meine Lasek bei Dr.. Neuhann
Verfasst: 27.06.2003, 12:17
Ich möchte hier meine ersten Lasek - Erfahrungen beschreiben, da ich selbst einen solchen Bericht vor meiner Operation vermisst habe:
gestern (26.6.03) war meine Lasek-Ooperation an beiden Augen. Ich (28 Jahre) wollte meine Kurzsichtigkeit von ca. -5 und etwas Asthekmatismus loswerden, da ich meine Linsen nicht mehr vertragen habe.
Ich hatte von der Augenklinik am Marienplatz nur Gutes gehört - ebenso über Dr. Neuhann selbst. Die Voruntersuchungen, die Betreuung und Beratung vorab machten einen sehr guten Eindruck auf mich. Die Ärtze waren freundlich, kompetent und geduldig mit meinen Fragen und Bedenken (auch einen Tag vor dem Termin konnte ich nochmal in der Sprechstunde weitere Fragen stellen und sogar weitere Untersuchungen verlangen).
Eine LASIK kam für mich leider nicht in Frage, da meine Hornhaut mit nur 440mym dazu zu dünn war. Da ich mich gut informiert habe und so erfuhr, dass die LASEK wegen geringerer Gefahren bei der OP teilweise bevorzugt wird, fand ich das nicht so schlimm. Nur von der Idee, vom OP-Tisch als geheilt aufzuspringen musste ich mich eben verabschieden. So betrafen meine Hauptbedenken die Heilungszeit, mögliche Komplikationen und die Einschränkungen nach der OP. Mir wurde erklärt, dass es natürlich ein gewissen Risiko gab, das sich jedoch für irreperable Schäden im Promillebereich bewegte. Ich beruhgte mich mit dem Gedanken, dass diese Fälle eben in schlechten Praxen, im Ausland oder bei Menschen mit ungünstigen Heilungsverlauf auftraten. Bei modernem, gut gewartetem Gerät, den Vor- und Nachuntersuchungen und meiner guten Gesundheit und meiner Vorsicht sah ich für mich kein Risiko, mich zu verschlechtern.
Nach Ansicht meiner Ärztin waren weder meine trockenen Augen, die stets leicht gereizt sind, noch etwa die heiße Jahreszeit mit hoher Ozonbelastung ein Grund die OP zu verschieben und so entschloss ich mich nach 4-wöchiger Brillenzeit den Eingriff tatsächlich durchführen zu lassen.
Direkt vor der OP bekam ich ein Sedativ zu trinken (vielleicht weil ich mich vorher als gewisser Angstpatient geriert habe - vielleicht auch Standartprozedur), schließlich Augentropfen, die das Auge reizunempfindlicher machen. Dann ging es schon schnell zur Sache. Dr. Neuhann erklärte mir freundlich, was er tat, ermahnte mich mein Auge ruhig zu halten, was ich teilweise als schwierig empfand. Unangenehm war das Einstzen der Lidsperre. Der Alkohol zum Lösen des Epithels brannte nur ein klein wenig und kurz (links mehr - da war wohl die Betäubung schwächer). Während eine nette Schwester meine Hand hielt und mich beruhigte, begann der Arzt mit dem Lösen des Epithels. Dies dauerte viel länger als ich es erwartet hatte (und auf den Videos im Internet gesehen hatte). Er erklärte mir, dass das Häutchen bei jungen Menschen eben noch recht fest sitze. Gleich darauf wurde der Laser angesetzt. Dr. Neuhann ermahnte mich nochmal, nun das Auge besonders ruhig zu halten (was mir wohl vorher nicht so gut gelungen war) und ich fixierte mich auf den grünen Punkt in der Mitte. Es gelang mir, einigermaßen entspannt zu bleiben, weil ich mir vorher noch hatte erklären lassen, dass der LAser kleinen Augenbewegungen folgen kann und bei zu großen das Brennen abstellt. Kaum 30 sek. später war das erste Auge fertig und die therapeutische Plasterlinse wurde aufgesetzt. Die Gerüche der verdampften Haut waren nicht so schlimm, wie ich das nach einigen Berichten erwartet hätte: alle neuen Lasergeräte besitzen mittlerweile eine Absaugfunktion für das verbrannte Gewebe, damit dieses nicht zurück ins Auge fällt.
