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Respekt vor euerer Risikobereitschaft und Gutgläubigkeit
Verfasst: 31.10.2002, 21:10
von Gast
Hallo allerseits,
ich frage mich wirklich ob ich ein Schisser bin oder einfach nur Realist und ob die Leute die sich einer Augen-OP unterziehen alle nur gutgläubig sind.
Seht ihr nicht die Risiken die so eine OP, eigentlich egal welche, mit sich bringt? Also ich schrecke ehrlich gesagt vor der Vorstellung mein ganzes Restleben mit verpfuschten Augen rumzulaufen, zurück.
Ich habe auf dem rechten Auge -4,25 -0,5 125 und links -4,25. Aber ist das schlimm? Ich komme doch mit Brille zurecht und habe mit der Korrektur einen gute Sehleistung, die über dem Durchschitt liegt. Und nach einer OP, vielleicht -o,5? -o,5 dpt senken aber die Sehleistung um die Hälfte!!! Und wenn ich dann von anderen lese, dass -1,75 doch noch ausreichen um was weiss ich zu machen. Lächerlich, die Sehleistung liegt damit unter 20%. Jeder der mir erzählt mit einer Sehleistung von 20% zufrieden zu sein halte ich schlicht weg für einen Lügner, oder Laserchirugen der seine teuere Maschine armortisieren muss und seinen Ferrari gerade bestellt hat.
Abgesehen von den überaus fraglichen optischen Ergebnissen, die zugegebenermassen anfangs noch ganz gut sein können, bleibt doch das Risiko von anderen Operationsrisiken.
Wusstet Ihr eigentlich das der Flap nie wieder anwächst? Er liegt für den Rest des Lebens nur auf der Hornhaut auf und kann relativ leicht seine Position verändern, bzw abreissen!
Ich hoffe für alle, dass ihr dann einen entsprechenden Hornhautspender findet. Aber man verpflanzt auch schon Fischhornhäute! Also keine Bange. Lasst euch durch meine kritischen Anmerkungen nicht abhalten.
Viel Spass bei der OP und den Nachwirkungen (ein Leben lang!)
Jürgen
Schwachsinn!
Verfasst: 01.11.2002, 09:13
von Gast
Hallo!
Also wirklich! Du, der sich einer OP nicht unterzogen hat, kannst ja wohl überhaupt nicht mitreden.
Du solltest Dir bewußt sein, daß auf dieser Seite eher Leute einen Beitrag schreiben, die mit der OP nicht zufrieden sind, als Leute, die keine Probleme nach der OP hatten. Die haben nämlich eigentlich auch keinen Grund auf einer solchen Internetseite herumzusurfen.
Alleine schon die Tatsache, daß ich sehr viel Sport mache, u.a. auch Kampfsport, und meine Kontaktlinsen nicht mehr vertragen habe, beeinträchtigt doch die Freizeitgestaltung sehr. Mit Brille inlineskaten (wenn man es richtig ernsthaft betreibt), mit Brille kickboxen usw. Das geht einfach nicht! Die Brille stört.
Bevor Du solche Horrormeldungen wie dem nicht mehr anwachsenden Flap hier im Forum erzählst, solltest Du Dich vielleicht doch erst einmal schlau machen. Den ersten Frühling mit Heuschnupfen und intensivem Augenreiben nach der OP (die im Februar war)habe ich jedenfalls ohne Flapablösung überlebt...
Ich bestreite nicht, daß es in diesem Geschäft sicherlich auch Pfuscher gibt. Aber, wenn man sich an einer Universitätsklinik operieren lässt (so wie ich es in Frankfurt am Main getan habe), steht wohl nicht unbedingt ein wirtschaftliches Interesse der Ärzte - die ja dort angestellt sind und ein festes Gehalt bekommen - im Vordergrund.
Ich bin mit dem Ergebnis der OP sehr zufrieden und kann meinen Lieblingssportarten wieder ohne Beeinträchtigungen nachkommen.
Ich denke, die Leute, die sich überlegen eine LASIK-OP durchführen zu lassen, sollten vielleicht nicht unbedingt in eine private Klinik gehen, in der der Arzt evtl. wirklich bei jeder OP die Dollarzeichen in den Augen hat.
Viele Grüsse und viel Glück bei Euren OPs.
Stina
Re: Respekt vor euerer Risikobereitschaft und Gutgläubigkeit
Verfasst: 01.11.2002, 09:16
von Gast
Hallo Jürgen, ich finde ja, daß Du zum Teil schon recht hast, verstehe aber nicht, warum Du so zynisch bist. Gerade hier im Forum findest Du Leute, die sich die Entscheidung nicht so leicht machen und sehr wohl die Risiken abwägen.
