Hallo zusammen,
da ich mich in diesem Forum seit einiger Zeit über alles rund um die verschiedenen Korrekturmöglichkeiten bei Fehlsichtigkeiten informiert habe, möchte ich nun selber einen Bericht zu meiner Femtolasik bei CityLasik in Dortmund (Herrn Dr. Zeitz) schreiben.
Es soll kein medizinisches Gutachten werden, sondern einfach nur beschreiben, wie ich die OP und natürlich die Zeit davor und danach erlebt habe.
1.) Informationen sammeln
Wie bereits oben erwähnt habe ich mich bereits im Vorfeld auf diversen Internetseiten und vor allem auch durch lesen von Berichten in diesem Forum ausgiebig über die verschiedenen Operationsverfahren informiert und mich für die Femtolasik entschieden.
Hauptsächlich da es sich um das derzeit modernste und sicherste Verfahren handelt, aber auch da ich mich persönlich nicht so richtig mit dem Mirkokeratom anfreunden konnte…
Und lasst euch die Augenwerte auch noch von einem oder besser noch von 2 verschiedenen Augenärzten messen, damit ihr das Ergebnis der Voruntersuchung besser beurteilen könnt.
2.) Laserzentrum auswählen
Für mich kam eine OP im Ausland aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Daher habe ich mich nach Zentren in meiner Nähe umgesehen und bin bei CityLasik gelandet, die modernste Laser (Excimer- und Femtolaser) in Dortmund einsetzen und auch an der Hotline einen sehr kompetenten Eindruck hinterlassen haben. Also habe ich hier einen Termin zur Voruntersuchung vereinbart.
3.) Voruntersuchung
Die Voruntersuchung ist im Prinzip nicht anders wie der Besuch bei einem Augenarzt (nur das man nicht so ewig lange im Wartezimmer sitzen muss…

)
Hier werden u.a. die objektive und subjektive Refraktion, Pupillengröße, Hornhautdicke und Augeninnendruck gemessen sowie eine Topographie der Hornhaut gemacht. Anschließend findet noch ein Beratungsgespräch statt wo die Ergebnisse der Messungen und die daraus resultierenden Behandlungsmöglichkeiten besprochen werden. Anschließend habe ich noch 2 Aufklärungsbögen über die OP und deren Risiken mitbekommen, die ich am Tag der OP unterschrieben wieder mitbringen musste. Alles in allem habe ich an diesem Tag ca. 1,5h in dem Zentrum verbracht.
Wichtig ist, dass ihr irgendwie bescheinigen könnt, dass sich eure Augen in dem letzten Jahr (besser noch in den letzten 2 Jahren) nicht verändert haben (entweder über einen Brillenpass oder eine Bescheinigung vom Augenarzt) und das ihr euch gesund fühlt.
Meine Werte:
Links: -4,25 sph / -0,25 cyl / 55° Achse
Rechts: -4 sph / -0,75 cyl / 85° Achse
4.) OP
Am 16.04.2009 um 11.00h war es dann soweit. Natürlich war ich viel zu früh in dem Zentrum angekommen und bekam noch mit, wie ein anderer Patient gerade zur OP geführt wurde…
Ca. eine viertel Stunde vor der OP bekam ich eine Beruhigungstablette. Dann kam auch schon der erste Patient in Begleitung einer Schwester freudestrahlend zurück in das Wartezimmer und ich bekam wieder Mut.
Nun wurde ich für die OP vorbereitet: eine Kopfhaube, Kittel und Überzieher für die Schuhe. Das Auge, was als zweites behandelt werden sollte, wurde abgeklebt.
Nach ca. 5 Minuten wurde ich in den dunklen OP-Saal geführt und musste mich auf eine Liege unter dem Laser legen. Sobald ich bequem lag, wurde die Wimpern mit einem Pflaster angeklebt und der Lidspreitzer kam zum Einsatz, der während der ganzen OP das Auge offen hält. Allerdings kam ich seltsamer Weise nie in Versuchung das Auge schließen zu wollen…
Anschließend wurde das Auge noch mit einer Flüssigkeit gereinigt und dann per Augentropfen betäubt.
Eine nette Schwester hielt mir während der OP immer wieder beruhigend die Hand.
Nun musste ich in ein blinkendes grünes Licht schauen und Herr Dr. Zeitz begann an meinem Auge Markierungen zu setzen. Nun kam das unangenehmste: das Kontaktglas für den Femtolaser wurde auf das Auge gedrückt. Ich musste mich weiterhin auf dieses grüne Licht konzentrieren, obwohl mir durch den Druck nach kurzer Zeit alles schwarz vor Augen wurde und ich nichts mehr sehen konnte.
Nun begann der Femtolaser gefühlte 5 sek. seine Arbeit, wobei ich davon nichts gesehen, gespürt, gerochen, oder gehört habe. Anschließend wurde das Kontaktglas entfernt und sofort kam mein Augenlicht verschwommen wieder. Natürlich musste ich weiterhin fleißig in das grüne Licht schauen, während Herr Dr. Zeitz das Auge mit verschiedenen Instrumenten für den Excimerlaser vorbereitete und den Flap öffnete.