Das zweite Auge wurde unmittelbar danach behandelt und der Arzt war mit dem Verlauf der OP zufrieden. Alles sei glatt gegangen, sagte er. Und tatsächlich konnte ich auch sofort danach recht gut sehen. Ich erkannte den Arzt, sogar die Uhr an der Wand und fand im Wartezimmer meine Begleitperson. Draußen war ich dann doch sehr geblendet. Die Sonnenbrille, die in den nächsten 10 bis 14 Tagen vor UV - Licht schützen sollte, konnte ich nicht über die Staub- und Reibschutzbrille (fast ein modisches Stück) ziehen, die ich bis zum Termin am nächsten morgen und vor allem in der Nacht tragen musste.
Ca. eine halbe Stunde nach der OP bekam ich im rechten Auge doch ein stark unangenhmes Gefühl (Fremdkörper, Brennen). Dazu schossen mir die Tränen aus dem Auge, meine Nase lief und ich griff zu den Diclophenac-Tropfen, die mir der Arzt dagegen mitgegeben hatte. Bis in den frühen Morgen blieb ich dadurch ohne Bschwerden. Das Sehen ist jedoch noch nicht gerade perfekt: zwar war nicht alles wie "hinter Milchglas" oder so ähnlich, wie es mir angekündigt worden war, aber ich fühlte mich doch noch recht kurzsichtig und besonders die Konturen von Schrift machen mir Probleme. Zwar wurde das über Nacht etwas besser (und es war ein tolles Gefühl zum ersten mal seit der Kindheit wieder schon gleich nach dem Aufwachen etwas sehen zu können), doch bin ich erst bei ca. 40 (rechts)- 60 (links) % Sehkraft. Das ist zwar ein Riesenfortschritt gegenüber den etwa 5 % vorher, aber doch recht einschränkend, da ich ja keine geeignete Brille zur Hand habe. Lesen sowie am Bildschirm arbeiten ist mühsam und ich trau mich auch noch nicht (mit der Sonnenbrille) das schöne Wetter draußen zu genießen.
Bei der Nachuntersuchung von der ich gerade heimkomme, hat die Ärztin festgestellt, dass das linke Auge schon recht gut verheilt ist. Bei meinem rechten sei das Epithel jedoch noch lose und "krisslig". Dies erkläre auch, warum ich mit dem linken schon deutlich besser sähe. Insgesamt sei der Verlauf jedoch normal bis gut. Die therpeuische Linse könne jedoch noch nicht abgenommen werden. Obwohl sie meinte, dass meine ziemlich roten und verklebten Augen nicht entzündet seien, verschrieb sie mir Cortison- und Antibiotikumstropfen für meine Augen, die ich nun dreimal täglich nehmen soll. Schmerzen habe ich gar keine, jedoch seh ich alles noch recht trübe. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sich meine Sehschärfe ständig verändert, so dass sich mein Hirn kaum darauf einstellen kann.
Die Ärztin wie die Optikerin der Praxis waren der Meinung, dass sich meine Sehstärke sehr bald noch deutlich verbessern werde und in spätestens 2 Tagen wahrscheinlich gut sehen werde. Ich selbst bin auch recht optimistisch, mache mir aber leicht Sorgen wegen der Blendempfindlichkeit und der Konturschwäche.
