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Heute war mein großer Tag!

Verfasst: 19.09.2002, 19:44
von Gast
Liebe Lasikinteressierte, ich habe versprochen von meiner Op zu berichten und das mach ich jetzt.
Ich hatte heute morgen um 9.20 Uhr einen Termin in Landshut zur Lasik in der Gemeinschaftspraxis Kölbl, Sachsenweger u.Co. Auf anraten des Prof. habe ich seit vier Tagen 4xtägl. mit Floxal getropft.
In der OP vorbereitung bekomme ich einen Haarschutz und Fußschutz, die ich anziehen muss. Ich bekomme eine halbe Beruhigungstablette und warte noch ca 10.Min. in denen ich mich mit einer Patientin unterhalte die tagszuvor ihr erstes Auge lasern ließ und nun völlig begeistert erzählt. Sie hatte allerdings "nur" -1,5 Dioptr., was für mich immer nur ein schwerer Vergleich ist. Ich selber habe folgende Ausgangsituátion mitgebracht:
re -7,25 -0,50/106 - Hornhautdicke 538µm,
li -7,75 -0,75/15 - Hornhautdicke 543µm.
Pupillengröße 5,5mm
Ich werde aufgerufen, bin ein wenig aufgeregt und werde gebeten mich auf die Liege zu legen. Ich bekomme ein Rollenkissen unter die Knie und mein Kopf liegt in einer Mulde.Meine Brille wird mir abgenommen. Anschließend bekomme ich 3 x in kurzem Abstand Betäubungstropfen in das rechte Auge. Der Operateur, der an meinem Kopfende sitzt ist nicht derjenige den ich erwartet habe, aber aus meinen Recherchen vorher weiß ich, dass er ebenso erfahren ist als "mein" Professor.
Er kündigt mir jeden seiner Schritte an und setzt mir nun den Lidspanner rechts ein.- Ich lasse im übrigen bei augen auf einmal lasern.- Ich muss zuerst nach oben, dann nach unten schauen und schon ist das Teil drin. Es wird mittels eine Rädelsschraube erweitert und drückt mich nicht.(Die Patientin von vorher fühlte das als unangenehm)
Ich werde auf ein rotes Licht aufmerksam gemacht, das ich immer im Auge behalten soll - sprich fixieren soll.
Dann wird mein Auge gespült und der Saugring wird aufgesetzt,das empfand ich nicht als unangenehm. Es wird dunkel. Auch den Schnitt des Flaps, das leise Surren nehme ich wahr, spüre aber nichts.Dann wird der Flap hochgeklappt. Ich wusste immer was mein Operateur tat, denn ich habe im Internet auf einer privaten HP so eine Operation schon mal gesehen. Nach dem ein paarmal über die Hornhaut gestrichen wird, wird man hingewiesen, dass es gleich losgeht...und immer auf das rote Licht schaun! Und schon tackert der Laser los, es fängt an nach verbranntem Horn zu riechen, aber nicht schlimm. Die ganz Zeit hält mir eine OP-Schwester, die auch meine meisten Voruntersuchungen gemacht hat die Hand. Ich bin ihr dankbar dafür.
Nach dem Lasern wird wieder mehrfach gespült und getropft, erst nach 5 Minuten wird der Flap wieder zurückgelegt und sauber ausgestrichen. Und wieder Tropfen und spülen. Das empfinde ich insgesamt als das Lästigste.
Mein Operateur begutachtet das erste Auge mit der Spaltlampe und ist sehr zufrieden. Auch mich hat er immer wieder gelobt während der OP, der Gute ;-).
So und nun gibts die ganze Prozedur noch bei dem linken Auge. Aber das verlief ebenso. Inzwischen lag auf meinem operierten Auge eine leichte Abdeckung.
Nach der Untersuchung zum Schluss bekomme ich noch eine "hübsche" Pflasterbrille. Dann muss ich ein Stockwerk tiefer, Hier werden die Augen nochmals untersucht, der Flap sitzt einwandfrei glatt.
Ausserdem erhalte ich ein Rezept für "Isopto-Max" und Floxal, Floxal soll ich bis Freitag nehmen, die anderen eine Woche lang. Und dann muss ich vorraussichtlich nichts mehr tropfen, es sei denn mir machen trockene Augen zu schaffe, gerade in der kommenden Winterzeit, dann soll ich mir künstliche Tränen besorgen.
So, wir fahren nach Hause, meine Augen kratzen und tränen ein wenig, aber am schlimmsten finde ich, die Helligkeit, es brennt und auch Sonnenbrille und Schlafbrille (ausm Flugzeug) helfen nichts. Ich fühle mich sogar im stockdunkeln als wäre ich wahnsinnig geblendet. Zuhause angekommen nehme ich 2 Schmerztabletten und eine Schlaftablette (unser Schlafzimmer lässt sich leider nicht abdunkeln) und schlafe bis ca 17.00 Uhr.
Als ich meinen Verband später abnehme kann ich sehen.Die Augen kratze nur wenig und tun nicht weh! Ich sehe vieles was ich vorher nicht sehen konnte und selbst wenn es sich nicht mehr viel verbessern würde, könnte ich sogar fast zufrieden sein. Da aber alles noch frisch ist, gehe ich davon aus, dass es noch klarer wird. Heute abend ist bei uns Feuerwerk im Ort, da bin ich gespannt, wie ich das erlebe. Und da es jetzt grade dunkel wird draussen werde ich jetzt mal vom Balkon aus "testen" wie es denn mit Autolichtern aussieht. :-)
Morgen früh um 9.00 habe ich einen Nachuntersuchungstermin. Auch darauf warte ich gespannt.Ich werde auf alle Fälle wieder berichten.
Ich hoffe es ist jetzt nicht zu lang geworden :-).
Schöne Grüße an alle,
Irmi

