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...meine (oje...ausgiebige;o) Meinung

Verfasst: 25.12.2003, 17:25
von Petra_2
Hallo an Alle :o)

es gibt ja so viele "Petra´s" in diesem Forum - also ich bin "die Angsthäsin" bez. Istanbul-Terror. Habe hier fleißig mitgelesen und möchte euch mal meinen persönlichen "Entscheidungs-Stand" mitteilen, da ich persönlich jeglichen Gedankenaustausch hier im Forum als sehr hilfreich empfand und empfinde.
Erst mal die Fakten: habe -7 und -6,25 und
wie ich inzwischen weiß - eine dünne Hornhaut (505 Mikrom.). Ich hatte mich (nach reiflicher Überlegung) entschlossen, meine Augen in Istanbul bei Fr. C. lasern zu lassen. Flug gebucht und auch mitgeteilt, Terminbestätigung für den 23.12. bekommen.
So - das zu den Fakten;o). Seltsamerweise befiel mich dann einige Tage danach ein heftiger Zweifel. Da war einerseits der starke Wunsch endlich ohne Linsen leben zu können (außerdem der Fakt: Flug gebucht und allen erzählt "ich lasse mich lasern - jupieh") und dann dieser Gedanke, dass ich diese Entscheidung ein ganzes Leben bereuen könnte. Klar, wenn alles gut geht, wird man sagen "...würde es jederzeit wieder tun", aber wenn es nun nicht gut geht (und das Risiko ist nun mal da), dann muß man damit leben - ein Leben lang. So ging ich dann entnervt zu einem Kurzcheck in eine Laserklinik (Frankf.). Dort stellte der Arzt eine sehr dünne Hornhaut fest und meinte, ich wäre ein Grenzfall, d.h. man könnte eine Lasek machen. Mein Frust war natürlich groß, denn eine Lasek wollte ich nicht in Istanbul machen lassen. Ich weiß, wie der Ablauf einer Lasek ist und mir ist das einfach zu riskant (persönliche Meinung - wie gesagt). Nun - ich habe den Termin abgesagt! Und - ich bin trotzdem geflogen!:o)(kam gestern am 24.12. wieder zurück) Nein, ich war nicht nochmal extra in Istanbul, um mir dort nochmal meine Hornhaut messen zu lassen. Ich denke, ein deutscher Arzt würde nicht umsonst sagen, dass eine Lasik nicht machbar ist (verdient er doch recht gut an jeder OP). Also warum soll ich extra 200 Euro in Istanbul ausgeben, um mir nochmal das Gleiche attestieren zu lassen? Selbst wenn dort andere Werte festgestellt würden, das hätte meine Zweifel eher noch verstärkt! Nun noch einige Fakten, die eher indirekt mit der OP zu tun haben: Mein Freund ist auch (Halb-)türke und wir haben in Istanbul seine türkische Cousine besucht. Ich bin also durchaus mit der türk. Mentalität vertraut. Habe den Eindruck, dass hier deshalb so wild über türk./dt. Kliniken diskutiert wird, weil da auch eine gewisse Unsicherheit bez. der Mentalität besteht (mein Eindruck...).
Thierry, du schreibst, dass du "die Türken" als hilfsbereit und freundlich empfindest. Sicher - es gibt viele Türken, die so sind, genauso viele Franzosen, Deutsche usw. gibt es auch!;o). Du hast eine gute Erfahrung gemacht in Istanbul - natürlich kannst du das auch so weitergeben. Aaaaber, was wäre wenn du nun NICHT zufrieden gewesen wärest mit deinem OP-Ergebnis??? Würdest du dann SO allgemein (betone: allgemein) positiv schreiben? Ich denke nicht...?
Du scheinst ein sehr netter, sensibler und hilfsbereiter Mensch zu sein (mein Eindruck), aber vielleicht doch etwas zu sehr von deinem positiven Erlebnis beflügelt?:o)
Und zu dem "bösen" M. Coskun;o)...zugegeben, er IST penetrant, er IST nicht zum Schweigen zu bringen, er IST uns suspekt, weil wir denken, er macht Werbung. Glaube, hier hat sich schon jede/r (auch ich) mindestens 1x über ihn aufgeregt. Ich lese hier immer noch fleißig mit (auch wenn ich mich gegen die OP entschlossen habe) und finde, dass M. Coskun - so penetrant er auch teilweise klingt - auch einige Denkanstöße liefert/e. Vielleicht sollten wir hier einfach auch etwas toleranter werden? Jeder Mensch hat seine eigene Art - einige sind eben provokant, aber letztendlich bringt auch er seine Gedanken hier ein und die sind nicht grundsätzlich alle schlecht, wie ich finde. Ob es nun an seiner türkischen Mentalität liegt, SO zu schreiben...hmm...man soll nicht verallgemeinern, aber irgendwie kommt es mir bekannt vor;o). Vielleicht empfinden wir "Kaltblüter";o) das Temperament (der Schreibweise) aufdringlich, penetrant oder was auch immer. Auch wenn diese Mail diesbez. etwas ausufert, aber dies mußte ich mal loswerden. Nochmal zum Thema Geld: Ich weiß, dass das Leben in der Türkei wesentlich härter ist, als hierzulande, von daher denke ich, dass dort Geld (-verdienen) mindestens den gleichen Stellenwert wie bei uns hat. Also hier sollte man sich nichts "gutreden". Letztendlich ist alles ein Geschäft. Fazit: Meine Augen sind zu kostbar, ob sie nun in Istanbul, Deutschland, USA oder wo auch immer unters Messer kommen. Es ist mir zum heutigen Zeitpunkt PERSÖNLICH einfach zu riskant, mich dieser Art von Korrektur zu unterziehen. Vielleicht gibt es in ein paar Jahren die Möglichkeit, die Augen ohne Flapschnitt (Femtosekundenlasik...) lasern zu lassen. Vielleicht ändere ich dann meine Meinung... Bis dahin tapse ich lieber noch nach meinen Linsen;o) Immerhin kann ich mit ihnen gut sehen und kann sie auch recht lange tragen. Ich bereue nicht, dass ich es NICHT getan habe, das ist ein gutes Zeichen (finde ich;o). "When it doubt, leave it out" - dieser Spruch hat mir schon oft geholfen.
Oooh, das ist ein langes Statement, aber ich denke, wenn jede/r hier ein winziges Fünkchen Subjektivität beiträgt, erhält man am Schluss eine recht gute (objektive) Entscheidungshilfe. Mir haben eure Beiträge alle sehr gut geholfen und ich freue mich auch mit allen mit, die hier ihre positiven Erfahrungen berichtet haben. Wenn wir "uns" nicht hätten, dann würden wir uns doch letztendlich noch viel unsicherer für oder gegen diese OP entscheiden.