Die Linsen sollen nun am Montag herausgenommen werden (also 4 Tage nach der OP). Bis dahin - also über das Wochenende - ist die Praxis jedoch für dringende Fälle besetzt. Außerdem habe ich eine Notfalltelefonnummer bekommen, um einen Arzt der Klinik über Handy zu erreichen. So freu ich mich jetzt mal drauf, dass meine Augen weiter besser werden und berichte dann wieder, wenn's was neues zu erzählen gibt.
gestern (26.6.03) war meine Lasek-Ooperation an beiden Augen. Ich (28 Jahre) wollte meine Kurzsichtigkeit von ca. -5 und etwas Asthekmatismus loswerden, da ich meine Linsen nicht mehr vertragen habe.
Ich hatte von der Augenklinik am Marienplatz nur Gutes gehört - ebenso über Dr. Neuhann selbst. Die Voruntersuchungen, die Betreuung und Beratung vorab machten einen sehr guten Eindruck auf mich. Die Ärtze waren freundlich, kompetent und geduldig mit meinen Fragen und Bedenken (auch einen Tag vor dem Termin konnte ich nochmal in der Sprechstunde weitere Fragen stellen und sogar weitere Untersuchungen verlangen).
Eine LASIK kam für mich leider nicht in Frage, da meine Hornhaut mit nur 440mym dazu zu dünn war. Da ich mich gut informiert habe und so erfuhr, dass die LASEK wegen geringerer Gefahren bei der OP teilweise bevorzugt wird, fand ich das nicht so schlimm. Nur von der Idee, vom OP-Tisch als geheilt aufzuspringen musste ich mich eben verabschieden. So betrafen meine Hauptbedenken die Heilungszeit, mögliche Komplikationen und die Einschränkungen nach der OP. Mir wurde erklärt, dass es natürlich ein gewissen Risiko gab, das sich jedoch für irreperable Schäden im Promillebereich bewegte. Ich beruhgte mich mit dem Gedanken, dass diese Fälle eben in schlechten Praxen, im Ausland oder bei Menschen mit ungünstigen Heilungsverlauf auftraten. Bei modernem, gut gewartetem Gerät, den Vor- und Nachuntersuchungen und meiner guten Gesundheit und meiner Vorsicht sah ich für mich kein Risiko, mich zu verschlechtern.
Nach Ansicht meiner Ärztin waren weder meine trockenen Augen, die stets leicht gereizt sind, noch etwa die heiße Jahreszeit mit hoher Ozonbelastung ein Grund die OP zu verschieben und so entschloss ich mich nach 4-wöchiger Brillenzeit den Eingriff tatsächlich durchführen zu lassen.
Direkt vor der OP bekam ich ein Sedativ zu trinken (vielleicht weil ich mich vorher als gewisser Angstpatient geriert habe - vielleicht auch Standartprozedur), schließlich Augentropfen, die das Auge reizunempfindlicher machen. Dann ging es schon schnell zur Sache. Dr. Neuhann erklärte mir freundlich, was er tat, ermahnte mich mein Auge ruhig zu halten, was ich teilweise als schwierig empfand. Unangenehm war das Einstzen der Lidsperre. Der Alkohol zum Lösen des Epithels brannte nur ein klein wenig und kurz (links mehr - da war wohl die Betäubung schwächer). Während eine nette Schwester meine Hand hielt und mich beruhigte, begann der Arzt mit dem Lösen des Epithels. Dies dauerte viel länger als ich es erwartet hatte (und auf den Videos im Internet gesehen hatte). Er erklärte mir, dass das Häutchen bei jungen Menschen eben noch recht fest sitze. Gleich darauf wurde der Laser angesetzt. Dr. Neuhann ermahnte mich nochmal, nun das Auge besonders ruhig zu halten (was mir wohl vorher nicht so gut gelungen war) und ich fixierte mich auf den grünen Punkt in der Mitte. Es gelang mir, einigermaßen entspannt zu bleiben, weil ich mir vorher noch hatte erklären lassen, dass der LAser kleinen Augenbewegungen folgen kann und bei zu großen das Brennen abstellt. Kaum 30 sek. später war das erste Auge fertig und die therapeutische Plasterlinse wurde aufgesetzt. Die Gerüche der verdampften Haut waren nicht so schlimm, wie ich das nach einigen Berichten erwartet hätte: alle neuen Lasergeräte besitzen mittlerweile eine Absaugfunktion für das verbrannte Gewebe, damit dieses nicht zurück ins Auge fällt.
