moderne technik?

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Moderator: Frankyboy

Gast

moderne technik?

Beitrag von Gast » 21.06.2002, 23:44

Augenoperationen - Moderne Medizin oder kommerzielle Ausnutzung der (medizinischen) Ignoranz und Eitelkeit vieler Menschen?

Kontaktlinsen:
-nur harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen sind gesundheitlich vertretbar und können auf Dauer täglich getragen werden. Es kann aber auch hier zu Unverträglichkeiten kommen.Leider!

Wann wird die Brille nicht(!) zur Belastung für einen Menschen?
- Wenn die Brille ohne Probleme getragen werden kann, und der Träger im großen und ganzen das Leben eines gesunden Menschen leben kann.

Wann wird die Brille zur indiskutablen Belastung für einen Menschen?
- Wenn auch beim Tragen der Brille die Sehfähigkeit stark eingeschränkt ist.
- Wenn durch die Brille unzumutbare Beschwerden (z.B. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl) hervorgerufen werden

Wann wird die Brille zur subjektiven Belastung für einen Menschen?
- Wenn die Brille das Gesicht des Trägers ästhetisch verunstaltet
- Wenn der Träger glaubt, dass ihn eine Brille ästethisch verunstaltet

Zur indiskutablen Belastung:
Hierzu zählen Menschen mit starker Fehlsichtigkeit, Keratoconus, usw. Diese Menschen machen den weitaus kleinsten Teil unter den vielen Fehlsichtigen auf der Welt aus. Es ist schon Ironisch, dass gerade diesen Menschen die Hornhautchirurgie nicht helfen kann. Bei sehr stark Fehlsichtigen helfen teilweise Linsenimplantate. Doch auch diese Menschen haben bei einer AugenOp etwas zu verlieren und sie wären zweifellos froh, wenn sie "nur" eine "normale" Brille mit ein "paar" Dioptrien tragen müssten. Wo ist die Grenze zwischen einem "normal" Fehlsichtigen und einem problematischeren Fall? Das ist wohl von Fall zu Fall verschieden. Ab -10 Dioptrien Kurzsichtigkeit beispielsweise wird das Brillentragen sicher schon unbequem: Das Gesichtsfeld ist eingeschränkt.Alles erscheint kleiner als es ist, und die Bewegungen des Betroffenen werden unkoordinierter: er wird "unsicherer".

Zur subjektiven Belastung:
Die subjektive Belastung hängt meist damit zusammen, dass eine tatsächliche ästhetische Verunstaltung durch das Brillentragen vorliegt oder der Brillenträger sich einbildet, dass er verunstaltet wird.
Zunächst zur ästhetischen Verunstaltung. Sie tritt genau dann ein, wenn das Auge durch die Brillengläser sichtbar "verzerrt" wird und somit für einen äusseren Betrachter als "deformiert" erscheint. Der äussere Betrachter(also ein Mitmensch) nimmt das deformierte Auge unterbewusst als die tatsächliche Form des Auges wahr(Das Unterbewusstsein kann die Verzerrung nicht "wegrechnen",leider). Er glaubt also, sein Gegenüber habe ein "verkrüppeltes" Auge. Dies ist eine gravierende Tatsache, da die Augen der ausdrucksstärkste Teil im menschlichen Gesicht sind(das weiss jeder, der schon mal menschliche Gesichter gezeichnent hat). Die Konsequenzen werden also im Umgang mit Menschen stark spürbar sein. Ein Mensch, der glaubt, er müsse, aus welchen Gründen auch immer, perfekt gesund aussehen, der aber gleichzeitig von seiner Brille verunstaltet wird, ist somit der ideale Kandidat für einen psychischen Komplex. Der "einfache" Ausweg ist die Operation. Es stellt sich die Frage, ob so ein Mensch sich operieren lassen sollte, oder ob er an seinem Selbstwertgefühl ,an seiner Lebensauffassung und nicht zuletzt an seiner Seele arbeiten sollte. Es ist leider bei den hier vorliegenden Fehlsichtigkeiten nicht denkbar, ein Brillenglas zu bauen, welches das Auge nach aussen nicht entstellt.

