Femto Lasik in Lohr

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Femto Lasik in Lohr

von mercurio007 » 16.08.2012, 11:56

Hallo liebe Forumsgemeinde,

nachdem es hier im Forum sehr wenige Erfahrungsberichte zum Thema Lohr gibt, wollte ich Euch hier an meinen Erlebnissen teilhaben lassen.

Mit dem Thema Lasik habe ich mich zum ersten Mal schon mitte der 90er Jahre beschäfftigt, als diese Operationsmethode langsam bezahlbar wurde, damals allerdings noch mehr oder weniger an der Hand meines Vaters, der sich für die Operation interessierte. Ich selbst hatte gerade meine erste Brille bekommen und für mich war klar, dass ich diese so schnell wie möglich wieder loswerden wollte, sobalb ich selbst ausgewachsen und meine Augen damit bereit für die Korrektur wären.

15 Jahre später war es dann soweit, ich selbst war nun 27 und meine Augen hatten sich auf einen Wert von

- 4,25 und - 3,00 eingependelt.

Nachdem ich sowohl an Hornhautverkrümmung als auch an "normaler" Kurzsichtigkeit litt, habe ich mich hier im Forum und vor allem über die Seiten der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde über die vesch. Lasermethoden und vor allem auch Laser-Modelle informiert, um herauszufinden, welches Modell für meine Art der Fehlsichtigkeit die besten Ergebnisse liefert.

Nachdem dann klar war, welches Laser-Modell es sein sollte, habe ich die Kliniken in meiner Umgebung (im weitesten Sinne) abgeklappert um herauszufinden welche Klinik "meinen" Laser verwendet. Übrig geblieben sind Fürth und Lohr. Da zwischen beiden ein Unterschied von 1000 Euro im Endpreis bestand, entschied ich mich, der Augenlaserklinik Lohr mein Vertrauen zu schenken.

Die Voruntersuchung kann ich, denke ich kurz abhandeln, da sich hierzu eine vielzahl an Berichten im Forum finden. Nur soviel: Fragen hatte ich kaum, da ich mich mit dem Thema vorher intensiv auseinandergesetzt hatte (unbedingt zu empfehlen), ansonsten wurde die Untersuchung ausführlich und meiner Ansicht nach gewissenhaft durchgeführt. Die Atmosphäre war sehr freundlich und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass mir die Operation "aufgeschwatzt" wurde.

Nachdem ich diesen Teil hinter mir hatte, machte ich gleich einen Termin für die Operation aus, den ich auf den nächsten Urlaub vereinbarte. Hierzu sei gesagt, dass ich eine Woche Urlaub nach der OP jedem empfehlen würde, der mit dem Gedanken spielt, da so einfach eine viel bessere Erholung möglich ist. Ich denke, dass hierbei die psychische Anspannung eine sehr große Rolle spielt - immerhin geht es um das eigene Augenlicht!

Der Operationsablauf selbst ist, denke ich, kein großes Geheimnis, kann auch er in einer vielzahl von Berichten nachgelesen werden. Überraschend für mich war nur, die hohe Frequenz der Operationen: Im OP-Bereich selbst läuft es immer so ab, dass bereits ein Patient vor der Schleuse darauf wartet, dass die Betäubungstropfen wirken, während der Andere drinnen schon gelasert wird; es also schon ein wenig den Eindruck einer "Massenabfertigung" macht. Ehrlich gesagt hat mich das allerdings mehr beruhigt als beunruhigt, da mir so das Gefühl vermittelt wurde, dass die ganze Sache für die Klinik absolute Routine ist...

Während der OP selbst hat der Operateur die ganze Zeit beruhigend auf mich eingeredet und auch zu keiner Zeit den Eindruck vermittelt selbst in irgendeiner Weise gestresst oder angespannt zu sein. Vor allem den Teil, bei dem der Flap wieder zugeklappt wird, fand ich extrem beeindruckend, da dies ja eigentlich der einzige Teil der OP ist, bei der die Fähigkeiten des Operateurs wirklich zum Tragen kommen, da der Rest vollständig automatisiert durch die Laser durchgeführt wird. Hierbei hat sich der Operateur auf jeden Fall viel Zeit genommen, den Flap erst geglättet und dann präzise wieder angelegt. Mit welcher Ruhe und Präzision er hierbei vorgegangen ist, war für mich sowohl beruhigend als auch beeindruckend.

Der Rest der OP verlief ohne besondere Vorkommnisse, wenn man davon absieht, dass der Eye-Tracker den Laservorgang einmal unterbrochen hat, da ich den roten Lichtpunkt der der Orientierung dient, einmal verloren hatte. Schmerzen habe ich während der gesamten Operation keine verspührt, lediglich das Schneiden des Flaps war durch den Saugring ziemich unangenehm.

Danach durfte ich die Augen sofort aufmachen bzw. offenlassen und wurde sofort im Nebenraum untersucht. Besonders schön ist, dass man auf dem Weg in den Nebenraum auf den Parkplatz sehen kann - und ich konnte alle Nummernschilder lesen!!! Das war eigentlich der beste Moment des gesamten Vorgangs; einfach ein wahnsinniger AHA-Effekt.

