Was ist nach 15-20Jahren mit einer operierten Hornhaut?

alle Beiträge von April 2001 bis März 2004

Moderator: Frankyboy

Gast

Was ist nach 15-20Jahren mit einer operierten Hornhaut?

Beitrag von Gast » 29.11.2003, 22:25

HI!
Ich bin Augenoptikerin in Plön und weiß, daß ältere Leute ab 50Jahren auch ohne OP Augenoberflächenprobleme haben. Wie sieht es aus, wenn das Auge mit 20Jahren operiert wurde? Was ist bei ganz normalen Bindehautentzündungen oder etwas Sand im Auge? Ist später noch eine StarOP möglich, die fast jeder über 75Jahre braucht? Wie sieht es mit den Druckverhältnissen im Auge aus, die in der Vorderkammer nicht gerade gering sind? Kann die Hornhaut, wenn sie dünner wird, später"ausleiern"?
Höre diese Fragen im Geschäft immer wieder, Was sagen die Ärzte auf solche Fragen? Hat in der Richtung jemand Material für mich? Ich bin ja kein Mediziner sondern gelernte AugenOPTIKerin. Keine Sorge, ich halte mich in Gesprächen immer sehr allgemein, weil das Thema ja auch so komplex ist. Bin auf keinen Fall Gegnerin einer OP, habe selbst -5dpt und Lust dies zu ändern, würde es aber zur Zeit einfach noch nicht wagen, weil die Langzeiterfahrung nicht da ist. Würde mich über Reaktionen freuen.

Chrishy

Re: Was ist nach 15-20Jahren mit einer operierten Hornhaut?

Beitrag von Chrishy » 30.11.2003, 00:19

:
: HI!
: Ich bin Augenoptikerin in Plön und weiß, daß ältere Leute ab 50Jahren auch ohne OP Augenoberflächenprobleme haben. Wie sieht es aus, wenn das Auge mit 20Jahren operiert wurde? Was ist bei ganz normalen Bindehautentzündungen oder etwas Sand im Auge? Ist später noch eine StarOP möglich, die fast jeder über 75Jahre braucht? Wie sieht es mit den Druckverhältnissen im Auge aus, die in der Vorderkammer nicht gerade gering sind? Kann die Hornhaut, wenn sie dünner wird, später"ausleiern"?
: Höre diese Fragen im Geschäft immer wieder, Was sagen die Ärzte auf solche Fragen? Hat in der Richtung jemand Material für mich? Ich bin ja kein Mediziner sondern gelernte AugenOPTIKerin. Keine Sorge, ich halte mich in Gesprächen immer sehr allgemein, weil das Thema ja auch so komplex ist. Bin auf keinen Fall Gegnerin einer OP, habe selbst -5dpt und Lust dies zu ändern, würde es aber zur Zeit einfach noch nicht wagen, weil die Langzeiterfahrung nicht da ist. Würde mich über Reaktionen freuen.
-- Habe sehr "schlichte" Reaktionen außerhalb des Forums per e-mail erhalten.Deshalb: es geht mir um erfolgreiche OP´s, keine, die fehlgeschlagen sind, wo anscheinend Hopfen und Malz verloren ist.
Das ein Sandkorn nicht das Auge auslaufen läßt, ist übrigens dann auch mir bekannt, aber reagiert das operierte Auge, wenn ich 65 Jahre bin, genauso, wie ein nicht operiertes? Mit StarOP meine ich nicht den Grünen, sondern eigentlich den Grauen Star. Die Frage nach Hornhautausstülpung bezieht sich ebenfalls auf eine Reaktion nach ca. 30 Jahren. Bitte schreibt im FORUM zurück!!

gast

Re: Was ist nach 15-20Jahren mit einer operierten Hornhaut?

Beitrag von gast » 30.11.2003, 13:09

Wichtig ist vor allem, daß die Hornhaut auch im Alter noch überlebensfähig und stabil genug ist. Das scheint gewährleistet zu sein, wenn man genügend Hornhautgewebe übrig läßt (deshalb bestehen viele Chirurgen auf mindestens 300 Mü unter dem flap anstatt der 250 Mü). Eine bessere Hornhautstabilität würde man mit Prk/Lasek erhalten. Die Augenoberflächenprobleme, die du ansprichst sind wohl Epithelerosionen. Diese treten aufgrund von trockenen Augen auf. Wenn ein Auge infolge LaserOP trockener wird, können sich solche Probleme natürlich häufen (Wir hoffen immernoch auf eine gute Heilungsmethode für das trockene Auge).
Bindehautentzündungen oder Sand im Auge dürften sich kaum anders auswirken als bei einem nicht gelaserten Auge.
StarOP ist natürlich möglich. Auch die Messung des Augendrucks.
Kein Mediziner kann im Moment zweifelsfrei behaupten, daß es nicht zu Hornhautausstülpungen im Alter kommen wird. Es deutet jedoch vieles darauf hin, daß dies bei ausreichender Hornhautrestdicke nicht passieren wird. Die Keramitoleusis wurde schon vor 50 Jahren ausgeführt. Einziger Unterschied: Es kam kein Laser zum Einsatz. Hierauf bezieht sich vor allem die mangelnde Langzeiterfahrung: auf den Einsatz eines Lasers, der u.a. eine Auswirkung auf die Keratozytendichte in der Hornhaut hat. Die Keratozytendichte nimmt dauerhaft ab in der Nähe der gelaserten Oberfläche. Aber auch das wird wahrscheinlich nicht zu einem Ausleiern der Hornhaut führen. Wer sicherer sein will, macht Prk, nimmt dann aber ein höheres Vernarbungsrisiko in Kauf.

Gast

Re: Was ist nach 15-20Jahren mit einer operierten Hornhaut?

Beitrag von Gast » 01.12.2003, 15:51

Hallo zusammen,

wie der gast bereits geschrieben hat, wurden schon vor 40-50 Jahren Patienten mit Keratomileusis (mechanisch ohne Laser) behandelt. Es ist nicht bekannt, daß es Dekompensierungen der Hornhaut infolge dieser Operation gegeben hätte. Insoweit kann man davon ausgehen, daß die Hornahut stabil bleibt, wenn der Chirurg eine ausreichende Hornhautschicht stehen läßt und keine Hornhautanomalie bei der Voruntersuchung übersieht.

Kataraktoperationen sind nach LASIK problemlos möglich.

PRK/LASEK ist mit einem Haze-Risiko - insbesondere bei höheren Sehfehlern - verbunden. Aus diesem Grund ist diese Methode nicht sicherer als LASIK.

Gruß
Martina

Antworten

Sie haben Interesse an einer Lasik-Behandlung? Fordern Sie hier kostenlose Informationen zum Thema Lasik an und lassen Sie sich beraten!

Beratung anfordern