Unbefriedigendes Sehen auf einem Auge nach ICL

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Unbefriedigendes Sehen auf einem Auge nach ICL

Beitrag von Benutzer123 » 21.06.2024, 15:22

Hi,

ich hatte vor 38 Tagen eine ICL Implantation im linken und vor 37 Tagen im dem rechten Auge.
Die OPs verliefen jeweils problemlos, wenn auch etwas unangenehm für mich.
Ich hatte keinen Dämmerschlaf, sondern nur eine Tablette zur Beruhigung. Aber es war auszuhalten.
Das Unangenehmste war eigentlich das Konzentrieren auf dieses helle Licht, was dann Teils durch die Manipulation im Auge natürlich wanderte, mal mehrfach und mal gar nicht mehr zu sehen war.

Aber alles im Allem kein schlimmer Eingriff.


So nun aber zu meinem "Problem"

Ich kann leider nicht wirklich mit Zahlen dienen, da ich nie großartig irgendwas aufgehoben habe oder mir notiert hatte.
Ich habe meine Brillen(Gläser) einfach anfertigen lassen beim Optiker, bezahlt, angezogen und gut wars.

Werte weiß ich nur grob, dass ich Kurzsichtig bin und diese irgendwas bei links und rechts mit -3.xx lagen.
Rechts bin ich der Meinung, dass ich auch eine leichte Hornhautverkrümmung im Glas hatte, da mir ein Gespräch noch in Erinnerung liegt, wo sich der Optiker gewundert hatte, dass der Augenarzt einen so kleinen Wert mit korrigiert haben wollte.

Nun was ich weiß:

Ich habe die neueste Generation der Evo+ Visian ICL
links VICM5_12.6 / D -3,5 / 5.0-6.1mm / 12,6mm Durchmesser
rechts VICM5_13.2 / D-4.00 / 5.0-6.1mm / 13.2 mm Durchmesser

Also keinerlei Korrektur der Hornhautverkrümmung.

Laut Auto Refraktometer (das Ding mit dem Heißluftballon) kam ich jeweils auf einen Visus von 1.0 am Tag post OP.
Rechts musste ich mich aber deutlich mehr anstrengen. Also entspannt waren die 100% nicht zu erreichen, aber möglich.

Ich schilderte auch bei den nächsten 2 Kontrollterminen, dass mein Seheindruck auf der rechten Seite schlechter sei als links. Es fühlt sich "erdrückend" "schwer" an.

Es wurde - warum auch immer - keine subjektive Refraktion mehr durchgeführt. Lediglich der Sehtest an der Wand und auch hier kam ich auf links fast 120% und rechts 100% aber wieder nur sehr anstrengend und teilweise ratend.

Ich sollte auch bitte vermeiden, dass ich beide Augen miteinander vergleiche und zuhalte. Aber es gibt Situationen, da war es unvermeidbar nur mit einem Auge zu gucken (durch eine Messlupe bzw. Mikroskop auf Arbeit z.B. oder dem Sucher der Spiegelreflex Kamera)

Und dann hatte ich irgendwann meine erste Autofahrt im Dunklen und dann fiel mir etwas sehr "deutliches" beim Tacho auf.
Ich sehe das Weiß bzw Rot auf dem schwarzen Hintergrund doppelt.
ABER nur mit einem Auge was ich natürlich gleich getestet hatte, auch wenn ich es nicht soll. Aber so sind wir Menschen nun mal - neugierig.

Links sehe ich alles "perfekt". Scharfe, abgegrenzte Linien, schöner Kontrast und auch kleine Texte machen mir ob Nah oder Fern keine Probleme.

Rechts allerdings sehe ich alles (je Kontrastreicher umso auffälliger ist es) etwas doppelt.
Das Bild zeichnet sich etwas nach links und minimal nach oben verschoben ein doppeltes mal ab. Nicht stark, aber definitiv deutlich wahrnehmbar.

Gerade bei der Tacho Beleuchtung oder wenn ich etwas am Handy/PC lese merkt man es, wenn man beide Augen einzeln vergleicht.