Doch nun zu einer interessanten Gruppe, welche die grösste Gruppe der Lasikpatienten und auch der Fehlsichtigen allgemein ausmacht. Dies sind Menschen mit wenigen Dioptrien(meist weniger als 6), oft haben sie nicht einmal eine Hornhautverkrümmung. Tragen diese Personen eine Brille, so sind ihre Augen nach aussen in ihrer natürlichen Form und Schönheit zu sehen. D.h. diese haben in Wahrheit gar kein gravierendes ästhetisches Problem. Das Unterbewustsein der meisten Menschen hat sich längst an Brillengestelle gewöhnt. Die Augen werden wahrgenommen wie bei einem gesunden Menschen. Diese Personengruppe scheint nicht zu wissen, welch grosses Glück sie haben im Gegensatz zu manch anderen Brillenträgern: eben nicht als "verkrüppelt" wahrgenommen zu werden! Wenn ein solcher Mensch sich zu einer AugenOp entscheidet, dann nehme ich mir die Freiheit ihn als Ignorant und leichtgläubig zu bezeichnen.

Was spricht gegen AugenOps:
-Durch AugenOPs wird viel Geld verdient und Menschen ist nicht uneingeschränkt zu vertrauen
-ein Mensch der auch nur auf einem Auge an Sehkraft einbüsst ist schnell selbstmordgefährdet!
-erst wenn man die gute Sicht verliert, merkt man wie wertvoll sie war.
-die Hornhaut ist ein hochkomplexes, lebenswichtiges Organ
-das Auge ist ein hochkomplexes, lebenswichtiges Organ
-die heutige Medizin kennt nur einen Bruchteil der Stoffwechselvorgänge und funktionalen Zusammenhänge im Auge
-die refraktive Chirurgie ist ein primitives, einfaches Verfahren, welches aus der ewigen, verzweifelten Besessenheit hervorgeht, ein fehlsichtiges Auge durch Operation korrigieren zu wollen
-technischer Fortschritt ist differenziert zu betrachten: das eine Mal nützt er, das andere Mal nicht
-die oft angeführten Risiken(und auch deren Häufigkeit) sollten jeden Vernünftigen Menschen davon abbringen, ein gesundes, mit Brille gut korrigierbares Auge operieren zu lassen
-mangelnde Hornhautstabilität: kann Jahre(!) nach der OP zu ständigen Sehkraftschwankungen führen
-trockenes Auge: eine üble Sache ohne wirklich gute Behandlungsmethode, Heilungschanchen=0
-mangelnde Langzeiterfahrung
-technologie noch nicht weit genug fortgeschritten
-schlechte Korrektur
-bei HornhautOP irreversible Korrektur

Wann wird unsere "Technologie" so weit sein:
Erst wenn es für alle möglichen Komplikationen eine effektive und gut beherrschte Abhilfe gibt.(das Argument einer Hornhauttransplantation im Falle von Komplikationen reicht nicht aus: eine Hornhauttransplantation birgt ein hohes Abstossungsrisiko und auch die Resultate machen nicht gerade überglücklich)
Abschliessend bleibt zu sagen: Es ist eine Tatsache, dass jeder Mensch selbst auf seine Gesundheit achten muss und dass er auch nicht auf den Schutz von Seiten des Staates vertrauen kann.

Gast

Re: moderne technik?

