welcher Laser?

alle Beiträge von April 2001 bis März 2004

Moderator: Frankyboy

Gast

welcher Laser?

Beitrag von Gast » 04.12.2003, 23:44

Hallo, ich möchte mich Anfang nächsten Jahres lasern lassen. Die Erstuntersuchung habe ich bereits, es soll eine Aberrometer gesteuerte Lasik durchgeführt werden, mit dem Bausch & Lomb Technolas 217z (Zyoptix), der in der Klinik hauptsächlich eingesetzt wird. Meine Werte: -6,25 und -8,25, je 0,5 Hornhautverkrümmung, Pupillen im Dunkeln etwa 7 mm, je etwa 620 mü Hornhautdicke. Es besteht auch die Möglichkeit, den Wavelight Allegretto einzusetzen. Ich werde natürlich noch nachfragen, ob dieser Laser in meinem Fall von Vorteil wäre. Aber vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen und kennt die Vor- und Nachteile beider Laser (ggf. Aberrometer gesteuert)? Vor allem bezüglich Hornhautabtrag pro Dioptrie und Größe der Behandlungszone?

gast

Re: welcher Laser?

Beitrag von gast » 05.12.2003, 11:49

Wenn die Klinik beide hat, wird der Arzt schon wissen, warum er den technolas bei dir anwendet. Ich kann dir nur sagen, welche Punkte für mich wichtig wären.

-Einsatz eines bewährten Lasers mit einer Abtragszone (exklusive Übergangszone), die mindestens genauso groß sein muß, wie die Pupille im Dunkeln.

-Das Eyetracking darf nicht bei geweiterter Pupille erfolgen, da hier das Risiko eines dezentrierten Abtrags größer ist

-Der Chirurg muß erfahren sein und nachweisen können, daß er mehrere hundert Patienten behandelt (oder assistiert) hat, die:
-eine ähnlich hohe Kurzsichtigkeit hatten
-eine ähnlich große Pupille im Dunkeln hatten
-er mit dem selben Laser und Mikrokeratom behandelt hat

-Es muß geschultes Personal für Wartung und Test des Lasers vorhanden sein

-Es kommen nur Kliniken in Frage, keine Ärzte, die sich irgendwo für 30 Minuten einen Laser mieten

-Die Option einer Wellenfrontgesteuerten Lasik muß vorhanden sein (auch wenn diese in den meisten Fällen nicht notwendig ist)

-Der Chirurg sollte Lasik und Prk anbieten. Es wäre von Vorteil, wenn es ein echter Hornhautchirurg wäre (Erfahrung mit Transplantationen usw.)

-Die Restdicke des Hornhautbetts sollte nach dem Lasern einen guten Spielraum für eine Zweitbehandlung bieten. Dies ist insbesondere wichtig, wenn Komplikationen durch erneutes Lasern behoben werden müssen.

-es muß ein gutes Vertrauen zum Arzt und der Klinik bestehen. Im Zweifel einfach die OP absagen oder hinausschieben.

Gast

Re: welcher Laser?

Beitrag von Gast » 05.12.2003, 13:17

Hallo Gast,
danke für Deine ausführliche Antwort! Habe eigentlich alle Deine aufgeführten Punkte bedacht, schonmal ein gutes Gefühl.
Die OP würde Dr. Joergensen von EuroEyes machen, er selbst operiert seit 1993 und hat schon etwa 18.000 Lasik operiert, da kann ich also beruhigt sein. Es ist nur so, dass ich in Stuttgart zur Erstuntersuchung war und dort steht nur der B & L Technolas. Er scheint bei EuroEyes DER eingesetzte Laser zu sein und daher nehme ich an, dass dieser Laser grundsätzlich eher verwendet wird. Der Wavelight Allegretto steht wohl erst seit einiger Zeit in Hamburg (in der gleichen Klinikgruppe). Ich weiß auch nicht, wie groß die Erfahrung mit diesem Laser dort ist. Ich würde natürlich auch nach Hamburg fahren zur OP, die Nachuntersuchungen könnte ich ja dann in Stuttgart machen lassen. Ich frage mich nur, ob der Aspekt "besser B & L oder Wavelight" bei mir überhaupt bedacht wurde, da ich ja zur Erstuntersuchung in Stuttgart war und die Option dort wie gesagt gar nicht besteht (Und ich auch vergessen habe, gleich nachzufragen...). Ich habe aber schon in der Klinikgruppe per e-mail nachgefragt und warte noch auf Antwort. Ich habe in einem Forum gelesen, dass der B & L soviel mehr Hornhaut abträgt und das ist bei meinen Werten ja nicht unerheblich. Aber wer weiß, vielleicht hat er in meinem Fall ja andere Vorteile.
Zum Nachlasern ist genügend Hornhaut da, das war mir ganz wichtig. Obwohl ich wenig Aberrationen habe, soll wegen der hohen Dioptrien, großen Pupillen und meiner jetzt schon schlechten Nachtsicht einschließlich Blendempfindlichkeit mit Aberrometer gelasert werden. Ab heute steige ich von harten KL auf weiche Tageslinsen (Focus Daylies) um, bin gespannt, wie ich damit zurecht komme (Meine harten KL haben mehr als "ausgedient" und neue für die kurze Zeit machen keinen Sinn und sind auch zu teuer). Ich hätte gerne die Ciba Night & Day probiert, die Du mal empfohlen hast. Aber die gibt es nur für 6 Monate und ich will mich ja spätestens im Februar lasern lassen. Wielange ist Deiner bzw. Eurer Meinung nach die KL-Pause bei weichen Kontaktlinsen? Eine, zwei oder besser drei Wochen (alle Angaben schon gelesen)?
Liebe Grüße, Susanne

Uwe

Re: welcher Laser?

Beitrag von Uwe » 05.12.2003, 17:36

Setze dich mit Dr.Jörgensen in Verbindung. Bietet er den Allegretto in Hamburg auch mit Aberrometer an?

gast

Re: welcher Laser?

Beitrag von gast » 05.12.2003, 18:28

eines fällt mir dazu noch ein:

der wavelight allegretto hat soviel ich weiß ein gaußsches Strahlenprofil. Das hat der technolas nicht. Das ist aber nur ein Aspekt. Die Unterschiede im Gewebeabtrag dürften nicht allzu groß sein. Du bist in dieser Frage schon auf die Ehrlichkeit der Ärzte angewiesen. Da die Klinikgruppe dir beide Laser anbieten kann, darfst du zumindest auf die Ehrlichkeit beim Vergleich dieser beiden Laser vertrauen. Nur Experten könnten beurteilen, ob Laser der neuesten Generation wie der Mel 80 in deinem Fall noch besser wären. Diese Laser haben angeblich ein prolates Abtragsprofil. Das ist meines Wissens aber nur bei niedrigen Korrekturen einsetzbar, kommt bei dir also vielleicht gar nicht in Frage. Sieht für mich so aus als wärst du in guten Händen.

Antworten

Sie haben Interesse an einer Lasik-Behandlung? Fordern Sie hier kostenlose Informationen zum Thema Lasik an und lassen Sie sich beraten!

Beratung anfordern