Ich habe ähnliche Werte wie Du, vetrage aber meine harten Linsen nach ca. 25 Jahren Kurzsichtigkeit nicht mehr so gut und werde auch noch altersweitsichtig. Auf eine Gleitsichtbrille
habe ich noch weniger Lust als auf meine normale und werde deshalb eine Lasek machen lassen, weil Sie mir als die OP-Methode mit weniger Risiken erscheint. Daß es Risiken gibt, weiß ich so gut wie viele andere hier, und jeder muß seine eigene Entscheidung treffen, die andere nicht verurteilen sollten. Christina
Re: Respekt vor euerer Risikobereitschaft und Gutgläubigkeit
Verfasst: 01.11.2002, 10:11
von Gast
ja, und die Erde ist eine Scheibe.
Thomas
: Hallo allerseits,
: ich frage mich wirklich ob ich ein Schisser bin oder einfach nur Realist und ob die Leute die sich einer Augen-OP unterziehen alle nur gutgläubig sind.
: Seht ihr nicht die Risiken die so eine OP, eigentlich egal welche, mit sich bringt? Also ich schrecke ehrlich gesagt vor der Vorstellung mein ganzes Restleben mit verpfuschten Augen rumzulaufen, zurück.
: Ich habe auf dem rechten Auge -4,25 -0,5 125 und links -4,25. Aber ist das schlimm? Ich komme doch mit Brille zurecht und habe mit der Korrektur einen gute Sehleistung, die über dem Durchschitt liegt. Und nach einer OP, vielleicht -o,5? -o,5 dpt senken aber die Sehleistung um die Hälfte!!! Und wenn ich dann von anderen lese, dass -1,75 doch noch ausreichen um was weiss ich zu machen. Lächerlich, die Sehleistung liegt damit unter 20%. Jeder der mir erzählt mit einer Sehleistung von 20% zufrieden zu sein halte ich schlicht weg für einen Lügner, oder Laserchirugen der seine teuere Maschine armortisieren muss und seinen Ferrari gerade bestellt hat.
: Abgesehen von den überaus fraglichen optischen Ergebnissen, die zugegebenermassen anfangs noch ganz gut sein können, bleibt doch das Risiko von anderen Operationsrisiken.
: Wusstet Ihr eigentlich das der Flap nie wieder anwächst? Er liegt für den Rest des Lebens nur auf der Hornhaut auf und kann relativ leicht seine Position verändern, bzw abreissen!
: Ich hoffe für alle, dass ihr dann einen entsprechenden Hornhautspender findet. Aber man verpflanzt auch schon Fischhornhäute! Also keine Bange. Lasst euch durch meine kritischen Anmerkungen nicht abhalten.
: Viel Spass bei der OP und den Nachwirkungen (ein Leben lang!)
: Jürgen
:
Re: Schwachsinn!
Verfasst: 01.11.2002, 10:18
von Gast
Hallo Stina, hallo Jürgen,
Jürgen, ich finde, daß Christina und Stina recht haben in der Hinsicht, daß jeder für sich selbst den Nutzen gegen das Risiko abwägen muß. Es wird nicht missioniert in dem Sinne, daß jeder Fehlsichtige sich operieren lassen sollte, aber umgekehrt sollte es auch nicht der Fall sein.
Wer mit Brille oder Kontaktlinsen zufrieden ist und keinen Schaden von Kontaktlinsen hat, soll auch dabei bleiben. Aber es gibt auch Millionen andere, die Ihre Brille/Kontaktlinsen loswerden möchten. Sie haben die Möglichkeit, das Angebot wahrzunehmen. Das dies nicht unkritisch geschehen sollte, ist selbstverständlich.
Stina, dein Plädoyer für die Uni- und gegen Privatkliniken ist falsch. Auch Unikliniken haben finanzielles und sonstiges Interesse, möglichst viele Operationen durchzuführen.
Deine Unterstellung, finanzielle Interessen würden die medizinischen Aspekte, insbesondere bei privaten Einrichtungen, verdrängen, ist ebenfalls falsch und beleidigend. Gerade Privatkliniken, die sich Schnitzer und darausfolgende Prozesse nicht leisten können, sind bei der Behandlung ihrer Patienten um größte Sorgfalt bemüht.
Es ist auch anzumerken, daß die größte Erfahrung, und damit auch entsprechender Sachverstand, auf dem Gebiet der refraktiven Chirurgie nicht bei den Unikliniken (mit einer Ausnahme) zu finden ist.
Gruß
Martina