Frohes Fest und Gutes Neues Jahr euch allen!

Liebe Grüsse

von Petra_2

Re: ...meine (oje...ausgiebige;o) Meinung

Verfasst: 25.12.2003, 21:21
von commandante
Die Mentalitäten sind sehr verschieden. Wenn einige hier schreiben, dann hört sich das so an, als hätten sie alle anderen hinter sich gegen Coskun. Das ist typisch angelsächsische Mentalität: "wir sind die Gruppe, wir ordnen uns dem Kollektiv unter, wir sind gegen Außenseiter, wir ertragen keine Argumente, die sich gegen das Kollektiv richten". Wenn man mit Südeuropäern zu tun hat, braucht man Charakterstärke und Individualität, um kontrovers zu diskutieren, ohne zu hassen.

Re: ...meine (oje...ausgiebige;o) Meinung

Verfasst: 26.12.2003, 12:20
von Thierry
Hallo Petra,

wer sagt Dir, daß ich zufrieden bin? ;-)
Nein, im Ernst: ich bin mehr oder weniger zufrieden. Und sicherlich hast Du Recht, daß meine persönliche (mehr oder weniger) Zufriedenheit mit dem Ergebniss meiner Laserbehandlung -subjektiv- dazu beiträgt, meine Kritikfähigkeit und Objektivität ein wenig zu beeinträchtigen. Dennoch bleibe ich, weil ich es von aus Natur bin, ein sehr kritischer Mensch, und eben auch ein Perfektionnist. Deshalb, bin ich zwar zufrieden, aber -wie meine Frau es immer zu sagen pflegt- nicht total/wirklich zufrieden. V.a. nicht, wenn man bedenkt, wie sich mein linkes Auge entwickelt hat, sei es in Punkto Sehvermögen, oder in Punkto Heilung. Und, nicht zu vergessen, die starken Schmerzen an diesem Auge, sowohl während der OP, als danach.