Beitrag von Gast » 23.06.2002, 00:02

Haben Sie schon früh oder abends im Bett gelegen und wollten die Uhrzeit auf Ihrem Wecker sehen? Keine Chance, also Wecker vor die Nase halten. Waren Sie mit Freunden im Hallenbad, sobald diese wegschwammen, konnten Sie nicht sehen, wer wo ist? Keine Chance, man bittet die Freunde, einem nicht allein stehen zu lassen. Es gäbe unzählig weitere Beispiele, wo es einfach nur Scheiße ist, das man so schlecht sieht. Bagatellen im Gegensatz zum Risiko, aber auch Bagatellen in unzähliger, ständig wiederkehrender Form, können einem nerven, zermürben, Unzufriedenheit stellt sich ein. Brillen oder Linsen helfen in fast allen Lebenslagen, aber eben nur fast. Man wird leider immer wieder daran erinnert, man ist kurzsichtig, kann ohne Sehhilfe nichts sehen. Ist es da verwunderlich, das man sich an die Medizin wendet? Und es gibt mit Sicherheit nicht nur geldgeile, unverantwortlich Augenärtze. Klar ist, man muß sich beraten lassen, mehrere Meinungen einholen, selbst recherchieren, mit Patienten reden und dann entscheiden, ob man sich einer OP unterzieht. Ich kenne einige, die sich operieren haben lassen, an verschiedenen Kliniken, bei verschiedenen Ärzten und alle sind mit ihren Ergebnissen zufrieden. Es gibt sicher Leute, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, ob durch einen unprofessionellen Arzt oder durch unverhersehbare Faktoren. Es gibt nun mal keine 100 % Garantie für nichts im Leben. Für viele andere neuere Operationsmethoden, egal welcher Art gibt es keine Langzeiterfahrungen und trotzdem werden sie tausendfach durchgeführt. Gut, mit dem einen Unterschied, diese sind wohl notwendig, die Augen OP nicht unbedingt. Aber es gibt diese Möglichkeit, also warum sie nicht nutzen. Was die Preise angeht, da muß sich jeder selbst im Klaren darüber sein, ob er das investieren möchte, ebenso über das Risiko. Und es ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung, die man zwischen Frühstück und Mittagessen fällt. Ich selbst habe jahrelang mit mir gerungen, ob ich meine Augen operieren lassen würde. Ich habe mich letztendlich dafür entschieden, vor 2 Wochen bin ich operiert worden, -8,5 und -9,25 mit Asti auf beiden Augen. Bis jetzt sind keine Probleme aufgetreten, weder haze, halos oder trockene Augen. Kurzum ich bin glücklich, was in 20 Jahren sein wird, wer weiß das schon.
Es sind mit Sicherheit mehr Menschen weltweit zufrieden mit Ihrer Augen OP, als unzufrieden.
Sie haben Ihr Recht, auf Ihre eigene Meinung und auch ich bin der Meinung, einer der -1 Dioptrie hat, eine Brille trägt und sich wegen der Schönheit nun Gedanken macht, gehört in keine Augenklinik. Aber diese Medizin grundsätzlich zu verdammen, finde ich auch nicht richtig. Auf welchem Wissen basiert eigentlich Ihre Meinung, haben Sie sich operieren lassen, haben Sie sich von Augenärzten untersuchen oder beraten lassen? Sind Sie eigentlich fehlsichtig? Oder sind Sie einer der Glücklichen, der sich morgends nicht den Wecker vor die Nase halten muß, um die Uhrzeit zu erkennen?

Gast

Re: moderne technik?

Beitrag von Gast » 23.06.2002, 18:14

Hallo Annett,
ihr habt beide Beiträge geschrieben, die zum Nachdenken anregen und ich kann allen beiden recht geben, dem Maulwurf und dir.
Ich zähle mich nämlich - ebenso wie dich - mit einer Kurzsichtigkeit von knapp -9 Dpt. genau zu der Gruppe,bei der der Maulwurf so eine OP für vertretbar hält. (Er nimmt zwar als Grenzwert -10, aber das macht nun keinen so großen Unterschied mehr).
Ehrlich gesagt, kann ich es auch nicht verstehen, wenn sich jemand operieren lässt, der vielleicht nur -1,5 oder so hat. Der sieht ja noch relativ gut, wenn er zum Beispiel schwimmen geht.
Ohne Brille schwimmen kann ich nicht, da fühl ich mich wahnsinnig unsicher. Auch beim Treppensteigen merke ich Unsicherheiten (ohne Geländer). Und es gibt unzählige Situationen die einfach kompliziert werden wenn man so kurzsichtig ist...Sauna...Dampfbad...Radfahren wenns kräftig regnet und und und...aber wem erzähle ich das.
Ich finde es toll, dass deine Op so gut verlaufen ist. Ich muss noch ein bißchen sparen und dann werde ich es auch machen lassen. Dein Bericht macht mir Mut und ich hoffe, dass es auch bei mir gut verläuft.
Alles Gute weiterhin,
mfG Irmi