Nachdem sichergestellt wurde, dass die OP gut verlaufen ist, durfte ich ins Hotel und mich hinlegen. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Klinik bei einer Anreise von über 100km die Übernachtungskosten übernimmt, was ich einen feinen Zug finde.

Ansonsten verlief der restliche Tag standartmäßig: Tropfplan einhalten und schlafen. Schmerzen hatte ich keine, allerdings war Tags über doch ein ziemliches Fremdkörpergefühl im auge, so dass ich keine große Lust hatte die Augen zu öffnen. Am Abend habe ich dann einen Spaziergang durch Lohr gemacht und war beeindruckt: Die Sehschärfe war unheimlich gut und die Sicht extrem klar. Man hatte tatsächlich so ein Adlerblick - Gefühl. Einzig störend waren die Halo-Effekte um Lichtquellen herum, was ich allerdings ja auch so erwartet hatte. Am Abend habe ich noch ein wenig ferngesehen und bin dann relativ früh ins Bett.

Am nächsten Tag stand dann die Nachuntersuchung an und mein Gefühl hatte mich nicht getrogen: Über 130 % Sehkraft, besser als vorher mit Brille. Ich bekam nochmal Tropfen mit und wurde dann nach Hause entlassen.

Da die Anreise wie beschrieben eine ziemlich weite war, habe ich mich im Spessart zusammen mit meiner Frau für eine Woche in einer Pension einquartiert, da ich ja nach einer Woche nochmal zur Untersuchung musste. Diese Entscheidung war im Nachhinein gesehen goldrichtig, da ich denke, dass die viele Bewegung an der frischen Luft während dieser Woche die Heilung auf jeden Fall postiv beeinflusst hat, auf jeden Fall aber hat man nicht zuviele Gedanken auf die OP und mögliche Nachwirkungen verschwendet.

Nach einer Woche kam dann die Nachuntersuchung, von der ich mir allerdings etwas mehr versprochen hatte: Die ganze Sache dauerte keine 20 Minuten und mir wurde gesagt dass alles bestens wäre. Da die Heilung gut voranschritt und ich keine weiteren Probleme hatte, machte ich mir aber keine großen Gedanken. Nach dem verlassen der Klinik bin ich dann selbst mit dem Auto nach Hause gefahren - ein super Gefühl, vor allem da ich ziemliche Angst gehabt hatte, dass ich evtl. nicht mehr Fahren könnte, sollten Komplikationen auftreten.

Die Sonnenbrille die man in der Klinik bekommt, hat mir übrigens gute Dienste geleistet, da man doch die erste Zeit noch ziemlich blendempfindlich ist, was vor allem beim Autofahren störend sein kann. Auch Nachtfahrten waren zu dieser Zeit ziemlich anstrengend, da die Halos doch ziemlich ablenken und ermüden.

Nun nach knapp 5 Monaten läßt sich folgendes sagen:

- Halos sind nach ca. 2 Monaten verschwunden und auch Nachtfahrten stellen kein Problem mehr dar

- Der "Adlerblick" ist mir leider nicht ganz geblieben; nach der Heilung habe ich "nur" noch zwischen 100 - 120 % je nach Tagesverfassung

- Augentrockenheit ist definitiv ein Thema, vor allem Klimaanlagen und Heizungen machen sich ziemlich schnell bemerkbar. Wichtiger Einflussfaktor ist jedoch ausreichend zu trinken!! Wenn ich viel Trinke ist die Trockenheit so gut wie weg, Trinke ich zu wenig tritt sie verstärkt auf. Alles ist jedoch relativ: Wenn ich trockene Augen habe, tropfe ich 1-2 mal am Tag und das vielleicht an 2-3 Tagen die Woche. Also alles halb so wild...


FAZIT: völlig ohne "Probleme" ist auch bei mir die OP nicht verlaufen - gerade die Halos haben mich am Anfang ziemlich gestört und haben die erste Zeit vor allem die Arbeit am PC nicht gerade angenehm werden lassen. Mittlerweile ist das aber kein Problem mehr. Was dagegen bleibt ist eine leichte Augentrockenheit die im Vergleich zu vorher auf jeden Fall spürbar ist.

ABER: Das Plus an Lebensqualität, vor allem bei meinem aktiven Lebensstil wiegt diese "Problemchen" locker auf! Sei es beim Fußball, Basketball, Motorrad fahren, Klettern, Schwimmen - überall wird einem jederzeit bewußt wieviel besser alles ohne Brille ist.

Ich würde diesen Schritt jederzeit wieder tun und auch der Klinik in Lohr wieder mein Vertrauen schenken. Das Team und der Operateur sind extrem bemüht und professionell und haben zu keiner Zeit das Gefühl aufkommen lassen nur ein Produkt möglichst schnell an den Mann bringen zu wollen.

Zu Bedenken ist allerdings: Mögliche Komplikationen sind nicht zu unterschätzen und können unter umständen schwere Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Gerade für Menschen, bei denen Bewegung und Aktivität nicht im Zentrum ihres interesses stehen und der Wunsch nach der Korrektur hauptsächliche "optische" Gründe hat, ist genau abzuwägen ob sich das Risiko (und sei es auch noch so gering) lohnt.

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