In einem Punkt, möchte ich Dich -leider- wiedersprechen : ich schreibe nicht allgemein positiv. Das ist falsch. Und das müsstest Du anhand meiner diversen Beiträge bemerkt haben. Hätte ich zumindest gehofft. Desshalb wundert mich Deine Annahme -ich würde allgemein positiv schreiben.
Denn sowohl wenn ich über meine eigene Erfahrung und Entwicklungsphase (in Bezug auf OP-Verlauf, -Folgen und -Heilung) berichte, als auch wenn ich einige Beiträge beantworte, versuche ich immer noch die positiven und negativen Seiten zu schildern. Wenn mir dieser Wunsch mißlungen sein sollte, so mein derzeitiger Eindruck (nachdem was ich gerade lesen konnte), werde ich nachdenken, ob meine Beiträge wirklich mehr einen -allgemein- positiven Eindruck hinterlassen haben, anstatt dem, den ich vermitteln wollte. :-(
Ich werde darüber nachdenken und vermutlich demnächst einen etwas "anderen" Beitrag schreiben (scheint mir nötig).

So. Ich wünsche Dir auch ein fröhliches Fest (auch am 2. Weihnachtstag) und ein guter Rutsch ins neue Jahr. Ihr habt Glück in Deutschland, den in Frankreich gilt der 26. Dez. nicht als Feiertag.

Herzlichst,
Thierry

Re: ...meine (oje...ausgiebige;o) Meinung

Verfasst: 26.12.2003, 14:50
von Petra_2
Hallo Thierry:o)

sorry, wenn das im Eifer des Gefechts etwas missverständlich rüberkam. Natürlich schreibst du auch kritisch! Es haftete mir wohl noch ein Beitrag von dir im Kopf, in dem du "die Türken" allgemein als hilfsbereit und freundlich bezeichnest (was ich ja gar nicht bestreiten will:o). Wie soll ich das erklären...es kam bei mir wohl so an, als könne man sich aus diesem Grund auch getrost in der Türkei operieren lassen. Neeeein, bitte jetzt nicht falsch verstehen;o). Sicher kann man das! Aber genauso gut kann man sich auch anderswo operieren lassen. Wichtig ist letztendlich, dass man sich der Risiken bewußt ist. Wenn man sich als "blindes Huhn" durch die Welt tasten muß, dann möchte man am liebsten alles tun, um sich endlich von den "Sehkrücken" zu befreien. Nach allem, was ich so gelesen habe und immer noch lese, denke ich, dass es nicht nur die Risiken sind, die mich von der OP abhalten, sondern auch die ganzen "kleinen Behinderungen"(Restsehschwäche, ungleiche Sehschärfen, Kopfschmerzen usw), mit denen viele nach der OP zu kämpfen haben. Klar, das alles kann nach ein paar Monaten verschwinden, es muß aber nicht. Ich möchte jetzt nicht pauschal gegen die OP urteilen, denn bei stark Kurzsichtigen ist das Leben selbst mit einer einer evtl Restsehschwäche immer noch ein Gewinn an Lebensqualität. Für mich war und ist der Gedanke (OP) auch immer noch verlockend und abschreckend zugleich. Der menschliche Körper ist so komplex und jedes einzelne Organ kostbar, da ist es eigentlich schon nebensächlich, über die OP-Kosten nachzudenken;o).
Inzwischen habe ich auch meine Meinung über den Behandlungsort geändert.
Wenn ich mich tatsächlich irgendwann einer OP unterziehen werde, dann in der Nähe meines Wohnortes. Mir persönlich ist es wichtig, bei evtl. Komplikationen schnell zu dem Operateur zu gelangen. Vielleicht ist der Vergleich jetzt nicht ganz passend, aber ich hatte vor Jahren eine kleine Odyssee mit den Zähnen. Da hatte ich wohl eine Art Nervenentzündung im Kieferbereich (trug Provosiorium - Arzt war im Urlaub). Kein anderer Zahnarzt traute sich an die Sache ran (wg. Garantieleistung). Möchte nicht zu weit ausufern, aber es hat mich seeehr viele Nerven gekostet! Dies will ich mir zukünftig ersparen, lieber zahle ich mehr;o). Jede/r macht seine Erfahrungen im Leben und jede/r muss seine ganz persönliche Entscheidungen treffen. Ich bewundere ehrlich gesagt deinen Mut, Thierry:o)...gerade WEIL du auch so kritisch bist und dich mit der Problematik sehr intensiv auseinander gesetzt hast. Finde es auch absolut nachvollziehbar, wenn am Tag "X" die Nerven blank liegen, dass muß keinem peinlich sein. Falls der Tag "X" auch für mich eines Tages kommen wird, werde ich das natürlich ausführlich berichten:o). Kann leider erst Ende Jan. wieder in das Forum schauen, schade eigentlich, es ist immer wieder interessant hier mitzulesen und sich auszutauschen:o).

