes Auge
Das linke Auge war sehr verschmiert, aber es wird einem so oft eingebläut, ja nicht ans Auge zu fassen, das ich mich nicht getraut habe das etwas zu entfernen. Hat dann der Arzt bei der Kontrolle gemacht, ganz vorsichtig mit einem Stäbchen. Danach war dann auch die Sicht einigermaßen und das Auge hat sich über den Tag auch immer mehr beruhigt. Bei der Kontrolle waren Sitz und Druck wieder super, Sehleistung bei 80%, allerdings war das bevor das verschmierte entfernt wurde, habe nur deshalb nicht alles entziffern können und wäre sicher auch bei 100% gelandet. Fürs Auto fahren habe ich einen Schrieb bekommen, den ich im Falle einer Kontrolle vorzeigen sollte, ein Gutachten würde dann nach 3 Monaten erstellt, mit dem ich den Führerschein umschreiben lassen muss.

Heute ist Tag 7 post-OP rechtes Auge bzw. Tag 5 post-OP linkes Auge und ich muss sagen, ich bin begeistert! Ich glaube so richtig realisiert habe ich es noch nicht, ich sehe einfach genauso gut, wie vorher mit Kontaktlinsen. Teilweise habe ich noch recht trockene Augen bzw. „spüre“ meine Augen. Trockenen Augen hatte ich aber auch schon früher…
Die Lichtkreise der Linsenlöcher sehe ich schon relativ stark an einigen Lampen bei mir zu Hause und wenn ich z.B. von drinnen nach draußen schaue, aber ich versuche mich davon nicht stören zu lassen und hoffe das diese mit der Zeit weniger werden. Lichtempfindlich bin ich auch noch etwas, wenn ich keine Lust auf Hörbuch mehr habe schaue ich Netflix auch mal mit Sonnenbrille ^^
Am Rechner oder Smartphone versuche ich nicht allzu viel Zeit zu verbringen, das strengt auch noch an und man merkt, wenn man aufhören sollte. Zu Halos kann ich im Moment noch nichts sagen, da ich noch nicht nachts Auto gefahren bin.
Ich bin schon auf die Kontrolle nach einer Woche gespannt, die ist am Freitag.

Zur Klinik muss ich sagen, dass ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt habe. Alles professionell und alle sehr nett. Auch wenn es zwei Chirurgen bei mir waren (vllt durch Krankheit o.ä.), ich bin mit dem Ergebnis bis jetzt sehr zufrieden und das zählt ja.
Ich musste vor der OP nichts an Tropfen oder Tabletten selbst organisieren oder nehmen, habe alles dort erhalten. Ich habe Tropfen mitbekommen, die ich 4x täglich für 4 Wochen nehmen muss (Isopto-Max) und bei Bedarf Hyaluron Tropfen.

Ich habe mir diese Woche noch frei genommen, da ich zu 95% am PC arbeite und das meinen Augen noch nicht zumuten will.
Es bleibt spannend :) ich habe vor immer mal wieder ein Update zu posten!
So das war jetzt viel, wenn Fragen sind, könnt ihr gerne nachfragen 😊

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