Jetzt wurde es bis auf das grüne Licht im OP dunkel und der Excimerlaser begann seine Arbeit für gefühlte 10 sek. Im Gegensatz zum Femtolaser hörte ich nun den Laser arbeiten (rasseln) und es roch nach verbrannten Haaren. Nachdem die Hornhaut geschliffen war, ging das Licht wieder an und das Auge wurde noch mal gereinigt und der Flap anschließend wieder zurückgeklappt und geglättet. Zum Schutz bekam ich noch eine Kontaktlinse in das Auge gesetzt, die bis zum nächsten Tag drin bleiben sollte.
Nun wurde das Auge abgeklebt und derselbe Vorgang wiederholte sich bei dem anderen Auge.
Schmerzen empfindet man während der OP keine, allerdings ist es teilweise unangenehm – besonders der Druck durch das Kontaktglas. Auch fand ich es sehr schwierig sich immer auf dieses blinkende grüne Licht zu konzentrieren. Herr Dr. Zeitz muss mich hier einige Mal ermahnen…
5.) Nach der OP
Ich sah noch sehr verschwommen, wobei ich aber durch den Nebel auch einige klare Details erkennen konnte. Zum Glück schien an diesem Tag die Sonne noch nicht so intensiv, so dass ich mit einer Sonnenbrille und einem Handtuch vor dem Gesicht die Rückfahrt ganz gut überstanden habe.
Nach der OP sollte man die Augen ca. 4 Stunden geschlossen halten - am besten legt man sich einfach ins Bett und versucht zu schlafen. Zum Schutz der Augen habe ich von Dr. Zeitz auch sehr praktische transparente Augenklappen aus Kunststoff mitbekommen, die über Klebestreifen fixiert werden.
Augentropfen brauche ich durch die Kontaktlinse erstmal nicht zu nehmen.
6.) 1. Tag
An diesem morgen bin ich mit leicht verquollenen und verklebten Augen aufgewacht, die ich erstmal sehr sehr vorsichtig gereinigt habe (nur das gröbste). Ich konnte schon sehr gut sehen, wobei noch immer ein leichter Schleier den Blick getrübt hat – was allerdings auch durch die Kontaktlinsen kommen kann…
Schmerzen hatte ich überhaupt keine und auch über Lichtempfindlichkeit konnte ich mich nicht beschweren. Selbst draußen bei leicht bewölktem Himmel kam ich mit einer Sonnebrille super klar. Nur in die Nähe kann ich nicht so gut sehen…
Durch den Druck bei der OP habe ich leider in jedem Auge einen leichten Bluterguss…
Heute musste ich auch noch mal nach Düsseldorf zur Nachkontrolle fahren, wo mir Herr Dr. Zeitz die Kontaktlinse entnommen hat und um sich das Ergebnis der OP anzusehen und den Flap zu kontrollieren.
Das Ergebnis war berauschend – ich hatte schon eine Sehkraft von 100%.
Habe nun zum befeuchten der Augen Tropfen bekommen und ebenfalls noch welche, die mögliche Entzündungen verhindern sollen.
7.) 2. Tag
Die Sehkraft schwankt immer mal wieder, die Augen sind leicht trocken, der Schleier ist weg, die Nahsicht ist auch etwas besser geworden. Arbeiten am Bildschirm ist dennoch sehr schwierig und anstrengend. In der Dunkelheit habe ich um helle Lichtquellen Halos.
Nachdem ich am Nachmittag mit einem Auge leichte Doppelbilder gesehen habe, hab ich mich lieber erstmal schlafen gelegt…
8.) 3.Tag
Die Sehqualität ist sehr gut, auch die Nahsicht ist fast wieder wie gewohnt. Die Augen brennen leicht – wahrscheinlich durch Trockenheit.
9.) 4. Tag
Hat sich nicht viel verändert, lediglich das lesen geht wieder etwas besser. Auch konnte ich auch wieder etwas fernsehen und im Internet surfen. Trotzdem will ich es ja nicht übertreiben…
10.) 5. Tag (heute)
Fühle mich sehr gut! Lesen ist auch schon wieder möglich – allerdings dennoch ein wenig anstrengend. Die Augen brennen noch hin und wieder (insbesondere morgens nach dem aufstehen), die Blutergüsse und die Halos sind leider auch noch da.
Am Donnerstag habe ich den zweiten Kontrolltermin - bin schon ganz gespannt!
Folgende Ratschläge möchte ich euch noch auf den Weg geben:
- Nehmt euch nach der OP auf jeden Fall eine Woche Urlaub um die Augen zu schonen
- Überanstrengt eure Augen nicht und legt euch ruhig öfters mal schlafen
- Tragt den Augenschutz in der Nacht! Es ist wirklich eine reine Gewohnheitssache
- Probiert einige Tage vor der OP schon mal, wie ihr euch z. B. am besten die Haare waschen könnt, ohne das Wasser in die Augen kommt, oder ihr andere sonst alltägliche Dinge unter diesen besonderen Umständen erledigen könnt.
Und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Dr. Zeitz, seinem Team und natürlich bei CityLasik danken!!!!!
Viele Grüße an alle,
Harald