P.S: Finde es gut, dass Herr Uslu auch mal ins Forum gepostet hat. Verstehe nicht, wieso hier solche sinnlosen Lügen verbreitet werden:o(. Das bringt uns hier keinen Schritt weiter!

Machts gut und schönes neues...:o)

LG
Petra_2





allo Petra,

: wer sagt Dir, daß ich zufrieden bin? ;-)
: Nein, im Ernst: ich bin mehr oder weniger zufrieden. Und sicherlich hast Du Recht, daß meine persönliche (mehr oder weniger) Zufriedenheit mit dem Ergebniss meiner Laserbehandlung -subjektiv- dazu beiträgt, meine Kritikfähigkeit und Objektivität ein wenig zu beeinträchtigen. Dennoch bleibe ich, weil ich es von aus Natur bin, ein sehr kritischer Mensch, und eben auch ein Perfektionnist. Deshalb, bin ich zwar zufrieden, aber -wie meine Frau es immer zu sagen pflegt- nicht total/wirklich zufrieden. V.a. nicht, wenn man bedenkt, wie sich mein linkes Auge entwickelt hat, sei es in Punkto Sehvermögen, oder in Punkto Heilung. Und, nicht zu vergessen, die starken Schmerzen an diesem Auge, sowohl während der OP, als danach.

: In einem Punkt, möchte ich Dich -leider- wiedersprechen : ich schreibe nicht allgemein positiv. Das ist falsch. Und das müsstest Du anhand meiner diversen Beiträge bemerkt haben. Hätte ich zumindest gehofft. Desshalb wundert mich Deine Annahme -ich würde allgemein positiv schreiben.
: Denn sowohl wenn ich über meine eigene Erfahrung und Entwicklungsphase (in Bezug auf OP-Verlauf, -Folgen und -Heilung) berichte, als auch wenn ich einige Beiträge beantworte, versuche ich immer noch die positiven und negativen Seiten zu schildern. Wenn mir dieser Wunsch mißlungen sein sollte, so mein derzeitiger Eindruck (nachdem was ich gerade lesen konnte), werde ich nachdenken, ob meine Beiträge wirklich mehr einen -allgemein- positiven Eindruck hinterlassen haben, anstatt dem, den ich vermitteln wollte. :-(
: Ich werde darüber nachdenken und vermutlich demnächst einen etwas "anderen" Beitrag schreiben (scheint mir nötig).

: So. Ich wünsche Dir auch ein fröhliches Fest (auch am 2. Weihnachtstag) und ein guter Rutsch ins neue Jahr. Ihr habt Glück in Deutschland, den in Frankreich gilt der 26. Dez. nicht als Feiertag.

: Herzlichst,
: Thierry

Re: ...meine (oje...ausgiebige;o) Meinung

Verfasst: 26.12.2003, 15:59
von Gast
Hallo Petra_2,

ich kann deine Zweifel sehr gut nachempfinden. Wenn du dich aus grundsätzlichen Erwägungen gegen einen refraktiven Eingriff entschieden hast, ist dies völlig verständlich und erfordert keine Erklärung. Ich habe schon wiederholt in diesem Forum geschrieben, daß die Lasertechnik ein Angebot darstellt, aber daß man sich darüber im klaren sein muß, daß man bei einem Eingriff eine intakte Hornahut modellieren läßt und daß ein, wenngleich geringes, Risiko immer dabei ist.

Wenn du jedoch eine Laserkorrektur gewünscht hast und dich jetzt dagegen entschieden hast, weil du keine für dich akzeptable Möglichkeit siehst, möchte ich dich auf den Beitrag von Christian etwas weiter unten aufmerksam machen. Christian hatte -10,0 Dioptrien und eine noch dünnere Hornhaut als du. Wenn ich mich richtig erinnere wurde er von einer Laserklinik in Frankfurt abgelehnt. Er kam dann zu Frau Dr. Handzel in Frankfurt, die eine erfolgreiche LASIK bei ihm durchgeführt hat.

LASEK ist, wie du richtig erkannt hast, bei -7,0 Dioptrien mit zu großem Haze-Risiko verbunden.

Eine Fehlsichtigkeitsbehebung mit einem Femtosecondlaser funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die jetzige LASIK - es wird gezielt Hornhautgewebe entfernt mit den gleichen Folgen für die Hornhautstabilität wie bei der "konventionellen" LASIK. Dies bedeutet, daß, ob mit Femtosecondlaser oder Mikrokeratom der Flap dünn sein muß, damit deine Kurzsichtigkeit bei deiner Hornhautdicke korrigiert werden kann.

Ich wünsch dir alles Gute

Gruß

Martina