Das zweite Auge wurde unmittelbar danach behandelt und der Arzt war mit dem Verlauf der OP zufrieden. Alles sei glatt gegangen, sagte er. Und tatsächlich konnte ich auch sofort danach recht gut sehen. Ich erkannte den Arzt, sogar die Uhr an der Wand und fand im Wartezimmer meine Begleitperson. Draußen war ich dann doch sehr geblendet. Die Sonnenbrille, die in den nächsten 10 bis 14 Tagen vor UV - Licht schützen sollte, konnte ich nicht über die Staub- und Reibschutzbrille (fast ein modisches Stück) ziehen, die ich bis zum Termin am nächsten morgen und vor allem in der Nacht tragen musste.
Ca. eine halbe Stunde nach der OP bekam ich im rechten Auge doch ein stark unangenhmes Gefühl (Fremdkörper, Brennen). Dazu schossen mir die Tränen aus dem Auge, meine Nase lief und ich griff zu den Diclophenac-Tropfen, die mir der Arzt dagegen mitgegeben hatte. Bis in den frühen Morgen blieb ich dadurch ohne Bschwerden. Das Sehen ist jedoch noch nicht gerade perfekt: zwar war nicht alles wie "hinter Milchglas" oder so ähnlich, wie es mir angekündigt worden war, aber ich fühlte mich doch noch recht kurzsichtig und besonders die Konturen von Schrift machen mir Probleme. Zwar wurde das über Nacht etwas besser (und es war ein tolles Gefühl zum ersten mal seit der Kindheit wieder schon gleich nach dem Aufwachen etwas sehen zu können), doch bin ich erst bei ca. 40 (rechts)- 60 (links) % Sehkraft. Das ist zwar ein Riesenfortschritt gegenüber den etwa 5 % vorher, aber doch recht einschränkend, da ich ja keine geeignete Brille zur Hand habe. Lesen sowie am Bildschirm arbeiten ist mühsam und ich trau mich auch noch nicht (mit der Sonnenbrille) das schöne Wetter draußen zu genießen.
Bei der Nachuntersuchung von der ich gerade heimkomme, hat die Ärztin festgestellt, dass das linke Auge schon recht gut verheilt ist. Bei meinem rechten sei das Epithel jedoch noch lose und "krisslig". Dies erkläre auch, warum ich mit dem linken schon deutlich besser sähe. Insgesamt sei der Verlauf jedoch normal bis gut. Die therpeuische Linse könne jedoch noch nicht abgenommen werden. Obwohl sie meinte, dass meine ziemlich roten und verklebten Augen nicht entzündet seien, verschrieb sie mir Cortison- und Antibiotikumstropfen für meine Augen, die ich nun dreimal täglich nehmen soll. Schmerzen habe ich gar keine, jedoch seh ich alles noch recht trübe. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sich meine Sehschärfe ständig verändert, so dass sich mein Hirn kaum darauf einstellen kann.
Die Ärztin wie die Optikerin der Praxis waren der Meinung, dass sich meine Sehstärke sehr bald noch deutlich verbessern werde und in spätestens 2 Tagen wahrscheinlich gut sehen werde. Ich selbst bin auch recht optimistisch, mache mir aber leicht Sorgen wegen der Blendempfindlichkeit und der Konturschwäche.
Die Linsen sollen nun am Montag herausgenommen werden (also 4 Tage nach der OP). Bis dahin - also über das Wochenende - ist die Praxis jedoch für dringende Fälle besetzt. Außerdem habe ich eine Notfalltelefonnummer bekommen, um einen Arzt der Klinik über Handy zu erreichen. So freu ich mich jetzt mal drauf, dass meine Augen weiter besser werden und berichte dann wieder, wenn's was neues zu erzählen gibt.