Re: Erste Nachuntersuchung

Verfasst: 20.09.2002, 10:58
von Gast
Hallo,
heute hatte ich die erste Nachuntersuchung (24 Stunden nach der OP).
Die Hornhauttopographie sieht angebl. sehr gut aus, (aussen war ein roter Streifen, in der Mitte alles gleichmäßig grün ;-)), ich habe keinerlei Schmerzen oder Fremdkörpergefühl mehr. Der Augenarzt untersucht mich mit der Spaltlampe und meint, sein Kollege hätte das ganz toll gemacht.
Ein Sehtest ergibt auf beiden Augen 80%, wobei ich mir insgesamt mit dem linken Auge etwas schwerer tue...Auch habe ich einen leichten Nebel vor beiden Augen. Ebenso habe ich leichte Halos und Starbursts bemerkt beim entgegenkommenden Verkehr.Die Sehqualität schwankt auch ein wenig.
Das Feuerwerk gestern abend war fantastisch, ich habe es toll gesehen!!!
In geschlossenen Räumen, die etwas wenig Licht haben sehe ich nicht so doll, aber ich habe ja noch Zeit. Mein Augenarzt sagt, es kann sich noch laufend etwas ändern. In ca 6 - 8 Wochen bekomme ich ein endgültiges Attest, damit aus meinem Führerschein die Sehhilfe ausgetragen werden kann. Im Moment habe ich ein vorläufiges Schreiben dabei, datiert bis zum Nachsorgetermin ín 6 Wochen.
Im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden mit meiner Situation, sollte es noch besser werden, hätte ich natürlich nichts dagegen.
Schöne Grüße an alle,
Irmi

Re: Erste Nachuntersuchung

Verfasst: 27.09.2002, 12:10
von Gast
Hallo Irmi,
danke für deine Berichte. Es ist sehr interessant zu lesen. Ich wollte mal fragen, wie es Dir jetzt geht? Wie sind deine Werte? Würdest Du die OP wieder machen, wenn man die Zeit umdrehen könnte?
Ich drück' Dir die Daumen
Alles Gute für die Zukunft
Gruß
Olga

Erste Euphorie schwindet

Verfasst: 27.09.2002, 18:09
von Gast
Hallo,
nun ist es vier Tag her, dass ich gelasert wurde und im Moment bin ich etwas gefrustet...
Auf dem rechten Auge sehe ich zweitweise/meistens ganz ordentlich, aber das linke Auge ist ziemlich unscharf. Ich würde mal gefühlsmäßig so auf -3 Dioptr. tippen - mindestens- und das ändert sich nur ganz selten und wenn dann auch nicht so toll.
Ich habe auch im linken Auge einen relativ großen Bluterguß vom Lidspanner.Ob das irgendwie damit zusammenhängen könnte???
Ich weiß, dass man Geduld haben muss, besonders, wenn man vorher so hohe Werte hatte. Ich habe mir nun Benetzungstropfen besorgt, aber ich konnte noch keine Besserung erkennen, obwohl es sich schon so anfühlt, als ob ich zb. Kontaktlinsen zu lange getragen hätte und die Augen sehr trocken wären.
Jetzt hoffe ich halt, dass es wieder besser wird und warte auf meinen Termin am Freitag - mal sehen, was der Augenarzt sagt!
Schöne Grüße, Irmi

2.Nachuntersuchung

Verfasst: 27.09.2002, 18:10
von Gast
Hallo,
ich war heute zur zweiten Nachuntersuchung.
Die Untersuchung ergibt, dass evtl. beim linken Auge das Epithel einwächst. Vielleicht hängt damit ja auch das ständige schlechte Sehen zusammen.Gefühlsmäßig sehe ich so schlecht als hätte ich mind. -3 Dioptr. und die Farben sind etwas blasser als beim rechten Auge. Eine genaue Diagnose kann man aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht stellen. Mein rechtes Auge hat 100% Sehkraft, natürlich noch schwankend.Aber darauf war ich ja eingestellt. Eine Pupillenerweiterung ergibt, die Netzhaut ist stabil. Ich habe wieder einen Termin in 10 Tagen, bis dahin muss ich 5x tägl. Totocortin ins linke Auge tropfen. Ich bin ein wenig deprimiert, aber zumindest haben die Beschwerden jetzt einen Namen und ich muss nicht gleich von einer hohen Restfehlsichtigkeit ausgehen.Jetzt heisst es wieder Geduld haben...:-(.
So long....,
Irmi