Zusammen ergibt sich dann wieder ein Bild, was "ok" ist. Also ich komme im Alltag wirklich gut ohne Brille aus und liebe dieses neue Gefühl (ich bin 37 und trug ca. 25 Jahre Brille bisher). Aber beim Beidäugigen Sehen habe ich dieses "drückende" Gefühl, als wenn man merkt, dass rechts eigentlich was nicht richtig i.O ist. Beidäugig wird das Bild zwar angenehmer als nur mit dem linken Auge, aber dennoch sieht es dann etwas unschärfer aus, weil wohl das unscharfe Bild vom rechten Auge mit reinspielt.
Was beim rechten Auge noch zu erwähnen ist - die Entfernung spielt keine Rolle. Egal ob der Text nah oder fern ist - er erscheint immer unscharf, wobei ich nicht mal glaube, dass der Visus nicht stimmt, sondern diese Unschärfe nur diesen Dippelbildern (Ghosting) geschuldet ist.

Und jetzt kommts (ja ich bin sehr neugierig ;) )

"Drücke" ich ganz leicht! rechts außen auf mein Augapfel, dann verschwinden die Doppelbilder komplett und ich sehe auch alle Texte, egal ob nah oder fern und auch egal ob dünne, kleine Schrift oder große Schrift quasi gestochen scharf.

Wenn ich diesen Zustand dauerhaft hätte, dann wäre ich zu 200% glücklich über die OP.
Aktuell trügt aber der Seheindruck auf der rechten Seite leider meine Freude.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob man hier eventuell schon erfahrungsgemäß sagen könnte, was da "falsch" sein könnte.
Natürlich werde ich noch mit dem Augenarzt Kontakt aufnehmen, aber manchmal ist die Meinung anderer ja nicht verkehrt.

Vielleicht braucht das Auge nur länger um zu "heilen"? Oder sind das typische Folgen von einer nicht korrigierten Hornhautverkrümmung die evtl. da war? Wie gesagt habe ich leider keinerlei Zahlen zur Hand :(

Könnte man eine HHV durch leichten Druck auf den Augapfel überhaupt "korrigieren"?
Ich kannte es von früher jedenfalls so, dass ich meine Augen schärfen stellen konnte ohne Brille indem ich bei beiden Augen seitlich Richtung Ohr "gezogen" habe.

Nun ändert sich die Sicht aber nicht beim Ziehen sondern beim Drücken auf den Augapfel aber halt auch mit 1A Ergebnis.
Es wird wirklich nicht nur minimal besser, sondern es ist mit diesem "Druck" aus meiner Sicht (Wortspiel :D ) perfekt.

Da ich aber unabhängig von der Entfernung immer verschwommen sehe, schließe ich eine reine Fehlkorrektur der Dioptrien aus.

Wenn man so ließt, dann kommt das leider vor, wenn man eine HHV hat.


Wichtig sei aber noch zu erwähnen, dass ich mich absolut bewusst gegen das Lasern entschieden habe und somit für mich eine eventuelle Nachkorrektur mittels Laser absolut nicht in Frage käme.

Zum Thema Linsentausch findet man aber auch echt mega wenig bzw. nicht aussagekräftige Berichte. Da wird sich oft totgeschwiegen.

Angenommen da wäre eine nicht korrigierte HHV, hätte man dann Anspruch auf eine neue OP samt torischer Linse?
Aber ich denke mir auch wiederum, dass man sich ja schon etwas dabei gedacht hat, dass man rechts keine torische Linse implantiert hatte.

Vielleicht ist es auch keine HHV bei mir?


Fakt ist - ich könnte so wie es jetzt ist locker durchs Leben gehen. Es ist echt ok.
Aber ich erwische mich immer wieder dabei wie ich meine nicht vorhandene Brille hochschieben will, weil der Seheindruck "drückend" "matschig?" ist. Schwer zu beschreiben. Aber das kommt meiner Meinung nach nur durch das rechte Auge, was eben leicht doppelt sieht.

Ich möchte aber auch nicht dauerhaft eine schwache Brille tragen müssen, da mich diese im Alltag und im Job oftmals sehr behindert. Daher entschied ich mich überhaupt zu einer OP. Nicht aus optischen Gründen.

Liebe Grüße und Danke fürs Lesen

Lukas

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