: Haben Sie schon früh oder abends im Bett gelegen und wollten die Uhrzeit auf Ihrem Wecker sehen? Keine Chance, also Wecker vor die Nase halten. Waren Sie mit Freunden im Hallenbad, sobald diese wegschwammen, konnten Sie nicht sehen, wer wo ist? Keine Chance, man bittet die Freunde, einem nicht allein stehen zu lassen. Es gäbe unzählig weitere Beispiele, wo es einfach nur Scheiße ist, das man so schlecht sieht. Bagatellen im Gegensatz zum Risiko, aber auch Bagatellen in unzähliger, ständig wiederkehrender Form, können einem nerven, zermürben, Unzufriedenheit stellt sich ein. Brillen oder Linsen helfen in fast allen Lebenslagen, aber eben nur fast. Man wird leider immer wieder daran erinnert, man ist kurzsichtig, kann ohne Sehhilfe nichts sehen. Ist es da verwunderlich, das man sich an die Medizin wendet? Und es gibt mit Sicherheit nicht nur geldgeile, unverantwortlich Augenärtze. Klar ist, man muß sich beraten lassen, mehrere Meinungen einholen, selbst recherchieren, mit Patienten reden und dann entscheiden, ob man sich einer OP unterzieht. Ich kenne einige, die sich operieren haben lassen, an verschiedenen Kliniken, bei verschiedenen Ärzten und alle sind mit ihren Ergebnissen zufrieden. Es gibt sicher Leute, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, ob durch einen unprofessionellen Arzt oder durch unverhersehbare Faktoren. Es gibt nun mal keine 100 % Garantie für nichts im Leben. Für viele andere neuere Operationsmethoden, egal welcher Art gibt es keine Langzeiterfahrungen und trotzdem werden sie tausendfach durchgeführt. Gut, mit dem einen Unterschied, diese sind wohl notwendig, die Augen OP nicht unbedingt. Aber es gibt diese Möglichkeit, also warum sie nicht nutzen. Was die Preise angeht, da muß sich jeder selbst im Klaren darüber sein, ob er das investieren möchte, ebenso über das Risiko. Und es ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung, die man zwischen Frühstück und Mittagessen fällt. Ich selbst habe jahrelang mit mir gerungen, ob ich meine Augen operieren lassen würde. Ich habe mich letztendlich dafür entschieden, vor 2 Wochen bin ich operiert worden, -8,5 und -9,25 mit Asti auf beiden Augen. Bis jetzt sind keine Probleme aufgetreten, weder haze, halos oder trockene Augen. Kurzum ich bin glücklich, was in 20 Jahren sein wird, wer weiß das schon.
: Es sind mit Sicherheit mehr Menschen weltweit zufrieden mit Ihrer Augen OP, als unzufrieden.
: Sie haben Ihr Recht, auf Ihre eigene Meinung und auch ich bin der Meinung, einer der -1 Dioptrie hat, eine Brille trägt und sich wegen der Schönheit nun Gedanken macht, gehört in keine Augenklinik. Aber diese Medizin grundsätzlich zu verdammen, finde ich auch nicht richtig. Auf welchem Wissen basiert eigentlich Ihre Meinung, haben Sie sich operieren lassen, haben Sie sich von Augenärzten untersuchen oder beraten lassen? Sind Sie eigentlich fehlsichtig? Oder sind Sie einer der Glücklichen, der sich morgends nicht den Wecker vor die Nase halten muß, um die Uhrzeit zu erkennen?

Gast

Re: moderne technik?

Beitrag von Gast » 23.06.2002, 22:45

:
: Schöner Aufsatz MAULWURF !

Nur die ersten beiden Antworten auf den MAULWURF-AUFSATZ sind lebensnäher!
Ich gehe diese Woche zur OP und hoffe, daß die LASIK bei mir mit Vorwerten von jeweils 4 Dioptrin ein Erfolg wird.
Zu Dir MAULWURF: Du solltest Dir jetzt die nächsten Internetseiten suchen und Dich z.B. über Schönheits-OPs, den Sinn von Autorennen oder Funsportarten auslassen und nicht unwissend Menschen, die sich sehr oft mit allen Problemen einer Augen-OP befaßt haben, als Ignoranten bezeichnen. Das ist anmaßend und zeugt, aus welchen Gründen auch immer, von Überheblichkeit.

Gast

Re: moderne technik?

Beitrag von Gast » 28.10.2002, 09:17

Hallo,
ich habe einen lieben Freund, der auch die selben Probleme hat. Er geht teilweise mit Brille schlafen! Ich würde ihm gerne bei seiner Entscheidung sich operieren zu lassen unterstützen. Kann mir irgendjemand Ärtze bzw. Kliniken nennen mit der er/sie gute Erfahrungen gemacht hat? Würde mich sehr über Tipps jeglicher Art freuen.

Bis dann
Traum

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